Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Das mittelalterliche Pferd

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Eintrag #1 vom 01. Mai. 2000 23:35 Uhr Bert Hoyer   Nachricht

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Werte Disputanten. Zwecks Vorbereitung einer literarischen Arbeit suche ich Quellen und wissenschaftlich fundierte Werke zur Kulturgeschichte des Pferdes im MA. Kann mir jemand sein Wissen ´borgen´?
Grüezec Bert

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Eintrag #2 vom 02. Mai. 2000 09:22 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, schau doch mal in der Tempus-Vivit Bibliothek unter → Geschichte → Tierhaltung und Jagd im Mittelalter. Da findest Du schon mal einen kurzen Abriß über Pferde und Pferderassen im MA. Und jede Menge brauchbare Literaturangaben im Quellenanhang, die alle bei mir im Regal stehen, so daß ich bei Bedarf vielleicht weiterhelfen kann. Ansonsten ist Ann Hyland´s Buch “The medieval warhorse from Byzantium to the crusades” (1996, Combined Books, Pennsylvania, ISBN 0-938289-84-5) empfehlenswert und, je nachdem, welche genauen Informationen Du brauchst, auch das Buch “The beast within. Animals in the middle ages.” (Autor und andere Angaben kann ich bei Bedarf nachliefern), welches sich vor allem mit rechtlichen Fragen der Tierhaltung und ganz allgemein mit dem Wandel des Verhältnisses von Mensch und Tier über die Jahrhunderte des Mittelalters beschäftigt. Schreib doch einfach mal, was genau Du wissen mächtest - Pferdehaltung allgemein, Pferde“rassen”, Wert von Pferden, Zucht und Zuchtziele, Marschallwesen etc.??? Ruth

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Eintrag #3 vom 03. Mai. 2000 11:51 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Nachtrag: “The beast within: animals in the middle ages” von J. E. Salisbury, Routledge 1994, ISBN 0415907691 Ruth

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Eintrag #4 vom 03. Mai. 2000 13:07 Uhr Bert Hoyer   Nachricht

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Hallo Ruth, vielen Dank fuer die schnelle Reaktion auf meine Anfrage. Ich bin noch am Anfang meiner Recherchen, und dein Artikel in der Tempus-vivit-Bibl. war einer der ersten, die ich gelesen habe. Schwerpunkte meines Interesses erkenne ich bisher selbst nicht - es geht zunächst undifferenziert in die “Breite”. Deine Literaturangaben sind mir dabei eine wertvolle Hilfe. Einen Hinweis auf Jordanus Ruffo, oberster Stallmeister am Hofe Friedrichs II, erhielt ich aus einem populärwiss. Aufsatz - Waidmann, Angela (2000): Das edelste und nuetzlichste Tier. In: Damals, 32.Jg., 2000, Heft 4, S. 62-65 -, konnte die dürftigen Angaben bislang jedoch nicht überprüfen. Jordanus ist der Verfasser des “Stallmeisterbuchs”, und obwohl das Werk in seiner Zeit als pferdekundl. Standardwerk galt, in seiner Bedeutung durchaus vergleichbar mit dem “Falkenbuch” Friedrichs II, so weist Waidmann doch darauf hin, dass es in der mediavistischen Forschung zu einem Schattendasein verurteilt zu sein scheint. Dementsprechend ergaben die Recherchen zu Jordanus und dem Stallmeisterbuch bisher auch kein Ergebnis. Weder existiert ein Faksimile noch eine kommentierte, neuhochdt. Ausgabe. Eine Monographie über Jordanus (abweichende Schreibweise: Giordano Ruffo) - ebenso Fehlanzeige. Vielleicht sind dir ja Einzelbeitraege aus der Literatur bekannt? Aus deiner e-mail-Adresse ersehe ich eine (welche?) Verbindung zur FU-Berlin - und möglicherweise kennst du ja eine dort eingereichte Dissertation. Die Internet-Angaben sind bzgl. des Titels evtl. unvollständig: Schreiber, G. (1979), Ein Beitrag zur Kenntnis des mittelalterlichen Pferdes, Berlin, Freie Universität, Fachbereich Veterinärmedizin, Diss. Wenn du Schreibers Arbeit kennst, würde ich mich über deine Einschätzung freuen.
Grüezec Bert

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Eintrag #5 vom 03. Mai. 2000 13:37 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, Ich arbeite am Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie der FU. Ich habe von einem emeritierten Professor unseres Institutes, der entsprechende Studien betreut hat, eine umfangreiche Sammlung zu Osteologischen Studien verschiedenster Spezies und auch einige Dissertationen zu Werken aus der Tierheilkunde “geerbt” (gleich gekrallt wäre wohl der bessere Ausdruck, smile). Die Schreiber´sche Arbeit ist an unserem Institut entstanden. Ein trockenes osteologisches und osteometrisches Werk, die Diskussion ist aber lesenswert (ich kann Dir eine Kopie zukommen lasssen…) Zu Giordano Ruffo kann ich Dir wahrscheinlich zumindest mit Literaturangaben weiterhelfen, da ich mich selber auch gerade in die Geschichte der Tiermedizin tiefer einarbeite. Die entsprechenden Unterlagen stehen allerdings zu Hause, deshalb später mehr. Ruth

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Eintrag #6 vom 03. Mai. 2000 23:34 Uhr Tanja Sauerland   Nachricht

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Hallo Ruth, au7ch ich interessiere mich für das Thema Pferde im Mittelalter, aber nicht in historischer Hinsicht, sondern ich spiele mit dem Gedanken demnächst mit Pferd bei den Mittelaltermärkten teilzunehmen. Dafür bräuchte ich wohl eine sehr nervenstarke Rasse z. B. Norweger oder Isländer. Das problem bei der ganzen Sache ist allerdings nicht die Rasse sondern die Ausbildung. Ich wollte nämlich nicht mit einem völlig unerfahrenen Pferd teilnehmen. Vielleicht kannst du mir da ein paar Ausbildungstips geben. Man hatte mir auf jeden Fall dazu geraten auf jeden fall einen Wallach zu nehmen, da diese immernoch am unkompliziertesten sind. Vielleicht kannst du mir auch noch sagen wo ich geeignetes Geschirr bekomme, da ich den typischen Westernsattel nicht gerade sehr stilecht finde. Wäre nett wenn du oder iemand anderes mir dabei weiterhelfen kömmte.
Tanja

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Eintrag #7 vom 03. Mai. 2000 23:51 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Tanja, Auf Freienfels habe ich einen Tschechen kennengelernt der einen Alamanischen Sattel des10,Jh. angefertigt hat. Ich kann dir seine Adresse geben falls du daran Interesse hast! Auch Ich fertige Repliken aller Art, und da ich auch reite, würde ich gerne mal einen “authentischen” Sattel" herstellen! Meld dich einfach bei mir!

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Eintrag #8 vom 04. Mai. 2000 10:28 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, zu Giordano Ruffo: Wahrscheinlich ein kalabresischer Adeliger, war er Manescalcus (Marescalcus, Marschall) und Großwürdenträger am Hofe Friedrichs II. Sein Werk “de mecicina equorum” soll er auf Anregung und mit Unterstützung des Kaisers geschrieben haben. Einige vermuten sogar, daß Friedrich selbst der Autor war (ähnliches gilt auch für die Werke seines Falkners Moamin) - dies ist jedoch unwahrscheinlich, da das Werk erst nach dessen Tod herausgegeben wurde. Die Pferdeheilkunde Ruffos zeugt von großer praktischer Erfahrung vor allem auf dem Gebiet der Chirurgie an den Extremitäten und des Hufbeschlages. Ruffo soll zum Beispiel bereits das Unterbinden von Blutgefäßen beschrieben haben - also bereits Jahrhunderte vor dem Chirurgen Ambroise Paré! Das Werk Ruffos findet sich in vielen späteren Werken, z. B. in der “mulomedica” des Theoderich von Cervia (13. Jh.), bei Petrus de Crescentiis (13.-14. Jh.) und Laurentius Rusius (14. Jh.), um nur einige bekanntere zu nenen. Folgende Literaturstellen habe ich gefunden, die ich aber selber noch nicht eingesehen habe: Klaien, L. (1969): Studien zur “medicina equorum” des Jordanus Ruffus (1250). Diss. Hannover Molin, H. (1818): Jordani Ruffi Calabirensis Hippiatria. Padua Roth R. (1928): Die Pferdeheilkunde des Jordanus Ruffus. Diss. Berlin Interessante Aspekte zu Pferdehaltung finden sich auch im “Capitulare de villis” Karls des Großen. In den Kap. 13-15 finden sich Angaben zur Haltung de Beschälhengste, der Mutterstuten und der Fohlen. Der Marescalcius Karls war Johannes Apollonius (Giovanni Apollonio, Master John). Ihm wird ein im Auftrag des Kaisers verfaßtes pferde- und pferdeheilkundliches Traktat zugeschrieben, daß Eingang in viele andere, spätere pferdeheilkundliche Texte gefunden hat. Interessant könnte für Dich vielleicht auch folgendes Werk sein (kenne ich selber nicht): Jähns, M (1872): Roß und Reiter in Leben und Sprache, Glauben und Geschichte der Deutschen. Leipzig, Verlag von Fr. Wilh. Grunber Ich hoffe, ich konnte ein bißchen weiterhelfen. Jetzt bin ich aber doch neugierig - was für ein “literarisches Werk” wird es denn??? Hallo Tanja, leider bin ich selber kein Reiter und kann Dir deshalb auch keine guten Tips geben. Auch Dir würde ich jedoch das bereits unten aufgeführte Buch von Ann Hyland empfehlen, da es auch viele praktische Aspekte enthält (sie hat viele Angaben mit ihren eigenen Pferden überprüft bzw. ausprobiert). Irgendwo weiter hinten gibt es hier jedoch einen Thread Reiten im MA oder so ähnlich, da findest Du bestimmt kompetente Ansprechpartner zu diesem Thema. Ruth

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Eintrag #9 vom 04. Mai. 2000 10:43 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, noch ein Nachtrag: G. Eis hat sich seit 1939 intensiv mit der Erforschung des sogannten “Albrants-Buches” beschäftigt - Meister Albrant soll Marschall am Hofe Friedrichs II gewesen sein. Ich vermute mal, daß Meister Albrant und Giordano Ruffo identisch sind, bin mir aber nicht sicher, da ich mich noch nicht so intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe. Literatur: G. Eis (1960): Meister Albrants Roßarzneibuch. Terra Verlag, Konstanz. Ruth

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Eintrag #10 vom 04. Mai. 2000 20:55 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Und noch ein Literaturhinweis: “The MedievalHorse and Its Equipment c. 1150-1450”. Medieval Finds from Excavations in London, No. 5, ISBN 0112904858 Ich habe es selber noch nicht gelesen (hätte ich doch mehr Zeit…), doch ein sehr engagierter britischer Re-enactor hat es mir wärmstens empfohlen, es soll viele Details zu Geschirrteilen, Trensen, Sätteln, Sporen, Hufeisen etc. in der angebenen Zeitspanne enthalten. Ruth

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Eintrag #11 vom 05. Mai. 2000 16:48 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Mahlzeit! Ruth, wenn Du mir sagst, wo ich dieses Buch, bzw. diese Bücher (soweit ich mich entsinne, handelt es sich um eine kleine Reihe) erhalten kann, wäre ich Dir sehr dankbar! Ich habe mehrmals versucht, diese Teile im “normalen” Buchladen zu bestellen, aber Pustekuchen! Gruß, Kai

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Eintrag #12 vom 06. Mai. 2000 01:12 Uhr Bert Hoyer   Nachricht

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Hallo Ruth, es hat nun leider etwas gedauert, bis ich mich wieder melden konnte. (Ein 24h-Dienst dauert zumeist länger als nur einen Tag.) Und dann habe ich mich erst einmal um deine Literatur-Tipps gekümmert (sie sind wirklich KLASSE!!). Das EIS´sche Werk über ´Meister Albrant´ habe ich in unserer UB gefunden. Es verstaubt dort im geschlossenen ´Sonderbestand´ - als ob es selbst so fragil sei, wie die Hss., welches es mit Vorrang aufarbeitet. Aber es enthält auch einen kompletten Text. Man sicherte mir Einsicht zu. Die Dissertationen liegen ja im entsprechenden Verzeichnis vor und sind somit auch erreichbar. Leider fehlt ja (zumeist) eine qualifizierte Inhaltsangabe oder gar Stellungnahme zu diesen. Die zumeist ältere Literatur des deutschsprachigen Raumes hoffe ich über die Fernleihe finden zu können. Bei der internationalen Literatur habe ich da schon größere Bedenken. Wird wohl eher eine Kostenfrage sein. :~( Nun aber noch einmal zur SCHREIBER´schen Diskussion: Ich vermute einmal, daß er - zumindest was die Fragen der Osteometrie anbelangt - einerseits Funde paradigmatisch vergleicht und sie andererseits in syntagmatische Beziehungen setzt. Der Vergleich über die Zeiten dürfte inzwischen nahezu Allgemeingut sein. Interessant wird es dann natürlich bei dem Vergleich innerhalb der Zeit. Aus der osteologischen Fragestellung schließe ich die Suche nach den möglichen physiologischen Ursachen der erhobenen Unterschiede. Da mir medizinische Dissertationen geläufig sind, ahne ich, daß die Lektüre der Diskussion ausreichend sein wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir diesen Teil zukommen lassen könntest. Schriftstellerische Begabungen habe ich selbst -leider?- keine. Da ich aber selbst der Reiterei fröne und mich - natürlich - für das MA interessiere, sah ich genügend Anhaltspunkte, mich für einen Copain ohne Web-Zugang zu engagieren. Da er aber von Dokumentationen bis hin zur Trivialliteratur bereits alles gemacht hat, kann ich nur ahnen, in welche Richtung es diesesmal gehen wird. Bislang entlockte ich ihm folgende Stichworte: Pferdehaltung allgemein (Unterschiede: Streitroß / Arbeitspferd); differierende Werteinschätzungen des Pferdes; hippologische Heilmethoden des MA. Ich denke mir ein belletristisches Werk, irgendwo anzusiedeln zwischen ´Medicus´ und ´Pferdeflüsterer´. Nun aber noch eine direkte Frage an die Fachfrau: Du schreibst, daß RUFFO bereits das Unterbinden von Blutgefäßen beschrieben habe. Daß damit natürlich keine Koagulation, Hyperthermie oder ähnliche ´moderne´ Verfahren gemeint sind, ist mir schon klar. Aber welche anderen Verfahren beschrieb er denn genau? Ligaturen, Umstechungen oder gar ´Unterfahren´ mit einer Art Kocher-Sonde + Ligaturen und Durchtrennung? Hat er auch etwas zum Nahtmaterial gesagt? Oder bin ich jetzt schon zu weit gegangen und habe mir einfache Kompression mit Hämokoagulation und Vasokonstriktion vorzustellen? Wußte er gar schon wirksame Vasokonstringenzien einzusetzen? Wie gesagt: diese Fragen richten sich an die Fachfrau. Ich hoffe, daß ich nicht gar zu arg nerve! Aber langsam bekomme ich auch ein eigenes Interesse an diesen Fragestellungen - in mehrfacher Hinsicht! Beglückend werde ich es empfinden, erneut von dir zu lesen. Hallo Tanja, direkt in deiner Nachbarschaft findet sich doch das Landes- (und Bundes-?) Leistungszentrum für Reiterei in Warendorf. Dort findest du sicherlich kompetenten Rat hinsichtlich der geeigneten Rasse. Einfach ´mal anrufen. Hallo Kai, freue mich einen TAVERNEN-Besucher aus meiner Nachbar- (und Heimat-!) Stadt nebenan zu wissen.
Grüezec Bert

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Eintrag #13 vom 09. Mai. 2000 15:03 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, freut mich, daß ich helfen konnte… und ein Buch irgendwo zwischen Medicus und Pferdflüsterer ist ja wohl eine echte Marktlücke… das da noch kein anderer draufgekommen ist…. (smile) Alles andere ist vielleicht ein bißchen zu speziell für die Taverne. Du scheinst ja schließlich auch ein “Fachmann” zu sein, oder? Mail mich doch noch mal direkt an, dann können wir die Einzelheiten zum Verschicken der Kopien regeln und ich kann Dir noch ein paar weitere Literaturtips geben (z. B. wenn Dich auch der arabisch/persische Kulturkreis diesbezüglich interessiert). Hallo Kai, ich habe heute ebenfalls vergeblich versucht, die “medieval excavations”-Reihe in den üblichen online-Bücherdiensten zu finden. Ich werde diesbezüglich noch mal meinen britischen Kontakt fragen, wo man die Bücher bestellen kann. Ruth

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Eintrag #14 vom 10. Mai. 2000 09:25 Uhr Myriam Siegler   Nachricht

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Hallo Tanja Die große Frage ist, was Du mit einem Pferd auf mittelalterlichen Märkten anfangen willst. Willst Du Rittertuniere reiten oder nur am Marktgeschehen teilnehmen.Keine Pferderasse stellt eine Garantie für besondere Nervenstärke, wenn es nicht an Umgebung und Menschenmassen etc. gewöhnt ist. Da ich selber reite und auch schon auf Märkten aktiv zu Pferd teilgenommen habe kann ich Dir die Rasse der Berber ans Herz legen. Berber zeichnen sich nicht nur durch extreme Menschenbezogenheit, sondern auch durch Nervenstärke und Mut aus.Wenn Du mehr wissen willst:www.berber.de. In dem Punkt Ausbildung, würd ich Dir raten, Dich mal mit den Tjostern ( Wolfgang und Christine Krischke ) kurzzuschließen. Die beiden haben auch viel Erfahrung im Umbau von modernen Sätteln, Zaumzeug etc. Und laß Dir keinen Bären aufbinden, daß Wallache besonders geeignet sind….jedes Geschlecht hat seine Vorzüge…Du mußt nur genau wissen , was Du willst also viel Glück beim Pferdekauf
Beste Grüße Myriam

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Eintrag #15 vom 11. Mai. 2000 18:58 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Kai, Andy sagte, daß man die “Medieval excations in London”-Reihe in Britannien zur Zeit auch nicht bestellen kann, da die letzte Auflage wohl schon wieder vergriffen ist. Sie scheinen aber immer wieder in kleineren Mengen aufgelegt zu werden, so daß er empfiehlt, es alle paar Monate mal wieder zu probieren…. Jede größere Bibliothek sollte Dir diese Reihe jedoch via Fernleihe besorgen können. Ruth

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Eintrag #16 vom 15. Mai. 2000 18:53 Uhr Bert Hoyer   Nachricht

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Hallo Ruth, hat dich meine Mail nicht erreicht? Aus irgendeinem Grund gibt es da bei mir immer wieder Aussetzer. Ein Feedback wäre gut.
Grüezec Bert

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Eintrag #17 vom 16. Mai. 2000 08:17 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bert, doch, hat sie. Ich hatte Dir kurz geantwortet, daß ich z. Zt. wenig Zeit für Mittelalteliches habe und Dir demnächst ausführlicher antworten würde - das gilt leider auch noch für diese Woche… Bis demnächst, Ruth

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Eintrag #18 vom 30. Mai. 2000 20:48 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Moin-moin! Danke für die Auskunft, Ruth, Fernleihe ist gut, besitzen ist besser :-)) Solltest Du Dich mit dem Gedanken tragen, über Andy irgendwann eine Bestellung aufzugeben, benachrichtige mich bitte, ich schließe mich an. Hallo Bert, ja, OB iss quasi gleich nebenan, ne? Gruß, Kai

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Eintrag #19 vom 28. Jul. 2000 17:50 Uhr Jimmy Bucher   Nachricht

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Hallo Tanja! Hätte da den Tip, dir mal den Video “Der Siegeszug der Wikingerpferde” anzusehen. Ist ein Film über Isländer von Egid Braun, der am Anfang mit viel Infos über Pferde allgemein im Mittelalter (Zelter - passgehende, erschütterungsfrei gehende Pferde für Reisen und Falkner) enthält. Ist richtig interessant!! Den Film gibts bei diversen Isi-Läden/Versand/Gestüten. Schau doch mal bei www.IPZV.de oder unter www.islandpferd.de, dort findest du bestimmt. Von Egid Braun gibt es auch noch einen Film der “Gangpferde” heißt. Da sind am Anfang die gleichen Infos drauf, anschließend werden mehrere töltende bzw. “andersgängige” Rassen vorgestellt (z.B. auch töltende Berber, Pasos usw.) Wirklich schön anzusehen!
Gruss, Jimmy

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Eintrag #20 vom 23. Aug. 2000 16:37 Uhr diana krischke   Nachricht

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ich schließe mich Myriam 100% an, BERBER!!! Die anderen kacken erfahrungsgemäß ziemlich bald ab! CU
diana

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Eintrag #21 vom 23. Aug. 2000 17:01 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Moooooment mal, liebe Diana ;-) Mein Fjord Janosch ist auch absolut turniertauglich und nervenstark!!!!! Er hat mich noch nie im Stich gelassen!!!!! Doch einmal, da meinte er, das Gras auf der anderen Seite der Litze schmecke besser und er ist nachts ausgerückt. Kam aber dank der Nachtwache von Hippodromus nicht weit *g* Einigen wir uns darauf, daß Berber UND Fjords die Besten sind? Obwohl ich natürlich weiß, daß ein gutes Turnierpferd weder Rasse noch Farbe hat…. Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #22 vom 23. Aug. 2000 17:18 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin, das kann ich sooo aber nicht stehen lassen! ;-))) Irische Kaltblüter sind die Besten! Natürlich zusammen mit Berbern und Fjordies… :-))) Steffi
Hippodromus

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Eintrag #23 vom 23. Aug. 2000 17:55 Uhr Steffi Keup   Nachricht

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Nein, nein, das stimmt ja nun so gar nicht, denn ihr habt den Appaloosa vergessen! *grmpf* Steffi

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Eintrag #24 vom 24. Aug. 2000 10:12 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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*Versinke vor Scham im Boden*Asche auf mein Haupt*Jammer*wehklagende* Wie konnte ich WINNI vergessen? Hab Gnade mit mir, Steffi! Also, was hätten wir dann im Angebot? Appaloosa, Tinker, Fjord und Berber. Gemeinsamer Nenner: merkwürdige Farben! Gescheckt, gefleckt, falb mit Punkerfrisur, als Fliegenschimmel (die meisten Berber sind doch Schimmel, oder? - kenn mich mit der Rasse nicht sooo gut aus). Das wäre doch mal ein Kriterium für Turnierregularien… ;-)
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #25 vom 24. Aug. 2000 12:46 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Liebe Pferdenarren, leider befindet Ihr Euch vollkommen auf dem falschen Weg. Das beste Turnierpferd gilt es zu küren … Da fällt die Wahl des Kriteriums wirklich nicht schwer: Das beste Turnierpferd hat einen Ritter der dem Herold auf Wort folgt, sich nicht beschwert, ruhig in seinem Lager steht (wenn er nicht an der Reihe ist), sich fulminant aufregend durch die ßbungen kämpft (wenn er dran ist), keine Fragen zu den Regularien stellt und viele gute Ideen zum Ablauf hat (wobei er natürlich ritterlich auf Copyright-Ansprüche verzichtet)!!! Das ist offensichtlich und wirklich nicht disskutierbar! Mmmh, wiese schreibt meine Lebensversicherung, daß meine Rate gestiegen ist - komisch ;-)
Ein gute Reiter liebender Herold Colonia

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Eintrag #26 vom 24. Aug. 2000 13:36 Uhr Steffi Keup   Nachricht

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Och, ich weiss, warum eben jene Versicherung die Beitraege fuer unseren allseits geliebten und hochgeschaetzten Herold Colonia erhoeht hat… -du auch Ameli? *fiesgrins* “Herr Richter, also ich dachte echt, der grosse dauerschwaetzende Typ mit den langen blonden Haaren hiesse Roland, da habe ich wohl beim letzten Exercitium ´was falsch verstanden, tut mir echt leid! Und meine Tannenberg´sche Mitreiterin mit der Kampfmurmel hat ihn auch gar nicht bei meinem Anritt festgehalten, dass muss eine optische Taeuschung gewesen sein, das wuerde die naemlich nie tun, ehrlich!” *totalunschuldigguck*) …so die Lanzenspitzen schaerfend (rein prophylaktisch, natuerlich!): Steffi

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Eintrag #27 vom 25. Aug. 2000 08:57 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ameli, auffällig gefärbte Pferde sind höchst “a”… *gr* - schließlich war der Wert eines Pferdes (und damit auch der Prestigewert für den Besitzer) dann viel größer. Pferde mit ausgefallenen Farben und Abzeichen waren besonders geschätzt, ebenso solche mit besonders langen und auffälligen Mähnen- bzw. Schweifhaaren (damit fällt allerdings der Fjordi-Punk wohl raus… *gr*). Nicht umsonst sieht man auf den Abbildungen soviele gefleckte und getüpfelte bzw. ungewöhnlich gefärbte Gäule. Das uferte sogar soweit aus, daß in einigen tierheilkundlichen Handschriften Rezepte zum “Umfärben” und “Verschönern” von Fell- und Mähnenhaaren zu finden sind. Ein weiterer Prestigewert war übrigens das, äh… sagen wir mal ausgeprägte Triebverhalten des Tieres (bezieht sich also vornehmlich auf männliche Spezies *gr*) - davon sollte nämlich auf die Kraft und Stärke des Besitzers rückgeschlossen werden… habt Ihr Euch schon mal die Abbildung von Williams Hengst auf dem Teppich von Bayeux angesehen, dann wißt Ihr, was ich meine… Ruth

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Eintrag #28 vom 29. Aug. 2000 23:33 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Aus einem Schreiben an einen ermittelnden Staatsanwalt: “wissen Sie, da war so ein langhaariger Typ, der dauernd irgendwas von ”stillgestanden und Klappe halten“ gefaselt hat. Das konnten Winni und Janosch doch nicht auf sich sitzen lassen, wo die doch sooooo gerne Kegeln spielen. Der eine ist Kugel, der andere läßt sich anrempeln oder sie sind eben beide Kugel und rempeln den langen, blonden Kegel um…. Naja, was ich sagen will, ist daß da einer im Weg rumgestanden hat … und das gleich dreimal hintereinander!” Noch Fragen Steffi? *fiesgrins* Hallo Ruth, Du hast meinen MA-Punk noch nicht gesehen: Fjordi mit schwarzen Zinnen auf weißer Stehmähne! Très chique! Damit komme ich garantiert auf die erste Seite des Teppichs von Bayeux ;-)
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #29 vom 11. Sep. 2000 12:48 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Hoi, moooooooooment, liebe Pferdenärrinnen und Narren. Ihr habt eindeutig den Andalusier vergessen. Nervenstarke und sehr harte Tiere sind das und schön sind sie allemal. Nicht zu reden von ihrer hohen Intelligenz und Leistungsbereitschaft :). Also der Andalusier gehört unbedingt in die Liste der Turniergeeigneten Pferde! :) In Puncto Schönheit und Härte sind Araber auch nicht zu verachten, sie haben nur einen Nachteil: Sie sind so extrem auf ihren Reiter fixiert, dass sie im Turnier mitkämpfen, will sagen nach anderen Pferden und Reitern beissen und schlagen (hab sowas schon mehrfach erlebt, zu oft um an zufällig schlecht erzogene Pferde zu denken). Pferdegrüsse, Yaro.

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Eintrag #30 vom 02. Aug. 2001 18:35 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sonderbericht

Gerade ist in einer französischen
Mittelalterzeitschrift ein Sonderbericht über das mittelalterliche Pferd erschienen, sowohl die Entwicklung der Pferdetypen im Mittelaltern als auch Gebiss-, Sattel- und Steigbügelformen, wer ritt welches Pferd und warum, inklusive eines Teils über Ausbildung von Turnierpferden von jemanden, der das aktuell macht. Bei Interesse kann ich den Namen der Zeitschrift weitergeben.
N.

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Eintrag #31 vom 31. Aug. 2001 21:17 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Das "germanische" Pferd

Hallo,
mich interessiert, welche Pferderasse für Germanen-Darstellung am ehesten geeignet ist. Es “darf” sich dabei auch um “Römerpferde” handeln. Hauptsächlich geht es mir um Reitpferde.
Wer mir weiterhelfen kann, dem sei es gedankt!
Gruß, Micha

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Eintrag #32 vom 19. Okt. 2001 18:22 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Nach mehreren Anfragen in Bezug auf den Sonderbericht mittelalterliches
Pferd dann doch die Info an dieser Stelle.
Das entsprechende Heft ist die 19. Ausgabe der “Histoire Médiévale” von Juli 2001,
die e-maile ist: HistoireMedievale@Free.fr
So long
Nicole

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Eintrag #33 vom 20. Mrz. 2002 16:10 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Zum Beitrag vonHeinrich von Morungen aus der Raucherecke
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2. Pferd und Reiter
“ - Ich weiß nicht ob ihr es schon wußtet, aber nicht nur die Pferde sind im laufe der
Zeit größer gezüchtet worden! Auch der Mensch ist gewachsen, oder? Ergo,
wenn also ein Ritter im MA auf einen Shire gestiegen ist, der ein Stockmaß von
ca. 1,50m hatte war der Ritter wohl auch nicht größer als ca. 1,60m-1,70m! Da
stimmt das Verhältnis. Aber ich bin 1,90m! Und da stimmt das Verhältnis meiner
meinug nach nicht mehr!- ”
Das Grössenverhältnis zwischen Ross und Reiter war den Leuten relativ
schnuppe.
ßbersetzung aus dem Artikel (s.u.) von Gilles Raab:“…Der berühmte Dextrier ”Genest d-Espaigne“ war nicht höher als 1,45 bis 1,50 im Widerrist, rustikal und kurz, vom äusseren Erscheinungsbild her seinem aktuellen Nachfahren, dem Andalusier, sicher weniger ähnlich als unseren heutigen Camargue-Pferden. Er stammte aus einer Kreuzung, um das nicht zu vergessen, des Arabers mit dem archaischen europäischen Pony, das heute noch
in Form des Isländers, des Fjordpferdes, des Huçul und des Pottok erhalten ist.
Alles änderte sich in der Mitte des 14. Jhdts Ein Krieg, nicht mehr feudal, wo das
erste Ziel war, wie im Turnier die Gefangennahme um eines Lösegeldes willen
war, sondern national und damit unerbittlich, fand während mehr als eines
Jahrhunderts zwischen England und Frankreich statt. Das Aufeinandertreffen
sozialer Interessen mit unterschiedlichen Zielen und ethnischer Gemeinschaften
mit divergierenden Werten, führen dazu, daß aus Gegnern Feinde werden, ein
Gegenüber, das man auslöschen muß. Der niedergeworfene Ritter wird folglich
methodisch erwürgt und das Pferd wird durchsiebt von Pfeilen größerer
Durchschlagskraft dank der großen Bögen aus Eibe und Esche. Man verstärkt
also die Protektion, aber wird dadurch schwerer. Die Superposition von Platten
auf der Hauberge aus Kette erhöht das Gewicht des Ritters um um die 15
Kilogramm, zu denen noch die der Rüstung des Pferdes hinzugerechnet werden
muß.
Das kleine, heißblütige Pferd, so gepriesen in den vorherigen
Jahrhunderten ist nicht mehr ausreichend, weil es aufgrund seiner Größe nicht
genug tragen kann und wegen seines Blutes viel zu erregbar ist. Ebenfalls wegen
des Krieges hatte sich die diplomatische Beziehung zu den spanischen Königen
verschlechtert. Diese Feindseligkeit, mehr oder weniger alt, mehr oder weniger
deklariert von Aragon, Kastilien und Navarra und verschließt der französischen
Krone den Zugang zu den iberischen Zuchten. Man wendet sich also denen des
Nordens zu, den schwereren, größeren, stärkeren und geeigneter, sich gewappnet
zu schlagen: Friesen, Boulonnaisern, Ardennern, Welsh Cobs, Bayern und auch
Schweikern.”
N.

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Eintrag #34 vom 20. Mrz. 2002 17:31 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Aber auch diese Rassen haben sich im Laufe der Evolution ganz schön verändert. Wenn ich alleine nur sehe, welche unterschiedlichen Typen es im Moment bei Friesen gibt wage ich mir gar nicht vorzustellen, wie die im Mittelalter wirklich ausgesehen haben…
Ich weiß auch nicht, ob es wirklich erstrebenswert ist, sich ein Pferd zuzulegen, das so nahe ans mittelalterliche Original kommt.Schließlich will man das Pferd ja nicht nur zum turneien und für Schlachtennachstellungen nutzen. Ein bisserl alltagstauglich solls ja auch schon sein…
Gruß Silke

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Eintrag #35 vom 22. Mrz. 2002 12:00 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Warum sollte ein Pferd, das sich an mittelalterlichen Vorbildern orientiert, nicht alltagstauglich sein? Die Pferde waren ganz anderen Belastungen ausgesetzt und einige heutige züchterische Spielereien hätten damals kaum eine ßberlebenschance gehabt.
Gab neben den Schlachtpferden eine ganze Reihe anderer Typen mit anderen Nutzungsrichtungen (Damenpferde, Langstreckenpferde, Fluchtpferde (die kleinen, schnellen, falls sich jemand schleunigst vom Schlachtfeld entfernen wollte :-)))…). Nicht-Ritterpferde, nicht Junkerpferde…
Ist die Gretchenfrage, ob sich jemand entschliesst (was sich ohnehin nicht alle leisten können) sich ein Pferd zuzulegen, dessen Rasse bereits im MA existierte, unter Vorbehalt bezüglich der züchterischen Weiterentwicklung oder ein Pferd, das sich an mittelalterlichen Typen orientiert, aber so nicht existierte. Fand die Information, dass die Pferde, die über dem Eingang des Dogenpalasts in Venedig angebracht sind, Mitbringsel der Kreuzritter aus Byzanz waren (1204), spannend und der dargestellte Pferdetyp ist - subjektiv - klasse.
N.

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Eintrag #36 vom 22. Mrz. 2002 13:08 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht schauder

Hallo,
ich erschrecke immer, wenn ich das Wort “Schlachtpferde” lese. Muß dabei immer an Salami denken. Dann doch lieber Streitross, oder?
Zu sensibel,
Stefan

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Eintrag #37 vom 24. Okt. 2006 19:42 Uhr Marlene Zeintlinger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marlene Zeintlinger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute!
Ich beginne nun eine Magisterarbeit im Bereich der Mediävistik über die Rolle des Pferdes in der mittelhochdeutschen Literatur. Falls jemand etwas dazu oder auch allgemeines zum Pferd im MA (kulturgeschichtlich etc) weiß, bitte bitte sagt es mir! Ich bin über jeden Tipp, vor allem Literaturhinweise, sehr dankbar. Viele eurer Tipps in dieser Rubrik haben mir schon sehr gut geholfen.
Dankeschön, lene
lene_sun

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