Die hier gtenannten Hölzer sind auch die idealen Bögenhölzer (bzw. die hier als ungeeignet genannten Hölzer geben auch keine brauchbaren Bögen ab). Wie wäre es daher mit den fabelhaften Bögenhölzern Ahorn, Ulme und vor allem Robinie? Kurz zu Jörg: So kann ich das leider nicht stehen lassen! Das Taxin in der Eibe ist mit nichten gering konzentriert (in den Nadeln 06-2%) und mit nichten nicht so gefährlich wie gesagt wird (es hat das Gefahrensymbol "stark giftig T++). In den Nadeln kommt es am konzentriertesten vor (neben Blausäure-Verbindungen), doch alle Pflanzenteile (ausser des roten Samenmantels) sind toxisch. Der Staub des Eibenholzes ist in zweifacher Hinsicht stark giftig, nicht nur wegen des Taxins, sondern auch wegen der Feinheit der Staubpartikel, die in die Lungenalveolen gelangen können und dort Krebs auslösen können (ein Grund, warum die Bogenbauer des MA nicht besonders alt wurden). Bei Pferden kann nach Verzehr der Pflanze der Tot schon nach 5 Minuten (!) eintreten, die tödliche Dosis liegt hier bei 0,2-0,3g/kg Körpergewicht. Also, ich bearbeite Eibe grundsätzlich nur mit einem speziellen Staubfilter vor der Nase. Ist zwar kreuzunbequem, aber sicherer.
Seid gegrüßt! ich habe früher mit dem Stab in der Hand meinen Sold verdient, und dabei sehr gute Erfahrung mit Esche gemacht, ohne sie zu ölen, räuchern o.ä. Dabei haben die Stäbe in etwa zwei Jahre gehalten, wobei ich angetreten bin gegen Schwert, Stab, Sachs, Franziska, etc. Wenn der Stab dann alt wird und doch mal bricht, ist das zwar sehr schade, aber das liegt in der Natur der Sache, und dann kommt eben der nächste dran. Aber wenn er in der richtigen Zeit gefällt wurde, kann er sehr lange halten. Grüße Jens, Salifex und Hökerer
Hallo zusammen! Jörg, Du hast´s auf den Punkt gebracht… Ja, das was so viele sagen, stimmt auch meiner Meinung nach: Esche ist das für Kampfstäbe und Stangenwaffen beste Holz, weil hart, elastisch, langfaserig und nicht so teuer (und auch noch “A”, was will man mehr?). Zum Thema ölen: Meines Wissens und meiner Erfahrung nach dient das ßlen in erster line dem Konservieren des Holzes gegen Wettereinflüsse und als Schutz gegen Austrocknen, wie Joachim bereits angedeutet hat. Der Fachmann verwendet hierzu noch heute vor allem Leinöl oder Leinölfirnis (Baumarkt). Diese ßle dringen sehr tief ins Holz ein und härten mit der Zeit aus, so das die Poren verschlossen werden. Mit gesteigerter Stabilität hat das allerdings nichts zu tun, das ßl wird eher elastisch und zäh. Nichtsdestotrotz werden auch meine Kampstäbe und Speerschäfte geölt. Das liegt aber daran, daß diese dann nicht mehr so leicht Schmutz und Feuchtigkeit aufnehmen und eben nicht austrocknen, was irgendwann zum Bruch führen könnte. ßber das Härten im Feuer weiß ich nur soviel: Das ist bei langen Teilen sehr schwierig, da sich diese gerne “verziehen”, man hat also anschließend meist eine Banane… Im ßbrigen halte auch ich dieses Verfahren bei Stäben etc. nicht für sinnvoll, da es das Holz spröder und somit bruchempfindlicher macht. ßl mit Hilfe von Wärme tiefer eindringen zu lassen, ist nicht dumm… aber bitte nicht mit der Gasflamme (daß das nicht geht, wage ich nicht zu behaupten, aber Gasflammen erzeugen jede Menge Wasserdampf als Verbrennungsprodukt. ßl und Wasser war noch nie eine gute Kombination…). Sollte jetzt noch Interesse an “Rohstäben” bestehen: Wenn genug (10 Stk+) zusammenkommen würden, könnte ich selbige nach Maß für ca. 15 bis 20 Silberlinge das Stück machen lassen. Sorry für die Schleichwerbung und Gruß
Hallo, mann kann auch Holz mit ßl einreiben (Olivenöl für Nahrungsgegenstände) und vorsichtig über der Gasflamme einziehen lassen, diesen Vorgang wiederholen bis kein ßl mehr aufgesaugt wird.Durch die Flamme öffnen sich die Fasern und lassen das ßl tiefer eindringen als kalt, so lassen sich auch grössere Objekte behandeln. Diese Behandlung von Zeit zu Zeit wiederholen. Bis dann….
Moin zusammen! Stefan (Mazur): stimmt, Ramin ist nicht “a.”… Pierre: Material für Kampfstab (wie bereits im Chat gesagt): Esche, Querschnitt am besten 8-kantig für einen “Mehrzweck-Wanderstab”: Eberesche, Eibe (das Taxin im Holz ist bei weitem nicht so gefährlich, die Konzentration ist nicht sehr hoch) oder Hainbuche. Härten: wozu? jede Art von Härtung außer einem Umwickeln mit nasser Rohhaut bringt nix für die Stabilität bzw. Haltbarkeit des Holzes, jedenfallsa nicht, wenn Du etwas anders außer Möbeln oder Dachbalken daraus machen willst. Ein Stab aus den o.g. Hölzern mit langer, gerader Maserung hält auch ohne Härtung eine ganze Menge aus. Und wenn er dochmal den Geist aufgibt: so what? Holz ist nicht teuer.
Hallo, ich hätte da auch mal einen Tip für Stäbe. Bei mir in der nähe, im Holzfachhandel bekommt man Stäbe aus einem Holz namens Ramin. Der 2,70 m Stab kostet 25,- DM. Ramin ist ein langfaseriges Holz und sehr stabil. Wir verwenden die Stäbe für Schaukampf und haben nur gute Erfahrungen gemacht. Vermutlich ist das Holz aber nicht sehr “A” und hat auch keine sehr schöne Maserung. Ein leicht Gewicht ist es auch nicht (kein Wunder bei Hartholz). Es bekommt zwar auch Macken, überlebt aber weit mehr als ein Training, auch gegen ein Schwert.
Was im kleine geht, könnte auch im großen klappen: Siedendes ßl (das Holz frittieren). Versiegelt die Oberfläche und macht schön glatt, jedenfalls bei Löffeln.
Hallo an alle, das härten durch Feuer geht auch für grosse stüke, in Rennes (FR) stehen ein paar alte Häuser die mit Feuer gehärteten Balken gebaut sind. Bis dann…
Grüß Euch, tja, Tanne und Fichte sind langfasrig, d.h. halten die Anforderungen an die Elatizität aus, sind aber weich. Esche ist am besten, wird gerne für Langwaffen genommen. Buche, Eiche usw. sind hart genug, neigen aber zu Bruch weil kurzfasrig und Spröde. Eibe ist sehr geeignet, aber sei vorsichtig, in Verarbeitung und selbst Griff ein starkes Lebergift. Ich habe einen Eibenstab, der so ziemlich alles abkann… Im Feuer härten ist eine schwierige Sache. Meines Wissens nach geht das nur bei Spitzen, und muß langsam und vorsichtig gemacht werden. Eigentlich geht es darum, dem Holz die Feuchte zu entziehen, und somit eine harte, unflexible Spitze zu erreichen. Wenn Du mit dem Stab gegen Schwert antreten willst, dann gehts nicht ohne Macken und Brüche. Wir umwickeln die Schäfte der Langwaffen und ßxte an der Kontaktstelle mit Rohhaut. Die widersteht auch einem saftigen Schwerthieb. Frohes Schaffen!
AFAIK wurde Esche für die Schäfte von Stangenwaffen verwendet. Macht sicher auch Simn für einen Kampfstab. Bin gespannt auf die Beiträge zum Thema ´Härten´ Stefan
Ach ja… …eine Bitte noch: keine dummen Witze bezüglich Holzkopf und so - auch ein Holzkopf muss nicht immer was von Holz verstehen… *gggg* In diesem Sinne - rinn in die Rinne!
Gott zum Grusse! Ich suche im Augenblick das richtige “Rohmaterial” für meinen Wander/Kampfstab, der nunmal einfach besser zu der Rolle des Scolarius passt, als ein Schwert… Leider habe ich von Holz nicht allzuviel Ahnung, und bisher habe ich auch eher selten wirklich fundierte Aussagen dazu bekommen (sorry an alle, mit denen ich schon geredet habe, aber bisher war das auch nur ein: bei mir funktionierts). Was ich genau suche: ein Holz, was gleichermassen fest und elastisch ist, möglichst einheimisch. Des weiteren interessieren mich Methoden der “Holzaushärtung”, so zum Beispiel durch erhitzen, imprägnieren und dergl. Wenn es geht, auch schnelle Methoden, weil ich gerade mit meinem Schaukampfpartner eine Tänzchen Stab/Schwert einübe, und mein Stab bekommt regelmässig so viele “Noppen”, dass er bald aussieht wie ein Golfball und ich ihn regelmässig auswechseln muss… So, damit warte ich mal auf Antwort, ein dickes “Merçi!” an alle im Voraus! gehabet Euch Wohl