Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Der Darstellungsleitfaden...oder neudeutsch: der KitGuide:

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Eintrag #17 vom 05. Feb. 2002 14:30 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Das mit der Schlachtung von Tieren ist so eine Sache mit positiven und negativen Elementen.
Negativ ist, dass es heutzutage Menschen gibt, (JA auch in der HMA-Szene, peinlich aber wahr), die den Gedanken einfach geistig-seelisch nicht aushalten, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst und Tiere nun mal nicht durch Segenssprüche angeregt auf den Bratspieß hüpfen. Diese Menschen machen dann leider Probleme.
Positiv ist:
1. Es gibt kaum eine Möglichkeit, frischeres

 Fleisch auf die Märkte zu nehmen, als lebend.

 Kühlboxen sind widerlich und sollten zwecks 

 guter Darstellung verboten sein.

2. Trockenfleisch ist eine Alternative, es kann

 leidlich schmecken, ist aber nicht jedermanns

 Sache.

3. Wer sich die Kenntnisse angeeignet hat, ein

 Tier eigenhändig zu schlachten, hat meiner

 Erfahrung nach einen weitaus höheren Respekt

 vor dem Mitgeschöpf, als der handelsübliche

 MA-Grillfleisch-Esser, der sein Jagdglück in

 der Kühltruhe bei Aldi versucht.

4. Wer das Tier aber nun selber schlachten muss,

 der überlegt es sich mehrfach, ob es heute 

 unbedingt Fleisch sein muss und das nicht nur

 wegen des deutlich höheren Aufwands, als nur

 Plastik vom Schnitzel zu pulen. Ach ja, seit

 wann ist die handelsübliche Marinade aus 

 Natriumglutamat, Tomatenmark, Curcuma, Curry 

 etc. belegt?!

5. Wo wir schon mal dabei sind: Wenn eine gute

 Darstellung verlangt ist, dann hat Fleisch am

 Freitag und Samstag NICHTS auf den Tischen zu

 suchen. Wenn mir ich aber dann die immer statt-

 findenden samstäglichen Grillorgien ansehe, oft

 noch gepaart mit UNMAß im Genuß der Getränke, 

 dann ist es bis zur Sünde der Völlerei nicht

 mehr weit.

Was die Haltung der Tiere auf Märkten angeht, so ist es z.B. bei den Hasenartigen kaum ein Problem. Ein leichter Käfig aus Maschendraht reicht völlig aus und kann bei Bedarf auf frisches Gras umgesetzt werden. Wer an dieser Stelle aber mit Tierschutzargumenten ankommt, den nehme ich eigentlich nur noch ernst, wenn er vegan lebt, denn nach meiner Kenntnis wird keine Tierart so gehalten, wie es ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht - ßko hin, Bio her.
Gruß
Frank
+PAX! Fr. Hermann ab Monastre, Cellerarsgehilfe zu Werden

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Eintrag #16 vom 05. Feb. 2002 13:03 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Für ALLE gilt ausnahmslos, daß mindestens die im Kitguide angegebene Grundbekleidung vorhanden sein muss, bevor daran gedacht wird, sich mit Eisenwaren zu behängen. Und was nützt ein Kettenhemd wenn-s regnet, kalt und Nacht ist…?
Die Nichtadligen:
Knecht, Magd, Bauer:
Mindestausstattung:
Grundbekleidung, Mantel, dazu Grundausstattung (siehe pers. Erscheinungsbild), im Falle eines Bauern durchaus Landgeräte und landwirtschaftliche Erzeugnisse…
Reisiger, Kriegsknecht, Söldner:
Mindestausstattung:
Grundbekleidung, Mantel, dazu Grundausstattung (siehe pers. Erscheinungsbild)
Waffen und Rüstung
mindestens Helm, Handwaffe, Wattierung (Gambeson/Aketon), Handschuhe, Strohsack
Ein eigenes, einfaches Leinenzelt ist möglich, ansonsten hat der “Dienstherr” für die Unterbringung zu sorgen.
Ebenso sind einheitliche Waffenröcke usw. durchaus innerhalb einer Gruppe angebracht, auch hier besteht die Möglichkeit, Mantel, Schilde und Waffenröcke in den Farben (aber nicht mit Wappen!) des Herrn zu tragen, denn Kleidung gehörte zur Bezahlung von Knechten.
Für die Frau des Knechtes/Söldners gilt die Grundbekleidung und Grundausstattung
Sarjant/Serjanten:
Der Serjant ist das nichtadlige Pendant zum Ritter, zumeist ein berittener Krieger, der
-u.U. etwas leichter gerüstet als der Ritter- als mittlere und leichte Kavallerie/Infanterie antrat. Serjanten konnten als Söldner durchaus hohe Ränge bekleiden, und standen oft kleineren Truppenkontingenten vor.
Mindestausstattung:
Zelt, Waffen, Rüstung, Schild, Lanze, Gute Bekleidung und Grundausstattung
Frau des Serjanten:
Hochwertige Bekleidung, Gebende, Mantel, einfacher Schmuck
Handwerker, Stadtbürger und Händler:
Hier wird es am buntesten. Handwerker erscheinen meist in ihrer Arbeitskleidung oder guter Alltagskleidung (Grundausstattung), gleiches gilt für die Frauen.
Reiche Stadtbürger können sehr edel auftreten, also auch in Kleidung, die der eines mittleren Adligen entsprechen kann, aber ohne die ritterlichen Attribute wie z.B. Wappen.
Händler können ebenfalls recht wohlhabend auftreten, beim Fernhändler kommt noch die Möglichkeit dazu, in der landesüblichen Tracht seines Heimatlandes zu erscheinen, das ist besonders bei Skandinaviern und Slawen interessant.
Ein Fernhändler tritt nicht ohne mindestens 1 Knecht auf. Ein Stand ist gut, aber eine Kutsche oder Karren ist glaubwürdiger.
Juden:
Juden sind meist in einem städtischen Umfeld zu sehen, aber auch als Fernhändler. Je nach dem finanziellen Hintergrund und dem Herkunftsland trugen die Juden besondere Erkennungszeichen. In der Regel war es ein kegelförmiger Hut mit breiter Krempe und einer Kugel an der Spitze (Strohhut), dazu evtl. hellblaue Kleidung, bei Frauen kann auch der Davidsstern und ein gelbes Umschlagtuch hinzukommen. Frauen treten niemals alleine auf, und waren meist ganz dem Leben im Hause verschrieben.
Ebenso ist das Bild des Reichen Juden nur für die erfolgreichen Händler und Wechsler zutreffend. Ansonsten waren Juden einfache, zumeist im unteren Mittelstand anzusiedelnde Stadtbürger.
Interessant ist noch die Rolle, die die jüdischen ßrzte an den Höfen vor allem der Staufer spielten.
Wer einen Juden darstellen will, muss sich gewaltig Mühe geben, und sich in die aufwendige Darstellung mit Sprache, Gestik und religiösem Wissen einarbeiten.
Außerhalb ihrer Ghettos traten im Mittelalter die Juden zumeist als sehr wagemutige Fernhändler auf. Auch als Geldwechsler an Markttagen waren sie vertreten. Ansonsten blieben sie unter sich, und das aus bekannten Gründen.
Mindestausstattung:
Grundkleidung und Grundausstattung, dazu der Kegelhut und hellblauer Mantel/Gewand.
Im Mittelalter trugen die meisten männlichen Juden (je nach Alter) einen Vollbart und die Schläfenlocken der heutigen Chassiden (Orthodoxen).
Jüdinnen sollen in einigen Länder verschleiert aufgetreten sein, und haben in der Regel das Haus nicht alleine verlassen.
Allen Darstellungen ist eines Gemeinsam: Ohne das Wissen ist die Darstellung nicht komplett! Jede Waffe, die getragen wird, muss auch schaukampffähig beherrscht werden, jeder Rang der beansprucht wird, muss auch das Wissen im damaligen gesellschaftlichen und religiösen Kontext beinhalten.
Spielleute und Narren
Die Spielleute und Narren (nicht zu verwechseln mit den höfischen Musikern und den Narren der Adligen), also die Straßenleute waren ebenso gekleidet wie alle anderen niederen Standes.
Die Bekleidung bei Mann und Frau waren vom Schnitt der Grundausstattung, höchstens etwas bunter und mit Bändern und Schleifen geschmückt.
Auch hier war es oft so, daß der Lohn für ihre Dienste in Kleidung bestand, also der abgetragenen Kleidung der Herren.
Huren, Freudenmädchen
Das typische Markt-Märchen vom gelben Kleid entfällt. Prostituierte waren innerhalb ihrer Freudenhäuser unter strengen Regeln straff organisiert und überwacht, und trugen wenn sie mal das Haus verließen (in Begleitung eines Knechtes) sehr hoch geschlossene Alltagskleidung.
Die Damen des uralten Gewerbes waren auch in Feldlagern streng weggesperrt, und traten nur bei großen Festlichkeiten in der ßffentlichkeit auf, um Kunden zu fangen.
Hierbei wurden sie durch bunte Bänder und Schleifen gekennzeichnet, oder auch durch Kleiderfarben, aber nicht spezifisch gelb, sondern eher rot. Diese Kennzeichnung war vorgeschrieben. Als Erkennungszeichen konnte auch ihre auffällige Schminke dienen.
Bettler
Die so gerne in Fetzen und Sackleinen gezeigten Bettler, völlig verdreckt, gab es ebenso wenig. Alle Darstellungen von Armen und Gebrechlichen zeigen sie in der normalen Alltagskleidung, geflickt oder löchrig, mit Verbänden, Krücken und mit einer Umhängetasche, dem Bettelstab oder einer Bettelschale.
Das Bild der damaligen Krankheiten und Armut war schon schlimm genug, so daß Almosensuchende sich nicht auch noch in unanständige Kleidung gehüllt haben. Bekleidung gehörte zum Almosengut, das von Wohlhabenden und Klöstern zu festgesetzten Zeiten und besonderen Anlässen verteilt wurde.
Die zumeist nach irgendwelchen Fantasien und Renaissanceeinflüssen zusammengemodelten Klamotten der sog. “Künstler” sind unbedingt zu vermeiden. Ebenso unzeitgemäße Gegenstände (Diabolos aus Plastik und Gummi usw.) und falsche Musikinstrumente. “Zigeunerinnen”, Bauchtänzerinnen und Wahrsager nebst ähnlichem Unfug haben im HMA nichts verloren.
Mensch und Tier
Bis zur Erfindung des Verbrennungsmotors waren Tiere insbesondere im Mittelalter absolut wichtig, sei es im Kampf, in der Landwirtschaft oder im Transportwesen.
Und das zwar käsige Argument vom “Ritter ohne Pferd” hat in Grenzen seine Richtigkeit..
Grundsätzlich gilt, daß der, der ein Tier in seiner Darstellung nutzt, damit verantwortungsvoll und dem Geschöpf entsprechend umgeht.
Auch hier ist wichtig, daß die Tiere der Darstellung angemessen sind, also z.B. der Deutsche Schäferhund und der Dackel zu Hause bleiben.
Ebenso in der Darstellung völlig unerträglich ist der Einsatz von schweren Arbeitspferden des 19. Jahrhunderts (Kaltblütern) oder norwegischer Fjordpferde als ritterliches Turnierpferd des Hochmittelalters in Mitteleuropa.
Der Ritter ohne Pferd ist besser, als ein Ritter mit dem falschen Pferd, oder gar mit dem unzufriedenen und gequälten Tier in Dauerstallhaltung, zumal dem Menschen des 21. Jahrhunderts die früher selbstverständliche Tierhaltung nur noch in Ausnahmefällen möglich ist. Wichtig ist die stimmige persönliche Ausstattung und Einstellung.
Lebende Tiere auf Veranstaltungen Schlachten und Ausnehmen ist nur begrenzt möglich. Auf mobilen Veranstaltungen sollte grundsätzlich darauf verzichtet werden. Käfigtiere auf Veranstaltungen mitzuführen ist Tierquälerei.

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Eintrag #15 vom 05. Feb. 2002 10:12 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kleinster gemeinsamer Level?

Hallo,
Vielleicht bin ich ja zuuu kritisch (oder aber zu idealistisch *gr*), aber: macht diese Diskussion zu einen zeit- und regionenübergreifenden Kitguide/Ausrüstungsstandard wirklich Sinn?
Jeder, der so weit ist, daß er für sich beschlossen hat, sich seiner gewählten Darstellung möglichst historisch korrekt anzunähern, und deshalb in Betracht zieht, sich gewisse (selbstverständliche) Dinge wie wendegenähte Schuhe, passende Kleidungsaccessoires etc. anzuschaffen, der sollte doch auch so weit sein, daß ihm klar ist, daß - neben immensen regionalen Unterschieden - ein Landarbeiter und ein städtischer Handwerker (wahllos herausgegriffene Beispiele) in völlig verschiedenen Lebensumständen leben, die sich auch in Kleidung und Ausrüstung wiederspiegeln?
Sorry, imo ist ein /übergreifender/ Kitguide auch nichts weiter als eine “Einigung” (Verallgemeinerung, Vereinfachung) auf dem kleinsten gemeinsamen Level und lohnt kaum die Mühe, ihn aufzustellen (weil er für die individuelle Ausstattung entsprechend der gewählten Rolle/Darstellung sowieso spezialisiert und genau ausgearbeitet werden muß!)
Ich finde, es wäre doch schon ein Fortschritt, wenn jede Gruppe ihren eigenen Kitguide entsprechende der dargestellten Stände, Zeit und Region erarbeitet und anderen zugänglich macht. Daraus kann jeder Interessierte jederzeit ersehen, welche gemeinsamen - so vorhanden - Grundprinzipien bestehen (z.B. bezüglich verwendeter Materialien, bestimter Kleidungsbestandteile etc.) und kann auf einen Blick ersehen, daß (wiederum wahllos herausgegriffene Beispiele) ein Handwerker aus dem Rheinland Mitte 13. Jahrhundert anders lebte und aussah als ein märkischer Landarbeiter zur gleichen Zeit, oder daß ein deutscher Ritter anfangs des 13. Jahrhundert anders gerüstet war als Ende desselben…..
Ruth

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Eintrag #14 vom 05. Feb. 2002 08:17 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht haben wir das nicht längst hinter uns ?

Sag mal, Hadu, müssen wir uns im Ernst noch darüber unterhalten? Ich mein, hüfen da immer noch Unbelehrbare Adlige ohne Gefolge rum? Wagen sich immer noch einige Unverbesserliche an die Darstellung von Hochadel? Tut mir leid, auf diesem Niveau müssen wir doch nun wirklich nicht mehr diskutieren, hoffe ich. Das sollte Jahre hinter uns liegen.
Was ich nicht verstehe, warum brauche ich als Ritter nach Deiner Auflistung zwar kein Pferd aber eine Lanze? Das mit den Sporen versteh ich ja, aber die Lanze???
Ein richtiger Kit Guide würde viel mehr bewegen. Warum legst Du z.B. nicht fest: keine Gummisohlen, keine Absätze bei den Schuhen. Das wäre doch mal ein kleiner Schritt. Wendegenäht wär fein, muß aber (noch) nicht sein. Oder: keine modernen Gürtelschnallen. Das sind nur zwei Beispiele.
Mit solchen Punkten, so lächerlich (selbstverständlich) sie dem wirklichen Reenactor auch vorkommen mögen, könntest Du wirklich was verbessern. Deine Auflistung hingegen ist ein netter Traum von Dir, wenn Du ehrlich bist.
Nicht sauer sein, aber so seh ich das. Und viele andere hier anscheinend auch.
Grüße
Joachim

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Eintrag #13 vom 05. Feb. 2002 07:22 Uhr Fabian Lange  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fabian Lange eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Darstellung oder Rollenspiel

Hi,
vorab: Steffen, deinen Eintrag hab ich gelöscht. Wenn du außer Verunglimpfungen was zu sagen hast, tu es doch nochmal.
Ohne näher auf die Diskussion Rollenspiel einzugehen möchte ich den Punkt des Gefolges doch noch einmal anders betrachen.
Hadu, du schreibst “Darstellungszeitraum”. Also interpretiere ich das Ganze als für die Darstellung gedacht.
Meiner Ansicht nach benötigt die Darstellung eines Grafen, Ritters etc aber KEIN Gefolge. Dies begründe ich damit, daß man auf Statuen, Miniaturen, Grabplatte aber auch in Texten, die betreffende Person alleine dargestellt sieht. Bei Gruppenbildern sind evtl Knechte anwesend, aber bei Einzeldarstellungen… nun es sind halt Einzeldarstellungen (also warum nicht auch der Reenactor als Einzeldarstellung - Modell lebende Kleiderpuppe).
Ich gebe zu, daß ein Gefolge schön aussieht und den Charakter besser rüberkommen läßt. Doch wie das Wort Charakter ausdrückt, geht das in die Richtung des Rollenspiels. Für die Rolle des Grafen oder Ritters ist Gefolge auch meiner Meinung nach notwendig.
Ich möchte mich Ruth anschließen und warte auf die Ausrüstung.
Fabian Lange TV-Co Admin

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Eintrag #11 vom 04. Feb. 2002 21:07 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kritik

Hallo Hadu!
Hier die Meine:
Religion
Bei einem Zeitraum zwischen 1200 - 1280 sind es durchaus nicht nur Slawen, Juden und Moslems, die da als sogenannte “Heiden” rumlaufen können.
Bis 1279 waren z. B. die Pruzzen noch nicht gänzlich als christianisiert. In diese Zeit fällt ebenfalls die durch Fürst Mindowe durchgeführte “christianisierung” Litauens 1253 sowie wieder die alte Glaubensannahme der Litauer 1260. Desweiteren ständiger Glaubenswechsel heiden/christen bei den Livländern.
Also gehören Balten auch dazu.
Grafen/Freiherren
Ich als Darsteller eines Freiherrn bin ein wenig überrascht, daß Du einen Grafen, der der Herr eines Freiherrn sein kann, mit einem solchen gleichstellst. Was ist denn ein Freiherr? Ein besserer Ritter, weil er ohne beim Herrn anzufragen Recht sprechen kann! Er ist auch nur ein Gutsverwalter wie der Ritter (in heutiger Sprache gesagt), nur ein wenig weiter entfernt vom Herrscherhaus, wodurch sein Dienst den Titel rechtfertigt. Natürlich gibt es auch die Freiherren, die keinen Herrn über sich haben. Große Güter können sie daher nicht gehabt haben. Daher wird auch deren Gefolge weitaus geringer sein als das des Grafen. Denn Du mußt selbst zugeben, ein Graf hat sicher mehr Grund und Boden und ist dadurch auch Reicher.
Desweiteren: Ich als Darsteller einer hist. Person weis, womit mein Ahn gehandelt hat. Nämlich mit Holz. Damit wird man nicht sehr Reich. Also mußt Du schon bei Deiner Aufstellung solch einer Liste genauestens beachten, in welcher wirtschaftlichen Situation der Ritter/Freiherr (dieser Vergleich ist besser als Graf) sich befindet.
So ist es z. B. kaum anzunehmen, daß der 3. Frhr. v. Arlen, ganz nah am Grenzgebiet zu den Heiden, nur Handelnd mit Holz, weit entfernt vom Gebieter, ein solch reicher Herr wäre, der sich Deiner Meinung nach SOLCH ein Zelt und SO viele Bedienstet leisten kann.
Und der Vergleich mit dem Grafen…ich bitte Dich!
Gruß
Gustav Reck Freiherr v. Arlen und Herr zu Tarnow 1234(1253 - 1273)

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Eintrag #9 vom 04. Feb. 2002 20:09 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Geduld...

Grüß Euch,
Ruth, nun sei ein wenig geduldig, das war bisher erst der Anfang.
Zum anderen gehts um den Inhalt…Es geht auch darum, daß dieser Leitfaden ein Handlungsgerüst und ein Rahmen für die Darstellung einer bestimmten Epoche ist.
Was die einzelnen Gruppen für sich dezidiert tun, bleibt -ausser in Qualität und Anspruch- nach wie vor deren Sache.
Ich habe hier nicht den diktatorischen Willen,alles auf “mein” zeitliches und darstellerisches Konzept einzuschwören…
Euer Haduwolff

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Eintrag #8 vom 04. Feb. 2002 17:47 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht gruppenübergreifend?

sorry, irgendwie sind Haddus Zitate zwischendurch verloren gegangen… Frauen und Technik :-)
Hallo Haduwolff,
Du schreibst:
“Personae-Guide:
Ja, das ist richtig, Ruth. Die ßberlegung war, ob es sinnig ist, die Menschen nur über ihre Kleidung und Ausrüstung zu definieren, oder auch den gesellschaftlichen Kontext der Vergangenheit wiederzuspiegeln. Ausrüstung kann man kaufen, Wissen und Einstellung nicht.”
Eine /stimmige/ Ausrüstung kann man sich nur kaufen (oder selbst anfertigen), wenn auch das Wissen über die dargestellte Person vorhanden ist. ßber den Begriff “Einstellung” kann man sich lange und ausdauernd streiten, das hängt nämlich davon ab, was man mit seiner Darstellung bezwecken will…. ;-)
“Hierbei haben wir ein wenig bei anderen Epochen abgeguckt, die ihre Darstellungen durchaus auch an
Erfahrung, Zeit, Leistung usw. einordnen.”
Dazu nur kurz eine kritische Anmerkung: Ein Darsteller kann schon seit 10 Jahren “Mittelalter machen”, ohne daß er sich dabei zwangsläufig Fach- und Sachkompetenz aneignet. Dagegen kann sich ein “Anfänger” mit der richtigen Einstellung schon innerhalb relativ kurzer Zeit das Fachwissen und die Ausrüstung zur Darstellung seiner Wahl aneignen.
Für beide “Typen” kenne ich Beispiele aus eigener Anschauung… ;-)
“Warum nicht die Messlatte hoch ansetzen? Warum nicht mehr voraussetzen, als die üblichen Eisenwaren?”
Der Ansatz ist bestimmt löblich.
Dazu gehört aber vor allem ein guter kit- (also Ausrüstungs-) guide. Und imo kann ein /guter/ kit-guide kaum einen so großen Zeitraum und so viele Regionen wie von Dir vorgeschlagen erfassen.
“Weshalb diesen Anspruch nicht Gruppenübergreifend machen!”
Einerseits weil: siehe oben.
Und andererseits: weil nicht alle Gruppen Rollenspiel betreiben…. solche Gruppen könnten mit Deinem personae-guide wenig, aber mit einem kit-guide durchaus etwas anfangen.
Du müßtest Deine “Zielgruppen” dann schon etwas näher charakterisieren….
Ruth

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Eintrag #7 vom 04. Feb. 2002 17:45 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht gruppenübergreifend?

Hallo Haduwolff,
Du schreibst:
Eine /stimmige/ Ausrüstung kann man sich nur kaufen (oder selbst anfertigen), wenn auch das Wissen über die dargestellte Person vorhanden ist. ßber den Begriff “Einstellung” kann man sich lange und ausdauernd streiten, das hängt nämlich davon ab, was man mit seiner Darstellung bezwecken will…. ;-)
Dazu nur kurz eine kritische Anmerkung: Ein Darsteller kann schon seit 10 Jahren “Mittelalter machen”, ohne daß er sich dabei zwangsläufig Fach- und Sachkompetenz aneignet. Dagegen kann sich ein “Anfänger” mit der richtigen Einstellung schon innerhalb relativ kurzer Zeit das Fachwissen und die Ausrüstung zur Darstellung seiner Wahl aneignen.
Für beide “Typen” kenne ich Beispiele aus eigener Anschauung… ;-)
Der Ansatz ist bestimmt löblich.
Dazu gehört aber vor allem ein guter kit- (also Ausrüstungs-) guide. Und imo kann ein /guter/ kit-guide kaum einen so großen Zeitraum und so viele Regionen wie von Dir vorgeschlagen erfassen.
Einerseits weil: siehe oben.
Und andererseits: weil nicht alle Gruppen Rollenspiel betreiben…. solche Gruppen könnten mit Deinem personae-guide wenig, aber mit einem kit-guide durchaus etwas anfangen.
Du müßtest Deine “Zielgruppen” dann schon etwas näher charakterisieren….
Ruth

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Eintrag #6 vom 04. Feb. 2002 15:58 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Antworten zu den bisherigen Fragen...

Grüß Euch,
Ritterwunsch:
Ja, gute Idee! Ob das zum Nachweis gehören wird, werden wir mit allen teilnehmenden Gruppen abstimmen.
Zeitraum:
Stimmt, aber der KG soll nicht allein für uns gelten, sondern für die Darstellung einer bestimmten Epoche. Daher der innerhalb des Hochmittelalters eingeschränkte Zeitrahmen. Der allerdings kann u.U. noch verschoben werden.
Knappenalter:
Das hat uns auch Kopfzerbrechen gemacht. Nun, wir richten uns nach dem durchschnittlichen Einstiegsalter ins MA-Hobby, und das liegt tatsächlich bei etwa 22 Jahren. Ebenso werden die Menschen heutzutage schlichtweg später “reif”. Im HMA war die Volljährigkeit bei 14 Jahren, heute bei 18. Bis 24 Jahre sollte eigentlich ein Mensch wissen, wohin er will.
Der Teil der anderen Stände kommt bald…
Personae-Guide:
Ja, das ist richtig, Ruth. Die ßberlegung war, ob es sinnig ist, die Menschen nur über ihre Kleidung und Ausrüstung zu definieren, oder auch den gesellschaftlichen Kontext der Vergangenheit wiederzuspiegeln. Ausrüstung kann man kaufen, Wissen und Einstellung nicht.
Hierbei haben wir ein wenig bei anderen Epochen abgeguckt, die ihre Darstellungen durchaus auch an Erfahrung, Zeit, Leistung usw. einordnen.
Warum nicht die Messlatte hoch ansetzen? Warum nicht mehr voraussetzen, als die üblichen Eisenwaren? Weshalb diesen Anspruch nicht Gruppenübergreifend machen!
Aber zugegeben, das Wort KitGuide ist mir auch nicht so recht. Darstellungsleitfaden ist stimmiger.
Euer Haduwolff

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Eintrag #5 vom 04. Feb. 2002 14:58 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "personae"-guide

Hallo Hadu,
ist das nicht eher ein “personae”- als ein kit-guide?
Schließlich listest Du hier die Mindestanforderungen zur Personifizierung bestimmter Rollen innerhalb Eurer Gruppe auf.
Ein solcher personae-guide ist außerdem imo sehr konzept- und gruppenspezifisch.
Ruth

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Eintrag #4 vom 04. Feb. 2002 14:38 Uhr Christin Barthelmie  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christin Barthelmie eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Knappenalter

Hier meine Frage: Warum legt ihr das Knappenalter auf max. 24 fest? Ich persönlich hätte es vielleicht eher bis 18 oder max. 20 angesiedelt.
Gruß
Christin
PS: Bin auf den Handwerker- und Bauernteil gespannt.
Claudine de Marne

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Eintrag #3 vom 04. Feb. 2002 13:30 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeitraum

Moin Hadu,
zu den rollenspieltechnsichen Elementen Eures Kitguides enthalte ich mich, da das ja komplette Gruppeninterna sind, die meines Erachtens auch keiner öffentlichen Diskussion bedürfen.
Aber wenn Du schon mal fragsdt muß ich ja auch noch meine 2,5 Cent dazugeben.
Ich halte Euren Zeitraum für arg weitgefaßt - das sind mit Spielraum 120 Jahre, die meines Erachtens darstellungstechnisch nicht so einfach in ein Paket gepackt werden können. Ich würde Euch - auch zuliebe eines einheitlicheren Auftretens - empfehlen, den Zeitraum weiter einzuschränken. Man hat ja im 13. Jhdt. immer noch recht große Zeiträume, die einigermaßen einheitlich zusammengefaßt werden können (z.B. 1220 - 1260 oder 1260 - 1300 - das würde auch rüstungstechnisch ein einheitlicheres Bild geben).
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #2 vom 04. Feb. 2002 13:10 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ritterwunsch

Hallo,
zu den Rittern hätte ich ja noch einen Wunsch, nämlich daß ein Ritterdarsteller wenigstens ein paar Stunden Reitunterricht nimmt. Nicht als Schikane, und auch kein eigenes Pferd, aber er sollte wenigstens in der Lage sein, ein Pferd zu führen und sein Verhalten im Zusammenhang mit einem Pferd kennen. Heißt ja immerhin Reiter, der Titel. Das fände ich schööön.
(Oder gibt es Töpferdarsteller, die noch nie Ton in der Hand hatten?)
Mit Verlaub,
Stefan

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Eintrag #1 vom 04. Feb. 2002 09:55 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Am Anfang...

Vorschriften…der KitGuide oder in Deutsch: der Darstellungsleitfaden:
Ranes Haduwolff
haduwolff@ars-militia.de 04.02.2002 09:50 Uhr - 97 von 97
49406 Eydelstedt
Grüß Euch,
so, jetzt wirds langsam konkret! Ich stelle Euch nun häppchenweise den von uns erarbeiteten KitGuide vor. Er gilt fürs HMA, und wird in seiner Endfassung für unser Burggelände und unsere Veranstaltungen gelten.
Es haben sich schon einige Einzelfahrer und Gruppen gemeldet, die das Ding übernehmen wollen, aber ich denke, daß noch einige gute Vorschläge von Euch kommen können.
ßbrigens, Genörgle über Sinn und Unsinn des KitGuide ist unerwünscht, es geht ums Inhaltliche!
Und los mit Teil 1 (gekürzt):
Grundsätzliches
Es ist uns bewusst, daß wir uns nur den historisch überlieferten Kleidungen und Gerätschaften annähern können, da viele Rohstoffe und Grundkenntnisse so wie damals vorhanden nicht mehr erhältlich sind. Dennoch wollen wir uns möglichst an vorhandenen Originalen oder Abbildungen orientieren.
Rollenmöglichkeiten und Auftreten
Der zeitliche Rahmen
Der Zeitraum unserer Darstellung ist die ritterliche Blüte des Hochmittelalters, also die Zeit von 1200 bis 1280 (+/-) 20 Jahre.
Der Raum
Wir sind im christlichen Europa angesiedelt, davon Zentral im Heiligen Römischen Reich.
Durch die weltweiten Handelswege, die Pilgerfahrten, Kreuzzüge und das Vielvölkerreich der Staufer sind Berührungspunkte mit dem Islam, den Slawen und den gesamten europäischen Nachbarstaaten einschließlich des Heiligen Landes in ihren Einflüssen in der Darstellung in realem Rahmen möglich.
Fernhändler und Söldner können durchaus aus Skandinavien, Russland und den Mittelmeerländern kommen.
Die Religion
Wir sind alle grundsätzlich im Hochmittelalter gläubige Christen. Ausgenommen der Sarazenen Friedrichs, des jüdischen Bevölkerungsanteils und einiger weniger mutiger Fernhändler aus den slawischen Reichen gibt es keine irgendwie gearteten Heiden bei uns.
Wie schon erwähnt, befinden wir uns im christlichen Nordeuropa des Hochmittelalters.
Rollenanspruch
…die höheren Stände
Wer sich die Mühe macht, einen Adligen, Ritter oder Kirchenfürsten , also eine Person von Rang darzustellen, muss das mit dem entsprechenden Auftreten und Umfeld tun.
Die Personenzahlen gelten für den einzelnen Auftritt in Lager und Veranstaltung.
Mehrere Adlige können sich ein Gefolge teilen.
Dazu gehört unabdingbar das Gefolge. Der Mindestanspruch für eine solche Darstellung beginnt also im ßußeren, dem Gefolge und der Ausstattung und natürlich im Bereich des Wissens um die damaligen Lebensverhältnisse.
Personen wie Könige, Kaiser, deren nahe Familie und entsprechend die Vertreter des Papsthofes werden grundsätzlich NICHT dargestellt, da dieses schlichtweg nicht leistbar ist.
Ausgenommen sind natürlich Bühnenauftritte und Festspiele, wo solche Personen durch Schauspieler dargestellt werden können.
Adel und Herrschaft:
Der Ritter
Ritter sein war Auszeichnung und Verpflichtung, Lebensunterhalt und Dienstpflicht, vom einfachen Einschildritter bis zum König und Kaiser.
Ein Grossteil der Ritter waren Ministeriale, also Dienstmann eines Höheren.
Sinnvoll ist es, die Knappschaft vor die Darstellung des Ritters, bzw. jeglichen Adligen zu stellen. Als Lehrzeit für die doch großen Anforderungen in Qualität und Wissen an solch eine Darstellung empfiehlt sich mindestens 1 Jahr als Vorbereitungs- bzw. Knappenzeit.
Das kann durchaus in echtem Dienst bei einem Ritter (der natürlich die Voraussetzungen selbst erfüllt) sein.
Aber auch für ältere Darsteller ist die Ritterschaft erreichbar, indem nach 3 Jahren Mittelalterdarstellung nach unseren Regeln eine Kommission von 3 Rittern zusammentritt, und den Anwärter in Ausstattung und Wissen bzw. persönlicher Eignung prüft.
Ein Ritter ohne komplette Ausrüstung und Kampfkenntnisse, aber auch ohne Kenntnisse der Rechte und Pflichten seines Standes - ist kein Ritter!
Mindestgefolge:
1 Knappe oder Knecht
Mindestausstattung:
1 Zelt
Waffen, Rüstung, Wappenschild, Lanze, Sporen, hochwertige Bekleidung
Frau des Ritters:
Hochwertige Bekleidung, Gebende, Mantel, einfacher Schmuck
(ohne Gatte mindestens 1 Knecht)
Knappe
Der Knappe als angehender Ritter hat repräsentative und kriegerische Aufgaben. Er begleitet Herrn und Herrin überall hin, und begleitet ab ca. 12 Jahren den Herrn in den Kampf als Waffenträger und Diener.
Knappen sind junge Burschen gewesen, und daher ist das Höchstalter für die heutige Knappendarstellung 24 Jahre.
Mindestausstattung:
Waffen, Rüstung, Schild, hochwertige Bekleidung, Grundausrüstung
Der Herr sorgt für Unterbringung und überwacht die Ausbildung und Ausrüstung verantwortlich für den Knappen.
Schlecht und schäbig ausgestattete Knappen und persönliches Gefolge sind eine Schande für den Herren, ebenso, wenn diese sich danebenbenehmen!
Graf, Freiherr (kirchlich: Abt/ßbtissin, einfacher Bischof)
Mindestgefolge:
6 Knechte, Waffenknechte, Diener oder Knappen
(Abt/ßbtissin: 3 Knechte/Waffenknechte, 3 einfache Brüder/Schwestern)
Gräfin, Freifrau zusätzlich 1 Zofe und 1 Knecht
Mindestausstattung:
1 ritterliches Pavillonzelt, dazu Zelte für das Gefolge
Waffen, Rüstung, Wappenschild, Banner, Lanze, Sporen, hochwertige Bekleidung,
teuerer Schmuck und Gürtel.
Dazu eigener Scherenstuhl oder Kastenstuhl.
(Kirchenadel: Reisealtar, Gerätschaft)
Die Dame:
Hochwertige Bekleidung, Gebende, Mantel, teuerer Schmuck und Gürtel
Dazu eigener Scheren- , Pfosten oder Kastenstuhl
Landgraf, Herzog (kirchlich: Reichsabt, mächtiger Bischof, Erzbischof, Kardinal):
Mindestgefolge:
10 Knechte, Waffenknechte, Diener oder Knappen, dazu ein Kaplan
(Kirchenadel: : 5 Knechte/Waffenknechte, 5 einfache Brüder/Schwestern)
Landgräfin, Herzogin zusätzlich 2 Zofen und 1 Knecht/Knappen
Mindestausstattung:
1 großes, prachtvolles ritterliches Pavillonzelt, dazu gute Zelte für das Gefolge
Waffen, Rüstung, Wappenschild, Banner, Lanze, Sporen, hochwertige Bekleidung,
teuerer Schmuck und Gürtel.
Dazu eigener Scheren- oder Kastenstuhl
(Kirchenadel: Reisealtar, Gerätschaft)
Die Dame:
Hochwertige Bekleidung, Gebende, Mantel, teuerer Schmuck und Gürtel
Dazu eigener Scheren-, Pfosten- oder Kastenstuhl
Kirchenadel:
Für die meisten Kirchenmänner gilt obiges Schema, wobei bei Kirchenfürsten im 12. und 13. Jhdt. durchaus auch der ritterliche Fürstbischof/Abt möglich war, d.h. mit der Mitra auf dem Helm, und statt des Schwertes die Keule gerüstet wie ein Ritter im Kampf mit kriegerischem Gefolge.
Knechte, Diener und Mägde des Adels:
Das Dienstpersonal im Gefolge der Herrschenden war zumeist mit den abgetragenen Kleidern der Herren ausgestattet, zumindest waren sie hochwertig gekleidet.
Die persönliche Dienerschaft konnte selbst aus Kleinadligen bestehen.
Das Hauspersonal war einfacher gekleidet, aber auch nicht so wie Bauernknechte usw…
Auch hier gilt, daß die Herrschaften für Ausrüstung und Schlafgelegenheit zu sorgen haben.


So,nach einer sinnvollen Diskussion beginnt dann Teil 2…
Nu sind wir alle gespannt!
Euer Haduwolff

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