Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Der Titel ist Programm: Uaaaaaaaaaaaaah!

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Eintrag #1 vom 18. Mai. 2008 22:41 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Heute habe ich einen Leckerbissen nach dem anderen ;-). Erst den Themenpark WELTENTOR und nun diesen erbaulichen und mit gar feynen Byldnyssen und Zytaten gespickten Artikel aus Süddeutsche Zeitung Magazin Heft 20/2008:
Uaaaaaaaaaaaaah!
Ritterturniere, Kostümgruppen und immer mehr historische Märkte:
Tausende Deutsche stürzen sich jeden Sommer kopfüber ins Mittelalter.
Aber was wollen die alle in der Vergangenheit?
von Sebastian Glubrecht Fotos: Stephanie Füssenich
sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/24537/6/1
Für die Ungeduldigen mal die Schmeckerchen im Schnelldurchlauf:
Hier gibt es Gut und Böse, aber keine Handys; man muss nicht zwischen 200 Fernsehkanälen und sechzig Marmeladensorten wählen. Statt im nicht abbezahlten Reihenmittelhaus auf Latexkernmatratzen schlafen die Menschen in Zelten auf Fellen; statt allein vor dem Fernseher essen sie gemeinsam an einer großen Tafel, am besten mit Fingern. Und abends, wenn die Touristen endlich heimgegangen sind, bleiben die als Ritter, Wikinger, Mongolen oder Normannen verkleideten Zivilisationsflücht-linge an ihren Feuern sitzen, trinken aus Hörnern und Kelchen, genießen es, sich mit »holde Maid« und »edler Ritter« anzureden oder einfach mal aus vollem Hals »Odin!« in die Dunkelheit zu brüllen.
Ferox Caterva orientieren sich an den Germanen des 8. Jahrhunderts. In der Mittelalterszene nennt man Leute wie sie Re-Enactors (Wiederaufführer), im Gegensatz zu Rollenspielern oder Hobbyrittern wollen sie »ihre Zeit« möglichst authentisch nachstellen. … Stefan Klapproth erinnert sich noch, dass sie einmal eine »super Gemüsesuppe mit Kartoffeln und Karotten« über dem Feuer gekocht haben. Vor dem Lager stand ein etwa 13-jähriges Mädchen neben seiner Mutter und sagte: »Schau mal, Mama, was die armen Leute essen müssen.«
Kein Problem. Das moderne Mittelalter ist tolerant gegenüber anderen Meinungen. Das muss es auch sein, denn die Szene ist auch ein Auffangbecken für Menschen, die nicht recht wissen, wo ihr Platz in der modernen Gesellschaft ist: Heilpraktikerinnen bieten »Rückführungen in ein früheres Leben« an, ein paar Kiffer in bunten Gewändern experimentieren mit Kräutern, Arbeitslose in Jeans mit Dolch und Multifunktionswerkzeug am Gürtel verdienen beim Aufbau der Arena etwas Geld. Der einfache Tischler wird für sein Handwerk bewundert, der mittelmäßige Sänger findet eine Bühne und der Hobbyhistoriker ein Publikum, das seinen Ausführungen über die mittelalterliche Verfassung lauscht. Und immer haben diese Feste etwas von Karneval.
»Als Wikinger hast du wenig Vorschriften«, sagt Michael Knaller, Veranstalter des Mittelaltermarktes Gaudium Equites Poingorum (Ritterspiele von Poing). »Da kannst du ruhig mal zu viel trinken, und niemand macht dir Vorwürfe. Ein Wikinger muss wild sein.« Das Klischee wird mit Lust zelebriert: Der Barde singt tatsächlich im Refrain »Hopsassa, fallera, lalalala« und fordert vom Publikum »Handgeklapper«. Der Kreuzritter spielt sich auf, der Barbar pöbelt und die Frau kann wahlweise Prinzessin oder Amazone sein. Die Rollen sind klar definiert und überschaubar, jeder darf sich seine aussuchen.
Auch die Mittelalterszene hat ihre Probleme: Sie ist sich nicht grün. Die norddeutsche Wikingergruppe mag die bayrischen Kreuzritter nicht, die Re-Enactors lästern über die Stuntleute, weil die ihre Kleidung nicht mit der Hand genäht haben. Die Stuntleute machen sich über die Re-Enactors lustig, weil die ja keine Unterhosen tragen dürfen. Und ein sehr korrekter Barbar erwischt Stefan Klapproth dabei, wie er hinter seinem Zelt heimlich eine raucht, obwohl die Normannen doch eigentlich Nichtraucher waren.
Der Historiker Erwin Hoffmann hat seine Doktorarbeit über Mittelalterfeste in der Gegenwart geschrieben. Er glaubt, dass eine gemeinsame Zukunft der verschiedenen Mittelalterfans kaum möglich ist. »Die Re-Enactors möchten ungestört ihr Hobby ausleben, viele Besucher dagegen wollen Spektakel und Action sehen. Das sind zwei verschiedene Trends. Ich denke, dass sich die Szene spalten wird, in diejenigen, die Entertainment anbieten, und diejenigen, die versuchen, authentisches Mittelalter darzustellen.«

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Eintrag #2 vom 19. Mai. 2008 09:15 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ich fand den Text eigentlich sehr gut. Er stellt die Mittelalterszene exakt so dar wie ich sie empfinde. Die ausgewählten Zitate steuern leider an der Ironie des Beitrages vorbei und verfremden meiner Meinung nach die Aussage doch sehr.
Ein Beispiel: “ Mit dem echten Mittelalter hat diese Welt natürlich nichts zu tun, mehr mit dem »gefühlten Mittelalter«: einfach, rau, kernig, ehrlich; eine zusammengeschusterte Abenteuerfantasie, in der Rockfestival, Zeltlager und Karneval Platz haben. Die Männer tragen Bärte, Muskeln und Schwerter ” und sind doch oft nicht hart genug für das 21. Jahrhundert."
Ich fand den Beitrag sehr lesenswert.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #3 vom 19. Mai. 2008 16:57 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ja.

Das sehe ich ebenso wie Andrej.
Der Bericht stellt meines Erachtens eine sehr treffende Beschreibung dessen dar, was man wohl am ehesten “die Mittelalterszene” nennen könnte. Gut recherchiert, mit Sachkenntis geschrieben, kritisch aber nicht höhnisch.
Das haben Sebastian Glubrecht und Stephanie Füssenich (Fotos) gut gemacht.
Sehr lesenswert, ganz wie Andrej das treffend formuliert.

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Eintrag #4 vom 19. Mai. 2008 19:06 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gemeinsame Zukunft?

Ich glaube ebenfalls, dass es in Zukunft mehr Veranstaltungen geben wird, die klar als authentisch oder klar als fantasieorientiert definiert sind geben wird, würde es aber anders besser finden!!!
Ich finde nämlich, dass tollste an einem Mittelalterfest ist es, dass man Darsteller bzw. Vertreter aller Jahrhunderte und aller möglichen Fantasiewelten trifft. Man muss andere Meinungen einfach akzeptieren können (darf sich aber auch seine eigene nicht ausreden lassen)!
Gruß
Martin

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Eintrag #5 vom 20. Mai. 2008 10:17 Uhr Kilian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kilian eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht auch wenn das schon ganz oft

hier im Forum geschrieben wurde:
das Problem besteht nicht darin, zu akzeptieren, daß andere in bunten, phantasievollen “Gewandungen” Spaß haben, sondern darin daß 1. einige von denen laut postulieren, daß das Mittelalter so aussah und 2. die allermeisten Besucher die Fehler nicht im Ansatz erkennen und noch dümmer nach Hause gehen als vorher.
Ich interessiere mich für Geschichte - besonders meiner Stadt z.B. - und versuche anderen historische Tatsachen näherzubringen.
Die meisten Mittelaltermärkte u.ä. Veranstaltungen bewirken mit “Handgeklapper”, “holde Maid” und “mittealterlych Erdapfelpfann” genau das Gegenteil - oben erwähnte Volksverdummung.
Nebenbei: ich bin auch Rollenspieler, treibe mich auf Fantasy-VA herum oder mache Sagenführungen in meiner Heimatstadt - lege dabei aber Wert darauf, daß klar ist: das ist nicht Mittelalter sondern eben Fantasy.
grüße aus dem östlichsten,
kilian

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Eintrag #6 vom 20. Mai. 2008 12:16 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aäh, ja, aber...

Lieber Kilian,
das ist ja schön und gut was du schreibst und durchaus lobenswert.
Nur - was hat das mit dem Bericht der hier besprochen wird zu tun?
Ich sehe da jetzt leider keinen inhaltlichen Zusammenhang.

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Eintrag #7 vom 20. Mai. 2008 13:41 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nun,

Der Punkt von Kilian ist genau der Punkt, der sowohl als Kritik an der “Szene” als auch am Artikel selbst taugt.
Der Artikel betrachtet normale Märkte und ähnliche Feste, und stellt die dort gemachten - und meines Erachtens bewußt grenzwertigen - Beobachtungen als allgemeingültig für die ganze “Szene” auf.
Allein schon, wenn man liest, daß die Gruppe, die in den Sätzen zuvor als “Re-Enacter” und “A-orientiert” aufgebaut wird, Kartoffelsuppe kocht, merkt man, daß die Autoren in die Szenefalle der frommen A-Lüge getappt sind.
Insofern, ein netter, aber schon recht bissiger Artikel über die Marktszene, ob fehlendem Hintergrund aber fehlerbehaftet und grob unvollständig.
Uaaargh triffts.

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Eintrag #8 vom 20. Mai. 2008 17:36 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nochmal nachgedacht...

Beim nochmal drüber nachdenken fiel mir auf, daß ich mit meiner obigen Einschätzung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit falsch lag.
Ich glaube mittlerweile viel mehr, daß der Autor oben genannte Stelle ( = die mit der Suppe) bewußt so aufgebaut hat, um den Punkt der Realitätsfremden Umsetzung zu unterstreichen.
Das würde ins Bild der eher negativ dargestellten weiteren Beispiele, wie die Realitätsflucht des einen oder den real arbeitslosen Kriegerhelden, passen.
Um so betrüblicher, daß die Negativbeispiele einer Szene pauschal als Beispiele für alle Szenen dienen sollen.
Das ist schon fast beleidigend.

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Eintrag #9 vom 20. Mai. 2008 17:54 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...

Hmmm,
die Marktszene hat der Autor allerdings gut getroffen…
Mich würde jedoch ‘mal interessieren, ob er einen Unterschied zwischen “Markt-Reenatoren” und vernünftiger LH-Darstellung machen würde, oder ob das für ihn ein und das selbe ist (ein Haufen bekloppter Realitätsflüchtlinge, die in komischen, handgenähten Klamotten ‘rumrennen, dem Publikum Vorträge über’s Mittelalter halten und abends, wenn das Publikum weg ist, trotzdem noch in den MA-Klamotten ‘rumhocken, so von wegen ‘s Ambiente)…
Teilweise klangen da nämlich Formulierungen an, die durchaus auch auf die “A-Szene” passen würden. Ob das jetzt daran liegt, dass die interviewte Marktszene diese Ausdrücke “kopiert” hat, oder ob der Autor damit tatsächlich auf den “Streit” zwischen “A”- und Marktfraktion anspielt, ist halt die Frage.
Und vor allem ist die Frage, was andere “Außenstehende”, wie z.B. Museeums-Mitarbeiter u.ä. denken, die das lesen und eben auch auf die “LH-Szene” beziehen.
Leider wird der Unterschied zwischen MA-Markt und LH (was ja gerne ‘mal synonym zu Reenactment benutzt wird) nämlich von außen nicht unbedingt gesehen…
Und in Bezug darauf macht mich dieser Artikel nicht übermäßig glücklich…
Viele Grüße
Gabriele

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Eintrag #10 vom 20. Mai. 2008 18:26 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht dito.

Volle Zustimmung, Gabriele.
Genau dieser Aspekt der fehlenden Differenzierung macht mir auch Bauchschmerzen.

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Eintrag #11 vom 20. Mai. 2008 19:59 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Differenzierung

In dem Punkt gebe ich dir völlig recht Gabrielle, aber um es mal als Außenstehender zu sagen, meine Verknüpfungen mit der “ernsthaften” Mittelalterszene sind ja minimal, stellt sich die Mittelalterszene leider so dar. Die wenigen guten Ausnahmen werden schlicht kaum wahrgenommen wenn über die Szene diskutiert wird und auch in der Larpszene die ja durchaus Berührungspunkte hat sind die Irrtümer und Verallgemeinerungen weit verbreitet.
Zumal die Möglichkeiten, die miesen Verteter allmonatlich in den “Fachzeitschriften” nachzuschlagen sind, die guten aber selbst einem Interessierten wie mir kaum unter die Augen kommen. Möglicherweise sollte die ßffentlichkeitsarbeit mal überdacht werden um solche Verallgemeinerungen abzustellen.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #12 vom 20. Mai. 2008 22:24 Uhr Andreas Pilz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht ßffentlichkeitsarbeit ist ne schöne Sache

Nur wer sollte sie übernehmen? Dazu wäre halt wieder ein Dachverband gefragt, der so etwas in die Hand nimmt.
ßffentlichkeitsarbeit müsste auch Medien und Publikumswirksam sein, doch wie soll man ein Publikum erreichen, wenn man sich (verständlicherweise) immer weiter aus der ßffentlichkeit zurück zieht.
Und die Medien scheinen von sich aus immer weniger an einem korrekten Geschichtsbild interessiert. Da braucht man sich nur die Geschichtsreportagen im Fernsehen anzuschauen (und selbst bei vielem, was auf den ßffentlich Rechtlichen läuft, fühle ich einen leichten Brechreiz).

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Eintrag #13 vom 20. Mai. 2008 22:46 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Öffentlichkeitsarbeit

Versteh ich nicht. Warum braucht man einen Dachverband um entsprechende Veranstaltungen anzukündigen und in den diversen Foren bekannt zu machen? Soviel braucht es nicht um die Leute darauf hinzuweisen. Die Frage ist bloß ob man das will. Interne Veranstaltungen sind sicher angenehmer und besser zu organisieren, ändern aber wenig am Bild in der ßffentlichkeit. Burgbelebungen und Museumsveranstaltungen wären da sicher besser geeignet, wenn man denn Hinweise fände. Ich wohne nicht allzuweit von der Ronneburg entfernt, von den dortigen Burgbelebungen erfahre ich aber allenfalls wenn ich nach längerem Suchen auf der Seite der Burg etwas finde.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #14 vom 20. Mai. 2008 23:03 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bloß keinen "Dachverband"

Ich mache das ganze schon fast 20 Jahre und habe viele Ansätze von sogenannten “Dachverbänden” kommen und gehen sehen .. Als Resumee kann ich nur darum bitten: Lasst es !
Gruß Ronnie

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Eintrag #15 vom 21. Mai. 2008 10:20 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht realistisch gesehen...

Wir sollten realistisch bleiben.
Auf hundert “Mittelalterfans” kommt vielleicht ein “ernsthafter” Mittelalterdarsteller der sich um museumsreife Darstellung bemüht. Ja, ist geschätzt, aber ich halte das Verhältnis für nicht so weit von der Realität entfernt.
Das was allgemein als “die Mittelalterszene” bezeichnet wird und in diversen Zeitschriften, Internetforen und Veranstaltungen sich der ßffentlichkeit präsentiert, ist vom Artikel treffend beschrieben worden.
Die darin geäußerte Kritik ist keineswegs abschätzig oder gar höhnisch sondern durchaus fair. Und wie ich finde, durchaus nicht ohne Berechtigung.
Museumsveranstaltungen werden im Bericht nicht erwähnt, insofern brauchen sich diejenigen, die Museumsdarstellung betreiben, auch nicht durch den Bericht betroffen zu fühlen.
“Ernsthafte” Mittelalterdarstellung ist nun mal allenfalls ein Unterbereich im Gesamtphänomen, beziehungsweise eher eine eigenständige Angelegenheit, die mit Marktmittelalter nur sehr marginale bis gar keine Berührungspunkte aufweist.

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Eintrag #16 vom 21. Mai. 2008 11:04 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht realistisch...

Hallo Georg,
ich *bin* realistisch…
Das ist einfach die Erfahrung, die ich gemacht habe.
Es gibt im Prinzip 3 Arten von Museums-Veranstaltern:
1. Die, die mehr Besucher ins Museum locken wollen und sich dafür auch nicht scheuen, besseres Marktmittelalter anzuheuern, so mit Feuerspuckern, Kräuterhexe, Ritters und Burgfrolleins. Gerne mit Aktionen für Kinder. Das dient gewissermaßen als Lockmittel, um Berührungsängste mit dem angestaubten Museum zu verringern. Im Ausland scheint diese Form des “Infotainments” übrigens sehr viel lockerer gesehen zu werden als hier bei uns.
2. Die, die Wert auf ihren wissenschaftlichen Ruf legen. Die würden sich nie irgendwelche verkleideten, unstudierten Spinner ins ehrwürdige Institut holen, damit sie sich nicht ihren Ruf ruinieren. Diese Leute sehen tatsächlich keinen Unterschied zwischen LH und Markt.
3. Der verschwindend kleine Rest, der den Unterschied sieht und mit LH-Gruppen zusammen arbeitet, um Unterhaltung mit einem gewissen Niveau aber dafür nicht ganz so viel Spektakel zu bieten.
Der Großteil der Verantwortlichen scheint zu Gruppe 2 zu gehören.
Ich kann das sogar verstehen: Man kann ja noch erklären, wieso man tagsüber “verkleidet” ‘rumläuft, aber abends gibt’s dafür eigentlich keine Erklärung außer Mittelalter-Camping auf hohem Niveau (wenn wir ‘mal ehrlich sind - experimentelle Archäologie ist das jedenfalls nicht…).
Und dieser Artikel (um ‘mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen) macht das - aus den unten bereits genannten Gründen - bestimmt nicht besser.
Viele Grüße
Gabriele

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