Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Die Garde Karls des Grossen

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Eintrag #1 vom 11. Jan. 2006 23:07 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Ich suche info über die Scare, die in etllichen Büchern als Sondereinheit und Leibgarde Karls des Grossen erwähnt werden. Mich würden Funde und Ausrüstung interesieren. Ist irgendwem etwas Bekannt. Es würde mich über eine Nachricht freuen.
Mit Grüssen
Seifert Thorsten

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Eintrag #2 vom 12. Jan. 2006 08:16 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Speziell zu dem Thema ist mir nichts bekannt.
Die besten Infos zum Militär bietet aber der “799” Katalog zu Paderborn und Karl der Große.
Was Du auf alle Fälle vergessen kannst ist der neue Osprey “Carolingian Cavalryman AD 768-987 Warrior 096”Die Farbtafeln sind diesmal nicht nur frei interpretiert sondern einfach falsch, ungenau und reine Fantasie. Dabei noch schlecht gemalt.
Sascha

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Eintrag #3 vom 12. Jan. 2006 16:28 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Ein Problem hierzu ist, dass wir selbst f߼r die Zeit Karls des Grossen nur relativ spߤrliche Quellen haben. Ich habe vor etlichen Jahren mal eine militߤerische Ana߶lyse der sachsenkriege schreiben m,߼pssen und es ist wirklich zum heulen, wie sich die Autoren widersprechen und auf wie schmaler Basis die Schߤtzungen und Annahmen stehen (eine Schߤtzung der Heeresstߤrke beruht auf einem spߤtottonischen (!) Register, eine andere auf einer Hochrechnung von verf߼gbarer Weideflߤche). Ich neige swelbst eher dazu, Karl in der kontinuitߤrt fdr߼herer Generatzionen zu sehen als als Begr߼nder der ottonischen Monarchie, folglich empfehle ich:
Bachrach, B: Early Carolingian Warfare; Prelude to Empire (auch und gerade die Bibliographie)
Der Mann hat sich Jahrzehnte mit diesen Fragestellungen auseinander gesetzt und weiß-, was er schreibt.
Desweiteren gibt es glaube ich noch keine ß-bereinstimmung darß¼ber, wer oder was die scarae eigentlich waren, aber die MMN wahrscheinlichste Annahme, die ich geh߶rt habe, ist, dass es sich um die nicht mit Landgeschenken versehenen ‘vassi non casati’ des K߶nigs selbst handelte, die in seiner Hofhaltung lebten und ihm zu militߤrischen und anderen Diensten zur Verfß¼gung standen. Solche Gefolgschaften waren damals auch bei anderen Magnaten verbreitet. Bachrach geht davon aus, dass sie noch lange den Kern des Heeres bildeten, wߤhrend andere den Wandel zu einem feudalen, auf Lehensbesitz gegrß¼ndeten Heer bereits um 80 abgeschlossen sehen (ich tendiere wie gesagt zu ersterer Annahme, und was das Feudalsystem angeht, war Susan Reynolds: Fiefs and Vassals ein Augen߶ffner).
Wenn diese Annahme so stimmt, dann ist davon auszugehen, dass das k߶nigliche Prestiuge erforderte, die scarae gut auszurß¼sten. Glß¼cklicherweise ist ein Text erhalten, der beschreibt, was der K߶nig von seinen heerfolgepflichtigen Magnaten erwartete. Ich wß¼rde also von Helm und K߶rperpanzerung (die Debatte hier ist noch nicht zu Ende, aber ich stehe auf der Seite derer, die Ketten/Ringelpanzer als vorherrschend annehmen) Rundschild, Lanze, Schwert und Pferd ausgehen. M߶glich wߤre auch eine ß¼ber den Torso hinaus gehende Panzerung (es gibt ein Gedicht, das so interpretiert werden kann), aber sicher ist das wahrhaftig nicht. Schon diese Ausstattung muss man ja als ‘Luxusversion’ betrachten.
Was die Funde angeht, ist die karolingische Epoche etwas dß¼rftig, weil die frß¼her ß¼blichen Grabbeigaben weitgehend fehlen.
Ansonsten:
Ganshof, F.L.: Lâ–Armee sous les Carolingiens in: Settimane XV (1967), pp. 109-130
Reuter, T.: Plunder and Tribute in the Carolingian Empire in Transactions of the Royal Historical Society, fifth series, 35 (1985), pp. 75-95 and ibid. The End of Carolingian Military Expansion in: Godman, P. and Collins, C.: Charlemagneâ–s Heir. New Perspectives on the Reign of Louis the Pious (814-840), Oxford 1990, pp. 391-405.
Verbruggen, J.-F.: Lâ–Armee et la Strategie de Charlemagne in: Beumann, H. (ed.): Karl der Grosse, Lebenswerk und Nachleben vol. I Persoenlichkeit und Geschichte Duesseldorf 1965, pp. 420-437 (teilweise arg problematisch)
Werner, K.F.: Heeresorganisation und Kriegfuehrung im Deutschen Koenigreich des X. und XI. Jahrhunderts in: Settimane XV (1967) pp. 791-843, p. 820 ff
Bachrach, B.S.: Merovingian Military Organisation 481-751, Minneapolis 1972
Ianus

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