Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Digitale Rekonstruktionen

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Eintrag #1 vom 21. Nov. 2002 14:27 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt inzwischen ja mehrere Versuche, durch digitale Rekonstruktionen im Netz (oder auf CD-Rom) virtuelle Zeitreisen zu ermöglichen. So kann man durch Konstantinopel oder die Abtei-Kirche von Cluny wandern, und jetzt, wie nachfolgende Meldung besagt, auch Ansichten der historischen Altstadt Münchens im Wandel der Zeit genießen.
Vielleicht wäre es nicht schlecht, solche Rekonstruktionen bzw. die entsprechenden URLs hier einmal zu vermerken. Dazu soll wenigstens mein heutiger Eintrag, besser gesagt: die Weiterleitung dieser Information, anregen.
Nun aber die eigentliche Nachricht:
Wie sah München eigentlich früher aus?
Diese Frage stand am Anfang des Projekts München 4D. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die originalgetreue Simulation historischer Plätze und Gebäude der Münchner Altstadt am Computer. Anders als herkömmliche Stadtmodelle vermittelt München 4D die Atmosphäre vergangener Zeiten interaktiv: Per Mausklick können Besucher die dreidimensionalen Nachbauten besichtigen. Als Schauplätze wurden jene Orte ausgewählt, die den höchsten Wiederkennungswert haben: der Karlsplatz (Stachus) und das Münchner Wahrzeichen, die Frauenkirche.
Als Grundlage für die architektonisch und historisch korrekte Rekonstruktion der beiden Sehenswürdigkeiten dienten das Sandtner-Holzmodell von 1572 sowie Originalfotos aus der Zeit um 1908. Besonders beim Stachus wird die Veränderung dabei besonders augenfällig. Er wandelte sich vom bewehrten Eingangstor in die Stadt um 1600 zu einem der verkehrsreichsten Plätze Europas 1908. Den historischen Ansichten jeweils gegenübergestellt werden Realaufnahmen aus dem Jahr 2002, um so den Bogen bis in die Gegenwart zu spannen.
Die eingesetzte Technologie stammt von den Firmen Autodesk, Discreet und Virtools. ßber ein Jahr lang arbeitete das Team von metamatix an der Realisierung des ehrgeizigen Vorhabens, das vom Stadtmuseum durch fachliche Beratung unterstützt wurde.
Besondere Schwierigkeiten bereitete dabei die Suche nach Material um 1600. Das schließlich ausgewählte Sandtner-Modell konnte jedoch nicht einfach 1:1 übernommen werden, da Sandtner nicht maßstabsgetreu gearbeitet hat. Er versuchte den Rang bedeutender Bauwerke noch durch eine übertriebene Darstellung zu steigern. Dagegen war die Quellenlage um 1908 dank zahlreicher historischer Fotos relativ gut.
Im Vergleich zu linearen Computersimulationen, bei denen nur der Vordergrund der Szenen wie eine Filmkulisse perfekt dargestellt wird, war der Realisierungsaufwand bei München 4D um ein Vielfaches höhger. Da sich der Betrachter in dem Modell frei bewegen können sollte, musste ein Großteil der Szenerie detailgetreu rekonstruiert werden.
Der Recherche folgte der Nachbau von Objekten und Oberflächen. Da Echtzeitsimulationen nur mit einer begrenzten Datenmenge arbeiten können, durften die Rekonstruktionen nicht zu aufwendig gestaltet werden; andererseits sollten die Häuser aber auch möglichst realistisch aussehen.
München 4D ist jederzeit weiter ausbaubar. Durch die Internetfähigkeit der Technologie und den modularen Aufbau der virtuellen Zeitmaschine lassen sich dem Projekt problemlos weitere Plätze hinzufügen. Angedacht ist die Verlängerung der Strecke Stachus - Frauenkirche über den Marienplatz bis zum Isartor.
weitere Informationen im Internet: www.muenchen4D.de
Nikolaj

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Eintrag #2 vom 20. Jan. 2003 00:25 Uhr Archibald Stabton   Nachricht

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N´Abend!
3D-Rekonstruktionen archäologischer Befunde habe ich auch in Berlin gesehen, im Rahmen der Ausstellung “Menschen-Zeiten-Räume”. Zumindest Teile davon finden sich auch im Internet: Unter www.schlosshorst.de werden die Ausgrabungen und Ergebnisse der Grabungen in Gelsenkirchen dargestellt. Leider sind die Animationen , die ich in Berlin gesehen habe, dort nur als Standbilder vertreten. Trotzdem sehenswert, finde ich.
Arch

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