Eintrag #11 vom 10. Dez. 2005 00:49 Uhr
Baerbel Hammes Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.
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Hallo,
na ja, eine “Auswertung” möchte ich das noch nicht nennen, was da im Internet an “Ergebnissen” veröffentlicht wird.
Das sind ja nur die (relativen) Häufigkeiten der Antworten auf die (gebundenen) Fragen.
Da geht doch bei der Datenmenge noch viiiiieeeel mehr!!!!
Wo bleiben die Auswertungen der offenen Fragen (da lassen sich prima Gruppen bilden) und - vor allem!!! - wo bleiben die Auswertungen zu Zusammenhängen im Frageverhalten (die Korrelationen!!!!)???
Meine Profs hätten mir seinerzeits ein “Auswertung”, die nur auf reiner deskriptiver Statistik (d.h. vor allem Häufigkeitsverteilungen) beruht, klassisch “um die Ohren gehauen”.
Ich hoffe, dass diese “Auswertung” wirklich noch nicht alles war.
Julian, Du hast Dich hier als Urheber der Umfrage geoutet - ich erwarte von Dir, dass Du da fundiertere und detailliertere Ergebnisse bringst als das, was bisher im Netz zu lesen ist.
Stelle viele Fragen an Deine Daten und nutze die Möglichkeiten der EDV, Zusammenhänge (!!!!) im Frageverhalten herauszufinden.
aus dem Projekt ist jetzt erst einmal ein Fragebogen geworden. Der ein oder andere hat ihn vielleicht auch schon gesehen. Auch war ich mir sicher, ich hätte den Link hier schon gepostet. Da ich ihn aber irgendwie nicht mehr finde ist es wohl besser ihn nochmal zu posten, denn gerade denen, die ja schon Interesse gezeigt haben möchte ich natürlich nicht vorenthalten was aus ihren Tips wurde. Sollte ich jetzt aus Versehen doppelt gepostet haben, bitte ich dies zu entschuldigen.
Eintrag #6 vom 11. Okt. 2005 22:20 Uhr
Sina Klausnitz Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.
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Hi, interessant fände ich persönlich eine Auseinandersetzung mit der Problematik von Geschichtsmoden - welche geschichtliche Epoche ist in, welche wird rezipiert und am Ende in Kommerz gegossen, in welche Epoche “muß man was auch immer machen” um gleichfalls anerkannt, in oder modern zu sein. Knoppisierung von Geschichte - “Verkauf” an die mehr oder minder interessierten Massen. Welche Interessen bestehen hinter tagesaktuellen bzw. modernen Themen etc.
Eintrag #5 vom 11. Okt. 2005 21:41 Uhr
Volker Bach Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.
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Ich denke, wenn man ‘Eventkultur’ als ganzes betrachten will, sollte die Arbeit auf jeden Fall über die ‘Mittelalterszene’ (zu der man ja umgangssprachlich auch Römer und Preußen rechnet) hinaus gehen. Es gibt da ja zunächst die ‘Events’ der mehr oder weniger offiziellen Erinnerung, vom Bundespräsidenten bis zum Dorfvorsteher, und die dies umgebende Festkultur, aber auch solche Dinge wie historische Stadtführungen/Besichtigungen. Hier in Hamburg spannt sich die Bandbreite von ehrenamtlichen Führungen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme über ‘alternativer Stadtspaziergang: Kolonialismus und dritte Welt’ bis zur Geschichtsgeisterbahn ‘Hamburg Dungeon’. Auch private Museen wären sicher ein interessanter Aspekt, wobei mir da allerdings auf den ersten Blick nur Beispiele aus Großbritannien und Irland einfallen.
Was ich sehr gerne mal systematisch erfasst sähe ist die augenscheinliche positive Korrelation von Identifikation und Kommerzialisierung (die ‘Guten’ - modisch coolen - Epochen bringen Geld) und die ebenso augenfällige negative Korrelation zwischen Investitionsvolumen und Authentizität (je mehr Kapital drin steckt desto fragwürdiger ist die Darstellung). Ist das ein deutsches Phänomen?
Auch interessant wäre ein historischer Blick auf die Entwicklung der Eventkultur (besonders die Märkte) im Spiegel der gerade verbreiteten Interpretation und Wertung der Geschichte (vor einigen Jahren gab es unter den Römern hörbar Sorgen, dass zu viele Leute Germanen und Kelten sein wollten, aber das hat sich inzwischen scheints wieder etwas gegeben). Wie steht ein amtliches bzw. ein kommerzielles Event zu ‘den Römern’, die “uns” ja brutal unterjocht und versklavt/die Kultur gebracht haben? Seit wann gibt es die ‘Baderin’ als populäre Figur? Anekdotische Evidenz zu vielen solchen Aspekten wird man sicher gut bekommen können, aber eine richtige Studie hat glaube ich noch niemand gemacht.
Eintrag #4 vom 11. Okt. 2005 17:01 Uhr
Julian Blomann Bitte einloggen, um Julian Blomann eine Nachricht zu schreiben.
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Nein, ich beziehe mich nicht explizit auf die FNZ. Ist nur mein Schwerpunkt im Studium gewesen und jetzt das Fach in dem ich die Arbeit schreibe. Nichts desto trotz ist der Inhalt der Arbeit davon unabhängig.
Eintrag #1 vom 10. Okt. 2005 10:56 Uhr
Julian Blomann Bitte einloggen, um Julian Blomann eine Nachricht zu schreiben.
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Hallo,
ich studiere Historisch orientierte Kulturwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf Frühe Neuzeit.
Mein Diplomarbeitsthema lautet:
Geschichte verkaufen. Eventkultur als Arbeitsfeld.
Da das Thema extrem breit gefächert ist und ich es erstmal “zu fassen” bekommen muss, würde mich interessieren was euch daran interessieren würde, bzw. welche Dinge/Themen/Bereiche eurer Meinung nach in einer Untersuchung mit diesem Titel unbedingt behandelt werden sollten.
ßber Kommentare und Meinungen wäre ich sehr dankbar!
Vielen Dank im Voraus,
P.S. Bitte nicht wundern, dass ich diese Bitte in verschiedene Foren gestellt habe. Ich treibe mich nicht viel Internetforen rum und weiß einfach nicht welches der 1001 Foren das passenste und frequentierteste ist. :-)