Ich habe in dem Buch “Technik im Altertum” einen Artikel gelesen in dem es hieß das die Kelten wohl auch schon Lager aus Bronzestiften (also Wälzlager) (Rollenlager) hatten. Finde aber momentan die Textstelle nicht wieder…
Die Zähne der Zahnräder bei Mühlen sind aus einem simplen Grunde aus Holz:
Es bricht ab einer Gewissen Belastung gefahrlos weg, und läßt sich leicht und billig ersetzen.
Um den Wechsel einfach machen werden die Zähne in Hülsen im Rad eingeschoben.
Auf die Art hat man eine Sollbruchstelle bei billigen Bauteilen und bei Fehlbelastung (etwa durch Sturm oder Verkeilung des Mahlwerks) wird nicht der teure Mühlstein oder die restliche Mechanik beschädigt.
Für Holz in Holz schmiert man am besten mit Seife (Schmierseife). Für alle, die mal versucht haben, einer klemmenden Schubladenführung mit ein paar Tropfen ßl beizukommen.;o)
Da es für frühere Zeiten kaum Funde gibt gehe ich mal davon aus, das man häufig Holz in Holz Lager gebaut hat. Warum auch nicht, ohne mechanischen Antrieb (Wind- oder Wasserkraft) sind die auftretenden Kräfte nicht soooo grausig, die Drehzahlen gering und ein solches Lager lässt sich ja leicht ersetzen, wenn es abgenutzt ist. Und mit etwas Fett oder Wachs hält sich die Reibung auch in Grenzen.
Ich habe mal einen bericht über Windmühlen gesehen. Da macht man die Zähne der Zahnräder aus Heinbuche, die wohl für diesen Zweck besonders verschleißfest ist. Die Wellenlager sind glaube ich sogar hier aus Holz.
Solange man gut schmiert, sind auch Stahl in Stahl Lager gut (habe ich bei meinem wassergekühlten Schleifstein so gemacht und es gibt aus jüngerer Zeit viele solche Gleitlager).
Noch heute ist es gebräuchlich, die Lagerbuchse aus Bronze zu machen und die Welle aus Stahl, das “Frisst” nicht so leicht und ist sehr stabil, deshalb macht man das bei hohen Belastungen noch immer gerne. Die Bronzebuchsen lassen sich ebenfalls leicht wechseln.