Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Dyptichon

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Eintrag #1 vom 27. Mrz. 2000 00:47 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, mal wieder etwas Fachliches: Das Dyptichon genannte Wachstafelnotizbuch: Wer hat schon eins, und wie wird das Wachs mit welchen ßlsorten gemischt? Ist es Euch schon aufgefallen, daß es die gleiche Form wie die Gesetzestafeln des Moses hat, auf alten Abbildungen? Gab es schon Schiefertafeln im HM oder ähnliche Alternativen? Denn das gute Pergament war doch zu teuer, um einfach so vollgekritzelt zu werden. Papier wird am Rande im HM auch schon erwähnt…
Euer Haduwolff

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Eintrag #2 vom 27. Mrz. 2000 08:15 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

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Bei Schiefertafeln habe ich keine Ahnung. Was Wachstafeln angeht: Die Dinger gibts sowohl in eckig als auch in oben mit Bogen als auch mit Griff als auch als Buch gebunden als auch mit Löchern und Schnur durch als auch mit Rille als Griffelablagefläche. Wenn also eine der Tafeln zufällig genauso ausschaut wie die Gesetzestafeln, ist das kein Wunder. Wachs: Bisher genügt reines Bienenwachs mit Pigmenten, ßl ist eigentlich nur bei SEHR tiefen Temperaturen notwendig. BTW, das Wachs oberflächlich nur leicht anritzen, nicht trepanieren. Alsdenn Jürgen

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Eintrag #3 vom 27. Mrz. 2000 12:05 Uhr Niklas Schmitz   Nachricht

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Hallo erstmal… Also, soweit ich weiss, wurde von alten Pergamenten der nicht mehr benötigte Text abgeschabt, um dann den neuen aufzuschreiben, die sog. Palimpsesten, auf denen man häufig noch die alten Textspuren erkennen kann.
Friede und ein langes Leben…

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Eintrag #4 vom 27. Mrz. 2000 12:27 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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Volle Zustimmung zu dem, was Jürgen schon angeführt hat. Einfaches Bienenwachs, mit Ruß geschwärzt geht prima. Ich hatte in meinen Probemischungen noch ein wenig Leinöl und Harz mit drin gehabt, allerdings keine WIRKLICH relevanten Unterschiede feststellen können. Schiefertafeln gabe es meines Wissen, aber selbst Schulkinder benutzten Diptychen. Ich schau noch mal nach, ein paar Links habe ich dazu glaube ich, allerdings im Moment nicht zur Hand. Griffel gabe es ebenfalls in allen möglichen Ausführungen, Holz, Horn, Metall. Meist ungefähr T-förmig, sozusagen mit Spachtel am anderen Ende. Eine scharfe Spitze ist meiner Meinung nach am besten geeignet, da man sonst das Wachs beim schreiben ´herausschiebt´. Verwendetes Holz für die ´Schalen´ war gern Ahorn und andere relativ gut verarbeitbare Laubhölzer, aber auch Nadelhölzer sowie manchmal Elfenbein. Ich persönlich bevorzuge Eiche (steh´ ich drauf), auch wenn das wohl etwas unüblich war. Eiche ist zwar sehr hart, läßt sich aber meiner Meinung nach problemlos verarbeiten. Die Größe der ´Schalen´ ist mehr oder weniger frei wählbar, gab alles, von Briefmarkengröße (wirklich!) bis fast A3.
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #5 vom 27. Mrz. 2000 12:42 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadu, Wachstafeln hatten alle erdenklichen Formen und Größen, nicht nur die idealisierte aus den Abbildungen der Manesse. Ich denke, ein mittelalterlicher Mönch hätte den Symbolvergleich mit Moses Gesetztafeln etwas eigenartig gefunden, handelt es sich doch anders als Pergament um Schreibmaterial für weniger wichtige Inhalte. Etwas vom Wert der 10 Gebote wäre mit hohem Symbolcharakter in Miniaturen verschlüsselt worden, weniger in einem profanen Skizzenbuch, so aufwendig die auch manchmal gearbeitet waren. Ist die Darstellung der Gesetzestafeln aus der Neuzeit denn schon im HMA belegt? Ich experimentiere selbst mit den Wachsmischungen herum. Die Leute scheinen alles mögliche da reingemischt zu haben, aber konkrete Rezepturen liegen nichtmal bezüglich der Inhaltsstoffe an sich vor. Was analytisch nachweisbar ist, sind tierisches Fett (Talg), und ßle, um das Wachs geschmeidiger zu machen. Die Färbung des Wachses macht das alles aber zu einem jeweils individuellen Experiment, da Ruß und Holzkohle für schwarze Tafeln bei gleicher ßleinmischung wegen der Partikelgröße deutlich unterschiedliche Schreibeigenschaften ergeben. Wenn Du herausfindest, womit die andere Farben erzeugt haben, laß es mich wissen! Schiefertafeln tauchen frühestens im 15.Jh auf. Bis dahin wurden Wachstafeln auch als dauerhafte Informationsspeicher verwendet (dazu war die Wachsmischung härter und Temperaturbeständiger, dafür weniger radierbar). Dafür wurden dann oft Triptychons und Tafelbücher mit noch mehr Seiten gebaut. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #6 vom 27. Mrz. 2000 13:05 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Moin. Eine Anleitung zum Herstellen des Wachses findet sich auf den Seiten des Museumsdorfs Düppel: www.dueppel.de/lexikon/wachstaf.htm Andreas

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Eintrag #7 vom 30. Mrz. 2000 21:45 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! neben den einfachen Holztafel gab schon in der Antike Exemplare mit Verzirungen aus Bein oder Elfenbein. Im Ausstellungskatalog “Kunst und Kultur der Karolingerzeit” sind einige abgebildet. Sylvia

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Eintrag #8 vom 13. Mai. 2001 21:57 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hi zusammen! Da auch ich mir ein Dyptichon bauen möchte mal eine Frage. Wurde außer Holz vieleicht auch Leder verwendet??? Ich habe zu hause noch kleine Reste festes Sohlenleder, und habe mich gefragt ob ich mir daraus auch ein Dyptichon bauen könnte?? Quasi einen Lederrahmen auf eine Lederunterplatte aufnähen und dann mit Wachs ausgießen!? Danke im vorraus Thomas der Schlosser

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Eintrag #9 vom 13. Mai. 2001 23:46 Uhr Sascha Sturm   Nachricht

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Hallo Thomas! Zwar wurden Holztafeln mit Leder überzogen und mit Lederriemen zusammengebunden, im späten Mittelalter auch definitiv in Lederfutteralen gelagert, aber von so einer reinen Lederkonstruktion wie Du sie beschreibst, habe ich nichts gehört. Das soll allerdings nicht heißen, dass es die nicht gegeben habe… Herzlichen Gruß Sascha

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Eintrag #10 vom 14. Mai. 2001 07:19 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Morschen! Das Problem bei einer Lederkonstruktion ist, daß man sie biegen kann. Dann kann aber je nach Temperatur der Wachs herausbrechen. Ich kenne nur Dyptichons die aus einer starren Grundlage (Holz, Bein oder Elfenbein). Tschüs Aisling

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Eintrag #11 vom 04. Sep. 2001 12:28 Uhr Hallamouth von Wunnefried   Nachricht

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Hallo zusammen.
Ich hätte gern mal gewußt, wie A-Scharniere für ein Diptychon aussahen. Mit einem aus dem OBI geht es wohl nicht, oder?
Mit herzlichem Pilgergruß, Hallamuoth von Wunnefried

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Eintrag #12 vom 07. Sep. 2001 16:49 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hi!
Naja, mit den Scharnieren waren die Leute da recht einfallsreich. Die von Obi haben durchaus dasselbe Prinzip, aber welche in passendem Design sind mir noch nicht untergekommen. Man trifft da auf sehr unterschiedliche Ausarbeitungen, wobei Silber und Bronze scheinbar das beliebteste Material waren und oft zu Rankenornamenten verarbeitet wurde. Schlichte Scharniere kommen ebenso vor.
Die Zahl der Scharniere ist nicht festgelegt. Wenn ich mich richtig erinnere, kommen bis zu acht Scharniere an einem Diptychon mit zwei Tafeln vor. Recht schön fand ich eine Arbeit, bei der alle Scharniere auf einen einzelnen Bronzestab aufgezogen waren, der in die Umrandung der Wachstafel quasi eingelegt ist, so daß sich die Scharniere (drei oder vier - müßte ich nachsehen) alle innen lagen.
Metallscharniere tauchen vorwiegend bei den wertvoller ausgestalteten Diptychonns auf. Schulgeräte sind meist auf irgendeine Weise mit Leder geschnürt, wenn sie mehr als eine Tafel haben.
Grußvoll,
Matthias Topasius

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Eintrag #13 vom 13. Sep. 2003 17:05 Uhr Michael (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michael eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo in die Runde!
Das Thema hier scheint zwar schon etwas eingestaubt, doch möchte ich nun auch solche Wachstäfelchen bauen und wärm das deshalb wieder etwas auf.
Nun es sind ja schon einige wertvolle Informationen hier zusammen gekommen. Denoch nach 3 Jahren in diesem Forum trau ich dem Hörensagen nicht mehr so ganz. Bisher habe ich bis auf zwei Bilder nur Nachgebaute Stücke gesehen. Darum möchte ich doch mal fragen ob jemand von Euch Bücher, Ausstellungskataloge, Webseiten mit Abbildungen von originalen Wachstäfelchen kennt und mir nennen kann?
Die Sache mit der wachsgefüllten Vertiefung ist soweit klar. Was ich noch für ein interessantes Details halte ist zum einen die Bindetechnik:
- Nur zusammengebunden?
- Fänden/Riemen durch Löcher gezogen?
- Mit Leder umklebt (Leder als Schanier)?
- Bronze / Messing / Eisenschaniere?
Zum anderen ein Detail das mich doch brennend interessiert sind evtl. Verziehrungen der Hölzernen Außenseiten. Kerbschnitzereien gibt es doch auf allerei Alltagsgegenständen, wieso also nicht auch auf den Wachstäfelchen? :-)
Für Hilfe währ Euch dankbar …
…Michael

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Eintrag #14 vom 14. Sep. 2003 09:32 Uhr Steffen Zimmermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen Zimmermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hy,
ich habe vor ein paar Wochen im Museum in Schleswig Wachstäfelchen gesehen. Das wahren kleine Plättchen, ca. 4×7 cm in einem Lederfutteral.
Die Plättchen sind sehr dünn, max. 3mm (nach Augenmaß) und nicht zusammengebunden.
Servus Steffen

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Eintrag #15 vom 15. Sep. 2003 14:43 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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In folgendem Buch ist ein Beitrag, der sich überwiegend mit Wachstäfelchen und Griffeln beschäftigt; es gibt auch Abbildungen von Funden:
Zur Lebensweise in der Stadt um 1200 : Ergebnisse der Mittelalter-Archäologie ; Bericht über ein Kolloquium in Köln vom 31. Januar bis 2. Februar 1984 / hrsg. von Heiko Steuer
Erschienen:Köln: Rheinland-Verlag in Komm. bei Habelt, 1986
Umfang:425 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Schriftenreihe:Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters : Beiheft ; 4
ISBN:3-7927-0899-X
Ich habe die ISBN-Nummer mal mitgeschrieben, würde Dir aber raten, es erstmal in der Bibliothek, evtl. mit Fernleihe, zu probieren.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #16 vom 16. Sep. 2003 18:34 Uhr Olaf Overlander  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Overlander eine Nachricht zu schreiben.

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Tafeln aus dem Spätmittelalter im Original gibt es zur Zeit in Lübeck im Holstentor zu sehen im Rahmen der Ausstellung zur Backsteingotik. Sehr empfehlenswert. Die Tafeln sind größer - schmales Din A5 - und mit 2 oder 4 Löchern für die Bindung versehen. Als Vorlage gut zu gebrauchen, da die Maße und die Bauart gut feststellbar sind. Im Wachs sind Schreibübungen, ein Vertragsentwurf und Rechenaufgaben zu sehen. Weiterhin gibt es 4 Griffel in der Vitrine. Der Katalog zeigt nur eine kleine Abbildung einer Tafel, also muss man schon hinfahren.
breizh da viken

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Eintrag #17 vom 05. Okt. 2003 18:57 Uhr Mario Bessert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mario Bessert eine Nachricht zu schreiben.

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Ich schaue auch gern mal bei www.mysterium-scribendi.de rein.Ich glaube das eine Dyptichon ist ein Original.
Gehabt Euch wohl und Glück auf euren Wegen.Mario

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Eintrag #18 vom 06. Okt. 2003 12:19 Uhr Claudia Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia Schröder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Mario,
ich fühle mich geehrt, Danke schön! Aber nur um korrekt zu bleiben:
Es ist (leider) kein Original, sondern eine - wie ich finde- sehr gut gelungene Replik, die mein Mann nach Buchmalereien gebaut hat. Durch Anklicken der Fotos auf der Web-site sind detaillierte Vergrösserungen zu sehen. Weitere Infos hierzu können wir gerne bei Bedarf geben.
Anna von Veen auf dem Berge www.mysterium-scribendi.de

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Eintrag #19 vom 08. Mrz. 2004 08:14 Uhr Mario Bessert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mario Bessert eine Nachricht zu schreiben.

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Oh Claudia,
Das ist ja peinlich.Aber wirklich klasse Arbeit.Will aber darauf hinweisen,das zur Zeit im Schloss Delitsch eine Austellung läuft über mittelalterlichen Buchdruck,Scriptorium etc.Dort ist ein Original ausgestellt.Für die,welche die Möglichkeit haben,da mal vorbeizuschauen.
pax vobiscum

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Eintrag #20 vom 24. Dez. 2006 11:55 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Eine Frage zur Herstellung:
at man das WT ausgeschabt (aus einer kleinen Holzplatte) oder hat man es “zusammengezimmert”
Wie dick waren die einzelnen “Platten” ungefähr?
Gruß Michael

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Eintrag #21 vom 25. Dez. 2006 19:50 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Ich kann jetzt nur mal ein bauprojekt erklären was ich mal mit einem kollegen gemacht habe. Hat alles einfach und gut funktioniert.
Ich habe eine gut abgelagerte lärchenplatte in gewünschter größe zugeschnitten und auf eine stärke von 1cm runter gehobelt. Dann habe ich in einem abstand von ca. 5-8mm vom rand die form aus dem holz gestemmt bzw geschnitzt.
Mit einem !scharfen! stemmeisen kann man den rand sauber ausstemmen und das innere aushobeln bzw schnitzen.
Die tiefe war ca. 5mm
Nachdem alles ausgestemmt war habe ich das holz gründlich übergeschliffen. Hier kann man jetzt überlegen ob man das holz mit leinöl behandelt(achtung. nur den rand mit leinöl behandeln. Das innere sollte leinölfrei bleiben damit der wachs etwas in das holz einziehen kann.
Zum befüllen des holzes habe ich den rand mit klebeband abgeklebt. Wenn das holz ordendlich mit leinöl behandelt ist, muß man das nicht umbedingt machen wenn man vorsichtig arbeited und nicht kleckert.
Dann habe ich holzkohle in einem handmöser !sehr sehr! fein zerrieben und damit das flüssige bienenwachswachs/talg gemisch(70/30)eingefärbt und ordentlich umgerührt.
Dann füllt man das schwarze wachs in das gerade liegende dyptichon. (klebeband schütz hier in dem falle vor flecken am holzrand)
Das wachs sollte nicht zu heiß sein damit es nicht zu lange braucht um hart zu werden. Sonst sinkt die schwarze holzkohle nach unten und das dyptichon ist oben eher wachsfarben als schwarz. Und vor dem befüllen sollte die kohle ordentlich aufgerührt werden.
Nach dem aushärten das wachses kann man entweder die fläche mit einem scharfen !geraden! messer großflächig abziehen, oder man macht das wachs über einer flamme zusätzlich noch mal etwas weich und zieht es dann ab. Danach kann man das klebeband entfernen und die ränder kalt noch etwas nacharbeiten.
Die stärke des dyptichon richtes sich nach der eigentlichen größe der platte.
Ich hatte eine größe von ca. DIN A6. Da reichte die stärke von 1cm. Je größer es ist, je dicker sollte es sein um den verzug durch das warme wachs zu vermeiden. Ich schätze mal pro größenverdoppelung(von DIN A6 aus) 2mm mehr holzstärke.
Zeitaufwand für den bau, 2-3stunden
Als stylos kann man ein einfaches stück angspitztes hartholz nehmen.
So weit meine ideen dazu. Vielleicht hilft es.
Grüße
Thomas

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Eintrag #22 vom 26. Dez. 2006 09:42 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Hallo Michael,
die einzelnen Täfelchen konnten sehr, sehr dünn sein, man darf nicht vergessen, daß die Wachstafeln ja meist ständige Begleiter waren, also leicht sein sollten.
Der dünnste mit bekannte Fund ist ein Stapel Wachstäfelchen aus York, die einzelnen Tafeln waren 1,5 mm (sic!) dick und beidseitig ausgestemmt und mit Wachs gefüllt.
Die vollständige Beschreibung des Fundes ist hier: www.iadb.co.uk/artefacts/tablet1.htm
Wir haben mal eine Rekonstruktion versucht, sind aber an der Dicke der Platten gescheitert (Dicke nun etwa 2,5 mm, beidseitig ausgestemmt), obwohl sich unser Versuchsholz (Eibe und Buchsbaum) recht gut bearbeiten ließ: www.hochmittelalter.net/Stuff/Wachstafelbuch.jpg
Die meisten Funde sind recht filigran, 1 cm Dicke bei einem A6-Format, wie von Thomas angegeben, halte ich für deutlich zu massiv. Das Täfelchen verzieht sich nicht, wenn man das Wachs mit Ruß (nicht mit Holzkohle) vermischt, in der Hand weichknetet und dann in die Aussparung des Täfelchens drückt.
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #23 vom 16. Dez. 2007 19:44 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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So werter Mittelalterkenner,
habe mich gerade aufgeräumt und mein inzwischen schon etwas verstaubtes Projekt Wachstäfelchen wieder ausgegraben und gleich mal das damals angefange Stück zuendegearbeitet. Im wesentlcihen ist es jetzt ein etwas 5mm dickes Lindenholztäfelchen (man könnte es sicher noch dünner machen) mit Bienenwachs gefüllt. Leider bin ich beim schnitzten einmal zutief rein uns so ist unten ein kleines Leck entstanden das beim befüllen aber nur minimal gestört hat. Ich muss sagen der protoyp gefällt mir schon ganz gut, aber ich wüsste auch einiges was ich bei der nächsten version besser machen werde… (dünner machen, was auch eigentlich kein problem ist, kein Loch im Boden ;) )
Ich überlege mir ob ich beim nächsten mal gleich 2 Täfelchen und sie dann aneinanderbinde. Würden die gebohrt und dann wie an Buch gebunden? Außerdem werde ich mir dann wohl auchmal ein kleines Futteral dafür zusammenschustern.
Gruß Michael

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