Bei kaltem Wetter ist vermutlich ein dicker Umhang aus Loden das beste, außerdem sollte man auf jeden Fall eine dicke Kopfbedeckung (Wollgugel oder so) tragen, da aufgrund der Blutzirkulation ein Großteil der Wärme über den Kopf verloren geht. Hat mir jedenfalls mal so ein Survival-Typ bei unserem Norwegen-Tripp erzählt. Also bei kalten Füßen Mütze auf! Ich freu mich jedenfalls, dass wir den Winter hinter uns haben, Sc***e bei uns schneit es schon wieder Hauke, der der viel zu früh Sommerreifen drauf hatte
Ottfried Neubecker behauptet - nur interessant für “Riddä” - daß man in Nordeuropa, Anfang des 14. Jhd., gesteppte wärmedämmende Kapuzen über den Helm zog, wofür es auf dem Lüneburger Falttisch Belege gäbe (NEUBECKER, Ottfried: “Heraldik - Wappen - ihr Ursprung, Sinn und Wert.”; Battenberg Verlag, Augsburg 1990, S. 146 & 154 f.). Gruß, Kai
Moin! Also, uns Billy hat sich kleine löcher in die Schafsfelle gebohrt und mit Lederschnüren zusammengebunden. Mir schien, als hätte er darin recht gut geschlafen.
Gebe mal wieder ein Neuzeitliches Beispiel zum Besten: Die Märkte in den zwanziger Jahren in Ostpreußen unterschieden sich nicht wesentlich von den MA-Märkten. Ostpreußen hinkte so ziemlich hinterher. Damals lag im Winter dort fast bis zu 10 m Schnee. Natürlich fanden dort die wöchentlichen Märkte nicht mehr statt, wohl aber einmal im Monat. Während sich also der Großknecht und seine Leute im Sommer unter die Wagen verkrochen, ging das im Winter nur bedingt. Sie waren angezogen in etwa 5 lagen Wollhemden, dazu noch eine dickgepolsterte Jacke. Stiefel waren mit Wolle gefüttert, innen noch etwa 3 Paar Wollsocken. Die ßbernachtung fand, wenn kein Schneefall war (dann mämlich wieder unter dem Wagen) an einem Feuer statt, dick eingemümmelt in Decken. Soviel zu den einfachen Leuten von HvE. Der Unterschied zum MA wird ziemlich gering dabei sein. Gruß v. Arlen
Gott zum Gruße! hier mein “Senf”*grins weder Holzschuhe noch Filzstiefel taugen zum “marsch ” (selbst nur zur Pipibbox)…ich hab es auf etwa 20cm gebracht (Schneehöhe unter den Holzschuhen) und das waren knappe 10 Meter!!!! die zusammengepresten “Schneebatzen” fallen zwar irgend wann ab…aber meist nicht gleichmäßig( Hanghuhn*grins)…also von wegen mal “schnell” irgend wo hin…nene…. lieber langsam und mit bedacht verknackste Knöchel braucht keiner….. sonst waren nur meine Hände kalt….gab es schon sowas wie Handschuhe????…oder Muffs…..jetzt wieder warm und mollig in die Welt schau…..
Hi Günther (9) und Florian (1) war am letzen WE auf dem gleichen Fest wie Günther und verfüge daher über “praktische Erfahrung” Kälte / Nässe/Schneefall: Tagsüber Mantel anziehen, drunter warme und dicke Wollstoffe - und was meiner Meinung nach am wichtigsten ist: in Bewegung bleiben und sich körperlich betätigen. Geht nachts natürlich nur “bedingt” (grins) - irgendwann schläft man ja auch mal. Felle helfen da sehr gut, einen warm zu halten. Nur: zum Schlafen möglichst wenig Kleidung tragen, denn wenn ihr euch morgens aus dem warmen Bett erhebt und betreits alles tragt, was Ihr an Kleidung besitzt, wird es euch mit Sicherheit bitterlich frieren. Die Idee von Christoph (7) tagsüber den Gambeson zu tragen ist aus eigener Erfahrung sehr gut! (Insofern man zur “kämpfenden Truppe” gehört und einen Gambeson besitzt. Ansonsten: wie bereits in der Steinzeit praktiziert - Feuer an dem man sich aufwärmen kann! Zelte sichern: mir sind keine historischen Quellen bekannt. Aber da die Menschen damals nicht dümmer waren als heute: regelmäßig den Schnee von Zelt “abklopfen”. Einige Bilder vom vergangenem WE im Schnee findet Ihr auf der Avis-Rapax HP.
Wie kommt ihr auch blos immer wieder auf “Riddä”. Es gab im Winter auch noch andere Leuts, die zogen nicht in irgend eine Schlacht und waren permanent draussen ( wenn sie nicht schon erfroren waren ). Die hatten auch Bekleideung, wenn wir grad mal dabei sind :-)) Tschö, der extraVagant Ich hab letztes WE(Ostern) aus dem Zelt geguckt und es lag Schnee und war bitter kalt…
Desweiteren zog einmal Heinrich der Löwe im Winter gegen die Slawen. Vieleicht ist die erlittene Schlappe dabei der Grund, daß er es nicht wiederholte. Ansonsten ist im HMA es eigentlich üblich gewesen, daß der Winter kampffrei war. Ja, es gibt sogar eine Menge von Beispielen, wo nach einem ergebnislosen Kriegszug im Spätherbst das weitere Abschlachten einfach auf das Frühjahr verschoben wurde. Nochmals Gruß v. Arlen
Hallo Leute! Der DO ging oft im Winter auf Kriegszug, denn da waren in Litauen die Sümpfe zugefroren. Wie ihr wißt, fand die Schlacht am Peipus-See ja auch im Winter statt. ßber die Kleidung habe ich bisher nichts gefunden. Denke daher: Gambeson. Gruß v. Arlen
Hallo Soll dieser Thread eigendlich beweisen,daß sich alle nur mit dem Sommer ihres Darstellungszeitraums befasst haben ;-) Wenn ich weiß was in meiner Darstellungszeit getragen wurde, weiß ich auch was ich bei schlechtem Wetter anziehen soll.
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege, Arfast Harksen
Es lies sich bestimmt hier und da nicht vermeiden, auch im Winter in die Schlacht zu ziehen. Außerdem könnten die Informationen durchaus sehr wertvoll für Märkte sein, da man dieses Jahr im Bezug auf das Wetter mit allem rechnen muss…
Hallo zusammen, ich bin mir nicht sicher, aber haben die damals nicht vermieden, im Winter in die Schlacht zu ziehen? Die sind in der kalten Jahreszeit wahrscheinlich auch lieber in ihrer warmen Burg geblieben, es sei denn, es war eine dringende Angelegenheit. Aber die Frage zu den Klamotten würde mich auch interessieren, da ja auch Märkte im Winter stattfinden.
Hallo ihr alle! Mich würde mal interessieren wie ein “Winterlager” ausgesehen hat und welche Kleidung man zur kälteren Jahreszeit als Söldner getragen hat. Reichten ein “paar” Felle aus? Wie wurden die Zelte gegen das Einstürzen gesichert? etc. Vielen Dank für eure Beiträge,