Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Empfehlenswerte Schneiderworkshops?

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Eintrag #1 vom 19. Apr. 2006 12:16 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
als Neueinsteiger stehe ich (wie so viele) vor dem Problem Gewandung. Bei mir beginnt es damit, dass ich mit schneidern keine bzw. nur geringe Erfahrung habe. Die schematischen Schnitte z.B. aus Karfunkel haben, jedenfalls mit meinen \“Künsten\” nicht zu etwas, nun ja, Tragbarem geführt. Deswegen nun die Frage: Kann mir jemand einen entsprechenden Workshop empfehlen - vorzugsweise in Bayern.
Danke und Servus
Uli

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Eintrag #2 vom 19. Apr. 2006 12:22 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Also von Karfunkel kann ich aus einer Reihe von Gründen grundsätzlich nur abraten. Um was genau, und welche Zeit/Darstellung bzw. Zielkleidung handelt es sich denn?
Gruss, Jens, Diu Minnezît, www.diu-minnezit.de

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Eintrag #3 vom 19. Apr. 2006 13:50 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jens,
ich hab mich noch nicht wirklich festgelegt. D.h. ich würde mich genauso gerne an einem Kleid aus der Zeit der Wikinger versuchen, wie an einer einfachen Cotte. Ich gebe mich halt, der vielleicht trügerischen Hoffnung hin, dass, wenn mir das eine oder andere einfachere Kleidungsstück geglückt ist, ich mich auch leichter tue, einen speziellen Zeitraum/rahmen schneidernd zu erobern ;-). Noch eine Frage wegen Karfunkel - bezieht sich deine Kritik speziell auf die Schnitte oder sind auch die Artikel mit Vorsicht zu geniessen?
servus
Uli

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Eintrag #4 vom 19. Apr. 2006 14:38 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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moin ulrike,
Schau Dich doch vlt. am besten mal hier im Forum um, das hilft Dir, Dich festzulegen, vorher würde ich wirklich keine Kleidung anfertigen.
Ich empfehle Dir, einfach mal durch die Links zu stöbern, und durch das Forum, um einen Eindruck von den Textilien der verschiedenen Darstellungszeiten zu bekommen.
Wobei die Herstellungstechniken ja, bis auf den wesentlichen Unterschied, ob es nun auf den Körper geschneidert, oder eher weite Kleidung ist, nahezu die gleichen sind. Worin genau bestehen denn deine Schwierigkeiten?
An Karfunkel ist meiner Ansicht nach nahezu alles mit Vorsicht zu genießen, auch wenn es einige wenige Ausnahmen gibt. Grundsätzlich kann ich Karfunkel nicht zur Informationsfindung für das Hobby empfehlen, vom Veranstaltungskalender vlt. mal abgesehen.
Gruss, Jens, Diu Minnezît, www.diu-minnezit.de

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Eintrag #5 vom 19. Apr. 2006 15:12 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Lobenswerte Ausnahme bilden da allerdings mindestens die Artikel von Andreas Sturm, der Regelmäßig in der Karfunkel veröffentlicht und immer eine interessante Literaturliste mit angibt.
Ansonsten stimme ich Jens allerdings zu. Erstmal festlegen was du machen willst und dann anfangen. Das spart nicht nur Geld sondern auch Nerven.
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #6 vom 19. Apr. 2006 15:18 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jens,
ich habe mich an einfachen Schnittvorlagen, die ich auf den verschiedensten Seiten im Internet gefunden habe, versucht Z.B. eine Wikinger Tunika bzw. ein absolut schlichtes Unterkleid (solange man es nicht anprobiert hat, hatte es durchaus ßhnlichkeit mit dem gewünschten Kleidungsstück
;-)). Gescheitert bin ich insbesondere im oberen Bereich -ßrmel-. Ich habe so den Eindruck, dass diese Schnitte eher für die ganz Schlanken gedacht sind und da wohl auch funktionieren, aber… jedenfalls fehlt mir die praktische Erfahrung dies für meinen nicht so ähem schlanken Körper umzumodeln :-). Deshalb war meine Idee eben, Erfahrungen bei einem Workshop zu sammeln, in der Hoffnung das Gelernte bei der Anfertigung verschiedener Kleidungsteile, verschiedener Epochen verwenden zu können, darum wollte ich mich vorab auch noch gar nicht auf eine bestimmte Zeit festlegen.
Ich nehme an, dass was du über Karfunkel meinst gilt auch für Pax et Gaudium?
servus
Uli

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Eintrag #7 vom 19. Apr. 2006 15:24 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Johannes,
ich habe gehofft, dass ein passendes Unterkleid relativ universell einsetzbar ist und mit sowas wollte ich den anfang machen. Nebenbei, fast noch schwieriger als einen Zuschnitt hinzubringen ist die Entscheidung für einen Zeitrahmen und dem dazu passenden Zubehör. Ich bin nur in einem schon ziemlich sicher, vorerst wird es der bäuerliche, einfache Stand sein, den ich anstrebe.
Auf die Artikel von Andreas Sturm werde ich mal achten - Danke für den Hinweis
servus
Uli

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Eintrag #8 vom 19. Apr. 2006 15:35 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Beim Karfunkel schreiben viele Autoren.
Manche davon sind gut, manche sind eher grottig.
Eine inhaltliche Prüfung findet augenscheinlich nicht statt bzw. sortiert nur das gröbste raus.
Auffallend positiv ist es bereits, wenn ein Autor Allgemeinplätze (“Im MA war alles dunkel/schlecht/kalt/” usw.) vermeidet und eine konkrete Literatur bzw. Quellenliste angibt.
Gruß, Ivain

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Eintrag #9 vom 19. Apr. 2006 15:36 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Das gilt eigentlich auch für so ziemlich jede “Szene”-Homepage und natürlich auch Foren (dieses auch).
Gruß, Ivain

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Eintrag #10 vom 19. Apr. 2006 15:37 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Die meisten erhaltenen Kleidungsstücke sind auf dieser Seite gesammelt:
www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockhome[…]
Zum Selberschneidern hilfreich ist die Darstellung der Kleidungsstücke “by type”, also nach Schemazeichnungen:
www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/cloth/tunics.html
Es gibt natürlich (im 12., 14. und 15. Jahrhundert) teilweise enganliegende Schnitte, für die man etwas Erfahrung braucht. Die weiten Schnitte etwa des 13. Jahrhunderts sind da “anfängerfreundlicher”.
Beim Selbermachen hat man den Vorteil, daß man sich die Schnitte selbst “auf den Leib schneidern” kann. Deswegen wäre es sinnlos, ein fertiges Schnittmuster einfach zu vergrößern. Für ein Kleid etwa nach “Nockert Type 1” (siehe erster Link) würde ich so vorgehen:
Die rechteckigen Stoffstücke zuerst zuschneiden, an den Schultern zusammennähen. Nun sieht man auch, bis wie hoch die Seitengeren gehen müssen, und ob man auch vorne und hinten Geren brauchen kann, und bis wie hoch die gehen müssen.
Die ßrmel können dann auch schon eingesetzt werden. Allerdings noch nicht ganz bis zur Achselhöhle zunähen: Du wirst beim Einsetzen merken, ob du einen Keil brauchst, wie bei Typ 1, 4 und 5, und ob der nur ein kleines Loch schließen muß, oder ob Du ihn tatsächlich brauchst, um mehr Weite zu gewinnen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #11 vom 19. Apr. 2006 16:33 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Karen,
danke für deine Links. Ich werde einen Versuch mit dem Kleid Nockert Typ 1 wagen :-)genug ßbungsstoffe hab ich ja noch und deine Ratschläge beherzigen - mal sehen ob was brauchbares rauskommt ;-). Ich gehe mal davon aus, dass du nähen kannst, ich hoffe du bist mir nicht böse, wenn ich dir sage, dass ich heftig neidisch bin ;-)
Uli

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Eintrag #12 vom 19. Apr. 2006 16:37 Uhr Christine Pusich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christine Pusich eine Nachricht zu schreiben.

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Ich bin selber Schneiderin und mittlerweile Schnittdirektrice und muß zugeben das selbst ich meine Probleme mit entsprechenden schemadarstellungen habe. Ich würde einem Nähanfänger fürs erste die Burda Zeitschrift empfehlen.Dort kann man sich a) ein "ähnliches Kleidungsstück heraussuchen und entsprechend abwandeln, und b)es wird auch beschrieben wie das gearbeitet wird.
So ich hoffe das hilft einigen ein wenig weiter.

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Eintrag #13 vom 19. Apr. 2006 16:38 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Alexander,
sag doch nicht sowas - nein, nein, ich bin absolut überzeugt, das bei tempus-vivit nur Korrektes zu lesen ist ;-) Muß einfach so sein, sonst wird man ja mit dem Recherchieren garnienicht mehr fertig :-))
Uli

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Eintrag #14 vom 19. Apr. 2006 16:43 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christine,
danke das beruhigt ungemein ;-). Meinst du, die ganz normalen Hefte vom Kiosk?
Uli

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Eintrag #15 vom 19. Apr. 2006 16:47 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Hallo Christine,
ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber
1.) halte ich es für einen Anfänger für wesentlich schwieriger aus einem historisierenden Kostüm ein historisches Kleidungsstück “abzuwandeln” anstatt sich gleich an einem stilisierten Originalschnitt zu orientieren
und 2.) sind die Burda-Schnitte auf moderne Nähweisen ausgelegt, sprich Nähmaschine, etc., d.h. zu historischen Nähweisen findet man dort auch eher wenig bis nichts.
Gruß,
Steffi
www.villicus.de

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Eintrag #16 vom 19. Apr. 2006 16:56 Uhr Christine Pusich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christine Pusich eine Nachricht zu schreiben.

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Hi,
wer sagt denn das man mit Maschine nähen muß,und mir ging es auch nicht um das nähen selbst, sondern eher wie gehören welche teile wohin.
Im späteren MA gab es beispielsweise teilungsnähte die heute immer noch aktuell sind. Für einen Anfänger ist das mit sicherheit zum üben sinnvoll, und wenn man sich ersteinmal nur an einem Kinderkleid ausprobiert.

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Eintrag #17 vom 19. Apr. 2006 17:27 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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und woher soll der Anfänger, der bisher weder umfangreiche Kenntnis von historischer Mode noch vom Schneidern hat, nun wissen, was von den Burda-Schnitten für das angestrebte Kleidungsstück ok wäre und was nicht?
Eben diese Vermischung halte ich für recht fragwürdig und wenig sinnvoll.
Gruß,
Steffi
www.villicus.de

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Eintrag #18 vom 19. Apr. 2006 17:35 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Ich muss meinen Vorrednern in jedem Fall insofern Recht geben, als dass ich moderne Nähanleitungen, völlig unabhängig vom zu erreichenden Kleidungsstück, für gänzlich ungeeignet erachte, wenn es um historische Textilrekonstruktion geht.
Auch würde ich davon abraten, ein Kleidungsstück nur auf Basis der Einfachheit anzufertigen. Regional wie zeitlich gab es bis in die Neuzeit alle möglichen Kleidungsstücke, die auch als Anfänger gut herzustellen sind- die wurden ja auch damals ab und an in Hausarbeit hergestellt.
Wenn überhaupt dann wäre einer der besten Ratschläge, neben der Wahl der Darstellungszeit, die _immer_ zuerst erfolgen sollte, die Festlegung auf einfache Verhältnisse, zu Anfangs eh eine gute Idee.
Heisst konkret: Zeit auswählen, Kleidung recherchieren, falls Hilfe für Anfertigung notwendig: fragen. Ich bin sicher, es findet sich wer, mit dem Du dich mal zusammensetzen kannst.
Die Zeitenwahl von dem Komplexitätsgrad von Schnitten erhaltener Textilien abhängig zu machen, halte ich für nur sehr begrenzt sinnvoll.
Die Schnitte spiegeln nicht eine Mode, sondern höchstens einen Weg, die Mode der Zeit zu erreichen, wieder.
Gruss, Jens, Diu Minnezît, www.diu-minnezit.de

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Eintrag #19 vom 19. Apr. 2006 17:50 Uhr Christine Pusich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christine Pusich eine Nachricht zu schreiben.

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Ist ja wohl selbstredend,das man sich mit dem Thema vieleicht vorher mal auseinandersetzt.Oder?
Aber die verbindung einer billigen Zeitschrift,wenn man keine Ahnung von textilverarbeitung hat und historischen anleitungen ist trotzdem sinnvoll, man spart sich eine menge Geld(z.B.für einen Nähkurs in dem man garnix lernt, Zeit und du hast ein erfolgsergebniss.Gerade als Anfänger ist das denke ich wichtig.An ein schwieriges Kleidungsstück kann man sich dann später herantrauen und weiß wie es geht.
In einem halbfertigen Schnitt sind die menschliche Maße bereits berechnet und man braucht nur die “schnitte” angleichen.

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Eintrag #20 vom 19. Apr. 2006 23:08 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christina,
stand vor ein paar Jahren auch vor dem Problem, das ich als (damals) Handarbeitshassender Mensch, meine erste Gewandung schneidern musste.
Und auch einen Schnitt für eine nicht “dem Standart” entsprechende Figur erstellen musste.
Du bist etwas runder, nach deiner Aussage, ich bin dürrer und länger als der Standart.:)
Ich kann dir nur raten, lass die Finger von den Burdaschnitten!
Zum einen sind Wiener Nähte und Brustabnäher nicht kompatibel zu mittelalterlicher Kleidung zum anderen ist die Schnittführung bei den echten mittelalterlichen Schnitten(ok bis auf so einige Nettigkeiten des 15Jhd.(sorry Rita:))) wesentlich einfacher und logischer.
sieh dich einfach mal hier im Tempus-vivit um, es wird hier sicherlich Leute auch in deiner Nähe geben mit denen du dich zusammenhocken und lernen kannst.
Das dürfte immer noch der sicherste und einfachste Weg sein um zu lernen, wie es geht.:)
LG
Bridget die dazulernende

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Eintrag #21 vom 19. Apr. 2006 23:10 Uhr Birgit (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit eine Nachricht zu schreiben.

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Ulrike war gemeint.*rotwerd*
:)
Bridget die dazulernende

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Eintrag #22 vom 20. Apr. 2006 06:32 Uhr Beate (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Beate eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe lange Jahre als Schnittdirectriec gearbeitet und mittelwerweile wohl auch genug Erfahrung im Anfertigen historischer Schnitte, dass ich nur von Burdaschnitten u.ä. abraten kann!
Ich möchte Ulrike den Tipp geben, mal ins Flinkhand-Forum zu schauen. Dort gibt es ein Unterforum “Regionale Treffen”.
www.flinkhand.de/forum/index.php
Es wird sicher auch für ihre Umgebung einen Nähtreff geben oder einfach nur jemanden, der bei den Anfängen hilft.
Das kostet dann nichts als die Anfahrtskosten und ein Lächeln und bringt bei weitem mehr.
Gruss, Beate

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Eintrag #23 vom 20. Apr. 2006 07:36 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Birgit,
hab mich schon angesprochen gefühlt :-))
Mir wäre es, bin ich ehrlich, natürlich auch am liebsten wenn ich eine schneiderkundige Frau kennen würde, die ich zumindest mal ein paar Stunden belästigen könnte ;-).Bisher kenn ich niemanden, aber vielleicht ergibt sich ja noch was. Du bietest nicht zufällig einen Workshop an oder ;-)
Uli

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Eintrag #24 vom 20. Apr. 2006 07:39 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Beate,
danke für den Tipp. Auf der Seite von Flinkhand war ich schon - aber das mit dem Forum ist mir entgangen. Werde mich da gleich mal umsehen. Und das mit dem Lächeln krieg ich problemlos hin ;-))
Uli

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Eintrag #25 vom 20. Apr. 2006 09:53 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Vlt. wäre als Ansprechpartner www.hdgm.de interessant, das ist in München.
Gruss, Jens, Diu Minnezît, www.diu-minnezit.de

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Eintrag #26 vom 20. Apr. 2006 11:18 Uhr Ulrike Ahrens  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrike Ahrens eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für den Link. Vielleicht sollte ich es wirklich probieren, bei Gruppen direkt nachzufragen.
Uli

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Eintrag #27 vom 22. Apr. 2006 13:36 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Als ich mein erstes Mittelalter-Kleid genäht habe, hatte ich noch nie vorher ein Kleidungsstück angefertigt. Als ich in der Schule die Wahl zwischen Werken und Textilem Gestalten hatte, habe ich Werken genommen. Das einzige, was ich schon konnte, war ein simpler Rückstich, den wir in der Grundschule mal hatten.
Das Kleid, an dem ich mich versucht habe, war eins von den Funden aus Herjolfsnes; wenn ich mich richtig erinnere, das da:
www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/herjol41[…]
Ich würde mein erstes Kleid grundsätzlich als gelungen bezeichnen, es hat jahrelang gehalten, und von der Form her ist es auch ganz gut geworden. Ich habe dabei aber ein paar Fehler gemacht, die ich hier aufzählen werde, damit andere sie nicht nochmal machen müssen.
1. Ich habe die Zeichnung nicht richtig gelesen. Ich habe die gepunkteten Linien für Schnitt-Linien gehalten, statt für Symmetrieachsen. Also hatte ich vorne und hinten eine Naht, wo sie nicht hingehört.
2. Ich habe die Vorder- und Rückengeren gleich an der unter 1.) entstandenen Mittelnaht drangelassen. Das ist nichts, was auf den ersten Blick auffällt, es macht den Schnitt aber komplizierter, als er wirklich ist.
3. Ich habe bei einem figurbetonten Schnitt (was der vorliegende Schnitt eindeutig ist) nicht mit meinen eigenen Maßen gearbeitet, sondern mit den Maßen der Rekonstruktionszeichnung. Nachdem ich auf der einen Seite die Geren eingesetzt hatte, habe ich gemerkt, daß es zu eng werden würde, und habe die Geren auf der anderen Seite ein wenig weiter gemacht. Das hat zu einer leichten Asymmetrie geführt.
Besser wäre es gewesen, die Geren erstmal relativ gerade hochzuführen, dann erstmal provisorisch zu fixieren, und dann an den Nahtstellen der Geren quasi Abnäher zu machen.
4. Ich habe den kleinen Keil an den ßrmeln nicht nach meinem eigenen Platzbedarf gemacht. Deshalb sind mir die Nähte unter den Achseln irgendwann wieder aufgegangen. Zum Glück hatte ich da noch Stoff übrig, und habe da noch was einsetzen können.
5. Ich habe Leinenstoff genommen und die Nähte nicht sofort versäubert. Leinen franst aus, wenn man es nicht versäubert, und als mir das klarwurde, hatte ich nicht mehr wirklich viel Nahtzugabe übrig. Leinenstoff hält deshalb besser mit einer Kappnaht, aber an die habe ich mich erst mit ein bißchen mehr Erfahrung gemacht. Für erste Versuche sind meiner Meinung nach Wollstoffe darum einfacher zu verarbeiten, weil man sie notfalls auch ohne versäuberte Kanten tragen kann, wenn der Stoff leicht verfilzt ist.
6. Ich habe mich nicht von Anfang bis Ende an das gehalten, was in der Beschreibung stand. Ich hatte ja schon unter 1.) geschrieben, daß ich den Schnitt verändert hatte. Und als das Kleid fertig war, habe ich noch Kaufhausborte drangesetzt, und versucht, das Kleid irgendwie zu schnüren. Als ich später die Kaufhausborte und die Schnürungen entfernt hatte, sah es dann doch viel besser aus.
Seit damals habe ich noch einige andere Kleider gemacht. Ich würde mich nicht als Schneiderin bezeichnen; finde auch, daß es doch eine langwierige Arbeit ist. Aber es ist schon machbar, als Anfänger/in aus Schemazeichnungen bzw. den Originalschnitten ein eigenes Kleid zu entwickeln.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #28 vom 22. Apr. 2006 13:50 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Der Vorteil mit den “einfachen Ständen” ist, daß man da einige kompliziertere Schnitte, die man dann im Spätmittelalter teilweise hat, nicht unbedingt zu können braucht.
Bei eng geschnittenen Kleidungsstücken helfe ich mir zur Vorbereitung übrigens so:
Ich nehme einen billigen Stoff bzw. Stoffreste, aus denen ich nur ein Oberteil anfertige. Da kann ich dann nach Herzenslust abstecken, probeweise zunähen, draufrummalen, alles wieder aufmachen und nochmal anders zusammennähen. Und rausfinden, ob ich noch so rein- und rauskomme, oder ob und wie geschnürt oder geknöpft werden muß. Und wenn ich dann damit zufrieden bin, das Ganze als 1-zu-1-Vorlage für das endgültige Kleid nehmen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #29 vom 22. Apr. 2006 17:40 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Karen,
das ist eine wirklich gute und brauchbare Beschreibung zur Fehlervermeidung!
Nur um es mal erwähnt zu haben. :-)
Liebe Grüße
Manu

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