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Eintrag #1 vom 09. Feb. 2001 08:24 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Ich würde gerne ein wenig über Engel diskutieren, bzw Neues erfahren. Freuen würde ich mich, wenn es dabei weniger um esoterischen Quark geht, damit verdienen eh schon viel zu viel Leute zu viel Geld. Mich interessieren mehr die Fakten (wenn man bei so einem Thema überhaupt von Fakten reden kann, gr.). Wie steht die Kirche heute zum Thema Engel? Und vor allem, wie stand die Kirche zu diesem Thema im MA? Betete man direkt zu den Engeln, verehrte man sie, schrieb man ihnen Heils- oder Schutzfunktionen zu? Was kann man zum Thema aus der Bibel wirklich entnehmen? Wer und was sind die Erzengel, welche anderen Hierarchien lassen sich eventuell noch aus ihr ableiten? Etwa so in der Art und Weise. Hoffe, wir prügeln uns mal ausnahmsweise nicht. Grüße und schon mal lieben Dank! Joachim

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Eintrag #2 vom 09. Feb. 2001 21:51 Uhr Peter Gustav Bartschat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Gustav Bartschat eine Nachricht zu schreiben.

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Das Wort “Engel” stammt vom griechische “aggelos”: “Der Bote”. Die arianischen Goten machten daraus die latinisierende Form “aggilus” und im Zuge der Missionierung Mitteleuropas in der Spätantike entstanden daraus verschiedene regionale Formen wie das althochdeutsche “engil” und das schwedische “ängel”. Die Ursprünge des christilichen Glaubens an Wesen, die im Auftrag Gottes sozusagen Exekutivfunktionen wahrnehmen, finden wir bereits im alten Testament. Die Hebräer stellten sich allerdings eher dämonische Gestalten oder Hybriden vor, sie waren noch weit entfernt von den Herren mit den Flügeln auf dem Rücken, die uns heute bei dem Wort “Engel” gleich vor unserem geistigen Auge erscheinen. Die erste Erwähnung eines von Gott unmittelbar Beauftragten finden wir im Buch Genesis, nach der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies: “Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf.” Diese Kerubim hatten die nomadischen Hebräer auf ihren Wanderungen durch Mesopotamien kennen gelernt: Es handelt sich um geflügelte Löwen, die wir auch als Statuen und Reliefs aus Ausgrabungen im Zweistromland kennen. Engel in Menschengestalt werden erstmals in der Geschichte Abrahams erwähnt. Anfangs sind sie stumme Begleiter Gottes, der seine Anweisungen noch persönlich gibt, später, bei der Episode um die Zerstörung Sodoms, treten sie allein auf und ergreifen auch erstmals das Wort. Diese Vorstellung von der materiellen Gestalt der Engel hält sich bin in das frühe Christentum hinein. Im Lukas-Evangelium ist die Individualisierung der Engel bereits so weit fortgeschritten, dass sie Namen haben: Ein Engel namens Gabriel kündigt anlässlich eines ßberraschungsbesuches bei Maria dieser die Geburt Jesu an. Im Matthäus-Evangelium erscheint ein Engel dem Josef - allerdings nur im Traum, was die Einstellung des Autors gebenüber der Existenz von Engeln völlig offen lässt. Für die Vorstellung, die die Mittelalterliche Kirche von Engeln hatte, hat sie zwei Konzepte, die eigentlich unvereinbar sind, gemischt: Die Engel sind einerseits immaterielle Wesen, andererseits können sie Bewegungen im Raum ausführen. So galt gleichzeitig der Satz des Hl. Augustinus: “Fragst du nach seiner Natur, so ist er ein Geist, fragst du nach seinem Amt, so ist er ein Engel” (ein immaterielles Wesen also) und auch der Satz aus dem Brief des Paulus an die Hebräer: “Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen” (notwendigerweise materielle Wesen, da der Vorgang des Niederwerfens zwingend einen Körper voraussetzt). Die heutige Katholische Kirche hat den Glauben an die Körperlichkeit der Engel aufgegeben; heute gilt der Glaubenssatz 328 aus dem Kathechismus der Katholischen Kirche in der am 25. Juni 1992 von Johannes Paul II. approbierten Fassung: “Daß es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich Engel genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der ßberlieferung.” Nun, mit der “Einmütigkeit der ßberlieferung” ist es, wie wir gesehen haben, nicht so weit her. Hier noch ein paar Literatur-Tipps für die, die es ganz genau wissen wollen (alle behandeln das Thema “Engel” nur in einzelnen Abschnitten): - Katechismus der Katholischen Kirche. Oldenbourg-Verlag, ISBN 3-486-56038-7 - Uta Ranke-Heinemann: Nein und Amen. Anleitung zum Glaubenszweifel. Droemersche Verlagsanstalt, ISBN 3-426-77090-3 -Kenneth C. Davis: Was dachte sich Gott, als er den Menschen erschuf? Bastei-Lübbe, ISBN 3-404-60476-8 - Helmuth von Glasenapp: Die fünf Weltreligionen. Wilhelm Heyne Verlag, ISBN 3-453-05815-1 Liebe Grüße Gustav der Bär (a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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Eintrag #3 vom 09. Feb. 2001 22:15 Uhr Engel- chen   Nachricht

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Lieber Joachim, mein Beitrag zu Deinem Tread ist vielleicht nicht so wissenschaftlicher denn umso mehr menschlicher Natur. Es geht hierbei um den Namen selbst. Wie viele wissen, werde ich Engel-chen gerufen. Was viele nicht wissen, mein Name ist wirklich Engel. Meinen Vornamen habe ich von meiner Grossmutter aus dem bückeburger Raum geerbt. Heute darf der Name nur noch mit einer geschlechtlichen Anbindung geführt werden- bei mir liest sich das wie folgt: Engel-Christine. Mit lieben Grüssen von einem staatlich-eingetragenen Engel !-)

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Eintrag #4 vom 10. Feb. 2001 20:06 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Joachim in der Bibel nach Martin Luther (Konkordanz) findet man folgendes zum Thema Engel ENGEL, Engel des Herrn, In den ältesten Alttestamentlichen Schriften bedeutet Engel soviel wie Bote Gottes. Sofern die nähere Bestimmung Engel Gottes oder Engel des Herrn benutzt wird ist häufig gemeint, daß es Gott selbst ist, der sich in menschlicher Gestalt zeigt oder mit Menschen spricht. Der Name Engel wird auch für die himmlischen Wesen verwendet, die zur Umgebung Gottes gehören. Gott wird dabei als König gedacht; die Engel bilden seinen Hofstaat der die Herrlichkeit Gottes preist und seinen Willen ausführt Gottessöhne.Nach jüdischer Auffassung haben einst Engel am Sinai dem Mose das Gesetz übergeben.In Apostelgeschichte Kapitel 7 Vers 38.53 wird dieser Gedanke positiv aufgenommen. Nach Paulus dagegen weist die Vermittlung durch die Engel auf eine geringere Bedeutung des Gesetzes hin (Galater Kapitel 3 Vers 19;vgl. Hebräer Kapitel 2 Vers 2). Im Neuen Testament begegnen Engel als Boten Gottes (Lukas Kapitel 1 Vers 26-38), aber auch als himmlische Repräsentanten irdischer Gemeinden, die zugleich die Aufgabe eines Schutzengels haben (Offenbahrung Kapitel 2-3 und Matthäus Kapitel 18 Vers 10 und Apostelgeschichte Kapitel 12 Vers 15). Daneben finden sich Gottfeindliche Engelmächte, böse Gestirn- oder Elementargeister ( Mächte der Welt=des Kosmos), die von Menschen Verehrung empfangen oder ihnen gefährlich werden können. Christus hat diese Mächte besiegt(Galater Kapitel Vers 3-5;Kolosser Kapitel 2 Vers 8-10). ENGELFßRST: Nach dem Danielbuch (Daniel Kapitel 10 Vers 20,21), haben nicht nur einzelne Menschen(Matthäus Kapitel 18 Vers 10), oder Gemeinden(Offenbahrung Kapitel 2-3), sondern ganze Völker und Reiche ihren Engel, der entprechend seiner erweiternden Verantwortung einen höheren Rang einnimmt (als Fürst unter den Engeln bzw. Erzengeln). Darin spiegelt sich die ßberzeugung das sich in der Menschengeschichte nicht nur ein irdisches Geschehen abspielt, sondern zugleich eine Auseinandersetzung zwischen überirdischen Mächten. Erzengel; Gabriel In der jüdischen Engellehre wird er zu den sogenannten Engelfürsten, den Erzengeln, gezählt, die zur engsten Umgebung Gottes gehören. Michael: Einer der Engelfürsten, Schutzengel des Gottesvolkes (Daniel K.10 V.21).Als Anführer der Engelheerre kämpft er gegen den Satan (Offenbahrung K.12 V.7) Raphael: Tobit Kapitel 5 Vers 4-12,22. ENGELHEER: Matthäus K.26 V.53 Oder glaubst Du nicht mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte? Lukas K.2.V.13,14 Und plötzlich war bei den dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. Falls Du Dir eine Bibel mit Konkordanz besorgen kannst findest Du unter dem Stichwort Engel noch vieles mehr. Ich hoffe Dir hiermit weitergeholfen zu haben.
Vierauges Frau

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Eintrag #5 vom 11. Feb. 2001 20:37 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hallo, Ihr alle! Hallo, Joachim! So viele verschiedene Sichtweisen, zu diesem “vertrauten” Wort. Ich möchte versuchen, ein wenig zur Sicht des mittelalterlichen Menschen beizutragen. Zunächst beziehe ich mich auf Aaron J. Gurjewitsch (und kann seine Bücher - zu Weltbild und Volkskultur - immer nur empfehlen, obwohl sie vielleicht nicht ganz so leicht zu lesen sind). Die Grundlage ist das Buch GURJEWITSCH, AARON J.: “Das Weltbild des mittelalterlichen Menschen”; Verlag C - H. Beck , München, 1989. z.B. S. 70/71, 85, 123. Gurjewitsch meint: Ausgehend von einer hierarchischen Weltanschauung, wurde sowohl das kosmische (religiöse), als auch soziale und ideologische Bild des mittelalterlichen Menschen, sozusagen “einander angenähert”. Ich möchte es so beschreiben: Aus dem Erleben der -tatsächlichen´ Realität wurden Entsprechungen ins Transzendentale/ ßbergeordnete, also Religiöse, gefunden. Na, dazu kann man denken, was man möchte. Es ist jedenfalls klar, daß die gesellschaftliche Struktur ihre “Spiegelung” in der Hierarchie der Engel wiederfand. Wahrscheinlich entstand die Idee von der “Engelshierarchie” im 9. Jahrhundert und basierte auf einem Traktat von >Pseudo Dyonisios Aeropagita> . Im Hochmittelalter - so verstehe ich es zumindest - wurde die >Welt der Ideen> (des m.E. “spekulativen Denkens”) mit der “Welt der Engel” gleichgesetzt. Engel wurden für REAL gehalten, ebenso wie beispielsweise die Hölle. Beide befinden sich, im Bewußtsein des mittelalterlichen Menschen, einerseits NICHT in dieser Welt, man kann aber ebenso Engeln im “Diesseits” begegnen, wie man zum Beispiel, während der Reisen in die Fremde, in die Hölle gelangen konnte. So, ich fahre fort mit Aussagen von ANGENENT, ARNOLD: “Geschichte der Religiosität im Mittelalter”, Primus - Verlag, Wissenschaftliche Buchgemeinschaft, Darmstadt, 2. überarbeitete Auflage, 2000. (Nikolaj, noch mal vielen Dank für Deinen wirklich hilfreichen Buchtip!). Hier gibt es wirklich vielfältige Informationen zum Thema Engel. Davon kann ich hier nur einen kleinen ßberblick geben! Der Engelbegriff in der “alten Kirche” d. h. in der Spätantike, bis ca. Ende des 3. Jahrhundert), orientierte sich weitgehend am Neuen Testament, so wurden Namen und hierarchische Strukturen verwendet, wie sie im Kolosser-, Epheser- und dem 1. Thessaloniker - Brief nachzulesen sind. Unterteilt wurden die Engel in folgende “!Stände”: 1. Die höchsten Ränge, die “Throne” (Seraphim und Cherubim) , dienen am höfischen Thron 2. Die “Herrschaften” beaufsichtigen die Königreiche der Erde 3. Die “Kräfte” halten die Dämonen im Zaum und hemmen deren Vernichtungswillen 4. Die “Mächte” zügeln die Planeten und Gestirne 5. Die “Fürstentümer” lenken das Wetter 6. Den “Erzengeln” ist das Leben der Schöpfung anvertraut 7. Die “einfachen Engel” widmen sich der Obhut der einzelnen Menschen Augustinus und Pseudo- Aeropagita schufen dann eine “Höhere Angelogie” : Demnach wurden die Engel als freie Geistwesen am zweiten Schöpfungstag erschaffen. In ihrem Wesen sind sie “licht” und durch Gottes Wort geheiligt, bedürfen also nicht der Erlösung. Die Gotteserscheinungen des alten Testamentes wurden als Erscheinungen der Engel umgedeutet. In der Rebellion der Engel unter LUZIFER fiel ein Drittel der Engel von Gott ab, sie wurden gestürzt und schädigten dabei Welt und Menschheit. Das fehlende Drittel wurde durch MENSCHEN ersetzt und am Ende werden die HEILIGEN wie Engel sein. Diese Theologie wurde im Hohen und Späten Mittelalter von Thomas von Aquin, Bonaventura und Duns Scotus, weitergeführt. Die Engel nahmen in der mittelalterlichen Frömmigkeit einen breiten Raum ein. Besonders im Mönchstum. Mönche wollten bereits auf Erden ein “engelgleiches” Leben führen und mit denen, die so leben, verkehren die Engel und tragen deren Gebete zu Gott.(Siehe zum Beispiel die Erwähnung der Engel in der Regel Benedikts). Die Zisterzienser gaben ihren Klöstern häufig entsprechende Namen, wie z.B. Engeltal, Engelszell, Engelpforten. (Eng verbunden mit dem Wesen und Wirken der Engel ist das des Teufels und der Dämonen.). Engel treten im Mittelalter auf als BOTEN, als “BUCHFßHRER” (Gute Taten/ Sünden), als MITTLER, als SEELENBEGLEITER und als ENGELSCHßRE ( mit denen die Menschen einstimmen sollen), in SCHUTZ- und STRAFFUNKTIONEN. Mir persönlich fällt beim Thema ENGEL immer als erstes der Erzengel Michael (“Drachentöter” ) als einer der drei Schutzpatrone der Ritterschaft, ein. So, das langt mir jetzt erst mal! Viele Grüße von
Carsten

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Eintrag #6 vom 12. Feb. 2001 07:46 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Dank Euch allen! Vieles deckt sich schon mal mit dem Stückwerk, daß ich mir aus der Katholischen Enzyklopädie herauszog. Carsten, daß die gesellschaftliche Struktur des MA sich auch in der Hierarchie des Himmels widerspiegelte, halte ich für sehr typisch. Ich las neulich in einem Aufsatz über die Beweggründe zum Kreuzzug, daß sich der einfache Mensch im MA wirklich vorstellen konnte, Jerusalem und das Heilige Land wäre das weltliche Reich Gottes, Gott nahm in der Vorstellung durchaus die Rolle eines weltlichen Herrschers ein und man zog los, um ihm sein rechtmäßig gehörendes Land zurückzuerobern. Gespannt auf weitere Einträge wartend Joachim

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Eintrag #7 vom 12. Feb. 2001 11:40 Uhr Gabi Dixon   Nachricht

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Hallöle! Die Frage wäre für mich eher ob auch wirklich alles zum Thema Engel in der Bibel steht oder ob es noch weitergehende Infos gibt. Einiges dazu steht z.b. in der Gralsbotschaft von Abd-Ru-Schin. Er erklärt das verschiedenen Lebensformen entstehen je nachdem wie weit sie vom Ursprung aller Energie (Gott) entfernt sind. Diejenigen die Gott dabei am nächsten sind sind die Engel. Seiner Ansicht nach sind sie tatsächlich damit befasst in Gottes Auftrag als Boten und helfer zu fungieren. Die Erzengel sind dabei die “erstgeborenen”, ansonsten unterscheidet man die Engel danach welche “Jobs” sie machen wie das auch in der Bibel geschildert ist. Ob man an Engel glaubt bzw. ob man deren Existenz zumindest in betracht ziehen kann hängt meiner Meinung nach davon ab, ob man sich überhaupt vorstellen kann das hinter der Schöpfung ein sehr viel größeres Konzept steckt als bisher angenommen und man akzeptieren kann das es noch sehr viele andere Lebensformen gibt die man nicht so ohne weiteres sehen kann. Aber: was unterscheidet einen Engel o.ä. in diesem Punkt von einer Amöbe vor 200 Jahren? Beide nicht sichtbar…. also vielleicht ist es ja mal möglich Engel tatsächlich sichtbar zu machen und mit ihnen zu kommunizieren (und das nichtnur um Gebete loszuwerden ;o) wie das ja klassischerweise ist….) Würd mich interessieren ob es grad zu dem Thema Kommunikation vernüftige Literatur gibt d.h. nicht nur diesen Halleluja-wir-sehen-Engel-Eso-Quatsch…..
Tschüssing Sú Talún (Gabi)

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Eintrag #8 vom 12. Feb. 2001 18:04 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Nun, da es ja Leute gibt, die Dinge mit reiner Geisteskraft bewegen können, das zweite Gesicht haben oder wie manchmal bei Zwillingen, daß diese über tausende von Kilometern irgendwie ahnen/fühlen, daß dem anderen was passiert ist, warum sollte es dann nicht auch Geistwesen geben? Huibuh v. Arlen

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Eintrag #9 vom 12. Feb. 2001 18:11 Uhr Ina Fischbach   Nachricht

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Hallo Alle, ich hab hier noch ein Buch entdeckt, da sind Erzengel aufgezählt… Ich schreib´s mal auf : Uriel - er steht über der Welt Raphael - steht über den Seelen der Menschen Raguel - rächt sich an der Welt der Lichtkörper (?) Michael - steht über dem größten Teil der Menschheit und über dem Chaos Saraquel - steht über den Seelen, die im Geist sündigen Gabriel - steht über dem Paradies, den Schlangen und den Cherubiem Remiel - steht über jenen, die aufsteigen Da gibt´s noch eine genauere Beschreibung, aber das würde den Rahmen wirklich sprengen Zu Carsten : ich persönlich halte Engel nicht für unreal, und die Sichtweise der Menschen im Mittelalter, zumindest, was Du sagtest, kann ich heute noch beobachten. So, schönen Abend noch tschüss Ina

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Eintrag #10 vom 12. Feb. 2001 19:42 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, ich habe hier einen Bericht über eine Kirchenversammlung von 745, die von Pabst Zacharias eingerufen wurde. Hierbei ging es unter anderem um den Geistlichen und Sektenführer Aldebert, der einige häretische Vorstellungen hatte. Er hatte unter anderem ein Gebet verfasst, in dem eine Beschwörung der Engel “Uriel, Raguel, Tubuel, Michael, Adinus, Tubuas, Sabaoc und Simiel” vorkam. Der besagte Aldebert wurde seiner Würde entkleidet und zur Kirchenbuße verurteilt. Dabei wurde unter anderem dieses Gebet als gotteslästerlich bezeichnet, da die Kirche lediglich drei Engel bei Namen kennt: Michael, Gabriel und Raphael. Nach meinem Wissensstand haben alle anderen Namen von Engeln nichts mit der Kirche, sondern mit irgendwelchen esoterischen Abirrungen zu tun. Man könnte gegebenenfalls noch Lucifer als gefallenen Engel dazurechnen. Bis denn Thorsten

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Eintrag #11 vom 13. Feb. 2001 00:20 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hallo, Ina, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt! Nach Gurjewitsch wurden Engel, vom mittelalterlichen Menschen keineswegs als “unreal” (wir müssen hier unseren heutigen Realitätsbegriff hinterfragen) betrachtet - ganz im Gegenteil. Die Engel waren allerdings - aus der Vorstellung der Menschen - in einer “ideellen”, also “jenseitigen Welt” angesiedelt, die aber offenbar “durchlässig” war, so daß es zu Begegnungen von Menschen und “Geistwesen” kommen konnte. Grüß Dich, Thorsten! Ich sehe es auch so: Wenn wir uns mit dem Mittelalter beschäftigen, sollten wir auch nur die ßberlieferungen aus mittalterlichen Quellen, als historisch verbürgt, akzeptieren. Ob - sie nun christlich seien, jüdisch oder islamisch. Wer sich auf spätere (also jüngere) Quellen beruft, sollte sie auch benennen. Und vor allem sollten wir einen Unterschied machen, zwischen geschichtlichen Darstellungen (die die Glaubens- und Alltagssituation, z.B. des Mittelalters, reflektieren) und persönlichem Glauben (obwohl es da sicher Verknüpfungen geben mag). Hallo, Joachim, ich denke, daß es charakteristisch für das Mittelalter ist: Gehörtes wurde GEGLAUBT! Es ist zutiefst menschlich: beschriebene “Bilder” besaßen und besitzen (auch heute) eine starke Kraft, werden rezipiert (wahrgenommen = für wahr genommen) und in die Realitätswahrnehmung übertragen. Und so entsteht eine (aus heutiger Sicht) SUBJEKTIVE WAHRHEIT. Das ist aber ein anderes Thema. Ich freue mich sehr über diesen Thread, weil er (neben den anderen Themen) die mittelalterliche Lebens- und Erlebenswelt, konkret anspricht - also die Beschreibung und Diskussion, purer Alltagsgeschichte intendiert!
Gruß an alle - von Carsten

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Eintrag #12 vom 13. Feb. 2001 07:32 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Thorsten, Deine Aufzählung deckt sich 100% mit meiner bescheidenen Recherche zum Thema. Interessant auch der Verweis von Gabi auf diese Gralsbotschaft von Abd-Ru-Schin, also tauchen so etwas wie Engel anscheinend auch in anderen Religionen auf - ein Thema, mit dem ich mich zugegebenermaßen noch nicht beschäftigte. Joachim

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Eintrag #13 vom 13. Feb. 2001 12:13 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gabi, Deine Anfrage verwundert mich ein wenig (Literatur über Engel, die nicht esoterisch ist). Erwartest Du im Ernst, dass es wissenschaftliche Literatur über die Kommunikation mit Engeln gibt? Denn zu diesem Thema findest Du natürlich nur “Eso-Engel-Quatsch”, denn jeder, der über Engel schreibt, landet nun mal in der Schublade “abgefahrener Eso-Guru” … Ich weiss nicht recht, was Du Dir an Informationen erhoffst. Gruß, Hauke

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Eintrag #14 vom 13. Feb. 2001 13:10 Uhr Gabi Dixon   Nachricht

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Hello again! Also die Namen der Engel sind nicht von der christlichen Kirche “erfunden” worden, sondern stammten aus der bekanntlich sehr viel älteren jüdischen Tradition. Christen sind halt doch nur jüdische Sektierer ;o) Die Juden machen allerdings nicht den Fehler sich nur auf die “positiven” Engel zu beschränken. Bis auf Lucifer als Antichristen hat das Christentum versucht die negativen einfach unter den Teppich zu kehren - warum sollte sich irgenwer damit befassen dürfen und womöglich noch über die Hintergründe Informationen haben wollen ums zu verstehen (welche in der Kabbala zu finden sind), das würde ja u.U. bedeuten das die Menschen zu selbtständig und “wissend” würden was natürlich dem Einfluss der Kirche nicht grade entgegenkäme…….
*winke winke* Sú Talún (Gabi)

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Eintrag #15 vom 13. Feb. 2001 14:02 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Gott zum Grusse ! Hat einer vielleicht Informationen über “Nephelins” ? Nephelin = Kind von Engel und Menschentochter vergleiche Genesis 6,1. Gruss Ulrich
Pro fide pro ultimate hommidum

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Eintrag #16 vom 13. Feb. 2001 16:26 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Zu Joachim Naja, schließlich nimmt der Prophet Mohammed für sich in Anspruch, den KORAN vom Erzengel Michael persönlich diktiert bekommen zu haben! An alle: Hat jemand Zugriff auf das apokryphe “Thomas - Evangelium” ? Dort soll mehr über den Engelsturz zu lesen sein. Und vielleicht ist daraus ja auch etwas über “Angehörige der Luzifer - Partei” zu erfahren. Leider ist es mir nie gelungen, einen Abdruck des Thomas - Evangeliums zu finden.
Gruß von Carsten

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Eintrag #17 vom 13. Feb. 2001 16:29 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Entschuldigung: Ich habe mich verschrieben: Es war Gabriel, nicht Michael, der mit Mohammed gesprochen haben soll!
Gruß von Carsten

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Eintrag #18 vom 16. Feb. 2001 07:35 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Carsten, es gibt einen Text aus Nag Hammadi, der Thomas-Evangelium genannt wird. Dieser ist jedoch eine reine Spruchsammlung (“Jesus sagt…”), von gefallenen Engeln o.ä. habe ich da nichts gefunden. Nachzulesen in “Gnosis - Das buch der verborgenen Evangelien”, Werner Hörmann, Pattloch-Verlag, ISBN 3-629-00643-4 Grüße Martin

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Eintrag #19 vom 16. Feb. 2001 12:11 Uhr Andrea Frey  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrea Frey eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Zusammen:-) Ich stieß damals bei meiner Suche nach Engeln auf einen Menschen namens Emanuel Swedenborg ( *1688, +1772) Der eigentlich Wissenschaftler und Naturphilosoph schrieb Bücher wie zum Beispiel die “Arcana Coelestia” in der er in acht Quartbänden das erste und zweite Buch Mose quasi “auseinandernimmt”. Desweiteren schrieb er Sachen wie “Die wunderbaren Dinge”, “Apocalypsis expliticata”, “Die Weisheit der Engel”, “Jenseitsschau”…….um nur ein paar zu nennen. Es dürfte für Euch mit Sicherheit interessant sein, mal in seine Werke reinzuschauen - ich war ziemlich beeindruckt. Wer möchte, dem kann ich gerne die “ Jenseitsschau” in einer Mail zukommen lassen. In diesem Text behandelt er u.a. die gesellschaftliche Ordnung im Himmel, sprich die “Regierung” im Himmel, die Tätigkeiten der Engel,bis hin zu Themen wie “ Der Herr wirft niemand in die Hölle, sondern der Geist sich selbst”. Auch “Die wunderbaren Dinge” kann ich gerne weiterleiten. Ansonsten findet man im Netz auch recht viel von und über ihn - einfach in der Suchmaschine Emanuel Swedenborg eingeben. Viel Spaß beim Lesen :-)
Alles Liebe, Leana

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Eintrag #20 vom 16. Feb. 2001 22:23 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hallo, Martin! Danke für Deine Antwort! Inzwischen habe ich auch einen Text des Thomas - Evangeliums bekommen! Ich habe zu dem Thema bislang darin auch nichts entdecken können. Entweder kann ich nicht zwischen den Zeilen lesen, oder ich bin einem Irrtum aufgesessen!
Gruß von Carsten

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Eintrag #21 vom 23. Mrz. 2001 07:40 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Habe gestern beim Stöbern in Bildquellen aus dem 13. Jahrhundert zufällig mehrere Darstellungen von Engeln gefunden. Sie wurden alle barfuß dargestellt und mit großen, weißen Flügeln. Ferner tragen sie ein weites, weißes, etwas knöchellanges Gewand ohne Gürtel. Sitzende oder stehende Darstellung. Das eine Bild zeigt wohl die Vertreibung aus dem Paradies, dabei hält der eine sogar ein Schwert in der Hand. Gruß Joachim

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Eintrag #22 vom 29. Mai. 2001 02:11 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

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Hallo Joachim, als halber, nicht-katholischer Theologe kann ich Dir nicht alle Fragen beantworten, aber Du hast nach der Hirarchie gefragt und dazu hat die Bibel selbst ein paar Hinweise … Engel sind Boten im Auftrag Gottes. Sie sind üblicherweise nicht Teil unseres Raum-Zeit-Kontinuums, denn sie können in geschlossenen Räumen erscheinen (Dan.6,18-23), im Feuer stehen (Dan.3,28) usw. Aber sie treten in unserer Welt manchmal für uns sichtbar in Erscheinung (Dan.6,23). Es gibt Engelsfürsten, einen Erzengel (1.Thess.4,16; Jud.9) und einfache Engel. Manchmal weden Namen genannt meist aber nicht. Der Höchste Engelsfürst ist nach Dan. 10,13+21 MICHAEL. Dieser Name bedeutet auf hebräisch: “Wer ist wie Gott”. Das wird üblicherweise so verstanden, daß MICHAEL, der Engelsfürst des Volkes Israel oder der Menschen schlechthin, mit dem präexistenten Jesus gleichzusetzen ist. Aus Dan.10,13 kann man auch ableiten, daß die von Gott gesandten Engel Gegner haben. Diese werden an anderen Stellen als Dämonen bezeichnet. Die Bibel unterstützt keine spezielle “Engel-Lehre” mit militärischer Hirarchie oder besonderen Zuständigkeiten, aber sie setzt eine Realität jenseits unserer üblichen Wahrnemung voraus, die sowohl Engel als auch Dämonen enthält. Die Bibel legt auch keinen Wert auf eine “Engel-Lehre”, denn die biblische Botschaft soll nicht die Paranioker unterstützen sondern die Menschen aufrufen sich erlösen zu lassen. Dämonen habe sich Jesus gegenüber IMMER unterworfen oder unterwerfen müssen! (Mk.5,6ff). Engel haben übrigens immer entschieden und konsequent die Anbetung ihrer Person abgelehnt und auf den allein Anbetungswürdigen hingewiesen. Mir ist nicht bekannt ob die mittelalterliche Kirche sich daran gehalten hat oder nicht, denn auch die Heiligenverehrung ist biblisch gesehen ein offenkundiges sakrileg (2. Gebot! 2.Mose 20,3-6). Für ausführliche Informationen zum biblischen Selbstverständnis stehe ich gerne direkt zur Verfügung.
alias Heinrich v. Spohnheim (Tempora Nostra)

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Eintrag #23 vom 29. Mai. 2001 02:13 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

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Die Bibel beschreibt Engel i.d.R. als Männer in Weißen Gewändern - ohne Flügel oder so …
Heinrich v. Spohnheim (Tempora Nostra)

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Eintrag #24 vom 29. Mai. 2001 08:02 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Danke erst mal. Was hast Du über Gabriel gefunden? Welche Rolle wird ihm zugeteilt? Gruß Joachim

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Eintrag #25 vom 03. Jul. 2001 20:48 Uhr Peter Gustav Bartschat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Gustav Bartschat eine Nachricht zu schreiben.

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Noch´n Buch: Das “Populäre Lexikon religiöser Bräuche und Gegenstände” enthält einen 38-seitigen Beitrag zum Thema “himmlische Heerscharen”, in dem in knapper, übersichtlicher Form die Erwähnungen von Engeln in Altem und Neuem Testament, deren Ursprünge in anderen Religionen und die heutige Einstellung des Islams und der christlichen Kirchen geschildert werden. Aus der Sicht des Reenactors sind dabei vor allem die Abschnitte über den Mönch Dionysius Areopagita interessant, der im 6. Jhdt. zwei theologische Werke mit den Titeln “ßber die kirchliche Hierarchie” und “ßber die himmlische Hierarchie” verfasste. In letzterem schildert er das Jenseits als eine stark an der gesellschaftlichen Struktur seiner Zeit orientierte Welt, in der es Engel in neun “Dienstgraden” gibt. Hier eine knappe Zusammenfassung. Erste Hierarchie: Die Getreuen - “Seraphim” bilden den höchsten Rang. Aufgabe: Ständige Lobpreisung Gottes - “Cherubim”. Aufgabe: Lobpreisung Gottes und Bewachung des “Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse”. - “Ophanim”, die in Form von Flammen erscheinen. Aufgabe: ßber die Einhaltung der Himmlischen Ordnung wachen. Zweite Hierarchie: Diener und Helfer - “Herrschaften”. Aufgabe: Organisation der himmlischen Arbeiten und Kontrolle der Dritten Hierarchie. - “Kräfte”. Aufgabe: Sondereinsätze auf der Erde, zum Beispiel Heilung von Kranken, die in Gottes Heilsplan noch eine Rolle zu spielen haben. - “Mächte”. Aufgabe: Reguläre Kampfeinsätze gegen die Höllischen Heerscharen. Die Zahl der “Mächte” nimmt im Laufe der Zeit durch die Verluste im Kampf stetig ab. Dritte Hierarchie: Sendboten - “Fürsten”. Aufgabe: Schutz von gottgefälligen Nationen und Städten. - “Erzengel”. Aufgabe: ßberbringen göttlicher Botschaften an einzelne Menschen. - “Engel”. Aufgabe: ßberwachung der Menschen, ßberbringung von menschlichen Gebeten an Gott. “Engel” halten sich überwiegend unsichtbar auf der Erde auf, während alle anderen nur bei einem konkreten Auftrag vorübergehend den Himmel verlassen. Das Buch ist über die Engels-Thematik hinaus auch in vielen anderen Aspekten interessant, vor allem zu empfehlen für Leser, die sich für Darstellung von Klerikern interessieren und eine leicht verständliche und gleichzeitig fundierte Einführung in das Gebiet gebrauchen können. Charles Panati: Populäres Lexikon religiöser Bräuche und Gegenstände. Piper Verlag, München, 2. Aufl. 2000. ISBN 3-492-22795-3 Auf Xuntheit! Gustav der Bär

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Eintrag #26 vom 28. Dez. 2001 11:46 Uhr Wilhelm Kaltenstadler   Nachricht

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Der in USA lebende jüdische Autor, Zecharia Sitchin, befaßt sich in diversen Werken, welche die Bibel ganz wörtlich nimmt, wie z.B. “Stufen zum Kosmos” (ßbersetzung Knaur-Verlag) mit den Nephilim und den Elohim (Elohim ist im Hebräischen die Mehrzahl von EL, also Götter!!!). Sitchin faßt die Nephilim als Raumfahrer von einem anderen Stern auf.
Zu Sitchin: er ist ein hervorragender Kenner der alten und modernen vorderasiatischen Sprachen, auch des Bibel-, Israel-Hebräischen (Ivrit) wie auch des Jiddischen. Die von ihm gebrachten Argumente mit Abbildungen muß man durchaus ernst nehmen.
Wilhelm Kaltenstadler
www.kalten.de
Beste Grüße drkalten

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Eintrag #27 vom 28. Dez. 2001 17:09 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
..wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, ist das hebräische “elohim” plural feminim, d.h. der Beginn der Schöpfungsgeschichte beginnt mit “Im Anfang schufen die Göttinnen die (pl) Himmel und die Erde…”
Euer Haduwolff

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Eintrag #28 vom 25. Jan. 2002 15:48 Uhr Christoph Schmitt   Nachricht

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Hallo, herzlich eingeladen ist jeder Engel-Interessierte zu einer Ausstellung in Wildberg/Nagold (Liebfrauenkirche) mit zehn Künstlern/Künstlerinnen aus der Region Stuttgart-Tübingen-Pforzheim, die mit verschiedenen Materialien schwere und leichte Engel geschaffen haben - Begleitprogramm gibt es unter info@kbw-kreis-calw.de
Christoph Schmitt

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Eintrag #29 vom 20. Aug. 2002 13:58 Uhr Benutzer wurde gelöscht   Nachricht

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Hi !
Die Infos über den Engelsturz stehen nicht im Thomas-Evangelium, sondern im Buch Henoch (äthiopisch, zählt zu den Apokryphen).

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Eintrag #31 vom 20. Nov. 2002 22:27 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Danke Bea, für den Hinweis!
Hast Du eine Idee, wie ich daran kommen kann?
neugierige Grüße von Carsten

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Eintrag #32 vom 12. Jun. 2008 20:16 Uhr Malte Settelmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Malte Settelmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadduwolf,
hab mir den Beitrag grad durchgelesen und nochmal geschaut.
Elohim kommt von El, ist aber männlich.
Elohim kann im Singular wie im Plural den einen Gott bezeichnen, aber auch fremde Götter, was hier wohl eher nicht greift.)
Und Schamajim bedeutet (die) Himmel. Da hast du völlig recht.
Schamajim kommt allerdings in der Hebräischen Bibel niemals im Singular vor, sondern nur im so genannten Dual, also alles was 2mal vorkommt. Augen, Hände und dann für die Hebräer der Himmel)
Welche Mythologie allerdings dahinter steckt, kann ich dir nicht sagen.
Grüsse Pippin

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