schau mal unter www.agil-online.de nach, die bieten sogar einen Kursus “Pfeilkorbbau” an. Ich werde ende April an einem Teilnehemen. Bei interesse kann ich dir mailen wie es war.
also ich schieße schon ein paar Jahre mit Eisenhut, keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil. Von Vorteil bei Sonnenlicht.
Die “Hutkrempe” schützte den Halsnahbereich von oben. Allerdings nur bei Beschuß aus weiter Entfernung. Bei direktem Beschuß hilft der Helm auch nicht mehr.
In der Ausgabe von H.W. Koch “Illustrierte Geschichte der Kriegszüge im Mittelalter” ISBN 3-8289-0321-5 sind Bogenchützen mit Eisenhut abgebildet.
nur kurz zur Erläuterung bevor man sich ein falsches Buch holt: der "English Longbowman behandelt ausschließlich das 14. und 15. Jhdt.
Weiterhin denke ich daß Eisenhut und Bogen nicht zusammen passen … Irgendwie kommt die Krempe immer in den Weg. Für´s 14. Jhdt. kenne ich nur Bidlquellen mit Beckenhaube/Hirnhaube und dann im 15. die visierlose Schaller.
Englische Bogenschützen rekutierten sich wie schon erwähnt aus der Bauernschaft (Yeoman).
Also ‘normale Gewandung’ ebenfalls unten schon beschrieben, Streitaxt, Kurzschwert, Faustschild.
Kein Rückenköcher, kam erst im 17. Jhr. in Schottland auf. Gürtelköcher sog. Cheafs 24-36 Pfeile. Helm, Beckenhaube ohne Nasal oder besser Eisenhut, sehr verbreitet.
wäre vielleicht nicht schlecht, wenn Du Deine Zeitstellung etwas genauer darstellen könntest. In diesem Zeitraum war gerade in England ein entscheidender Wandel in der Verwendung von Bogenschützen.
Während zu Anfang des 13. Jhdts. auch in England noch die Armbrust dominant war wurde durch die Kriege mit den Walisern der Bogen auch in England bekannt. Richtig populär wurde er aber erst zum Ende des 13. Jhdts. durch die Assissen Edwards I., während die Früchte dieser Arbeit erst nach dem 1. Viertel des 14. Jhdts. durch Edward III. und seinen Epigonen geerntet wurden.
D.h. im allgemeinen werden Bogenschützen im 13. Jhdt. - so sie denn englisch waren - eher selten gewesen sein und wahrscheinlich nur irreguläre Truppen, vielleicht aus der Bauernschaft. Demgemäß würde ich auch die Ausrüstung möglichst einfach halten (HMA-Basis: Tunika, Bruch, Beinlinge, Bundhaube, vielleicht Gugel) und als Seitenwaffe höchstens ein Messer oder eine Axt, gegebenenfalls Speer und Buckler. Auf Rüstung aller Art würde ich komplett verzichten.