Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Erste Hilfe

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Eintrag #1 vom 13. Aug. 2003 13:00 Uhr Gregor Melhorn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gregor Melhorn eine Nachricht zu schreiben.

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Hallihallo!
Mich würde interessieren, inwieweit im Mittelalter - speziell bei den Wikingern - bereits “Erste Hilfe”-Techniken verbreitet waren. Kann man davon ausgehen, dass zumindest jeder Krieger grundlegend mit dem Stoppen von Blutungen etc. vertraut war?
Grüße
Gregor

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Eintrag #2 vom 02. Jan. 2004 15:48 Uhr Marcus Berns  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marcus Berns eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ja, ich denke schon, das mal irgendwer auf die Idee gekommen ist, auf ne spritzende Wunde nen Tuch zu drücken oder auch seine Hand. somit wäre der Druckverband geboren.
Abbinden und kauterisieren mittels brennender Fackel oder heißem Eisen waren wohl auch bekannt.
Der Rest dürfte eher schädlich gewesen sein, so z.B. einen Verletzten Oberkörper hoch zu lagern. Schock und Schocklage war sicher noch nicht bekannt. Die wundversorgung war sicher auch nicht optimal, da Wundbrand Haupttodesursache.
Liebe Grüße,
Marcus

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Eintrag #3 vom 02. Jan. 2004 16:34 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Also...

…für Wikinger kann ich keine Aussage treffen, jedoch gibt es für das Mittelalter-speziell Spätmittelalter- zahlreiche Knochenfunde mit alten, verheilten Verletzungen, die auf teilweise albtraumhafte Schlachtenwunden, die aber überlebt wurden, hindeuten. Auch um sächsischen Landrecht- dem Sachsenspiegel- sind Strafen für z.B. offene Schädelverletzungen eingetragen, die darauf hindeuten, dass diese bekannt und behandelbar waren. Ab dem 14ten gibt es auch Bereichte von Felddoktoren, die Operationen durchführten, teilweise am offenen Schädel. Problem war wohl aber hauptsächlich die Sterilisation/ das Sauberhalten, da man eben darum nicht wusste.
Auch Schienungen von Knochenwunden waren bekannt, u.a. die mit nachstellbaren Metallschienen, um Beine z.B. zu richten. Leider kann ich da jetzt spontan nicht die Quellen nennen, das habe ich mir nicht gemerkt, da ich das nur nebenbei aufgenommen habe. VLt. weiss jemand anders spontan mehr.
Gruss, Esca

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Eintrag #4 vom 03. Jan. 2004 17:06 Uhr Thomas Klee  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Klee eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alles scheint fast möglich gewesen zu sein ... (?)

Moin,
aus der Spätantike und dem frühen Mittelalter sind größere Operatinen bekannt.
Neben dem Offnen eines Schädels, vermutlich um Schwellungen entgegen zu wirken, sind auch gekonnte Schienungen bei Brüchen (nicht nur bei Menschen, Vergl. Hirsch aus Rullstorf) und Amputatipnen mit Prothesen bekannt gewesen. Sogar geschmiedete Bruchbänder sind aus der Alamannia bekannt.
Von den römischen und griechischen Kenntnissen in der Medizin brauche ich ja hier nun nicht auszuholen *lol*
Bemerkenswert finde ich die Operation an einem offenen Schädel bei einem Humanuiden der 30.000 Jahre alt ist und aus Mecklenburg-Vorpommern stammt.
Nach einer medizinischen Untersuchen konnte mit Sicherheit gesagt werden, das die ßffnung bewußt vorgenommen wurde, mit “Feuersteinwerkzeugen” und der Patient noch min. 6 Jahre lang, nach dem Eingriff, lebte.
____
Lit. u.a. - Die Franken-Wegbereiter Europas; Die Alamannen, Theiss Verlag, u.v.m.
Glück auf …

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Eintrag #5 vom 03. Jan. 2004 21:30 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht naja

Hallo,
es gibt bei den Skelettfunden auch eine Menge schief und krumm verheilter (d.h. nicht gerichteter und geschienter) Brüche und nicht wiedereingerenkte Gelenke. Siehe z.B. “Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch” S.483 f, und “Die anthropologische Bearbeitung der Skelettserie von Schleswig, Ausgrabung Rathausmarkt” in “Ausgrabungen in Schleswig, Berichte und Studien 12”.
Also ich weiß nicht wirklich wie es mit erster Hilfe beim gemeinen Volk aussah, aber so toll kanns dann wohl doch nicht immer gewesen sein.
Grüße
Martin

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Eintrag #6 vom 03. Jan. 2004 22:18 Uhr Rolf Schubert   Nachricht

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Hiho,
also um noch einmal auf die Eingangsfrage zurückzukommen: Erste Hilfe….. insbesondere Wikinger…. Es sah ziemlich mau aus mit der ersten Hilfe. Wie Martin schon richtig anmerkte gibt es sehr viele Skelettfunde mit schief zusammengewachsenen Knochen, gerade im skandinavischen Bereich. Auch Schädelfrakturen von Leuten die nach ihrer Verletzung noch einige Jährchen weitergelebt haben (evtl. mit Kopfschmerzen). Auch ist für den Bereich Skandinavien im FMA, die sagen wir mal “Heilkunst”, ziemlich unterentwickelt. Operationen am offenen Schädel und Herz sind auszuschließen. Natürlich ist davon auszugehen das eine spritzende Wunde mit einer Art Verband behandelt und ein halbabgeschlagener Arm amputiert wurde, aber die ßberlebenschancen des Patienten waren nicht besonders groß. Deshalb möchte ich nicht von einer ersten Hilfe (nach heutiger Definition) sprechen. Ein Zyniker würde von versuchter Hilfe sprechen….
Glücks auf, www.westfali.de

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Eintrag #7 vom 05. Jan. 2004 10:36 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wie auch...

Hallo Rollo,
wie soll man auch von Erster Hilfe und Wundversorgung sprechen, wenn bereits im Frühen FrüMi ganze Arztausrüstungen und OP-Bestecke in den Mooren als Opfer versenkt wurden? :-)=)
Spaß beiseite, einzelne hervorragende Wundversorgungen gab es. Auch einzelne gute ßrzte im weitesten Sinne. Aber sicher keine flächendeckende Einweisung in Erstversorgung wie heute.
Momentan läuft im Kopenhagener Nationalmuseum die Sonderausstellung “Sieg und Triumph”, hier werden vorwiegend Moorfunde (Opfergaben nach gewonnenem Kampf) aus dem 1.-5. Jhdt. gezeigt. Wer grad in der Nähe ist, kann sich das ansehen - lohnt sich!
Außerdem gibt es auch dort Knochenfunde aus z.B. Bronzezeit mit verheilten Bruchrändern zu sehen.
Gruß
Ameli

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Eintrag #8 vom 22. Jan. 2004 17:17 Uhr Raphael Lindemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raphael Lindemann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Chirurgie im MA

Hallo allerseits,
ich möchte mich im großen und ganzen den anderen anschließen. Sicher ist das MA aus heutiger Perspektive in medizinischer Sicht eine Zeit der Dunkelheit, wobei ich die Bezeichnung Halbdunkel vorziehen würde.
So gibt es 1150 eine lateinische ßbersetzung durch Gerhard von Cremona von Abu-l Kasim-s Hauptwerk “Lehrbuch der Chirurgie” mit über 200 Bildern, in dem u.a. schon der transversale Luftröhrenschnitt, der Unterschied zwischen Kropf und Schilddrüsenkrebs, Schädeltrepanationen, Abnahme von Gliedmaßen etc. erläutert werden. Er gilt außerdem als einer der Vorväter der Lithotritie, d.h. dem Verfahren, Harnblasensteine noch im Organ zu Zertrümmern.
Außerdem empfiehlt er bei durchgehenden Verletzungen am Unterbauch die Beine höher als den Kopf zu Lagern und beschreibt desweiteren die Möglichkeit, Wundränder mit starken Ameisenkiefern zu vereinigen. Er hat somit zumindest schon eine vage Vorstellung der modernen Wundklammer ( zumal Ameisensäure eine desinfizierende Wirkung hat).
Im 9.Jahrhundert wurde in Salerno das “medizinische Institut” gegründet, in dem die griechisch-römischen Kenntnisse gelehrt wurden wie z.B. Galen und Hippokrates, dessen Eid selbst die heutigen ßrzte noch ablegen. Ab dem 11Jhd. wurden dort schließlich auch arabische Texte gelehrt, die den “modernen” Stand der Krankenhäuser von Isfahan oder Bagdad hatten. Viele Rückkehrer der Kreuzzüge kamen über Salerno, wurden dort behandelt und nahmen partiell Wissen um die Behandlung von Verletzungen mit.
Um 1264 schließlich berichtet ein gewisser Meister Roland in seinem in der Schule von Bologna erschienenem Buch bereits über die erfolgreiche Entfernung eines verletzten Lungenflügels.
Um diese Zeit empfiehlt ein gewisser Theoderich(1205-1288), Sohn und Schüler von Borgognoni (der als Militärarzt mit auf dem Kreuzzug 1219/20 war), die Behandlung von Wunden mit Wein (Alkohol) zur Heilung. Er erwähnt außerdem als erster eindeutig Narkose durch Inhalation durch sogenannte “Schlafspendende Schwämme”( Spongiosa somnifera), die mit narkotisierenden Pflanzensäften wie z.B. Mandragoraöl, Säften aus Bilsenkraut, Opium und Hanf getränkt wurden.
Nebenbei: Um 1300 wurde die Hälfte der städtischen Einnahmen Bolognas für die Uni ausgegeben, an der zu dieser Zeit etwa 10.000(!) Studenten aus ganz Europa studierten und die ersten menschlichen Sektionen durchgeführt wurden (Januar und März 1316)
Im 14.Jhd. wurde dann bereits auf Sizilien von einem Branaca die Kunst der Rhinoplastik aufgenommen, d.h. die Kunst aus einem Lappen der Stirnhaut eine abgeschnittene Nase wieder herzustellen. Sein Sohn Antonio Branaca verwendete dazu bereits erfolgreich Hautlappen des Armes, um keine Narben im Gesicht zu hinterlassen.
Natürlich führt dies etwas von der 1. Hilfe weg, schien meiner Meinung nach aber in den Kontext zu passen.
Für Leute, die mehr dazu wissen wollen ist das im Andreas Verlag erschienene Werk “Illustrierte Geschichte der Medizin, Bnd.1-6” sehr empfehlenswert.
Viele Grüße
Raphael

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Eintrag #9 vom 25. Jan. 2004 22:26 Uhr Tobias Von Bank  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias Von Bank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Erste Hilfe nach Schlachten

Guten Aben alle zusammen,
ich habe mal einen Bericht zur Schlacht von Azincourt gelesen und in dem war davon die Rede, dass alle, die 3 Tage nach der Schlacht noch lebendig waren, getötet wurden, weniger aus Grausamkeit, als vielmehr aus Gnade. Dass muss zwar nicht unbedingt heißen, dass die erste Hilfe schlecht war, aber gut kann sie auch nicht gewesen sein.
Außerdem habe ich mich mal bei einem Freund von mir, der Rettungssanitäter ist, über Verletzungen während so einer Schlacht unterhalten und der meinte, dass wohl sehr viele an inneren Verletzungen gestorben seien, da diese viel schlimmer wären, als etwa Schnittverletzungen oder Knochenbrüche. Und ich finde, dass das auch durchaus Sinn macht, denn wie wir wissen schützt ein Kettenhemd z.B. sehr gut vor schnittverletzungen, aber nicht vor der Wucht des Hiebes (manchmal nützt wohl auch ein Gambeson nichts mehr).
Gruß
Tobi

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Eintrag #10 vom 25. Jan. 2004 22:29 Uhr Tobias Von Bank  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias Von Bank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Korrektur

Es wurden NICHT alle die nach 3 Tagen noch lebendig waren umgebracht, sondern selbstverständlich nur die, die noch verwundet auf dem Schlachtfeld lagen!
Und bei “Abend” fehlt das “d”.
Tobi

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Eintrag #11 vom 26. Jan. 2004 19:19 Uhr Raphael Lindemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raphael Lindemann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Volksaberglaube

Guun Tach,
Also ich denke vom Prinzip ist das mit den Verletzungen richtig, wobei hier die Frage nach dem Zeitpunkt der Schlacht und dem sozialen Stand (Rüstung) entscheidend ist.
Eine schwere Vollplatte läßt sich durch einen Schnitt nur reichlich wenig beeindrucken, was jedoch bei einer schwachen Rüstung wieder anders aussieht. Im Gegensatz dazu ist der Hieb eines Streitkolbens auf den Kopf, ob mit oder ohne Helm immer mit dem Risiko eines Schädelbasisbruches und damit auch dem Risiko von Hirnblutungen bzw. Thrombosenbildung verbunden. Ein weiterer Aspekt sind auf jeden Fall Stichverletzungen, da es hier ziemlich Wurscht ist ob man Kette trägt oder nicht.
Grundsätzlich gibt es anatomisch gesehen einen Riesen Haufen von potentiell tödlichen Verletzungen durch Stiche - Erste Hilfe hin oder her- und wieder andere, die höchst brutal aussehen aber durchaus eine ganz gute Prognose haben(Wundstarrkrampf, Sepsis, etc. mal ausgeschlossen).
So ist zum Beispiel die Chance, bei einem Stich in den Bauch, einen Teil des Darms zu verletzen enorm groß, was damals definitiv tödlich gewesen ist auch wenn man durchaus noch ne Zeit überlebt, da hier nicht so sehr eine Blutung sondern vielmehr die Folgende Bauchfellentzündung problematisch wird. Auf der anderen Seite hat man bei einem Stich in den Schultergürtel durch die große Schulter- und Brustmuskulatur noch eine erstaunlich gute Chance ohne eine Verletzung der Lunge davonzukommen. So eine Wunde kann enorm blöd aussehen, aber dennoch überlebt werden(Auch wenn sich jemand an erster Hilfe versucht 8o)
Ich denke mal, daß diejenigen, die eine Schlachtverletzung ohne medizinische Betreuung(z.B. Schule von Salerno) überlebten, egal ob erste Hilfe oder nicht, überlebt haben.
Außerdem ist davon auszugehen, daß auch damals schon der Volksaberglaube eine Hülle und Fülle von Mittelchen zur Wundversorgung kannte. Man muß heute nur mal einer Diskussion folgen die entsteht wenn man sich in den Finger geschnitten hat: Der eine sagt da muß Luft ran, der andere behauptet man müsse ihn unter Wasser halten, der Dritte schwört darauf das “In-den-Mund-stecken” das beste Mittel sei usw. Das Entscheidende bei diesen Mitteln ist das sie einerseits wirksam sein können, man sie aber andererseits nicht durch Aufklärung wie einen 1.Hilfe Kurs sondern durchs “Hörensagen” kennt. Also vom Prinzip der selben Verbreitungsmethode die im MA vorherrschte. Also ist es u.U. möglich in Schriften über Volksaberglaube im MA die “gängigen” 1.Hilfe Methoden zu finden.
So als Idee gedacht.
Vielleicht weiß ja jemand was darüber
Viele Grüße
Raphael

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Eintrag #12 vom 26. Jan. 2004 19:42 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hilfe bei Tollwut

Darüber habe ich am Schluß eines längeren Postings im Thread Jagd im Mittelalter geschrieben.
Ich denke das kann man getrost zu den Vollsaberglaubengeschichten zählen.
Gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #13 vom 27. Jan. 2004 09:25 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht alter Hahn...

…klang doch irgendwie interessant…
Leider hast Du dabei ja nicht geschrieben (oder es war im von Dir studierten Buch nicht dargestellt), ob dem Hahn vorher ein Einlauf oder Abführmittel verpasst wurde - sonst wäre aus seinem Endloch bei der Bauchpinselei wahrscheinlich eher was rausgekommen als aus der Wunde rausgesaugt worden ;-)
Gruß, Ingo

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Eintrag #14 vom 27. Jan. 2004 16:29 Uhr Raphael Lindemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raphael Lindemann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Strange

Hallöle,
Also der Hahn ist echt sensationell! Sollte man immer einen dabei haben.
Ich hab mich mal dran gemacht, das andere beschriebene Mittel gegen den Tollwutbiß unter die Lupe zu nehmen und was recht interessantes rausgefunden:
Bei dem Tollwutvirus handelt es sich um einen RNA-Virus, dessen Virus-Nucleinsäure (Erbinformation) als Schutz von einer Lipidschicht umgeben ist. Nicht weiter spannend.
Der Clou ist jetzt folgender:
Eine Lipidhülle hat die Eigenschaft empfindlich auf Ethan bzw. Ethansäure zu reagieren, was im Volksmund nichts anderes als Essig ist.
Weiter geht-s mit den Brennesseln. Deren Wirksame Substanzen sind vor Allem Natriumformiat( Salz der Methansäure > Ameisensäure > Desinfizierende Wirkung), Acetylcholin (u.a. Blutdrucksenkung durch Gefäßerweiterung was eine erhöhte Abwerzellenpräsenz im verletzten Gebiet zur Folge hat) und Histamin ( erweitert u.a. die kleinen Gefäße und erhöht die Permeabilität der Kapillaren, wodurch Abwehrzellen leichter aus dem Blutstrom ins verletzte Gewebe eindringen können).
Als nächstes der Knoblauch: Auch er wirkt Blutdrucksenkend und fies auf Viren, Bakterien und Pilze. Außerdem hat sein Wirkstoff Allicin den Effekt, die Blutungs-und Gerinnungszeit zu Verlängern, was das “Ausschwämmen” eines eingedrungenen Erregers fördert. Zusätzlich wird ihm eine Fett ( >Lipidhülle) knackende Wirkung nachgesagt.
Und zur Salzlösung als Keim-Killer braucht wohl nichts gesagt zu werden.
Alles in Allem scheint das Gebräu in der Tat die Chance zu Erhöhen einen Tollwutbiß ohne Infektion zu überstehen, wenn es unmittelbar aufgetragen wird.
Drauf verlassen würd ich mich aber nicht ;-)
Viele Grüße
Raphael

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Eintrag #15 vom 27. Jan. 2004 17:48 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Hahn

Da empfielt es sich vielleicht doch den Hahn daei zu haben. Wenn man den auf das tollwütige Tier wirf erhöht sich vermutlich die Chance gar nicht erst gebissen zu werden, so es ein Hund oder Wolf ist.
Die Crux: Prävention.
gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #16 vom 29. Sep. 2004 19:41 Uhr Gerhard Holzinger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gerhard Holzinger eine Nachricht zu schreiben.

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Hab mal gehort, dass die feldaerzte, denen mit verletzungen im bauchbereich stark riechende fluessigkeit zu triken gaben.
wenn aus der wunde der geruch der fluessigkeit drang, dann war keine hilfe zu erwarten, wenn nicht, dann glueck gehabt (zumindest hats dem darm nicht erwischt).
noch kein meister vom himmel gefallen, zumindest hats noch keiner ueberlebt.
holzi

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Eintrag #17 vom 30. Sep. 2004 18:51 Uhr Kurt Scholz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kurt Scholz eine Nachricht zu schreiben.

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Gibt es nicht die unschöne Methode, das abzubinden, auszusaugen oder rausschneiden(unschön)?
Der Hanhn ist ein sehr gut flüchtendes Tier. Ob der Hahn dich rettet oder du dich für den Hahn opferst…
Vielerlei Grüße

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