Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Faden beim Weben

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Eintrag #1 vom 29. Mrz. 2007 11:38 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Mir stellt sich gerade die Frage, wie die Fäden mittelalterlicher Stoffe (besonders um 1190) beschaffen waren.
* Waren die Kett- und Schussfäden bei Wollstoff einfach, oder waren sie gezwirnt?
* In “Textiles and Clothing” steht, dass im 14. Jhd kein besonderer Wert auf den Faden zum Nähen gelegt wurde, also auch Wolle mit Leinenfaden genäht wurde. Stimmt das auch fürs ausgehende 12. Jhd?
In “Textiles and Clothing” finde ich leider keine Informationen zu meinen Fragen, möglicherweise habe ich sie aber nur überlesen (mein Textil-Englisch ist nicht besonders gut), in diesem Fall bitte ich um einen Hinweis, wo ich lesen soll :)
Auf den Bildern, die detailliert genug sind, erkenne ich nur einfachgarn, aber ich kann mich da sehr leicht täuschen, da ich auf dem Gebiet absoluter Laie bin.
Die Suchfunktion von TV gibt leider auch recht wenig zu dem Thema her.
Vielen Dank für eure Tipps!

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Eintrag #2 vom 29. Mrz. 2007 13:54 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Der Großteil der Stoffe war aus ungezwirnten Garnen hergestellt. Es gibt aber auch ein paar (deutlich ! in der Unterzahl) Fragmente von gröberen Stoffen, die auch mit gezwirntem Garn hergestellt wurden (nur Kette oder Kette und Schuss).
Interessant ist, dass die Spinnrichtung größtenteils Z/S (Kette Z, Schuss S) ist, das scheint sehr üblich gewesen zu sein.
Johannes - mb1260

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Eintrag #3 vom 29. Mrz. 2007 17:10 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für den Beitrag, das hilft mir schonmal weiter.
Interessieren würden mich jetzt noch konkrete Belege - abgesehen von den Bildern in “Textiles and Clothing”

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Eintrag #4 vom 29. Mrz. 2007 17:47 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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JßRGENSEN, Lise Bender und TIDOW, Klaus; “Textilsymposium Neumünster - Archäologische Textilfunde”, 1982, Neumünster
JßRGENSEN, Lise Bender, MAGNUS, Bente und MUNKSGAARD, Elisabeth; “Archaeological Textiles - Report from the 2nd NESAT Symposium”, 1988, Kopenhagen
Da wird das in dem ein oder anderen Artikel angesprochen.
Johannes - mb1260

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Eintrag #5 vom 29. Mrz. 2007 17:52 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, das war ja fix :)
Vielen Dank!

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Eintrag #6 vom 29. Mrz. 2007 18:42 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
zwar nicht speziell 12.Jh., sondern 13. Jh., aber auch hier sehr schöne Textilfragmente:
Lobbedey/ Dahm/ Weisgerber, Hrsg. Der Altenberg. Bergwerk und Siedlung aus dem 13. Jahrhundert im Siegerland. Band 1: die Befunde; Band 2: die Funde. (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen: Band 34) Bonn, 1998
Ansonsten noch sämtliche erhaltene Bekleidungsstücke, hier gibt es ein ßbersicht über einige: www.personal.utulsa.edu/~marc-carlson/[…]/bockhome[…]
Es finden sich auch Informationen zu den Gewebestrukturen und Fäden…
Gruß,
David

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Eintrag #7 vom 29. Mrz. 2007 19:53 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Else ßstergårds “Woven into the Earth” nicht zu vergessen…
Johannes - mb1260

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