Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Feldfundstück aus Hessen

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Eintrag #1 vom 18. Feb. 2009 13:18 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe ein Feldfundstück “Spielzeugpferdchen” aus Hessen und würde gerne mehr darüber erfahren (Alter, Herkunft"|).
Kann ich über Sie mit dieser Anfrage weiterkommen? Ich würde Ihnen zu diesem Zweck eingescanntes Foto des Fundstücks gerne zu mailen.
Wer kann mir hier weiterhelfen?
Mit besten Grüssen
Michael Steiner
PS: msteiner01@gmail.com

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Eintrag #2 vom 18. Feb. 2009 13:25 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Natürlich kanst Du gerne den Fund hochladen, und hier verlinken, allerdings wäre eine Benachrichtung der nächsten Archäologischen Gesellschaft bzw.l der Behörden sinnvoller, denn die rechliche Grundlage für Bodenfunde ist unterschiedlich geartet.

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Eintrag #3 vom 18. Feb. 2009 13:45 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für die schnelle Antwort. Mir geht es zunächst grundsätzlich darum zu erfahren, ob es sich denn hier um ein Fundstück handelt, welches die Ansprache z.B. der Archäologischen Gesellschaft sinnvoll erscheinen läßt. Bin lediglich ein Gelegenheitssucher, der mit offenem Auge über die hiesigen Felder an Wochenden geht. Ich fand Tonstücke die ich eiem Museum in Eppstein zeigte und vor einiger Zeit ein - wich sagen würde - Spielzeugpferdchen. Der Blick auf die Tempus Vivit - Webseite zeigt mir, es könnte tatsächlich “alt” im Laienjargon sein.
Wie kann ich es denn hier und an wen gerichtet hochladen? Habe ein gescanntes Bild.

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Eintrag #4 vom 18. Feb. 2009 14:06 Uhr Martin Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Fischer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eine bessere Option...

… wäre womöglich:
www.sucherforum.de
Ansonsten guck’ ich’s mir auch mal an, wenn du mir ein Bild schickst.
Gruß
Mätes

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Eintrag #5 vom 18. Feb. 2009 14:16 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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habe es Dir gemailt

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Eintrag #6 vom 18. Feb. 2009 15:59 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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habe es auf meiner Profilseite hochgeladen (Fotoalbum)

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Eintrag #7 vom 18. Feb. 2009 21:48 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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… könnte mir jemand genauere Auskunft über das in meinem Album angebildete Spielzeugpferdchen geben? Eine Aussage war bisher, es wäre 100 bis 150 Jahre alt

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Eintrag #8 vom 18. Feb. 2009 21:57 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ist ...

… eben schwer … müsste man stilistisch machen und ich kenne spontan keinen Experten für stilistik von Zinnpferden ^^
aber ich gebe mal die Prognose ab das es frühestens 18. jhd ist hehe

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Eintrag #9 vom 18. Feb. 2009 22:45 Uhr Christoph (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christoph eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Habe

da mal einen Vorschlag. Wende dich doch mal an die Clio, www.zinnfiguren-klio.de
das ist meines Wissens nach der älteste zinnfiguren Verein Deutschlands, vielleicht können die dir besser helfen.

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Eintrag #10 vom 18. Feb. 2009 22:52 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Martin,
Also leider ist das Foto ziemlich unscharf, und man kann wenig Details erkennen, zudem ist das Material unbekannt; ist es nun Zinn?
Vom Stil her würde ich auch eher auf etwas neuzeitliches tippen, also ziemlich sicher nichts vor 1500, aber genaues kann man eher sagen, wenn man es besser sehen kann.
Bei Zinn wäre es auch relativ unwahrscheinlich, dass es sich in dem Zustand im Boden erhalten hätte (wenn überhaupt), wenn es älter als vlt. 200 Jahre wäre.

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Eintrag #11 vom 19. Feb. 2009 10:50 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für die vielen Hinweise - ich muß zugeben, ich weiss nicht eimal, ob es aus Zinn ist…werde die am Wochenende hier in der Nähe zu einem Museum fahren, das mir bereist bei den gefundenen Tongefäß-Teilen weitergeholfen hatte. Vielen Dank nochmals

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Eintrag #12 vom 25. Feb. 2009 20:00 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Auch von meiner Seite noch ein Aufruf, die Fundstücke beim zuständigen Landesamt für Denkmalpflege abzugeben. Auch Fundstücke mutmaßlich neuzeitlicher Provenienz sollten abgegeben werden, da sich die Neuzeitarchäologie in letzter Zeit immer mehr als Fachdisziplin etablieren konnte. Grund sind die trotz angeblich hinreichender Schriftquellen teils doch sehr großen Forschungslücken über die nachmittelalterlichen Zeitepochen. Je nach Landesamt und Bundesland werden die Funde mit Fundort, Finder und besonderen Beobachtungen in Karteien aufgenommen, eventuell gezeichnet und fotografiert und können häufig nach einer gewissen Bearbeitungszeit wieder vom Finder abgeholt werden, der dann allerdings eine Verwahrpflicht hat. Wie schon angedeutet gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Richtlinien hierzu.
Das leider nur schlecht fotografierte Fundstück, würde ich in die letzen 200 Jahre einordnen. Wobei allerdings stilistische Vergleiche und der Erhaltungszustand nur sehr geringe Datierungsanhalte bieten, dazu später mehr.
Meines Erachtens und meiner Erfahrung, sowie anhand der typischen zu erkennenden Oxidations- und Degenerationsspuren nach, dürfte es sich um Blei oder Zinn oder eine Blei-Zinn-Legierung handeln. Wie angedeutet, sagt der Erhaltungszustand selbst nichts über die Datierung aus. In Böden mit neutralem oder leicht basischem pH-Wert erhalten sich Blei- und Zinnverbindungen meist sehr gut, solange sie nicht auf der Oberfläche liegen und den Wettereinflüssen ausgeliefert sind. In sauren Böden jedoch können recht starke Zersetzungserscheinungen bis hin zur völligen Zerstörung auftreten. Das „ein Fundstück nach 500 Jahren“ nicht mehr in solch einem guten Erhaltungszustand sei, kann man so also nicht sagen. Funde von spätmittelalterlichen Blei-Zinn-Pilgerzeichen aus London, Nürnberg, Konstanz und Lübeck, aber auch vielen anderen Fundorten, sind z.B. in einem außerordentlich guten Zustand, da die Lagerungsbedingungen vor Ort günstig waren. (Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch S. 29, 30, 394, 435 / Aus dem Alltag der mittelalterlichen Stadt. S.193 - 200 / Stadtarchäologie in Braunschweig. S. 277 - 289 / Spuren der Jahrtausende. S. 404). Die relative Seltenheit solcher Funde beruht eher darauf, dass sie als Artikel geringen Wertes und ausgesprochene Massenartikel meist eingeschmolzen und zu anderen Gerätschaften umgegossen wurden.
Mit typologischen Vergleichen dürfte nur sehr eingeschränkt weiter zu kommen sein. Die Ausführungen der Form und Details sind stark vom Können des Formstechers und der intendierten Detailtreue abhängig. Zudem wurden schon im 18. Jahrhundert nicht nur zeitgleiche Armeen, Gefechte und Alltagsszenen gegossen, sondern auch historische Themen wie Antike, Mittelalter und Dreißig-Jähriger Krieg aufgenommen. Selbst die Unterscheidung in halb- und vollplastische Figuren ist kein ausreichender Datierungsanhalt, da beide Arten bis heute parallel produziert werden.
Soweit für mich erkennbar, könnte es sich bei dem Pferd um einen Teil einer Wagen- oder Kanonengespanngruppe handeln. Um den Hals des Tieres scheint ein Kummet, von dem nach hinten Zugstrang und Zügel abgehen, zu liegen. Selbst wenn auf dem Rücken Abbruchspuren einer Figur zu erkennen sein sollten, heißt das noch nicht, dass es eine Reiterfigur war, da größere Gespanne oft auch von auf den vorderen Pferden sitzenden Reitern mitgelenkt wurden (z.B. heute noch bei Vorführungen langer ungarischer Gespanne oder bei der Englischen Garde beim Ziehen von Kanonen).
Aus dem Bauch heraus würde ich die Figur frühestens ins 18. Jahrhundert datieren, was nicht heißt, das es vorher keine solchen Figuren gab (Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch. Die Stadt um 1300. S. 394). Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden vermehrt Zinn- und Bleifiguren als Kinderspielzeug hergestellt.
Bei allen gemachten Angaben ist zu beachten, dass sie auf Grund schlechten Bildmaterials gemacht wurden. Auch handelt es sich um bei Ausgrabungen und im Umgang mit Museumsgut erworbene Erfahrungen. Die Aussagen zu Zinn- und Bleifiguren beruhen zudem auf Recherchen in eigener Sache. Da bei mir allerdings der Vergleich einer Tonfigur mit zeitgleichen Bildwerken und Spielzeug im Vordergrund stand, habe ich die Texte teils nur flüchtig überflogen. Wenn ich Zeit habe, gehe ich meine Unterlagen mal durch und gebe noch ein paar Literaturtipps. Als Vergleichsbeispiele könnte man eventuell die Dioramensammlungen des Stadtmuseums Ingolstadt oder der Plassenburg in Kulmbach heranziehen, dann wüsste man wenigsten, um was für eine Pferdedarstellung es sich handeln könnte.
Schöne Grüße,
Andreas

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Eintrag #13 vom 25. Feb. 2009 20:41 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe mir das Bild nochmals angesehen und bin mir mit meiner vorherigen Einordnung nicht mehr ganz so sicher. Daher bitte ich darum, das Sie ein besseres Foto einstellen, da man anhand des vorliegenden leider nur vage Angaben machen kann.
Grüße, Andreas

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Eintrag #14 vom 15. Mrz. 2009 12:39 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank für Ihren Hinweise. Ich könnte versuchen, Ihnenein besseres Foto per Email zuschicken. Wären Sie so freundlich, mit Ihre Emailadresse zu nennen?
Meine Emailanschrift lautet: msteiner01@gmail.com

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Eintrag #15 vom 15. Mrz. 2009 12:45 Uhr Michael Steiner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Steiner eine Nachricht zu schreiben.

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