Klosterhütten: Nach dem Verfall des Römischen Reiches übernahmen die Klöster die Aufbewahrung der antiken Literatur über die Glasherstellung. Sie waren es auch, die bis zum 13. Jahrhundert die Glasherstellung, vor allem für die Kirchenfenster, besorgten. Als das Bürgertum das Wirtschaftsleben zu beherrschen begann, wurde auch die Glaserzeugung von den Klöstern losgelöst.
Waldglas: Grünliches Glas, wie es in den Waldglashütten im 14. Jahrhundert hergestellt wurde. Das grün gefärbte Glas wurde zu seiner Zeit als sehr schön empfunden. Der Römer als Trinkglas geht auf das Waldglas zurück.
Römer: Der Römer ist ein, meist grünliches, Weinglas mit zylindrischem Hohlschaft und kugeligem Kelch. Form und Name kamen im 16. Jahrhundert auf. Der Römer entwickelte sich aus den Becherformen der Waldglashütten
Butzenscheibe: Runde Glasscheibe mit einer Erhöhung in der Mitte. Die Butzenscheibe entsteht aus einer mit der Glasmacherpfeife geblasenen Glaskugel, die zu einer flachen Scheibe ausgeschleudert wird. Als Erfinder dieses Verfahrens gilt Philipp de Cacqueray, 1330. Butzenscheiben gelten als Symbol “altdeutscher” Wohnkultur. Eine Gussglas - Sorte imitiert die Butzenscheiben.
Meines Wissens waren Butzenscheiben auch der “Abfall” bei der Fensterglasherstellung, so hab ich es zumindest gelernt …
Die Herstellung von Fensterscheiben (Aussage meines ehemaligen Berufsschullehrers der auch Kirchenmaler bzw. Restaurator ist 8o) )
Soviel ich weiß wurde ein Glaszylinder (in einer Holzform) geblasen. Die beiden Enden wurden abgeschnitten (Butzenscheiben) und das dadurch entstandene “Rohr” der Länge nach aufgetrennt und plattgewalzt. So wurde Quadratisches, Rechtechteckiges usw. Fensterglas für die “Reichen” hergestellt und der “Abfall” wie gesagt wurde von “ßrmeren” für Bleiverglaste Butzenscheiben verwendet - das einfache Volk hat geöltes Leder, Blase o. ä. wie bereits erwähnt verwendet.
berechtigte bzw. fundierte Kritik ist erwünscht 8oD