2. Ich bin nicht sicher, worauf du hier anspielst, aber rein prophylaktisch muss ich einfach mal wieder darauf hinweisen, dass euch allen ein bisschen mehr Respekt vor der Geistlichkeit nicht schaden könnte… :-)
danke für euer Tips. Ich wollte eigentlich nur wissen ob es einfach so ist, oder ob ich da was falsch mach. Eigentlich kann ich schon damit leben, dass die Bänder nicht komplett gleichmäßig sind.
Aber das, mit einer zweite Person zu weben werde ich bei Gelegenheit einmal ausprobieren.
ich webe Fingerschlaufen in der herkömmlichen 7-Schlaufen Technik wie ein Brunnenputzer und es ist auch normal, das sie am Anfang viel lockerer gewebt sind als am Ende, denn am Ende ist viel mehr Zug drauf. Stabil sind sie aber trotzdem und es macht sie zu handgemachten Unikaten. Wenn Du trotzdem gleichmässig durchgewebte Nestelschnüre haben willst, dann nimm Dir doch eine zweite Person zu Hilfe, die am Anfang die Schlaufen direkt am Gewebten nachzieht. Es dauert dann zwar entscheidend länger, aber sie werden gleichmässig. Meine Gewandkordel (1, 80 lang, geht nur zu zweit) habe ich auf diese Weise gekordelt, sie ist wunderbar gleichmässig vom Anfang bis zum Ende.
Da mach Dir keine Sorgen, das liegt an der Technik an sich, die Funde waren auch dementsprechend. Wenn Du es gleichmässig haben möchtest, mach einfach etwas längere Schlaufen und schneid vom fertigen Band den lockerer gewebten Teil ab.
also ich benutze sie als Nestelschnüre und da ich etwas mollig bin und eine sehr üppige Oberweite habe, müssen diese Schnüre bei mir doch einiges aushalten, zumal ich meine Kleider sehr eng schnüre. Und bevor ich auf einmal ohne Oberteil dastehe, frage ich lieber *grins*. Ich habe die Muster von dem Link probiert und durch die Manipulation entstehn doch, wenn auch ganz schmale, aber das sind die Schwachstellen und da, bin ich der Meinung, sind sie auf Dauer nicht so reissfest wie komplett durchgewebte Schnüre, wenn sie eben mit einer ziemlich grossen Zuglast strapaziert sind. Aber wie gesagt, ein “Praxistest” traue ich mich doch nicht zu machen ;-)
Für Nestelbänder, deren Tradition im spätmittelalterlichen London z.B. sehr stark war, sind m.W. verschiedene Materialien nachgewiesen, vornehmlich Seide als auch Leinen, wobei auch Wolle wahrscheinlich erscheint.
Ikonographische Quellen zeigen Nestelbänder oft recht flach und einfarbig (und wohl auch oft nur aus einem Stoffband bestehend), die Mehrzahl der mit bekannten Funde sind ebenfalls einfarbig, wobei es auch Hinweise auf mehrfarbige und gemusterte gibt.
Durch die Art der Webung sind sie alle sehr reissfest, zumal aus Leinen und Seide.
Es gibt unter anderem auch aus dem Spätmittelalter stammende Texte, die sich mit der Webung beschäftigen, als auch grösstenteils identische Quellen aus dem 17ten.
Genauso Reißfest? Also da muss ich passen. Hab bisher eigentlich selber nur die Normale Variante gemacht.
Dürfte aber doch eigemtlich nicht soviel ausmachen, oder doch?
Vllt. einfach mal mit Wolle oder so probieren und dann vergleichen? Wofür machst du die Schnüre denn? Sollen sie nur gut aussehen, als Gürtel ect oder tatsächlich viel Gewicht tragen?
ich habe es mal probiert, nach langem hin und her hat es geklappt, aber … sind diese manipulierten Schnüre dann auch so reisfest als wenn man sie “normal” webt, sprich das gängige Webmuster beibehält?
Also wenn du Reihenfolge der Schlaufen veränderst, hat das zwar schon Auswirkungen auf das Muster, aber das kommt dadurch, dass das Band dann einen Fehler hat. Es ist dann nicht mehr kontinuierlich durchgewebt.
Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Denn am Anfang sind mir die Schlaufen ständig von den Fingern gerutscht und wenn ich die dann falsch aufgenommen habe oder verdreht habe hat sich das als Webfehler bermerkbar gemacht.
Ich habe gerade ein paar Fingerloopbänder hergestellt und mich dabei gefragt, welche Möglichkeiten es wohl gibt, verschiedene Muster einzuweben. Relativ einfach kann ich das Muster ja beeinflussen, indem ich von Anfang an die Reihenfolge der Schlaufen auf meinen Fingern variiere; wenn ich also z.B. mit 3 roten Schlaufen rechts und 4 blauen Schlaufen links anfange, gibt das ein anderes Muster, als wenn ich die Farbe von Finger zu Finger abwechsle, oder wenn ich immer zwei gleichfarbige Schlaufen nebeneinander lege, oder oder…
Aber was passiert eigentlich, wenn ich die Reihenfolge, in der ich die Schlaufen miteinander verwebe, verändere, also z.B. nicht immer die oberste Schlaufe der einen Hand durch die unterste Schlaufe der anderen Hand ziehe, sondern gelegentlich mal durch die mittlere oder obere Schlaufe? (Versteht gerade außer mir irgendjemand, was ich meine? :-/ ) Hat damit jemand Erfahrung? Ich hab momentan leider nicht die Zeit, das mal ausgiebig zu testen…