• Thomsen, R.: Metallografische Untersuchungen einer wikingerzeitlichen Lanzenspitze aus Haithabu, in: Thomsen, R.(Hg.): Untersuchungen zur Technologie des Eisens, Berichte über die Ausgrabungen in Haithabu, Band 5, Neumünster 1971, S.58-83.
Anhand metallografischer Untersuchtungen und Röntgenaufnahmen wurde der Herstellungsprozess rekonstruiert. Hilfreich dabei war der Faserverlauf und der unterschiedlich hohe Raffinationsgrad des Materials, was eine eindeutige Abgrenzung unterschiedlicher Schichten ermöglichte.
Laut Thomsen wurde als erstes ein Rund- oder Vierkantstahl auf eine Grundplatte geschweißt. Anschließend wurde diese nagelähnliche Konstruktion mit der Grundplatte an den entsprechenden Stellen auf die Tülle geschweißt. Anschließend wurde die Grundplatte vollständig mit der Tülle verschmiedet und die Tülle auf dem Horn ausgeformt. Die Tülle war übrigens vollständig verschweißt, dazu wurde die sich überlappenden Seiten auf dem Horn verschweißt…
Es ist übrigens nicht auszuschließen, dass die Lanzenspitze eine fränkische Arbeit ist, da sie sehr aufwändige Schweißmusterverzierungen aufweist, die typisch für viele fränkische Arbeiten sind…
Für mich sehen die Flügel aus, als ob sie aus einem Stück mit der Tülle sind.
Möglichkeit?:
1 Stück Stahl symmetrisch an jedem Ende ne Halbtülle, an der richtigen Stelle je einen Flügel links bzw rechts, Zusammenklappen und Spitze verschweißen und ausarbeiten.
hm.. mit morgensternen haben flügellanzen so gar nichts gemein ;) aber zu der befestigung der Stacheln beim “morgenstern” hab ich im betreffenden thread ja was geschrieben ;) im übriegen kann man hübsche morgensterne in der emder rüstkammer sehen :)
Also ich würde sagen, die Flügel sind genauso an der Lanze befestigt worden wie die Dornen am Morgenstern - doch wie genau, das bleibt wohl ein Rätsel, oder noch jemand ne schlaue Idee? *lol*
Habe mir hunderte Originale angeschaut, nächtelang drüber nachgedacht, mit anderen diskutiert und habe nun folgendes Problem: Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie man das am besten macht!!!
Klar ist: Meistens sind sie Feuergeschweißt, dass dann aber so perfekt, das man es so gut wie gar nicht sieht. Ich habe keine Ahnung, wie man dabei im Einzelnen vorzugehen hat und einfach ist es ganz bestimmt auch nicht.
Schau doch mal in die “Studien zur Sachsenforschung Nr.14” Dort geht es um die Waffen und auch die Flügelanzen haben ein ganzes Kapitel, vielleicht steht dort was drin zur Befestigung der Flügel?(…jedenfalls wird auf die Schneiden im Detail eingegangen. *Grübbel*)
Eine Frage die mich schon länger beschäftigt.. auf die ich bis jetzt aber eher, in Versuchen nur wenig genügende Antworten gefunden habe ist: Wie wurden die Flügel an Flügellanzen befestigt.
Ausschließen möchte ich hier gleich Antwortmöglichkeiten wie:
1. Das gute alte MAG Schweißgerät (denn auf diese Idee sind ja schon viele gekommen)
2. Autogenschweißen fällt auch dadrunter… genauso wie alle anderen modernen Schweißverfahren.
Nun.. zurück zum Thema:
Ich habe eine Beschreibung in dem Buch “Daszener Stahl” von Manfred Sachse gefunden, in dem die Flügel eingenietet werden sollen.
Die Idee finde ich prinzipiell gar nicht schlecht… doch bei meinen Versuchen hat sich ergeben, das die “Nietköpfe” also die Krempungen an den Flügeln einen “Schatten” nach außen geworfen haben, was ich bei Originalen noch nicht gesehen hab.. zudem kann es da recht schnell zu Knautschungen und anderen Unschicklichkeiten kommen…
Hat schon mal jemand versucht die dinger im Feuer zu verschweißen, wenn ja, wie?!?
Fragen über Fragen, und ich hoffe mal auf vernünftige Antworten bis denn