Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Flügellanzen

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Eintrag #1 vom 19. Mrz. 2006 09:15 Uhr Lutz Milferstedt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Milferstedt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Eine Frage die mich schon länger beschäftigt.. auf die ich bis jetzt aber eher, in Versuchen nur wenig genügende Antworten gefunden habe ist: Wie wurden die Flügel an Flügellanzen befestigt.
Ausschließen möchte ich hier gleich Antwortmöglichkeiten wie:
1. Das gute alte MAG Schweißgerät (denn auf diese Idee sind ja schon viele gekommen)
2. Autogenschweißen fällt auch dadrunter… genauso wie alle anderen modernen Schweißverfahren.
Nun.. zurück zum Thema:
Ich habe eine Beschreibung in dem Buch “Daszener Stahl” von Manfred Sachse gefunden, in dem die Flügel eingenietet werden sollen.
Die Idee finde ich prinzipiell gar nicht schlecht… doch bei meinen Versuchen hat sich ergeben, das die “Nietköpfe” also die Krempungen an den Flügeln einen “Schatten” nach außen geworfen haben, was ich bei Originalen noch nicht gesehen hab.. zudem kann es da recht schnell zu Knautschungen und anderen Unschicklichkeiten kommen…
Hat schon mal jemand versucht die dinger im Feuer zu verschweißen, wenn ja, wie?!?
Fragen über Fragen, und ich hoffe mal auf vernünftige Antworten bis denn
Lutz (alias Wulfgar)

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Eintrag #2 vom 19. Mrz. 2006 09:34 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Ohne Zugriff jetzt auf die Lektüre zu haben…
Schau doch mal in die “Studien zur Sachsenforschung Nr.14” Dort geht es um die Waffen und auch die Flügelanzen haben ein ganzes Kapitel, vielleicht steht dort was drin zur Befestigung der Flügel?(…jedenfalls wird auf die Schneiden im Detail eingegangen. *Grübbel*)
Sascha

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Eintrag #3 vom 19. Mrz. 2006 12:16 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Lutz
Habe mir hunderte Originale angeschaut, nächtelang drüber nachgedacht, mit anderen diskutiert und habe nun folgendes Problem: Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie man das am besten macht!!!
Klar ist: Meistens sind sie Feuergeschweißt, dass dann aber so perfekt, das man es so gut wie gar nicht sieht. Ich habe keine Ahnung, wie man dabei im Einzelnen vorzugehen hat und einfach ist es ganz bestimmt auch nicht.
Also, wer weiß mehr???
Euer Traumschmied

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Eintrag #4 vom 19. Mrz. 2006 13:15 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Hunderte?
Im Norden, Niedersachsen und nördliches NRW sind mir circa 30 karolingerzeitliche bekannt.
Sieht das im Süden anders aus?
Gruß
Sascha

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Eintrag #5 vom 19. Mrz. 2006 13:22 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sascha
na gut, etwas übertrieben…
Aber es waren durchaus einige aus dem Bestand des Stuttgarter Landesmuseeum. Ich glaube, da sind allein 10 STK in der Dauerausstellung (allamannisch).
Euer Traumschmied

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Eintrag #6 vom 20. Mrz. 2006 21:33 Uhr Lutz Milferstedt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Milferstedt eine Nachricht zu schreiben.

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na da bin ich ja nu noch nicht wirklich schlauer als vorher…
wissen tu ich das schon, das das verflixt schwer ist…. nur ich wüßte gerne wie man das macht ;) und nicht wie kniffelig das ist ;)
gruß
Lutz (alias Wulfgar)

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Eintrag #7 vom 21. Mrz. 2006 07:11 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt da eine gute Rekonstruktion im www.afm-oerlinghausen.de frag doch dort mal an, wer die gemacht hat und den dann wie..
Sascha

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Eintrag #8 vom 21. Mrz. 2006 11:08 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich würde sagen, die Flügel sind genauso an der Lanze befestigt worden wie die Dornen am Morgenstern - doch wie genau, das bleibt wohl ein Rätsel, oder noch jemand ne schlaue Idee? *lol*
Gruß, Ingo

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Eintrag #9 vom 21. Mrz. 2006 19:15 Uhr Lutz Milferstedt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Milferstedt eine Nachricht zu schreiben.

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hm.. mit morgensternen haben flügellanzen so gar nichts gemein ;) aber zu der befestigung der Stacheln beim “morgenstern” hab ich im betreffenden thread ja was geschrieben ;) im übriegen kann man hübsche morgensterne in der emder rüstkammer sehen :)
Lutz (alias Wulfgar)

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Eintrag #10 vom 08. Mrz. 2009 17:31 Uhr Wilfried Masberg   Nachricht

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Für mich sehen die Flügel aus, als ob sie aus einem Stück mit der Tülle sind.
Möglichkeit?:
1 Stück Stahl symmetrisch an jedem Ende ne Halbtülle, an der richtigen Stelle je einen Flügel links bzw rechts, Zusammenklappen und Spitze verschweißen und ausarbeiten.
Habe ich noch nicht versucht

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Eintrag #11 vom 31. Dez. 2011 11:41 Uhr Jannis Scholz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jannis Scholz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich kann dir volgenden Artikel empfehlen:
• Thomsen, R.: Metallografische Untersuchungen einer wikingerzeitlichen Lanzenspitze aus Haithabu, in: Thomsen, R.(Hg.): Untersuchungen zur Technologie des Eisens, Berichte über die Ausgrabungen in Haithabu, Band 5, Neumünster 1971, S.58-83.
Anhand metallografischer Untersuchtungen und Röntgenaufnahmen wurde der Herstellungsprozess rekonstruiert. Hilfreich dabei war der Faserverlauf und der unterschiedlich hohe Raffinationsgrad des Materials, was eine eindeutige Abgrenzung unterschiedlicher Schichten ermöglichte.
Laut Thomsen wurde als erstes ein Rund- oder Vierkantstahl auf eine Grundplatte geschweißt. Anschließend wurde diese nagelähnliche Konstruktion mit der Grundplatte an den entsprechenden Stellen auf die Tülle geschweißt. Anschließend wurde die Grundplatte vollständig mit der Tülle verschmiedet und die Tülle auf dem Horn ausgeformt. Die Tülle war übrigens vollständig verschweißt, dazu wurde die sich überlappenden Seiten auf dem Horn verschweißt…
Es ist übrigens nicht auszuschließen, dass die Lanzenspitze eine fränkische Arbeit ist, da sie sehr aufwändige Schweißmusterverzierungen aufweist, die typisch für viele fränkische Arbeiten sind…
Hoffe ich konnte helfen.
Gruß Jannis

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