Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Folter- u. Tötungsmethoden im Mittelalter

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Eintrag #1 vom 26. Jan. 2001 11:37 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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So, nun schlüpft in die Rolle des Folterknecht-Azubis und leset, was es für Arten der Folterungen gibt … Schläge mit der Peitsche Verbrennungen mit glühenden Eisen Daumenschrauben eiserne Masken kitzeln mit Federn (“totlachen”) Knochenbrüche durch langsame Quetschungen derselben Die Streckbank Androhung und Durchführung von Vergewaltigung von Frauen Nachdem man die armen Menschen nun durch Folter massakriert hat, um z. B. ein Geständnis zu bekommen, erfand man grausame Tötungsmethoden: Erhängen Tötung durch Sturz von hoher Mauer Tod durch Aushungern / Verdursten Tod durch Vierteilen / Aufschlitzen Tod durch Kochen im siedendem Wasser oder ßl Tod durch das Rad Tod durch Erstechen Tod durch Steinigung Tod auf dem Schaffott durch Enthauptung mit Axt oder Schwert Tod auf der Garotte (aus Spanien) Tod auf dem Scheiterhaufen durch Verbrennen Kombinationen Das sind nur einige der Grausamkeiten. Es ist wohl klar, daß diese Methoden NICHT zur Nachahmung gedacht sind. Falls wir nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, müssen wir damit rechnen, daß sich die Geschichte wiederholt. Vielleicht gibt es noch ein paar genauere Quellen, die man für hier Sammeln könnte… Grüsse
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #2 vom 26. Jan. 2001 11:48 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, naja, Angelo, das ist ja eine feine Menükarte. Allerdings stammen die meisten Deiner Spezialitäten aus späterer Zeit, nicht aus dem MA. Insbesondere die hochgelobte Renaissance war sehr erfinderisch mit neuen Methoden. Ich denke, im MA wurde nicht mehr oder weniger gequält, als in anderen Zeiten. Nicht zu vergessen, daß es später mal heissen wird, daß unsere jetzige Zeit die ßra der Folterungen war, siehe AI-Bericht zur Lage…
Euer Haduwolff

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Eintrag #3 vom 26. Jan. 2001 11:59 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Haddu ich gebe dir Recht, dass es aus im späten 15ten Jahrhunder ist. Ich habe die Beschreibung so gut gefunden, dass ich diese einfach mal öffentlich machen wollte. Es gibt allerdings auch Literatur Hinweise auf Foltermethoden vom 9ten - 13ten Jahrhundert. Leider wurden dort keine Titel erwähnt. Ich habe mal ein Buch über die 10.000 Foltermethoden aus dem Mittelalter mal gelesen, leider fällt mir nicht mehr ein, wo. Ich werde zuhause nochmal meine Unterlagen durchforsten und nach weitere Informationen suchen. Gruß
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #4 vom 26. Jan. 2001 13:24 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe ein Buch über Foltermethoden, genauer gesagt ist dieses zu einer Ausstellung gehörig die ich mal in ßsterreich besucht habe. Ich werde da am Wochenende noch mal nachlesen glaube aber das die Beschreibungen dort auch eher aus dem späteren Mittelalter stammen. Kaum vorstellbar aber wohl wahr ist der Nachsatz dass die meisten dieser Foltermethoden auch in unserer heutigen Zeit noch zum Einsatz kommen….. Gruß Manu

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Eintrag #5 vom 26. Jan. 2001 13:34 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hier nun ein Auszug aus der Folterkammer: homepages.compuserve.de/lapisexilis/indexb.html Was führte zur Anwendung der Folter im hohen Mittelalter? Die Gerichtsverhandlungen im 12. und frühen 13. Jahrhundert bestanden aus einem Kläger und Angeklagten, die von einem unparteiischen Richter angehört wurden. Beide mussten einen Eid ablegen, um ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen. Der Meineid galt als Todsünde, die von Gott sofort bestraft wurde. Die beiden Beteiligten konnten Freunde hinzuziehen, die ebenfalls einen Eid ablegten. Allerdings bezeugten sie meist nicht etwas, was sie selbst gesehen hatten, sondern nur die Glaubwürdigkeit des Be- oder Angeklagten. Schon bald merkte man jedoch, dass der Meineid selten eine unmittelbare Strafe Gottes nach sich zog. Die Mühelosigkeit, mit der die Gerichtsbarkeit getäuscht werden konnte, führte zu der Entwicklung eines Alternativprozesses: das Gottesurteil. Die Idee: Recht verleiht Macht. Grundsätzlich gab es zwei verschiedene Sorten von Urteilen: Die, an denen beide Parteien teilnahmen, und jene, bei denen nur der Angeklagte betroffen war. Zu ersten Sorte zählt das Duell, welches jedoch nicht tödlich enden muss. Aber es gibt auch andere Varianten, so standen zum Beispiel die beiden Parteien mit erhobenen Armen vor einem Kreuz. Wer zuerst die Arme sinken lässt, hat verloren, da Gott dem Sieger Kraft gegeben hat. top home Bei der zweiten Version des Gottesurteils ging es nur darum, die Schuld des Angeklagte zu beweisen oder zu widerlegen. Beispielsweise wurde dem Beschuldigten ein Stück geweihtes Brot in den Mund gelegt. Konnte er es herunterschlucken, war er unschuldig. Aber es gab auch andere, gewaltsamere Möglichkeiten. Bleiben die Hände unverletzt, wenn man sie in kochendes Wasser taucht, so ist die Unschuld bewiesen. Dies kann man schon als Folter ansehen, da viele Beschuldigte bei der Aussicht, sich die Hände zu verbrühen, zu einem Geständniss verleitet wurden. Das Gottesurteil geriet mit der Zeit jedoch immer mehr unter Beschuss, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass die Bedingung, ein einzelnes Urteil zu überleben, nichts anderes war, als ein Wunder zu verlangen. Dies widerspricht dem biblischen Gebot ´Du sollst Gott deinen Herrn nicht herausfordern´. Auf dem 4. Lateranischen Konzil wurde 1215 die Gerichtsverhandlung durch Gottesurteil verboten. Stattdessen übernahm man die Verhandlung per inquisitionem von den weltlichen Gerichten, die im 9. Jahrhundert von Karl dem Grossen eingeführt wurde. weiter Informationen folgen
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #6 vom 26. Jan. 2001 13:37 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Diesen Bericht hab ich gerade beim Suchen im Internet gefunden: Maria Stuart Folgendes wird über ihren Tod berichtet: “Der 8.2.1587 war der Tag, an dem die erst 44jährige ehemalige Königin Schottlands nach 18 Jahren Gefangenschaft auf Befehl der englischen Regentin Elisabeth 1. sterben sollte. Als Todesart wurde die Exekution durch das Beil bestimmt. Am gesagten Tag wurde Maria Stuart auf das Schafott geführt, wobei sie eine bemerkenswerte Ruhe zeigte. Sie trug dabei ein purpurnes Unterkleid, die Farbe des Märtyrertums. Auf dem Schafott bat der Henker die ehemalige Herrscherin nach alter Sitte um Verzeihung, die Stuart gewährte sie ihm. Danach wurden ihr die Augen verbunden und die Verurteilte beugte sich über den Holzklotz. Nach einem kurzen Gebet gab sie dem Henker ein Zeichen, dass sie bereit war. Der Henker schlug zu, traf aber nur den Hinterkopf. Dieser Schlag reichte nicht aus, um die Delinquentin zu töten. Der Henker schlug erneut zu, dieser Schlag traf zwar den Hals, trennte ihn aber nicht vom Rumpf. Erst durch das Zerschneiden der letzten Muskelsträhne, fiel der Kopf der Königin zu Boden. Mit den Worten: ”Es lebe die Königin“ hob der Henker den Kopf der Enthaupteten an den Haaren empor, um ihn der Menge zu präsentieren. Doch dieser polterte mit Getöse zu Boden: Maria Stuart trug eine Perücke …” weiter Informationen unter URL: www.rsas.eic.th.schule.de/mittel.htm
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #7 vom 26. Jan. 2001 13:38 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hier ein paar Informationen von Markus Gansel (URL: freunde.imperium.de/gansel/home.htm): Die Todesstrafe gehört wahrscheinlich zu den ältesten Strafen der Welt. Vollstreckt wurde sie schon lange bevor es Haft- oder Geldstrafen gab. Im Mittelalter und in der Antike war die Furcht vor der Rache der Götter das hauptausschlaggebende Motiv für die Todesstrafe. Das ganze Leben war eingebettet in eine göttliche Ordnung. Jedes Verbrechen verstieß gegen diese Ordnung und beschwor somit den Zorn der Götter auf. Dieser würde aber, einmal entfacht, nebst dem ßbeltäter auch Unschuldige oder eventuell sogar die gesamte Gemeinschaft treffen. So steht beispielsweise im 2. Buch Mose 20, Vers 5: ´Ich bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.´ Auch in der griechischen Mythologie wurde das gesamte Volk wegen den Vergehen des ßdipus mit der Pest überzogen. Schlechte Ernten, Unwetter, ßberschwemmungen und andere Katastrophen sah man nicht als Naturereignisse sondern als Rache Gottes für ketzerische und verbrecherische Elemente innerhalb der Gesellschaft. Ein Abwenden der Strafe schien nur möglich, wenn die Person, welche den ßrger aufbeschoren hatte, der Gottheit geopfert wurde. Daher war in früheren Zeiten die Todesstrafe eng mit dem Menschenopfer verwand. Die persönliche Schuld oder das Vorhandensein einer bösen Absicht spielte in diesem Zusammenhang keine Rolle. Nur die Tat an sich war ausschlaggebend. So machte es beispielsweise keinen Unterschied, ob beim Hausbau ein Hammer versehentlich herunterfiel und dabei einen Vorübergehenden tötete oder ob dieser mit Absicht erschlagen wurde. Zur Wiederherstellung der göttlichen Ordnung erschien es in der damaligen Zeit notwendig, den Verbrecher zu opfern. Doch wie sollte das vonstatten gehen, ohne dabei selbst Schuld auf sich zu laden? Denn das Töten eines Menschen war bei vielen Völkern mit einem schweren Tabu belegt. Drei Wege führten aus diesem Dilemma: Zum einen konnte ein Mensch bestimmt werden, der unbestraft töten darf. In fast allen Kulturen war das der Opferpriester, welcher als Stellvertreter der Gottheit auf Erden nur in dessen Namen tötet und daher keine eigene Schuld trägt. Zum anderen konnte der Verurteilten hilflos den Elementen ausgeliefert werden, welche dann die letzte Verantwortung trugen. Die Richtenden traf somit keine Blutschuld, da die Gottheit selbst und nicht der Mensch das Opfer durch Wind, Sonne, Hitze oder Kälte tötet. Die Blutschuld des Einzelnen konnte auch gemildert werden, wenn die Hinrichtung ´zur gesamten Hand´ vollstreckt wurde. Bei dieser Methode mußte sich jedes Mitglied der Gemeinschaft aktiv an der Hinrichtung beteiligen, indem es beispielsweise einen Stein warf oder einmal am Strick zog. Wenn man bedenkt, dass die Todesstrafe in grauer Vorzeit aus einer unbegründeten Furcht vor dem göttlichem Zorn entstanden ist, muß man sich fragen, ob sie auch in der Neuzeit noch als Instrument der Rechtspflege geeignet ist. Heute wird zu ihrer Rechtfertigung an erster Stelle immer noch die angeblich abschreckende Wirkung herangezogen. Viele Argumente sprechen allerdings gegen diese These. Die meisten Gewalttaten werden in einem Zustand hochgradiger seelischer Erregung verübt. In diesem Zustand ist der Täter meist nicht in der Lage, klar über seine Tat und ihre Konsequenzen für seine Zukunft nachzudenken. Geplant vorgehende Verbrecher lassen sich in der Regel auch nicht von der Todesstrafe abschrecken. Psychologische Untersuchungen haben ergeben, dass diese Täter davon ausgehen, ´besser´ als das Justizsystem zu sein und nie gefaßt zu werden. Die nur geringfügig abschreckende Wirkung der Todesstrafe belegen auch ßberlieferungen aus dem Mittelalter: Selbst dann, wenn ein Dieb gehängt wurde, waren unter den Zuschauern Taschendiebe aktiv. Die vor ihren Augen durchgeführte Hinrichtung eines ´Berufskollegen´ wirkte in keiner Weise abschreckend auf sie. Die angeblich abschreckende Wirkung der Todesstrafe kann auch in das Gegenteil umschlagen. Untersuchungen aus der Weimarer Zeit belegen, dass nach spektakulären Hinrichtungen die Zahl der Gewaltverbrechen sogar noch zunahm. Man muß sich vor Augen halten, welche Berühmtheit manche Todeskandidaten erlangten. Ein Medienrummel war ihnen immer gewiß. Dies kann labilen Gemütern den Anreiz geben, ihnen nachzueifern, um wenigstens einmal in ihrem Leben im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu stehen. Im übrigen zeigen die Statistiken all jener Staaten, in denen die Todesstrafe abgeschafft wurde, daß die Zahl der Gewaltverbrechen nicht angestiegen ist. Jedoch stieg häufig in den Staaten, die die Todesstrafe einführten, die Zahl der Tötungsdelikte an. Je höher die Strafe ist, desto geringer sind in der Regel die Skrupel, lästige Zeugen zu beseitigen. Ein wesentliche Einwand gegen die Todesstrafe ist deren unfairer Einsatz. Dieser äußert sich in verschiedener Weise: Diskriminierung aufgrund des Geschlechts: In den USA sind Frauen nur selten von der Todesstrafe bedroht, obwohl in der Vergangenheit 20% aller Morde von Frauen begangen wurden. Diskriminierung aufgrund der Rassenzugehörigkeit: Ein Farbiger wird wegen eines Vergehens eher hingerichtet als ein Weißer. Diskriminierung aufgrund der Klassenzugehörigkeit: Arme Personen, die sich keinen teuren Verteidiger leisten können, werden wegen desselben Vergehens häufiger hingerichtet als Reiche.
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #8 vom 26. Jan. 2001 13:54 Uhr Heinrich von Steinfort   Nachricht

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tick.informatik.uni-stuttgart.de/~bufemc/aifolter.htm ein kleiner Auszug: “Gewalt ohne Ausweg Folter hat es immer gegeben. Immer wieder haben sich im Lauf der Geschichte Machthaber der physischen Gewalt ueber andere bedient. Im alten Rom gab es staatlich gepruefte Folterer, die Hexen und Zauberer ueberfuehren und ungebuehrliche Soldaten zur Ordnung rufen sollten. Im Mittelalter wurden Ketzer gemartert, gegeisselt und verbrannt, auf dass sie sich zum rechten Glauben bekannten, den die herrschende Kirche und die Regierung vorschrieben. Im 16. Jahrhundert peinigten die spanischen Conquistadoren die Indianer aus Gier nach Gold. Pluendernde Englaender ueberfielen afrikanische Doerfer. Schaetze aber fanden sie nicht, aber sie konnten Sklaven mit nach Hause nehmen…” Denkt selbst drüber nach was ihr hier schreibt.
Heinrich

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Eintrag #9 vom 26. Jan. 2001 18:20 Uhr Daniel Jex  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Jex eine Nachricht zu schreiben.

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“nettes” museum betreffend foltermethoden gibts in rothenburg ob der tauber. nemmt sich komischerweise “kriminalmuseum”. wegen öffnungszeiten und eintrittspreisen schaut unter www.kriminalmuseum.rothenburg.de/index.htlm
gruß Daniel Jex alias “Falkenherz”

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Eintrag #10 vom 27. Jan. 2001 13:00 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Daniel! Soweit ich mich noch erinnern kann, besteht der Hauptteil dieser Sammlung aus der wilhelminischen Zeit. Daher ist “Kriminalmuseum” durchaus angebracht. Gruß v. Arlen

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Eintrag #11 vom 06. Feb. 2001 10:44 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, ich habe einiges in unserer Bibliothek noch was gefunden. Hier ein kleiner Ausschnitt: Wir gingen durch einen dunklen Korridor der vom erbärmlichen Wispern hoffnungsloser Häftlinge durchdrungen war und betraten einen Raum mit nackten Steinwänden, Schlitze entlang der Decke waren die einzige Verbindung zur Außenwelt. Zahlreiche Pechfackeln und zwei glimmende Kohlenbecken spendeten unbeständiges, zuckendes Licht. Ein Tulamide, von schöner gebräunter Haut, einnehmendem freundlichen Wesen, mit wachen schwarzen Augen, gekleidet in einfaches Linnen stand hinter einem klobigen Holztisch und wies mir zuvorkommend einen Stuhl zu. Kurz nach dem ich Platz in einer Ecke des Raumes genommen hatte, wurde ein zitternder Gefangener von zwei Soldaten im Ornat der Sonnentempelhüter hereingeführt. Der Tulamide ging mit einer geschmeidigen Gemächlichkeit um den Tisch herum, scheinbar ohne den Gefangenen zu beachten. Plötzlich holte er mit der rechten Hand aus und schlug dem Mann mit gewölbter Handfläche auf das rechte Ohr. Es gab einen dumpfen Knall, der Geschlagene winselte mit verzerrtem Gesicht. Gleich darauf folgte ein Hieb mit der linken Hand gegen das linke Ohr. Der Gefangene, der Ketzerei verdächtigt, massierte verzweifelt beide Ohren und seinen Unterkiefer. Der Tulamide stellte in sachlichem Ton mit melodischer Aussprache eine Frage. Die Antwort fiel unbefriedigend aus. Ein Schlag ins Genick, und der Gefangene ging in die Knie. Der Tulamide deutete auf den Tisch und die Soldaten zogen die erschlaffte Gestalt wie einen Sack auf einen Holzschemel. Der Tulamide riß den linken Arm des Gefangenen hoch, verdrehte ihn, bog die Finger nach oben und schob das Handgelenk durch eine auf der Tischplatte festgenagelte Lederschlinge. Eine Wache zerrte die Riemen fest. Der Tulamide zog einen Dolch hervor und rammte ihn neben sich in die Tischplatte. Der Gefangene zuckte zurück. Im Ausschnitt des Leinenhemdes des Tulamiden steckte eine Nadel, diese zog er jetzt mit einem Ruck heraus und präsentierte sie dem Gefangenen mit dem gleichen bescheidenen wie charmanten Lächeln mit dem er mir den Stuhl zugewiesen hatte. Es war eine lange, dicke Stecknadel mit einem purpurnen Stein als Kopf. Blitzschnell packte er mit der linken Hand den Daumen des Mannes und trieb die Nadel mit der rechten unter den Daumennagel des Gefangenen tief ins Nagelbett. Der Gefangene heulte auf. Der Tulamide schob seinen Kopf ruckartig über den Tisch und zischte eine Frage. Abermals fiel die Beantwortung unbefriedigend aus. Langsam, den Blick starr auf den Gefangenen gerichtet, zog der Tulamide den Dolch aus der Tischplatte. Er stellte dem Gefangenen weitere Fragen, erst beiläufig, dann mit Nachdruck. Der Tulamide verharrte wartend. Keine Antwort. Mit der flachen Seite der Klinge tippte er leicht auf den Nadelkopf. Der Gefangene schrie gellend. Einer der Soldaten hatte seinen rechten Arm mit einem schmerzhaften Hammerzangengriff verdreht. Unberührt legte der Tulamide den Dolch auf den Tisch, ließ sich in seinen gepolsterten Sessel zurückfallen und holte aus einer Schublade Federkiel, Tinte und Pergament. Er senkte die Feder mit Nachdruck in die Tinte und stellte in ruhigem Ton Fragen. Der Gefangene stammelte. Der Tulamide schüttelte mißbilligend mit einem Ausdruck des Bedauerns den Kopf und schob Tinte und Feder sorgsam von sich. Er griff nach dem Dolch und trieb die Nadel mit stetigem Klopfen tiefer ins Fleisch. Der Gefangene brüllte. Tränen rannen ihm aus den Augen. Dann vertauschte der Tulamide wieder gelassen den Dolch mit der Feder und wartete mit ermunterndem Blick. Der Gefangene zitterte und murmelte vor sich hin, verweigerte aber noch immer die Information, die der Tulamide haben wollte. Der Tulamide ließ schweigend einen Augenblick vergehen, dann seufzte er tief, schob Feder und Tinte von sich und nahm den Dolch wieder auf. Die Augen des Gefangenen folgten jeder der geschmeidigen Bewegungen des Tulamiden; Dieser hielt die Flachseite der Klinge über den purpurnen Nadelkopf, schaute den Gefangenen scheinbar fassungslos fragend an und klopfte dann mit langsamen, genau berechneten Schlägen die Nadel direkt ins Daumengelenk. Das schrille Geheul, das jeden Schlag begleitete, schien nicht aus der Kehle, sondern tief aus dem Inneren des gequälten Körpers zu kommen. Der Tulamide ließ die Rolle des geduldigen Fragenstellers fallen und begann hemmungslos zu brüllen, denn den Gefangenen verließen offenbar die Kräfte, sein Gesicht war rot angelaufen und schweißüberströmt, seine tränenden Augen glänzten irr, als er den Dolch über dem Nadelkopf pendeln und mit einem klatschenden Schlag auftreffen sah. Die Nadel durchbohrte das Daumengelenk. Pfeifend zog der Gefolterte die feuchte Luft in seine Lungen, zitterte, zuckte und stieß nervenzermürbende Schreie aus. Es schien als hätte der Tulamide den Widerstand endgültig gebrochen. Als das Geheul verstummte, begann der Tulamide wieder, ruhig Fragen zu stellen. Vielleicht hatte sich der Gefangene wieder unter Kontrolle, oder die unerträglichen Schmerzen ließen seine Stimmbänder versagen. Jedenfalls war der Tulamide über diesen Anschein von Trotz wütend, er zerrte am Kopf der eingerammten Nadel und schüttelte ihn. Die beiden Soldaten benötigten ihre ganze Kraft, um den kreischenden, sich wild aufbäumenden Körper niederzuhalten. Schließlich sank der Gefangene erschöpft zusammen und keuchte nach Wasser. Der Tulamide ergriff wieder die Feder, als der Gefangene zu sprechen versuchte, aber die Worte kamen pfeifend aus seiner ausgetrockneten Kehle . Auf einen Wink des Tulamiden hin nahm einer der Soldaten einen Kübel voll Wasser und klatschte dem Gefangenen den Inhalt ins Gesicht und den aufgerissenen Mund. Das Wasser belebte ihn so weit, daß er normal sprechen konnte. Sofort begann der Tulamide zu notieren. Immer wenn der Gefangene nahe daran schien, den Wortschwall seiner Geständnisse und Anzeigen anderer Beteiligter zu unterbrechen, brauchte der Tulamide nur Daumen und Zeigefinger dem Nadelkopf, der unter dem Daumennagel seines Opfers hervorragte, zu nähern, und schon sprach der Mann hastig weiter. Nach einem kurzen Verhör war der Tulamide am Ziel seiner Wünsche. Er sagte ein paar, fast freundliche Worte zu dem Gefangenen. Nach einem schnellen Ruck hielt er die blutige Nadel in der Hand. Der Ketzer, denn er hatte schließlich zugegeben einer zu sein, kippte halb ohnmächtig auf die Tischplatte. Der Tulamide wischte die Nadel im Haar des Mannes ab und steckte sie wieder in sein Hemd. aus E.A. Rauter “Folter in Geschichte und Gegenwart” Eichborn ISBN 3-8218-0806-3 entnommen und der Thematik angepasst
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #12 vom 06. Feb. 2001 18:46 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Angelo! Nicht grad nett. Aber was anderes, etwas, was mir während dem Lesen Deines Textes aufgefallen ist. Dieser Tulamide war ja auffällig freundlich; im Grunde sogar zu dem Gefangenen. Nun, wir wissen, daß die Henker im MA mit der unterste Stand war. Wir wissen, daß sie untereinander Heiraten mußten und der Beruf weitervererbt wurde. Was nun, wenn dem Sohn eines Henkers, dessen Nachfolge er antreten muß, dieser Beruf gar nicht schmeckt? Aber er muß es tun, denn sonst Hungert seine Familie! Wer stellt schon den Sohn eines Henkers ein?? Also fügt er sich in sein Los. Könnte mir gut vorstellen, daß eine solche Person so handeln würde wie Dein Tulmalide. Freundlich und Bedauern, den Mann weiter foltern zu müssen. Gruß v. Arlen

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Eintrag #13 vom 06. Feb. 2001 22:10 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, schön, schön Thomas, aber was heißt “der Thematik angepaßt” Und: *Ironie an* Gehen deine Postings noch länger? *Ironie aus* In der Kürze liegt die Würze… Ich weiß, ich bin Nörgler… Grüße Wiprecht

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Eintrag #14 vom 06. Feb. 2001 22:40 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Und was sagt uns Deine Aussage? Außer unangebrachtes nörgeln? Fragend v. Arlen

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Eintrag #15 vom 07. Feb. 2001 10:49 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, das kurze, prägnante, sachbezogenen Einträge mehr bringen als seitenlang abgetippte “dem Thema angepaßte” (inwiefern angepasst?)Romane, HPs oder ähnliches bringen. Dazu noch ein Verweis auf die Quelle, gerade bei Online-Quellen sehr gut zu machen. Meine Meinung. Und jetzt zerreißt mich… Wiprecht

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Eintrag #16 vom 07. Feb. 2001 19:40 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Martin, warum? Will heißen: Warum sollte man Dich zerreissen? Du hast doch recht!
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #17 vom 18. Feb. 2001 21:52 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Also echt! Da schreibt einer seitenlange Beiträge die ich persönlich interessant finde, man kann ja auch net alle Literatur parat haben oder sich jede Literaturempfehlung kaufen, lese und verarbeiten. Ja, und dann kommt einer und beschwert sich daß er das alles lesen muß. Martin, was willst Du hier wenn Dich das stört? Wäre simples weiterscrollen nicht einfacher gewesen als den Thread mit Infomüll zu füllen? Weil, mir ist es egal ob es Dich interessiert was Thomas schreibt. Wenn Du Streit suchst- es gibt in der Taverne echt genug Threads in denen sich die Leute unsachlich fetzen, rumnörgel weil ihnen was nicht passt oder drüber reden was sie sich abends kochen oder wo sie ihr Steak kaufen. Ich find sowas öde, aber vielleicht gefällt Dirs ja. Uli (in der Hoffnung daß man hier von kleinlichen TV Geplänkeln verschont bleibt)

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Eintrag #18 vom 21. Feb. 2001 18:44 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Leute, vorsicht mit der alten “im MA” Falle. Der Stand des Henkers hat alle Höhen und Tiefen erlebt (zumindest im zentraleuropäischen Raum). Vom ausführenden Arm der Götter bzw. des einen gerechten … Gottes, bis zum Schlächter als Persona non Grata. Was die Begriffe Strafe, Folter und Töten angeht, so muß sehr fein unterschieden werden. Für uns ist es aus heutiger Sicht sehr schwer den Symbolbegriff des MA zu erfassen. Weder das Leben als solches noch unser heutige Individualität waren z.B. um 1000 auch nur annähernd mit heutiger Wertschätzung bedacht. Der Sachsenspiegel enthält eine ganze Reihe von “angemessenen” Strafvorschlägen in denen der symbolische Bezug zur Tat klar erkennbar ist. Umgekehrt unterliegt die Anklage ähnlichen Zwängen. In manchen Gegenden war es Brauch die Hand eines Ermordete bis zu Gerichtsverhandlung aufzubewahren - nur so war der Tote (mit geringer lebendiger Unterstützung) in der Lage seinen angeblichen Morder “anzuzeigen”, mit der Hand auf ihn zu zeigen. Ob ein Täter nun beim Sünen stirbt oder nicht ist aus der naiv kanonisch verchristlichten Sicht dieser Zeit unerheblich. Hauptsache die Buße ist vollendet und die Seele wieder rein. Die aus heutiger Sicht oft unterstellte Form des Ausnutzen von minder gebildeten Volksgruppen, scheint meiner Meinung längst nicht so stark motivierend gewesen zu sein. Wer die Nöte von ßbten und Grafen (als Richter) liest stellt fest, daß der Eigennutz zwar oft erkennbar, aber keinesfalls als ursächlich zu bezeichnen ist. Soziologische Studien unserer Zeit belegen darüberhinaus, daß die Inflation der Folter, um ein Geständis zu erzwingen zu einem sehr großen Maße mit der, aus einem Geständnis resultierenden, Legitimation des Prozesses und damit nätürlich auch des Ausführenden, zusammenhängt. Kurz gesagt: Wen er es war, dann hat er auch alle Tourturen verdient!
Allen Stammtischphilosophen zum Grüße

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Eintrag #19 vom 25. Jul. 2001 22:08 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Grausig ...

… aber wissen will doch jeder, wie im Mittelalter Recht vollzogen wurde …
www.folter.at
Barbara

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Eintrag #20 vom 30. Jul. 2001 16:16 Uhr Manuel Fink   Nachricht

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Was mich mal interessieren wuerde, waere eine kurze Auflistung der Strafen, und fuer welches vergehen was angewendet wurde. Sagen wir mal Deutschland, 12. Jahrhundert. Die Folter will ich hier mal ausschliesen, das sie eigentlich zur “Wahrheitsfindung” diente, also nur zur untersuchung der tatbestaende, aber nicht als Strafe.
Wenn ich mich recht erinnere, gab es eben die Todesstrafe: Haengen, Ertraenken, Koepfen…..
Aber ab wo wurde die Todesstrafe angewand? Ich habe einige Textauszuege gelesen, bei denen schon fuer diebstahl die todesstrafe ausgesprochen wurde, aber nie, was genau der angeklagte getan haben soll.
Dann gibt es noch Leibesstrafen: Hand abschlagen, Brandmarken und aehnliches, auch hier kam der diebstahl vor, wieder keine ahnung, welche groeßenordnung gemeint ist.
Verbannung sollte eraehnt werden, passt ja nicht so recht in die anderen kategorien.
Und natuerlich noch die allseits beliebte Ehrenstrafen, das Anprangern mit verschiedenen “Utensilien”. Auch hier wieder Diebstahl…
Hat einer da genaue ahnung, sozusagen eine auflistung Verbrechen → Strafe
Bye
Perseus

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Eintrag #21 vom 11. Dez. 2001 12:31 Uhr Wolfgang Weber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Weber eine Nachricht zu schreiben.

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Die 1181 in Venedig in Kraft gesetzte Srafprozessordnung (erst 1999 von Michael Hörmann, Augsburg ins Deutsche übersetzt) ist im Buch Helmut Dumler: Venedig und die Dogen (Verlag Artemis und Winkler 2001 pp.132-5)auch in den Partien abgedruckt, die die Todesstrafe betreffen:
Diebstahl: Hängen bei Werten über 100 Goldstücken oder im Wiederholungsfall auch bei Werten darunter. Sonst Züchtigung bei Werten unter 20 G., Blendung bei Werten 20-100 G.
Raub: Abhacken der rechten Hand; Raubmord: Hängen
Mord: Hängen + Vermögenskonfiskation
Vergiftung: Hängen oder Verbrennen oder Hände abhacken
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Das Buch nennt auch auf S. 29-30 die Srafen der venezianischen Staatsinquisition, die seit 1539 wirkt und nur dem Staatsschutz dient, also nicht mit der kirchlichen Inquisition verwechselt werden darf, die viel mehr Menschen zu Tode gebracht hat, obwohl die Folter- und Staatsmord-Methodik vergleichbar war:
“… Folterkammer des Dogenpalastes, brutal aufgehängt an einem Seil in einer schmerzhaften Körperhaltung…” Hinrichtung mit auf den Rücken gebundenen Armen, um die Fussgelenke Eisenketten mit einem steingefüllten Sack, in Gewässern ins Wasser gestossen, wo kein Fischfang stattfand.
Von 1551-1775 wurden so 1273 Staatsfeinde umgebracht, also jährlich nennenswert weniger als in manchem heutigen UNO-Staat. Auch die heilige Inquisition der römischen Kirche verbrannte allein in Sevilla in nur 12 Jahren rund 2000 Menschen.
Gruss, ww

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Eintrag #22 vom 02. Jan. 2002 14:28 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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ist eine Methode, die im Dungeon in Edingburgh erwähnt wird.
Man binde einen Gefangenen auf den Rücken, lege ihm ein Brett auf den Bauch und beschwere dasselbe mit Steinchen. Dann kann man prima Wetten abschliesse, ab wieviel Kilo er es nicht mehr schafft, zu atmen. Unblutig und effizient.
Daumenschrauben wurden dort gerne für Hexen eingesetzt und beliebt war auch, die Leute mit den Ohren am Pranger festzunageln.
Es gab auch die Wasserfolter, wo die Leute gezwungen wurden, Unmengen zu trinken (bis zum Platzen sozusagen). Oder das berühmte Tröpfeln, das einen auf Dauer wahnsinnig machen kann. Oder schlichtes Blenden und Augen auslaufen lassen…
Nicole

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Eintrag #23 vom 21. Dez. 2002 17:28 Uhr Widego von Gittelde   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht folter

bei sodomie wurden der mensch und das tier zusammen in einen sack gesteckt und in den fluß geworfen. das ertrinkende tier geriet in panik, biss und trat aus das war eine zusätzliche qual füe den menschen.
es wurden aber auch tier vor gericht gestellt wenn zu zumbeispiel ein kind getötet haben und verurteilt.

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Eintrag #24 vom 18. Mrz. 2003 17:31 Uhr Klaus Stützenberger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Hallo Perseus

Deiner Anfrage nach einer Auflistung von Vollstreckungsmethoden ,sowie einem Verhältniss
von Strafmaß/Verbrechen schicke ich Dir mal einen kleinen Vorschuß.
Bei Beerfelden im Odenwald steht der älteste
noch erhaltene echte Mittelalterliche Galgen Deutschlands .
Die letzte Hinrichtung einer Delinquentin an diesem Dreipföstigen Galgen fand glaub ich etwa um 1810 statt.
Sie war Zigeunerin und hatte “nur” ein Huhn gestohlen.
Bis in kürze ,….. AMADEUS!

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Eintrag #25 vom 02. Aug. 2009 13:23 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zur Abwechslung etwas Wissenschaft: Richtstättenarchäologie

Falls mal wieder jemand auf diesen alten Thread stößt, hier eine Literaturempfehlung:
Jost Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie (Dormagen 2008). ISBN 978-3-938473-07-8.
www.amazon.de/[…]/393847307X
www.antikmakler.de/catalog/product_info.php/[…]/14[…]
Einen Blick in das Buch werfen kann man schon mal bei google-Books (books.google.de/books?id=0h_iNriP4k4C&dq ), aber noch viel besser ist es, das Buch selbst zu haben oder aus der Bibliothek zu leihen. Falls die es noch nicht haben, einfach auf die Wunschliste setzen und den Bibliothekar oder die Bibliothekarin fragen ;-). Man kann es per Buchhandel bestellen, aber das dauert ein paar Tage. Besser – natürlich auch für den Herausgeber ;-)) - ist es, es direkt zu ordern:
Bestellungen an archaeotopos-Verlag Jost Auler Dormagen,Schwanenstraße 12, D-41541 Dormagen oder JostAuler@arcor.de
Der Preis pro Buch beträgt 89,- Euro und das Buch ist im Oktober 2008 erschienen. Der Band Richtstättenarchäologie 2 ist für das Jahr 2010 projektiert; die Arbeiten an den Texten laufen bereits (frdl. Hinweis von Jost Auler unter www.chronologs.de/[…]/kopflos-arch-ologische-grabu[…]. ).
Wer ein wenig nach “Jost Auler” im WWW sucht, stößt schnell auf eine Reihe von ihm oder über seine Forschungen, so z.B.
Jost Auler, RICHTSTÄTTEN-ARCHÄOLOGIE. Grabungen an Orten des Grauens. Spiegel-Online vom 24.08.2005
www.spiegel.de/wissenschaft/[…]/0,1518,370449,00.h[…]
Im Mittelalter wurden selbst kleine Vergehen grausam bestraft. Delinquenten wurden geköpft, verstümmelt, gerädert oder ausgeweidet. Archäologen graben mit wachsendem Eifer an alten Richtstätten - und stoßen auf Spuren tragischer Schicksale.
Da viele Richtstätten und alte oder “illegale” Grabungen an diesen Orten nur lokal bekannt sind, freut sich Jost Auler immer über Hinweise zu weiteren (potentiellen) Fundorten. Wer also einen solchen Galgenhügel oder ähnliches kennt, bei dem vielleicht sogar in der Vergangenheit bereits Knochen oder ganze Skelette bei Bauarbeiten angetroffen wurden, sollte nicht zögern, sich unter der oben angegeben Adresse an ihn zu wenden. Er ist auch im Geschichtsforum.de unter dem Nick Galgenpapst aktiv:
Archäologie der Richtstätten
www.geschichtsforum.de/[…]/arch-ologie-der-richtst[…]
Inzwischen wird “Richtstättenarchäologie” fast schon zum Trend ;-). Jost Auler ist nicht mehr alleine, wie die zahlreichen “Gastbeiträge” in seinem Buch zeigen.
Die Berliner Historikerin und Archäologin Marita Genesis hat 2006 ihre Magisterarbeit an der Historischen Fakultät der Universität Potsdam über die „Scharfrichter in Brandenburg an der Havel“ eingereicht.
Siehe dazu u.a.
GESCHICHTE: Im Büttelhandfassgraben wusch sich der Henker die Hände. Historikerin hat die Arbeit der Scharfrichter in Brandenburg an der Havel erforscht. Märkische Allgemeine Zeitung vom 31.01.2009
www.maerkischeallgemeine.de/[…]/Historikerin-hat-d[…]
An die Magisterarbeit wird sich nun eine Dissertation an der HU Berlin zur Richtstättenarchäologie anschließen.
www.chronologs.de/chrono/blog/[…]/about
In diesem Rahmen führt sie seit zwei Jahren archäologische Grabungen mit Schülern und Schülerinnen gezielt an Hinrichtungsstätten durch. Hierzu gehören Grabungen an der Templerkomturei Chwarszczany / Quartschen (pl.wikipedia.org/wiki/Chwarszczany) in Polen durch:
Marita Genesis, Archäologie für Laien an der Templerkomturei Chwarszczany/Polen. . chronologs.de vom 12. August 2008.
www.chronologs.de/[…]/arch-ologie-f-r-laien-an-der[…]
Während 2007 hier ein Skelett gefunden wurde, dass möglicherweise ein Hinrichtungsopfer sein könnte, blieb die Grabung 2008 leider ohne das erwartete archäologische Ergebnis:
Marita Genesis, Schon vorbei?! chronologs.de vom 28. August 2008
www.chronologs.de/chrono/blog/[…]/schon-vorbei
Jugendliche präsentieren eine Woche lang deutsch-polnische Geschichte im Internet
Bewegte Zeiten hat der Ort Chwarszczany, wenige Kilometer nördlich der polnischen Grenzstadt Kostrzyn, hinter sich. Um das Jahr 1280 entstand hier eine Kapelle des Templerordens, im Mittelalter stand hier eine Richtstätte mit Galgen und im Schlesischen Krieg im 18. Jahrhundert trafen hier zehntausende preußische und russische Soldaten aufeinander.
www.epoc.de/artikel/965169&_z=798890
Mehr als buddeln und pinseln. Das deutsch-polnische Archäologiecamp vom 22.08. – 28.08.2008 in Chwarszczany/Polen
www.alumni-lenne.de/[…]/alumni_lenne_buddel_peter_[…]
Seit wenigen Tagen läuft nun eine weitere Grabung nun auf dem Gerichtshügel Alkersleben im Ilm-Kreis in Thüringen ( de.wikipedia.org/wiki/Alkersleben ) gemeinsam mit der Archäologischen Gesellschaft Thüringen und dem Thüringer Landesdenkmalamt:
Marita Genesis, Kopflos? Archäologische Grabungen an der Richtstätte Alkersleben im Sommer 2009. chronologs.de vom 06. Mai 2009
www.chronologs.de/[…]/kopflos-arch-ologische-grabu[…].
Marita Genesis, Der Vergangenheit ganz nah. chronologs.de vom 28. Juli 2009
www.chronologs.de/chrono/[…]/der-vergangenheit-gan[…]
Marita Genesis, Knochen, Steine und viel Sand. chronologs.de vom 29. Juli 2009
www.chronologs.de/chrono/[…]/knochen-steine-und-vi[…]
Marita Genesis, Neues aus der Erde. chronologs.de vom 30. Juli 2009
www.chronologs.de/chrono/blog/[…]/neues-aus-der-er[…]
Marita Genesis, Schöne Aussicht. chronologs.de vom 31. Juli 2009.
www.chronologs.de/chrono/blog/[…]/sch-ne-aussicht
Ich bin gespannt, welches Ergebnis diese Grabung bringen wird.

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Eintrag #26 vom 01. Aug. 2013 06:54 Uhr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Todesstrafen...

Hallo Zusammen,
zur Todesstrafe des Enthauptens habe ich bereits etwas im Thema “Richtschwerter” geschrieben: [Taverne, Thread: Richtschwerter]
Auch wenn sich die wenigsten der bereits hier behandelten Foltermethoden und Todestrafen im HoMi nachweisen lassen, möchte ich euch mal den Ablauf des “lebendig begrabens” und des “Pfählens” etwas genauer beleuchten. Viel Spaß!


Wie bei fast allen Bestrafungen der damaligen Zeit, gab es je nach Zeit und Gegend auch beim diesen beiden Todesstrafen verschiedene “Ausführungen/Durchführungen”.
Im Sachsenspiegel und den Mittelalterlichen Reichsgesetzen ist die Strafe des lebendig Begrabens & Pfählens nicht enthalten. Die Carolina forderte es nur bei Kindesmord. Trotzdem fand die Strafe ihre Anwendung. Und zwar recht häufig an Frauen und Männern die die Strafe der Unzucht begangen hatten.
Beim lebendig Begraben wurde der/die Delinquenten lebend und gefesselt in eine Grube (oft in der Nähe des Galgens) gelegt. Dies geschah wohl oft mit dem Gesicht nach unten. Um eine „Wiederkehr“ des Gerichteten zu erschweren, legt man, wie bei einem Selbstmörder, viel Dornengestrüpp auf/in sein Grab.
Lag die Person auf dem Rücken, bekam sie oft ein Rohr in den Mund gesteckt. Dies sollte nicht dazu dienen, dass die Person noch atmen konnte, sondern war dazu gedacht, der Seele die Möglichkeit zu geben, aus dem Toten Körper „auszufahren“. Hier spricht man auch von dem Begriff des „Seelenloches“. [Hinckeldey,1989:331ff]
Schumann und Hinckeldey schreiben zum „Pfählen“ in ihren Büchern, dass nach dem Begraben ein Pfahl in die Grube und somit den Gerichteten getrieben wurde. Dies geschah einerseits aus Aberglauben, um ein Wiederkehren des Toten zu erschweren, andererseits aber, um den Tod rasch eintreten zu lassen.
Darüber hinaus hatte das Pfählen noch die Bedeutung einer spiegelnden Strafe für den Notzuchtverbrecher, wobei die Frau, welche Opfer seiner Tat war, die ersten drei Schläge ausführen durfte, den Rest erledigte der Henker. [Schuhmann,1964:81vgl.Hinckeldey,1989:331ff]
Wie bei fast allen Strafen gab es je nach Ort, Zeit und Gegend unterschiedliche Auslegungen in der Durchführung. So verhält es sich auch mit dem Pfählen.
Zum Beispiel ist ein Fall aus Schongau bekannt, wo eine Frau (Anna Hörmannin) noch vor dem zuschütten der Grube gepfählt wurde. Erst als dies geschehen war, wurde die Gruppe zugeschüttet. [Schuhmann,1964:81]
Es war also nicht immer so, dass beim Pfählen der Delinquent immer vorher (Tod oder lebendig) begraben wurde, oder in einer noch offenen Grube lag. Es gibt auch belegte Fälle, wo dies “überirdisch”, für alle sichtbar, geschah. Im Jahre 1601 fertigte Wolf Neubauer in seiner Handschriftlichen Chronik von Nürnberg eine Zeichnung davon an. Hierbei handelt es sich um die Pfählung einer Frau der überirdisch (vermutlich im Jahre 1470) bei lebendigem Leibe ein angespitzter Holzpfahl durch das Herz getrieben wurde.
oi41.tinypic.com/2emzltf.jpg
Es sind auch Pfählungen von Ehebrechern überliefert, die gemeinsam, Bauch an Bauch aneinander festgebunden, von einem Pfahl durchtrieben wurden.
oi50.tinypic.com/nvcldu.jpg
Es wurden zum Pfählen nicht nur reine angespitzte Holzpfähle (die oft aus Eichenholz waren) benutzt.
Es sind auch Holzpfähle mit Metallverstärkter Spitze & auch große Eisennägel belegt. [Schuhmann,196,81]
Hier mal mein eigener Hammer mit Pfahl: oi48.tinypic.com/2f0f87o.jpg
Eine weitere Art des Pfählens kam erst im Gefolge der Türkenkriege nach Europa. Vorher war diese “Orientalische Art” des Pfählens in unseren Breitengraden nicht bekannt, wurde im Orient aber bereits seit dem 7. Jhdt. durchgeführt. [Barring,1980:112]
Hierbei wurde der/die Delinquent/in in knieender Körperhaltung ein langer eingefetteter Holzpfahl vaginal oder rektal eingeführt. War dieser bereits sehr schmerzhafte Schritt geschehen wurde der Pfahl samt der erst leicht darauf steckenden Person aufgerichtet. Nun sorgte das Körpergewicht des armen Sünders für das weitere Vordringen des Pfahles in/durch den Körper. [Barring,1980:117ff]
Es ist überliefert, dass stumpfe Pfähle ein längeres Leiden verursachten, da die Lebenswichtigen Organe wie Leber, Milz, Magen, die Lunge oder das Herz
nicht zerstochen, sondern beiseite geschoben wurden. So litt die Person länger und starb teilweise erst nach vielen Minuten. (meist an Blutverlust)
Wo bzw. ob der Pfahl wieder aus dem Körper austrat, war dem Zufall bzw. dem Zustand (spitz oder stumpf) der Pfahlspitze geschuldet bzw. überlassen.
Eine solche Hinrichtung, zu der es sogar noch einen überlieferten Holzschnitt gibt, war die Pfählung eines Missetäters im Jahre 1504. Der Mann (von Beruf Bäckergeselle) wurde mehrerer (genauer gesagt fünf) Morde überführt und vor den Toren Wiens in der oben beschriebenen Art & Weise hingerichtet.
oi49.tinypic.com/fxcs1z.jpg
Danke für eure Aufmerksamkeit. Bis bald… und man liest sich.
Quelle dieser Zusammenfassung:
- Götterspruch und Henkershand, von Ludwig Barring.
- Justiz in alter Zeit, vom Mittelalterlichen Kriminalmuseum R.o.T., herausgegeben von Ch. Hinckeldey
- Der Scharfrichter, von Dr. Helmut Schumann.
- Die Bilder findet man auch über Google : “Pfählung Mittelalter” u.a.

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Eintrag #27 vom 12. Aug. 2013 08:27 Uhr Carola (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carola eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die üblichen Vorurteile ...

Hier wird mal wieder das beliebte Bild vom ach so grausam blutigen Mittelalter bedient. Historisch gesehen, ist das Quatsch - jedenfalls im Hochmittelalter, wo Du das Thema eingestellt hast.
Die Beispiele auch mögen alle stimmen - aber der Sachsenspiegel ist schon Spätmittelalter, die Carolina frühe Neuzeit und aus dieser Zeit stammen auch die zitierten Beispiele. Das früheste, der bei Google gezeigten Bilder stammt aus dem 14. Jahrhundert, da war das Hochmittelalter schon lange vorbei. Die große Mehrzahl ist aus der Renaissance und dem Barock.
Besonders bedauerlich finde ich, dass Du dir offensichtlich bewusst bist, dass Du Geschichtsklitterung betreibst, denn Du schreibst in der Einleitung ja selber, dass sich “das wenigste” im Hochmittelalter nachweisen lässt. Tatsächlich kannst Du aber gar nichts belegen. Was bleibt sind reine Effekthascherei und Sensationsgier.
Finde ich Sch***

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Eintrag #28 vom 12. Aug. 2013 19:34 Uhr  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um eine Nachricht zu schreiben.

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für den Bereich Hochmittelalter gebe ich dir recht…
Da dieses Thema hier bereits vorhanden war, habe ich meinen Beitrag hier anghängt. Meine Bemerkung, dass “fasst nichts für’s HoMi belegbar ist”, war auf meinen und auf einige vorherige Beiträge bezogen. Du hast vollkommen Recht, es ist in meinem Beitrag tatsächlich kein einziger “Beleg” fürs HoMi vorhanden. Da dies in Beiträgen vorher bis dato auch nicht gestört hat, hab ich hier weitergeschrieben. Mein Fehler. Belege für’s HoMi kann ich natürlich nachreichen. Um “in der Zeit zu bleiben” muss ich mich demnächst noch mehr selbst überprüfen.
Bei meinen bisherigen Beiträgen handelt es sich um Zusammenfassungen - die zeitlich tatsächlich mehrere Jahrzehnte und auch Jahrhunderte umfassen können - von überlieferten Folter/Hinrichtungsarten aus verschieden Büchern zum Thema. Nicht mehr - und nicht weniger.
Diese Zusammenfassungen - bei der sich so gut wie jede meiner Aussagen durch Quellenverweise für jedermann überprüfbar macht - dient lediglich der Information über eine spezielle Thematik und zielt nicht auf reine “Effekthascherei” und “Sensationsgier”. Soetwas sieht - nicht nur vom Aufbau her - ganz anders aus.
Ich möchte dies nur klarstellen, weil ich mich - so wie du es darstellst - falsch verstanden fühle.

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