Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Frage zu Farben, Mänteln und Gugeln, 1. Hälfte 13. Jahrhundert

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Eintrag #4 vom 15. Jul. 2004 09:17 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Rot

Hallo Stefan,
rot als Farbe wäre für den Fußsoldaten (was ist der im Zivilleben? ;-) auch noch ok, billiger Krapp gibt bei Wolle ein schönes dunkles Rot.
Den Bauern war in verschiedenen Kleidungsvorschriften allerdings nur “grâbe” (“grau”, hier allerdings “ungefärbt”) als Farbe erlaubt, also z.B. Wolle in weiß(lich), beige, grau, braun, schmutzigschwarz.
Ich muß Joachim Recht geben, was die Alltagstauglichkeit des Radmantels angeht, ein Rechteckmantel ist praktischer. Der Radmantel hat aber durchaus Vorteile, allein von der Stoffmenge her (ein Dreiviertelmantel taugt auch als Notzelt ;-). Man tritt halt nur dauernd drauf und wird halb erwürgt, wenn er nach hinten rutscht ;-)
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter www.hochmittelalter.net

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Eintrag #3 vom 15. Jul. 2004 07:42 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Versuch einiger Antworten auf einige offene Fragen

Hallo,
mit den Farben Braun oder Grau liegst du auf jeden Fall richtig. Grau und Braun in seinen Schattierungen sind Naturfarben, bzw. Braun ist relativ billig zu färben.
Zum Halbkreismantel: M.E. ist er in der ersten Hälfte des 13. Jh. durchaus möglich (und mir ist bewußt das einige manche Bildquellen anders interpretieren).
Beide Verschlussmöglichkeiten, Fibel oder Schnüre, sind möglich. Beide Möglichkeiten sind auch in der Maciejowskie-Bibel zu sehen.
Grüße
Martin www.beinschnitzer.de

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Eintrag #2 vom 15. Jul. 2004 07:41 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rechteckmantel

Als Mantel würde ich Dir einen einfachen Rechteckmantel aus dickem Woll/Loden-Stoff empfehlen. Wird oben einfach mit einer Fibel verschlossen. Dadurch sind verschiedene Trageweisen möglich, einige davon behindern einen nicht mal bei der Arbeit oder beim Waffe halten (asymmetrische Trageweise, ein Arm bleibt weitgehend unbedeckt). Wenn Du irgendwo blöd rumsitzt und auf den Bus oder den Sommer wartest, kannst Du ihn Dir aber auch einfach über die Schultern werfen, was gut wärmt. ßberhaupt sparst Du Dir mit dieser Mantelform gleich die Decke :-) Vielleicht nicht gerade sehr modisch, aber auf jeden Fall praktischer als ein Radmantel.
Grüße aus der “hochsommer”kalten Mark
Joachim
Marca brandenburgensis AD 1260
Märkisches Leben zur Zeit der Askanier www.brandenburg1260.de

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Eintrag #1 vom 14. Jul. 2004 17:46 Uhr Stefan Weiß  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Weiß eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einige offene Fragen...

Also, wie fang ich am besten an?
Ich bin gerade dabei, meine Gewandung zu komplettieren. Jetzt möchte ich mir eine Gugel und eventuell einen Mantel anschaffen.
Dazu hab ich im Prinzip 2 Fragen, die erste bezieht sich auf die Farbe der entsprechenden Kleidungsstücke:
Meine Cotte wird blau sein, kein hellblau, ein kräftiges “normales” blau.
Jetzt bin ich am Rätseln, welche Farbe einerseits passend, andererseits auch in der Kombination vernünftig aussieht.
Gugel und Mantel sollen ja vor dem Wetter schützen und sind entsprechenden Einflüssen ausgesetzt. Würde man trotzdem edle Farben verwenden? Oder wäre braun angemessen, obwohl meine Darstellung nicht zu sehr in Richtung Bauer gehen soll, da ich entsprechend auch Ausrüstung für einen besser gestellten Fußsoldaten anschaffen werde?
Nach den Farbenleitfäden bleibt da nicht viel. Vom heutigen Empfinden her würde zu der blauen Cotte natürlich dunkelgrau sehr gut passen, aber eben da stellt sich mir die bekannte “a”-Frage.
Nach allem, was ich gelesen habe, wird dunkles grau auch dem Klerus als “helles schwarz” zugeordnet und wäre damit unpassend.
Wäre rot vertretbar? Zu bunt oder “teuer” soll das ganze ja auch nicht werden.
Ich hoffe diese Frage ist nicht zu “belanglos”, aber wirklich definitive Antworten habe ich bisher nicht gefunden. Auch anhand der Maciejowski Bibel bin ich nicht zu einem Ergebnis gekommen, da ich einerseits nicht weiß, was von den Farben da zu halten ist und andererseits oft ein grau nicht von einem hellblau zu unterscheiden ist.
Nun die zweite Frage:
Welche Mantelform wäre passend, wenn es kein schwerer Reisemantel werden soll? Sind Halbkreis- oder Dreiviertelkreismäntel für die Zeit 1200-1250 passend? Wenn ja, wie werden diese Verschlossen? Mit Stoffbändern oder Fibeln?
Ich würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen. Ich habe die Suchfunktion redlich bemüht. Sollte ich ein passendes Thema übersehen haben, tut es mir leid.
Gruß
Stefan

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