Ja, Hauptgrund war die Brmadgefahr.. Ein weiterer Grund ist, daß man in einem eigenen Küchenbau grozügigere Anlagen errichten konnte, die dem praktischen Verständnis entsprachen.
Es gibt allerdings auch genug Beispiele für Küchenräume, die in das Hauptgebäude inetgriert sind.
Festzustellen ist jedenfalls, daß die heutigen erhaltenen separat stehenden Küchenbauten dem (späteren) Spätmittelalter entstammen.
Die (ursprüngliche) Küche im Hauptbau der ronneburg z. B. stammt aus der Zeit 1327/30, als das Gebäude völlig neu in den größten Teilen neu erbaut wurde.
Die Entfernung von rein wirtschaftlich genutzten Räumen aus dem Wohnbereich läßt sich generell ziemlich parallel mit der Entstehung der Treppen“türme” und deren allmähliches Heraustreten aus der Gebäudewand zu einem eigenen, echten Treppenturm festhalten.
Die Masse der Küchen sind im Hochmittelalter und frühen Spätmittelalter nicht in eigens dafür geschaffenen Bauten zu finden.
Inwieweit die Entstehung, Verbreitung und Verbesserung der Kachelöfen damit zu tun hat, kann ich noch nicht sagen. Fakt ist, daß die Küche in kälteren jahreszeiten gerne als Aufenthaltsraum genutzt wurde oder die nebenan liegenden Räume wegen der Wärmeabstrahlung recht beliebt waren.
nun ein recht einfacher Grund dafür das die Küchen oft in seperaten Gebäuden waren, ist die Brandgefahr, denn die Feuergefahr war damals relativ hoch, und durch Räumlichetrennung sprich seperater Bau, ist nur das Küchengebäude wirklich gefährdet, das heißt aber nicht das alle Burgen nach diesem Schema gingen.
ich kenne Eure tolle Website von Freunden, die vor längerem weg gezogen sind. Selber bin ich in der Szene nicht aktiv.
Habe mich an Euch erinnert, weil ich in einem Mailwechsel mit Leuten, die die Wartburg besichtigt haben, einfach keine Lösung auf
folgende Frage finde:
“Ich frage mich bei solchen Bauten immer wieder, warum man so unpraktisch gedacht und die Küche weit entfernt vom Speisesaal (in diesem Fall in einem anderen Gebäude) untergebracht hat.”
Meine diversen Vermutungen hat mein Gegenüber wirkungsvoll entkräftet:
> Weil es keine geschlossenen Herde gab, sondern nur qualmende Abzüge über offenen Feuerstellen? Weil man das Gesinde auch mal ausser Hörweite plazieren wollte?
“Die Mauern und Türen waren damals doch so massiv, daß man wohl kaum viel mitbekommen hat, wenn man nicht gerade mit im Raum war. Und Gesinde wird sowieso meist irgendwo in der Nähe gewesen sein.”
> Weil es den Burgherren, ihren Gästen, aber auch dem Gesinde scheißegal sein konnte, ob da 20 Leute bedienten, die für jeden Gang 20 mtr. laufen mussten, oder 50 Leute Arbeit fanden, die jedesmal 50 mtr. um die Ecken zurücklegten?;-)
“Da ging’s wohl eher um einige 100 m. Wenn die damals nicht schon Geschirr hatten, das die Mahlzeiten längere Zeit warm halten konnte,
war das Essen kalt, bis es endlich auf dem Tisch stand. ;-)”
So, und jetzt stehe ich da. Es muss einfach einen Grund geben. Ich weigere mich zu glauben, dass irgend eine auch vorzeitliche Kultur, von einer kurzen Verzögerung in der Anpassung an sich wechselnde Umweltverhältnisse, Bevölkerungsdichte o.ä. mal abgesehen, eine mindere als die beste (am besten angepasste) Lösung für irgendwas hat. Wer mit Holz heizt, tut das z.B. wahrscheinlich, weil er im Wald wohnt, und nicht, weil er zu inkompetent ist, einen ßlofen zu erfinden.
Aber einen vernünftigen Grund für lange Wege zwischen Küchen und Speisesälen kann wohl nur jemand finden, der sich in Rollenspielen und Theorie mit dem Alltagsleben beschäftigt hat. Lasst mich bitte nicht dumm sterben!