Ulrich, wenn Du Interesse an einem Schwert hast, dann leg dich auf eine Zeit und Region fest,überleg erstmal, ob Du dann ein Schwert _brauchst_, schnapp dir nen Fotoapperat, und besuch das nächstgrössere Museum, da stehen in vielen Fällen Schwerter aus allen möglichen Zeiten rum.
Und bevor Du dir für mehrere hundert - ein Schwert kaufst (und soviel kostet eines das taugt. Für 100- bekommt man _kein_ taugliches Schwert, ausser für die Wand!), kauf Dir für vlt. 40-
Das auf dem Bild zu sehende Teil dürfte wohl am besten ins 21.Jhd passen ;)
Der Knauf ist wohl an frühe hochmittelalterliche Schwerter angelehnt, das Gehilz passt auch grob dazu, aber spätestens bei der Klinge (nicht am Gehilz beginnende Hohlkehle) hört’s dann auf.
Ergo schliesse ich mich wiederrum Alex’ letztem Satz an.
ich schließe mich zum einen Alexander im vorigen Post an, erst Deinen Darstellungszeitraum und dann die Ausrüstung zu wählen, zum anderen scheint das Schwert ein Fantasieprodukt zu sein, das sich an keinen historischen Vorbildern orientiert.
Die Knaufform ist meines Wissens historisch nicht belegbar, die Parierstange ist deutlich zu massiv und von der Form her ungewöhnlich und die Griffwicklung ist sehr schlampig ausgeführt.
Eine gute ßbersicht über historische Schwerttypen bietet das Buch “Records of the Medieval Sword” von Ewart Oakeshott.
Ich bin ganz neu und bin vom Bogenschießen dazu gekommen mich für mittelalterliche Darstellungen zu interessieren. Ich hoffe ihr könnt mir mal aushelfen:
Auf einem Mittelaltermarkt habe ich ein schönes schaukampftaugliches Schwert gefunden. Es ist gut ausgewuchtet und verarbeitet. Zumindest hatte ich den Eindruck und ein Freund der sich schon lange damit beschäftigt meint dies auch.
Jetzt habe ich aber hier und an anderen Stellen gelesen, dass eine Einhänder zwichen 0,8 und 1,2 kg wiegt und da kommen mir doch bedenken. Hier mal die Daten des Schwertes:
Gesamtgewicht: ca. 1710g
Gesamtlänge: ca. 103cm
Klingenlänge: ca. 84cm
Klingenbreite: an der Fehlschärfe 5cm breit, 3cm vor der Klingenspitze 3cm
breit
Breite der Parierstange: 18cm
Der Knauf ist genietet
Ich weiß es ist recht lang, aber ich bin auch ziemlich groß, insofern finde ich, dass es gut zu mir passt.
nunja, ein historische Vorbild für speziell dieses SLO (schöner Begriff Michael) ist mir nicht bekannt.
Andererseits gab es ausweislich der Bilder, Illustrationen, Bücher und anderer erhaltener Quellen aus dieser Zeit eine riesige Anzahl Schwerter unterschiedlicher Länge und Aussehen.
Es wird vielleicht auch irgendwann mal so ein Schwert mit relativ überlangenm Gehülz gegeben haben, allerdings wohl aus einem besseren Material und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit wesentlich geringerem Gewicht, damit man nicht nach drei Häuen oder Stichen mit Sehnenscheidenentzündung nach hause geritten/gegangen ist.
Zum Thema Kampf schlage ich Dir die Suche in den entsprechenden Threads über Waffen und Fechten hier in diesem informativen Forum vor.
Da wird zum Thema Schwertkampf und Fechten eigentlich samt weiterführenden Links genug angeboten.
Auf die Schnelle und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
www.zornhau.de
drei von vielen englischsprachigen Foren/Gruppierungen
Das ist das Braveheart Schwert, mit dem Mel Gibson im gleichnamigen Film herumgefuchtelt
hat - mehr nicht. Ein historischer Hintergund ist bei Filmschwerten - wenn überhaupt - nur selten vorhanden. Btw. die “Originalänge” läge außerdem noch bei 132cm oder so. Mitt seinen 111cm wärs nicht mal ein originales “movie sword”
Ja danke für eure Kaufberatung, aber ich will das Teil nicht kaufen. Mich interessiert nur der Hintergrund. Ich meine halt wo und wann damit (oder dem historischen Vorbild, falls es eins gibt) gekämpft wurde.
Ich würde mich freuen wenn ich in der hinsicht noch einige Infos bekommen könnte.
Dieses SLO (sword like object) ist in der Regel als “Braveheart”-Schwert bekannt. 2.5kg auf 111cm läßt das eher eine Eisenbahnschiene sein. Ich würde es allerhöchstens nur als “Wallhanger” verwenden. Aber da kauf ich mir lieber ums gleiche Geld was solideres vom Jiri.
Ich hab mir mal die Seite angesehen, dort ist es auch
( www.melbar.de/Blankwaffen/Schwerter/[ ]/A2160k.php?[ ] ) besser zu sehen. Also im Menü steht es als “Schaukampf kurzes Claumore”. Letzteres ist ein Begriff aus Schottland und bezeichnet (Claymore → langes Schwert) schlicht die im 16ten verwendeten zweihändig zu führenden Schwerter, in der Seite steht (?!) wiederrumn “Fränkischer Gassenhauer”.
So wie ich das en detail sehe, erkenne ich keine kronkrete VOrlage, zumal das Teil 2,5kg(!!) wiegt, also eher- gelinde gesagt- über dem Typischen Gewicht historischwer Schwerter (bei grad mal 111cm Länge wohlgemerkt)
Ich hab keine Ahnung, was Du damit vorhast, aber wenn es nicht nur an-die-Wand hängen ist, würd ich sagen: Finger weg.
Naja, das Teil sieht von der Form etwa wie ein Oakeshot Typ XX oder XVII aus, ich würd das mögliche Vorbild mal grob Mitte 15tes bis Anfang 16tes einordnen, also ein langes Schwert
(jemand andere Vorschläge?)
Die Frage is nur, ob die Frage nicht besser an den Hersteller gerichtet wäre “was hat dieses Schwert für ein Vorbild” etc.
Und, sofern das ganze eine Sicht ob darstelletischer Gründe ist, wäre die Richtung
→ welche Zeit mache ich
→ was für Schwerter wären für meine Darstellung gebräuchlich gewesen
Ich interessiere mich für dieses Schwert hab aber leider kein Hintergrundwissen zu dieser Klinge. Deshalb würde es mich sehr freuen wenn mir jemand sagen könnte woher und von wann diese Klinge stammt. Halt so ein wenig Backfround dazu.