Ich bräuchte Hilfe wegen einer Kopfbedeckung aus der Kreuzfahrerbibel. Mein Problem ist, dass in der KFB drei verschiedene Arten von Kopfbedeckungne für Frauen vorhanden sind. Ein Schleier (Kopftuch) , ein Gebende und noch ein Schleier, der noch um den Hals gewickelt wird. Ich weiß jetzt nicht, was zu meiner Darstellung einer Frau niederen Adels um 1250 passen würde. Ich als Neuling brauche Hilfe, da ich keinen Fehler begehen möchte.
Ich persönlich weiß mittlerweile, wie ich ausmessen muss.
(Und die früheren Erfahrungen von meiner nähenden Mutter und Lehrinhalte aus dem Handarbeitsunterricht, von vor x-Jahren (die ich ganz verdrängt hatte) sind mir auch wieder ins Gedächtnis gekommen.
Aber ich denke für andere Neueinsteiger (bin ja selbst mittlerweile richtig “drin”) wird’s hilfreich sein.
ihr habt schon Recht mit der Kritik an der Seite - von wegen larplastig, Maschinennähten und teils doch seltsamen (unmittelalterlichen) Kleidungsstücken.
Ich fand sie trotzdem insoweit hilfreich, als dass dort Angaben zum Ausmessen des Menschen, der eingekleidet werden soll, gemacht werden.
Das ist ein Problem, das sich für einen Anfänger stellt:
Wenn man noch nie Kleidung, die auch passen soll, genäht hat, steht man erst mal da, wie ein Kind vor’m Dreck und fragt sich: “Tja, ich weiß zwar, was ich mir nähen will, aber wie bitte setze ich meine Körpermaße in einen Schnitt um?”
Genau dazu habe ich mir die Beschreibungen auf der Seite angesehen und fand sie recht hilfreich.
Außerdem ist eine sinnvolle Reihenfolge zum Zusammennähen angegeben, was nicht jedem Anfänger per se klar sein dürfte.
Wenn man das versteht, kann man sich an die “A”-Schnitte geben.
Sorry, hätte ich wahrscheinlich in meinem ersten Mail besser differenzieren sollen.
Also, dann schränke ich meinen Tipp zu der besagten Seite mal ein:
Es gibt gute Hinweise zum Ausmessen und Anpassen eines Schnitts sowie der Reihenfolge, in der das Zusammennähen sinnvoll stattfinden kann. Für angemessene mittelalterliche Schnitte bitte in den anderen Webseiten nachsehen.
Btw.: auch mir scheint diese Seite eher Larplastig zu sein. Aber Martin hat es mit “dubios” auch ganz nett betitelt. Ich empfinde die Ausarbeitungen als etwas arg oberflächlich, trotz der vielen Worte.
Ganz nett ist doch das Bild mit den vielen Nähmaschinen (surrrr) auf einem Tisch, während des “Workshop´s”. ;o)
Zu Frage 1: Würd ich auch so sehen. Wobei im 13. Jahrhundert prinzipiell die Kleider so geschnitten sind, daß das Untergewand nur beim Raffen des Kleides sichtbar wird. Wenn Ihr nicht alles gleichzeitig fertig bekommt, würde es vermutlich erstmal niemanden stören, wenn das Untergewand fehlt. Was Du allerdings in Deiner Aufzählung vergessen hast, sind genähte Strümpfe (analog zu den Beinlingen der Männer, nur meist nur bis zum Knie) und Schuhe.
Zu Frage 2: Ich würde die Kopfbedeckung als Schleier bezeichnen, wenn wir die gleiche Frau meinen. Die Auflösung des Bildes ist ja nicht wirklich hoch, aber mir scheint, daß er hinten noch ziemlich weit runterhängt und man oben Ecken sehen kann, also würd ich von einem rechteckigen oder quadratischen Leinentuch ausgehen. Wie es allerdings auf dem Kopf befestigt wurde, darüber haben wir uns auch schon anderswo den Kopf zerbrochen.
Zu Frage 3: Ich würde zunächst wirklich von einem Gürtel ausgehen. Die London-Funde kennen immerhin ganz unterschiedlich wertvolle Ausführungen von Gürteln, neben denen mit aufwendigen Beschlägen auch die, die nur aus einer Schnalle und dem Lederriemen bestehen. Von Kordeln als Gürteln ist mir hingegen - außer bei den Franziskanern - nichts bekannt.
Zu Frage 4: Als Tasche käme z.B. ein Almosenbeutel in Betracht, der hier auch schon irgendwo beschrieben wird. Kurzfassung der Beschreibung: rechteckiger Beutel mit einem an beiden Seiten befestigten Band, mit dem der Beutel an den Gürtel gehängt wird, und an der ßffnung eine Reihe Löcher, durch die zwei Bänder zum Zuziehen gezogen werden.
Zu Frage 5: Ich weiß natürlich jetzt nicht, welche Darstellung Du meinst, aber wenn sie ein bodenlanges Kleid trägt und dauernd durch nasses Gras oder Matsch laufen muß, wird frau erfinderisch, was das Hochstecken des Kleides im Gürtel anbelangt.
da ich endlich meine Freundin überzeugen konnte auch ein Gewand zu tragen und wir zeitlich halbwegs gleich liegen wollte haben wir uns für eins aus der Kreuzfahrerbibel entschieden.z.B. so eins(Das dunkelblaue unten) www.vogtvonhunolstein.de/Internes/[ ]/kfb037.jpg
Jetzt meine Fragen dazu:
1) Das Gewand besteht ja aus dem Kleid mit den eng geschnittenen ßrmeln, einem Untergewand, der Kopfbedeckung und einem Gürtel richtig?
2) Ist die Kopfbedeckung eine Coif? Wo könnte man dazu Schnittmuster finden? Und wie ist die Trageweise?
3) Wie wurde das Obergewand verschlossen? Wirklich ein Gürtel oder nur eine Art Kordel?
4) Welche zusätzlich Gegenstände wären für diese Darstellung typisch? Taschen/ Beutel?
5) Es gab auch noch eine Darstellung wo ein Stück des Kleides hinter den \“Gürtel\” gerafft wurde. Ist das ein anderes Kleid oder nur ein modischer \“Trick\”
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Kenne mich mit weiblichen Gewandungen so gut wie garnicht aus.