leider habe ich auch keine wirklichen Belege für die Verwendung der Franziska als Wurfbeil gefunden. Allerdings sind die ßxte durch ihre Formgebung hervoragend zu werfen. Durch die leichte S-Form und die dadurch hervorstehende Spitze sind Wurf- und Treffeigenschaften sehr gut.
Noch zum Thema effektivität: Man stelle sich mal vor, daß man in einem geschloßenen Schildwall steht und von der gegnerischen Seite kommen zuerst einmal dutzende von ßxten geflogen, die sich in die Schilde oder Mitstreiter schneiden. Huahhhh! Ich finde schon, daß es auf jeden Fall effektiv gewesen wäre.
@ Thomas
Obwohl jetzt noch nicht wirklich geklärt ist ob Franziskas geworfen worden sind möchte ich noch auf eine Deiner ursprünglichen Fragen eingehen. Nämlich wie man das Axtwerfen übt:
Die ersten Wurfübungen würde ich mit einem kleinen Billig-Beil aus dem Baumarkt (kriegt man oft bei Sonderangeboten für ca. 5 EUR) machen. Dann erst mit der etwas teureren Franzi.
Stelle Dich etwa 3 Meter vor die Wurfscheibe. Nun wirf die Axt so das sie sich einmal dreht und in der Scheibe zum stecken kommt. Wichtig dabei ist, daß sich die Axt möglichst vertikal einmal um die eigene Achse dreht und nicht schräg fliegt. Experimentiere auch mit Deinem Abstand zur Scheibe. Jeder hat seine eigene Idealentfernung. Das solltest Du solange üben bis es wirklich gut klappt.
Dann kannst Du den nächsten Schritt üben. Stelle Dich in doppelter Entfernung also ca. 6 Meter von der Wurfscheibe auf und werfe die Axt so, daß sie sich zweimal dreht und dann in der Scheibe steckt. Das dann wieder üben, üben, üben, …
Danach kannst Du es dann mit 9 Metern und drei umdrehungen versuchen. Aber ab der Entfernung wirds wirklich schwierig.
Was beim Axtwerfen wirklich wichtig ist, ist das Abschätzen der Entfernung zum Ziel und somit die richtige Anzahl der Umdrehungen, bis die Axt das Ziel trifft.
Viel Erfolg beim üben, und nicht den Mut verlieren wenn´s nich gleich klappt.
sorry, aber mich hast Du noch nicht überzeugt. Allerdings bin ich auch vom Gegenteil nicht sicher. (Natürlich verstehe ich, daß ein Schmied Probleme damit hat, daß jemand seine Erzeugnisse einfach so wegwirft … ;-) )
Mal im Ernst. Deine Argumente sind recht schlüssig und überzeugend, aber halt nur Argumente. Wenn man das Beispiel des “weggeworfenen” teuren Materials nimmt, hätte man auch Lanzen nicht geworfen …
Die spaltende Wirkung ist doch prinzipiell bei Rüstungsteilen nicht schlecht, vor allem wenn man sich die Rüstungen der Frankenzeit ansieht, oder? (Vor allem die nicht vorhandenen Pferderüstungen!) Außerdem hat eine rotierende Axt u.A. eine schneidende Wirkung, welches sie von z.B. einem Stein unterscheidet. Darüber hinaus macht es auch Sinn eine kleine, kompakte “Distanzwaffe” zu haben (wie war da noch die Geschichte des David? Ok, ok, vielleicht ein bißchen weit hergeholt). Aber wie gesagt, es gibt doch einige Argumente FßR das Werfen von ßxten.
Ich bin absolut Deiner Meinung, das Bild der sinnlos wurfaxtschleudernden Franken zu überarbeiten, aber dafür hätte ich halt gerne ein paar Belege. Und damit meine ich FßR als auch GEGEN das Werfen. Ich wüßte nämlich auch gerne, wo das herkommt und ob es stimmt …
…Ich glaube, das war in einem Thread, wo´s eigentlich um Saxe ging.
Die Sache bei der Franzi ist nämlich folgende:
- Der normalerweise sehr große Keilwinkel spricht stark für einen Einsatz zum Holzspalten o.ä.
Rüstungsbrechende Qualitäten halte ich für spekulativ, zumal man schon sehr genau und auch sehr kräftig werfen müßte, damit da noch was ankommt.
- Einmal geworfen ist sie sozusagen “futsch”. Viel teures Material wäre damit verloren. Es gibt billigere Dinge zum Werfen, die auch nicht viel weniger Schaden anrichten (z.B. Steine ;-))
- Eine Franziska eignet sich erprobtermaßen sehr gut für besagte Arbeiten im Holzbereich (grobe wie feine).
Ich sage nicht, das man sie nicht werfen KANN, ich halte das Alte Bild des Wurfaxtschleudernden Franken allerdings für stark überarbeitungsbedürftig.
So, das war´s im großen Ganzen. Viel Spaß beim “In der Luft zerreißen”
Also, das Werfen übt man am besten mit viel Geduld! Und ggf. ein paar Ersatzschäften…
Ich selbst gehe NICHT davon aus, das eine Franziska je zum Werfen gedacht war (hab ich schon mehrfach gesagt, und das hier wird bestimmt noch in den entsprechenden Thread verschoben).
Die Franziska dieses Herstellers kenne ich.
Die Qualität ist nicht schlecht aber auch nicht besser, als für den geringen Preis zu erwarten. Die Angabe “Wurftauglich” kann man aber durchaus stehen lassen. Schön isse auch. Also: Kann man ruhig kaufen.
Der “A - Faktor”:
Nich so doll, das Blatt ist viel dünner, als bei den Franzis, die ich aus den Museen kenne und die Form stimmt nicht ganz. Unter den bereits genannten Aspekten könnte man aber darüber hinwegsehen, speziell was das Finanzielle angeht.
Ob Brünierung “A” ist, weiß niemand so genau, es gilt jedoch als unwahrscheinlich (zumindest bei Klingen) und ich teile diese Ansicht. Stimmiger ist wahrscheinlich eine saubere Politur (verringert auch die Reibung beim Arbeiten erheblich und ist deshalb sinnvoll).
Allerdings schützt die Brünierung ein wenig vor Rost. Zum “ßben” also wieder sinnvoll.
Alles in Allem:
Gutes Preis - Leistungsverhältnis mit geringem “A - Faktor”.
würd mir gern eine franziska zulegen und diese nicht nur an die wand hängen. sprich das ding werfen, bzw. die alltagstauglichkeit im bezug auf holzhacken, etc. (was man halt mit einer axt so tun kann) testen.
hab allerdings auch schon brünierte f. angeboten gesehen und muß bezwiefeln, daß dies irgendwie a ist.
und/oder kann mir eine bessere bezugsquelle nennen.
des weiteren: wie wirft man die teile?? (in sinnvoller art und weise; weil ich hab keine lust erst 500 stiele zu zertrümmern, bis ich den dreh raus hab - jaja ich weiß schon, ohne üben geht nix)
leider isnd wir heir in öst. punkto mittelalter nicht gerade gesegnet.