Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Frauen mit Kind aber ohne Mann

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Eintrag #1 vom 29. Jun. 2008 20:51 Uhr Rebecca Galgenmüller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rebecca Galgenmüller eine Nachricht zu schreiben.

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hallo ihr lieben, ich bin auch noch ziemlicher Neuling.gab es um1287 bestimmte merkmale für frauen mit Kind aber ohne mann. oder wurde diesen Fraune irgendwie das Leben Schwer gemacht. gab es sollche Fraune imHöheren Stand.
würde mich freuen einige antworten zu bekommen. die frage ist vielleicht etwas schwer verständlich aber ihr wisst bestimmt was ich wissen will;-)
Grüssle

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Eintrag #2 vom 29. Jun. 2008 23:23 Uhr Dorothee (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothee eine Nachricht zu schreiben.

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…ob Du als Alleinerziehende eine Dame des Adels darstellen kannst?
Also,ich vermute ja mal, dass eine Edeldame wohl verheiratet war oder im Kloster..und wenn verwitwet, dann hatte sie genug Geld für eine Ausstattung samt Amme.
Oder sie hatte ein Schäferstündchen mit Folgen, aber solche Kinder wurden irgendwie großgezogen, ob als Bastarde im Haus oder bei einer Amme.
Ansonsten denke ich..*jaja,ich weiss..ich soll nicht schreiben “ich denke,ich glaube”..zwinker*..dass es um 1287 sowieso nicht die heutige,moderne Familie gab mit Papa im Erziehungsurlaub,der freudig mit den Kids auf dem Spielplatz rumtollt. Vermutlich waren die verheirateten Edeldamen genauso mehr oder weniger allein mit der Kinderaufzucht wie eine “Alleinerziehende”.
Das waren meine Gedanken zur Guten Nacht und ebensolche wünsche ich.
Lotta

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Eintrag #3 vom 30. Jun. 2008 09:15 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Also mich stört an der Fragestellung etwas die Formulierung “wurde ihnen das Leben schwergemacht”, da schwingt wieder der moderne Ansatz emanzipatorischer und “aufklärerischer” Aburteilung mit.
Fakt ist, im späten 13ten Jahrhundert war die Soziologie eine gänzlich andere. Und in dieser waren Mütter ohne Mann sowohl gesellschaftlich, religiös etc. nicht gerade das Ideal, vorsichtig formuliert. Und das gilt durch alle Stände.
Je geringer der Stand freilich, desto größer die Wahrscheinlichkeit, in absolute Armut abzurutschen, da Frau alleine teils nicht genug verdiente, um ihr Leben zu finanzieren. Kommt da noch ein Kind dazu, hilft oft nur, dieses in Ein Kloster zu geben, selbst in eines zu gehen etc.
Auch in höheren Ständen, in denen ja auch nicht kein Einkommen durch eigene Arbeit vorhanden war, hiess dann die beste Chance, wieder zu heiraten. War die Frau mit großem Gut oder dergleichenm gesegnet, könnte sie das theoretisch abwenden.
Darüber hinaus gibt es auch Fälle, bei der Witwen das Geschäft oder den Beruf ihres Mannes übernahmen, wobei eben wieder obiger Punkt greift, das hängt vom Geschäft oder Beruf und der finanziellen Situation ab, aber selbst hier gilt: ohne Mann war sie ungeschützt. Im späteren Mittelalter waren solche Fälle häufiger als im hohen, meiner bisherigen Information nach, dort kamen auch Mitgliedschaften in Zünften vor.
Ich empfehle u.a.:
-Judith Bennet und Amy Friode: Singlewemon in the european past, 1250-1800, Phil. 1999
-Brenda Bolton: Vitae Matrum: A further aspect of the “frauenfrage”, in: “Medieval wemon”, Derek Barker, S. 253-74, Oxfort, 1978
-Carla Crasgrande: “The protected woman”, in “A history of women in the west”, aus: “Silences in the middle ages” Cambridge, Mass, 1992
-Elisabeth Castelli: “virginty and its meaning for wemons sexuality in early christianity”: Journal of eminist studies in religion 2, Seite 61-88
- widowhood and overty in late medieval florence aus der Reihe“ charity and the poor in medieval and renaissance europe ” in contunuity and changce 2, nr. 2, Seite 299-311
- Besonders: Claudia Opitz: Frauenalltag im Mittelalter: Biographien des 13ten und 14ten Jahhunderts. Weinheim, 1985
Bei Bedarf und näherer Eeinschränkung vlt. kann ich noch mehr nennen, Studien gibt es für verschiedene Länder und Städte (Frankreich/Paris, England, Niederlande usw.)

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Eintrag #4 vom 30. Jun. 2008 11:02 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Neben den historischen Hintergründen stellt sich mir die Frage, wofür das wichtig ist?
Da du dich als Neuling bezeichnest, gehe ich mal davon aus, daß es um deine Darstellung geht.
Da würde ich die Sache ganz locker sehen, wenn du nicht grade das Rollenspiel der einsamen Witwe gibst, ist in der kurzen Zeit einer Veranstaltung der Unterschied zwischen einer Frau, die keinen Mann hat, und einer Frau, deren Mann grade nicht anwesend ist, sowieso nicht vorhanden.
Was ich damit sagen will:
Natürlich ist das Sozialgefüge der jeweiligen Zeit ein interessantes Thema, aber ich finde es unnötig bis teils sogar kontraproduktiv, sämtliche Umstände in ein Rollenspiel zu pressen.
Sprich, mach einfach die Darstellung deiner gewünschten Frauenrolle gut, das ist erstmal das wichtigste, und laß das Thema des fehlenden Mannes einfach beiseite.

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Eintrag #5 vom 30. Jun. 2008 19:37 Uhr Rebecca Galgenmüller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rebecca Galgenmüller eine Nachricht zu schreiben.

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erstmal dankeschön für die Antworten!
werde mich mal rein ´lesen!
und warum ich das wissen möchte, weil es mich einfach intressiert. nicht wegen meiner Darstellung.

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