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Eintrag #10 vom 27. Sep. 2005 13:40 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich weis ja nciht ob ich was beitragen kann, aber ich hab hier ein Bild einer Bogenschützin gefunden: www.gelfling.dds.nl/index.html –> Wardrobe –> in der Bildansicht “Early 14th century clothing” auf das einzigste Bild klicken. Sorry verwendet Frames.
Liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #9 vom 27. Sep. 2005 09:09 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
…ich darf auf die Erwähnung von Bogenschützinnen durch die arabische Seite bei den Kreuzzügen verweisen, so im Brief des Statthalters an Saladin bei der Belagerung von Akkon. Hierin wird die Beteiligung von gepanzerten Frauen (Leichenfunde) erwähnt, ebenso die verheerende Wirkung der Bogenschützin mit dem grünen Mantel, die als Scharfschütze sich die Kämpfer auf den Mauern vorgenommen hat. Den blutigen Mantel und die Waffen der getöteten Schützin wurden Saladin vorgelegt als Beweis für die Härte der Franken, die selbst ihre Frauen in den Kampf sandten.
Dazu empfehle ich die Literatur von R. Pernouds “Frauen zur Zeit der Kreuzzüge” und Gabrielis “Die Kreuzzüge aus arabischer Sicht”.
Daß bewaffnete Frauen auch mit Schusswaffen antraten wird anderweitig auch erwähnt, aber derzeit fehlt mir die Zeit, danach zu schauen, sorry.
Wer sich mit der Frage nach Frauen und Schußwaffen (ich zähl mal die Armbrust dazu) auseinandersetzt, solte sich auch mit dem Status des Schützen im zeitgenössischen Kontext auseinandersetzen, ebenso mit der Waffentechnik.
Der Bogen an sich ist nicht sofort mit dem Ungetüm “Walisischer Langbogen à la Agincourt” gleichzusetzen, das mit 80-112 lbs. nur für trainierte Athleten taugt.
Der normale Bogen im HMA hatte so 30-60 Pfund, wie die Originale aus dem späten 13. Jhdt. auf Burg Eltz belegen. Somit kann auch eine in Feldarbeit oder der Jagd trainierte Frau diese Waffe benutzen.
(Dazu mehr Anfang nächsten Jahres nach Abschluss der Arbeitsgruppe zu Frauen im HMA von Frau Kunterding.)
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #8 vom 26. Sep. 2005 23:17 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gabi,
um auf Deine Frage nach Infos über weibliche Bogenschützen zurückzukommen: Im Thread 1769 ist ein Bild verlinkt, ein anderes findest Du unter
www.civitas-medievalis.net/control.php?[…]
Ich habe leider zu dem von mir verlinkten Bild keine weiteren Infos finden können, von der Kleidung her scheinen die Damen eher spätmittelalterlich zu sein. Kaninchen wurden erst mit dem Hochmittelalter in Deutschland eingeführt, der Bogen ist relativ kurz und die Zweiteilung deutet auf Eibe hin.
Berufsmäßige Bogenschützinnen habe ich keine Infos, in der Argumentation spielt meines Erachtens erneut eine Rolle, dass sich das Ziehen eines 70 bis 90 Pfund Bogens weniger mit Schwangerschaft verträgt und die Frauen halt sehr viel schwanger waren.
Jeanne d’Arc wurde in ihrem ersten Prozess u.a. wegen des Tragens der männlichen Kleidung verurteilt, jedoch zu lebenslanger Haft bei Wasser und Brot. Im ersten Prozess hatte sie akzeptiert, keine Männerkleidung mehr zu tragen.Da sie eine politische Zeitbombe war, wurden ihr die Frauenkleider weggenommen und Männerkleider hingelegt, so dass sie die Wahl hatte, letztere anzuziehen oder nackt zu bleiben. Sie zog die Männerkleidung und wurde darum erneut wegen Heresie vor Gericht gestellt und verurteilt, dieses Mal zum Tode. Insbesondere im letzteren Fall, der zur Hinrichtung führte, ist von Waffen oder Rüstung nicht die Rede und es kann wohl auch davon ausgegangen werden, dass ihre Bewacher weniger das Risiko eingegangen wären, ihr beides zur Verfügung zu stellen (Quelle: Histoire Médiévale, September 2003). Falls es da keine gegenteilig lautenden Quellen gibt.
MfG
Nicole
Nicole

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Eintrag #7 vom 26. Sep. 2005 01:09 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Hallo Gabi,
wenn du tatsächlich eine gesellschaftliche und militärische Ausnahme von der Regel darstellen möchtest, dann steht dir das natürlich frei.
Allerdings solltest du dabei berücksichtigen, daß eine solche Ausnahmedarstellung ungefähr so historisch und im gesellschaflichen Zusammenhang glaubwürdig ist, wie heute ein 14jähriger Bundeskanzler…
Es gibt sicherlich mehrere Abbildungen und auch textliche Erwähnungen von Frauen in Waffen.
Allerdings sind selbst diese Ausnahmen in fast allen Fällen Frauen, die - wie Wolf bereits andeutete - Haus, Hof, Stadt und LEBEN - verteidigten und dies sicher im Augenblick höchster Bedrängnis.
Ebenso gibt es ein paar Abbildungen aus dem Hochmittelalter, die Frauen bei der Verteidigung einer Burg zeigen.
Wenn man dazu die Zusammenhänge kennt und weiß, daß durchschnittliche Burgbesatzungen oft aus nicht mehr als einer Handvoll (!) Bewaffneten Männern bestanden, dann ist es natürlich verständlich, daß auch eine Frau im Verteidigungsfall mal ein paar Steine von der Mauer wirft. Aber das ist immer noch keine Regel und schon gar keine militärisch gedrillte Frau!
Auch eine Jeanne d´Arc ist in ihrer Zeit eine Ausnahme gewesen, und zum Beispiel ist imho einer ihrer Anklagepunkte (verbrannt als “notorisch rückfällige Ketzerin” in Rouen, 1431) das Tragen von Männerkleidung, Waffen und Rüstungen gewesen.
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #6 vom 25. Sep. 2005 16:18 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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MS bedeutet ‘Manuskript’. Das ist MWN das selbe, in dem die berühmte Kanonenabbildung zu finden ist. Was weiteres angeht müsste ich erstmal suchen, ich habe das Thema nicht systematisch bearbeitet. Auf jeden Fall gibt es Abbildungen in verschidenen Bocaccio-Manuskripten von de claris mulieribus, aber die wurden natürlich als historisch, nicht zeitgenössisch verstanden. Dann habe ich noch eine Darstellung gefunden, die eine frau beim bogenschiessen in einem Garten zeigt, aus MS fr 143 der Bibliotheque Nationale, Paris, wobei ich hier aber den Kontext nicht kenne.
Ianus

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Eintrag #5 vom 25. Sep. 2005 15:01 Uhr Gabi Bräuning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabi Bräuning eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ianus,
könntest du außer dem “de Millimete MS” (was bedeutet das MS? ) noch weitere Quellen nennen?
Gruß Gabi
Gabi

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Eintrag #4 vom 24. Sep. 2005 21:29 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Ich würde annehmen, dass sie genug Bogenschützin ist, um zumindest in die generelle Richtung des feindes schiessen zu können. Das heisst nicht viel, aber einem völlig unbeleckten Neuling würde ich einen Bogen schon nicht in die Hand geben wollen. Man kann ja auch Katapultseile ziehen oder Steine schmeissen.
Ich würde aber vermuten, dass wenn überhaupt irgendwelche Frauen ohne Not mit dem Bogen hantierten, es eher Aristokratinnen warten, für die ja die Jagd auf kleineres Wild zu verschiedenen Zeiten nicht ungehörig war.
Ianus

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Eintrag #3 vom 24. Sep. 2005 21:13 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
diese Diskussion ist ja nicht neu und wurde hier, an anderer Stelle, schon geführt.
Aber trotzdem mal eine Frage dazu.
Ist die Bäckersfrau, die in höchster Not, z.B. zur Verteidigung ihrer Stadt, dem Feind mittels Bogen einen Pfeil in den Pansen jagt eine Bogenschützin oder eben doch eine Bäckersfrau?
Gruß Wolf
www.bauer-und-bonde.de

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Eintrag #2 vom 24. Sep. 2005 20:49 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Also, es gibt schon Darstellungen von Frauen, die bei der Jagd oder bei der Verteidigung von Städten und Burgen bogenschiessen (u.a. im de Millimete MS). Dabei handelt es sich nicht (wie bei zumindest der grossen Mehrzahl der gerüsteten und schwertkämpfenden Frauen) nur um allegorische Bilder. Die Frage ist natürlich, wie repräsentativ das Ganze ist (ich vermute persönlich eher weniger), aber zumindest war die Idee den Menschen nicht völlig fremd.
Ianus

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Eintrag #1 vom 24. Sep. 2005 12:21 Uhr Gabi Bräuning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabi Bräuning eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo ,
ich bin auf der suche nach Informationen zum Thema
Bogenschiessen im Mittelalter. Mich interessiert dabei vorallem die Rolle der Frau. Lieder habe darüber bisher noch nichts gefunden.
Deshalb frag ich mal ganz naiv:
Gab es überhaupt(in irgeneiner Form) Bogenschützinnen im Mittelalter?
Gabi

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