Halte ich auch für einfache Darstellung für ungeeignet. Das war repräsentative Kleidung. Ausserdem sind die unpraktisch weil man sie nicht verschliessen kann und damit arbeiten kann man schon garnicht (wurde aber glaub ich schon erwähnt)
Meiner liegt nur noch rum bzw. wird als Decke verwendet. Ich habe einen Gardecorps, allerdings für 1250 und ich würds auch nicht gerade einfache Darstellung nennen ;-) der ist aus 500g Oberstoff und etwa 200g Futterstoff aus Wolle und super warm.
Leinenfutter geht gar nicht (eigene Erfahrung) es sei denn du möchtest einen Mantel der kühlt :-)
Ja, ok also von mir aus auch eine Cappa! Es geht mir um die Frage, ob und wie gefüttert wurde und wie eure Erfahrungswerte sind! Hab ja auch schon ein paar gute Antworten bekommen.
Ist zwar nicht meine Zeitstellung, aber ich würde mal den Halbkreismantel für einfache Leute in Frage stellen. In so einem Mantel kannst du nichts tun, als dekorativ herumstehen, da du ihn immer zuhalten musst. Oder dir ist halt kalt, weil es vorne reinzieht. ;-)
In der Küstenregion, wo ständig Wind weht, um so mehr… ;-)
also ich hab hier auch schon Themen gelesen, wo Leute nach Sachen in einem Zeitrahmen von 100 Jahren oder so kalkuliert haben!
Natürlich ist das immer noch sehr grob! Aber das ist halt momentan mein Forschungs-ist-Stand, mit dem ich mich seit einiger Zeit genauer befasse (sprich Landeskunde Ostfriesland).
vor allem an Thomas, genau nach solchen Erfahrungswerten habe ich gesucht.
Ich hatte nämlich tatsächlich erst an ein Leinenfutter gedacht, aber wenn es so sehr die Feuchtigkeit anzieht, ist es sicher nicht mehr so toll als Mantelfutter.
Hab jetzt für außen einen festen Wollstoff mit 580gr/lm ins Auge gefasst und für innen werd ich mal sehen, dass ich mir noch einen etwas dünneren Wollstoff dazuhole.
an Beate: Ja, es ist der selbe Halbkreismantel für einfachere Leute gemeint.
Ich werde für ein Futter nie mehr Leinen nehmen. Das hatte bei mir den Effekt das es abends feuchtigkeit zog und recht schnell klamm wurde. Da war es dann mit der wärme hin.
Außen dickere Wolle, wobei ich jetzt auch keinen mörder Loden nehmen würde, Innen dünne Wolle als Futter.
Habe so meinen Halbkreismantel nachgerüstet(war vorher Leinen drin), und alle weiteren Mäntel, Kappas und/oder Gugeln so genäht.
Nie wieder feucht, und immer warm.
Abend in den Mantel gerollt und schon schläft man warm. Zur not einen zweiten. Aber alles nicht zu schwer, denn es muß auch noch etwas Luftpolster zwischen sein was die wärme hält.
Tipp zur Materialrecherche: es gibt Textilfunde (13. Jhd.) aus Emden, siehe aktuelle Ausgabe der Reihe “Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet”, dito etwas dazu in Band 23.
Wenn du einen guten Loden auftreiben kannst, dann ist der Warm… dann brauchst du nix mehr füttern…
Ich(wir)haben unsere Mäntel aus 800 gr/m² und 1.045 gr/m² Loden…
Ich war damit sogar schon duschen… nach 10 Minuten kam das Wasser dann durch den Mantel durch. Und er war brutal schwer!
2007 und 2008 habe ich noch Lager Ende September gemacht (Nachts 3-6 Grad), wo ich nur ne Wolldecke und den Mantel als Decke für Nachts genommen habe. Als Unterlage hatte ich noch Felle.
Also wegen Kälte und zum Schutz vor Regen oder Schnee sollte es dichter schwerer Loden sein.
Auch auf die Gefahr hin, mich wieder unbeliebt zu machen, 1280-1325 ist aber auch ein recht langer Zeitrahmen, modisch gesehen. Betrifft jetzt weniger nen Mantel, aber i.A.
Ansonsten täte ich halt einfach zu gutem Wolltuch als Oberstoff, und nicht ganz dünnem als Fütterung greifen. Pelzwerk einfacher Art (Lamm) wäre sich auch prima, da habt ihr es dann richtig warm.
Natürlich sind viele Veranstaltungen im Sommer, aber die Veranstaltung, bis wann ich den Mantel brauche, ist im September. Da wird es doch schon gut kalt draussen.
Darüber solltet Ihr Euch aber erst einmal einig werden, sonst wird es schwierig passende Antworten zu geben,
Aber warum benötigst Du unbedingt bei großer Kälte einen Mantel? Die meisten Außen-VA finden im Sommer statt, da hätte es mit dem Mantel auch noch Zeit. Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, aber ich nähe mir auch gerade eine neue Ausstattung und ein Mantel steht da so ziemlich an letzter Stelle. Im Notfall hänge ich mir meine (Bett-)Decke um. ;o)
Ich würde Dir erst einmal zu einer, wie gesagt, Kappa bzw. Cuculle raten. Der Stoffverbrauch ist relativ gering im Gegensatz zum “Mantel” und er bietet Dir eine bessere Bewegungsfreiheit beim arbeiten.
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Die Möglichkeiten einen Mantel (Umhang?) zu füttern sind recht groß und hängen auch von o.g. Faktoren ab. Auch welche Art “Mantel” die Person trug (vielleicht eine Cappa?).
Möglich wäre ungefüttert, dünner/dicker Wollstoff (auch andersfarbig), Pelz/Felle (auch geschoren). Bei Seide oder Leinen bin ich mir jetzt nicht sicher, ob ich da nichts durcheinander werfe?
Aber es ist, wie gesagt, wichtig den sozialen Stand etc einer Person zu beachten.
Du solltest auch bedenken, daß man in der Regel mehrere Bekleidungsschichten übereinander trug.