Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Gagen ziemlich deftig oder normal?!

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Eintrag #1 vom 13. Feb. 2002 19:05 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vieles sehr teuer

Des öfteren erreichen mich Bewerbungen über Gagenvorstellungen.
Dabei fällt mir auf, das da teilweise ziemlich gesalzene Gagen mit dabei sind.
Nun stellt sich mir die Frage, ob Gagen von 1000 Euro + Anfahrt + ßbernachtung + Essen und Trinken sein muss für 5 Personen (was schon fast normal ist). Ich nehme da nun an, das es sehr schwer ist, irgendjemand auf eine Veranstalltung zu bekommen, der es wirklich noch Just for fun macht.
Auffällig ist da, das die Gagen zum Vorjahr teilweise fast um das Doppelte bei manchen Darstellern gegangen ist.
Geht es anderen, die Angebote bekommen auch so???

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Eintrag #2 vom 13. Feb. 2002 20:35 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hammergagen

Hi Thomas,
wo gibt es solche Gagen für 5 Leute, ich melde mich sofort an. *ggg* (Spenden, hilfe Spenden, mußte mir für mein Hobby jetzt ein größeres Auto kaufen)
Im Ernst. Kommen wirklich so viele Forderungen dieser Art? was bieten die Leute denn für solches Geld?
Ich bin kein Veranstalter, ich kenne die Lage aber aus der Sicht zweier Gruppen.
Die Freie Ritterschaft Baden verlangt mehr Geld, allerdings eine Gage ohne Extras. Und bestimmte Orga-Leistungen. Allerdings sind wir IMO das Geld mehr als wert.
Bei durchschnittlich 35 Darstellern die außer dem vielfältigen Lagerleben 4 Vorstellungen täglich geben (Tanzen, Singen, Schaustücke mit Kämpfen) sich also durschnittlich 5 Mal täglich Umziehen und in brütender Hitze gepolstert und gepanzert Kämpfen ist es aber wohl nicht übelzunehmen wenn wir vom Veranstalter z.B. erreichbare Duschmöglichkeiten fordern.
Verpflegung ist unsere Sache (nix gegen Gutscheine, immer Hirsebrei ist auch langeilig. *g*)Und ßbernachtung? Hä, wozu haben wir unsere Zelte dabei?
Und was machen wir mit der Gage (+den Vereinsbeiträgen)? Den LKW fürs Vereinsmaterial für die Veranstaltungen mieten, die Miete für den Trainingsraum bezahlen, Vereinsmaterialien neu anschaffen oder reparieren, Verpflegung zahlen. Einen Chorleiter mieten um die Gesangsdarstellung zu verbessern….
Gestern war Vollversammlung da habe ich wieder mal den Kassenbericht durchgesöbert, und da bleibt nix über, nicht mal das Spritgeld, das trägt, ebenso wie die eigene Ausrüstung, jeder selbst.
Die Sine ist eine lockere Schau-Handwerkergruppierung und ist schon ganz froh wenn bei der Gage das Spritgeld rausspringt.Wenn wir allerdings mehr angeboten bekommen sagen wir auch nicht nein. Unsere Gagenvorstellungen waren bislang aber selbst dann deutlich unter 500 Euro wenn wir mit mehr als 5 Mann angerückt sind.
in diesem sine Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #3 vom 14. Feb. 2002 09:05 Uhr Carsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Carsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Art ganz wichtig

Ich bin zwar keiner, der Angebote von Gruppen einholt, aber ich glaube, ich kann für viele Hobby-Mittelalterliche sprechen.
Bei der Gage kommt es mir hauptsächlich an, wofür diese Veranstaltung ist. Wenn es sich um eine Veranstaltung mit Sinn (erhaltung der Burg) oder irgendeine gemeinnützige Sache geht, dann bin ich durchaus bereit, auf die Gage zu verzichten.
Wenn es sich jedoch um eine komerzielle Veranstaltung handelt (z.B. Hiller), dann sehe ich gar nicht ein, warum ich draufzahlen soll, wenn derjenige daran lustig verdient….. und wenn dann ausreden kommen wie “wir haben bei der Veranstaltung keinen Gewinn gemacht (bei 10000 Besuchern an einem Wochenende)”, dann ist das entweder eine ziemlich schlecht organisierte Veranstaltung oder einfach eine Lüge…..
Jedenfalls sehe ich nicht ein, solche Veranstalter auch noch zu unterstützen.
Grypho dû Mont

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Eintrag #4 vom 14. Feb. 2002 10:01 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kommt drauf an...

Hallo Thomas,
wenn ich auf einer KOMMERZIELLEN Veranstaltung toujour Programm bieten soll (Schauhandwerk, -kochen, -kämpfen, Modenschau, etc.) und auf der VA keine weiteren Einnahmen (Verkauf) habe, dann erwarte ich vom Veranstalter eine angemessene Aufwandsentschädigung, d.h.:
Fahrtkosten, Ersatz meiner (unserer) Aufwendungen für Essen, Getränke, etc. und evtl. einen Zuschuß für Verschleiß an der Ausrüstung.
Wenn ich das für 5 Personen rechne, dann komme ich bei den meisten Veranstaltungen auf Kosten von mind. 1000 EUR.
Und mir kann kein PROFESSIONELLER Veranstalter sagen, daß er sich das nicht leisten kann für eine Gruppe, die großen Einsatz zeigt, für das Publikum ansprechende Arbeit leistet und auch noch qualitativ gute Ausrüstung bietet - denn schau mal wieviel Musiker/“professionelle” Handwerker/Schauspieler bekommen!!!
Wir machen das nicht professionell und das bedeutet, daß wir für unseren Beitrag zu den Einnahmen des Veranstalters (denn nichts anderes ist ein solches Engagement!) wenigstens nicht draufzahlen wollen.
Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #5 vom 14. Feb. 2002 11:06 Uhr astrid schmitt   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Geldwert...

Sicherlich kommt einem das auf den ersten Blick viel vor, 1000 Euro für fünf Nasen….
…auch wir waren bisher nur selten in der Rolle des Veranstalters, aber ich wage trotzdem zu beurteilen, daß diese Gagen gerechtfertigt sind.
Zum ersten sieht man das daran, daß es in den letzten zehn Jahren interessanterweise noch niemand geschafft hat, sich in diesem Metier eine goldene Nase zu verdienen. Selbst die, die davon hauptberuflich leben, kommen gerade so auf ihre Kosten.
Wie schon unten jemand schrieb: Der Transport ist ein enormer Kostenfaktor: Einen Bus oder LKW für ein WE anzumieten, kostet erheblich.
Vereine, bei denen die Mitglieder die Ausrüstung teilweise nicht persönlich besitzen, haben ständig Ausgaben, um das Equipment einsatzbereit zu halten.
Ich muß es ganz ehrlich sagen: Ich habe wenig Mitleid mit Veranstaltern. Nicht selten ist zu bemerken, daß überhaupt kein Bewußtsein dafür existiert, welcher Aufwand für die Akteure mit einem Auftritt verbunden ist. In einzelnen Fällen läßt sich sogar die Haltung “Diese durchgeknallten Aussteiger dürfen doch hier mal am WE nett campen…” feststellen. Wenn es darum ginge, könnten die “Aussteiger” sich auch auf einem Campingplatz treffen und hätten ihre Ruhe…
Ich denke, man sollte seine Gagen-/Aufwandsentschädigungsforderungen gegenüber Veranstaltern ruhig selbstbewußt vertreten. Es kostet Geld, eine solche Ausrüstung herzustellen, die einem Veranstalter dann für ein WE letztlich zur Verfügung gestellt wird. Die Akteure haben ihre gesammte Ausrüstung nicht “sowieso”. Scheut ein Veranstalter diese Ausgaben, muß er sich sein/en Markt/Museumsfest eben selbst aus Streichhölzchen und Altpapier zimmern, und sehen, ob er damit billiger wegkommt.
Sicherlich haben kleine Heimatvereine nicht viel Geld, Provinzmuseen jammern, weil Fördergelder gestrichen werden. Umso wichtiger ist es, zu verdeutlichen, wie publikumswirksam Geschichte ist, und daß es sich durchaus lohnen kann, darein zu investieren.
Astrid

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Eintrag #6 vom 14. Feb. 2002 12:03 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Buchhaltung

Mahlzeit! Aus der Sicht eines selbständigen (nicht im MA) ist das alles recht einfach. Wenn jemand Gage verlangt,hat er/sie Einkünfte. Die müssen irgendwie in einer Art Buchführung erfasst werden. Auch bei Privatpersonen. Auch bei gemeinnützigen Vereinen. Genauso ist es mit den Kosten.
Jetzt gibt es ein paar Möglichkeiten, eine Gage zu berechnen, wenn es keine Fantasiepreise sein sollen: a) die Kosten für den jeweiligen Auftritt sollen gedeckt werden. b) die sonstige Vereinsarbeit soll durch Auftritte finanziert werden.
Diese zwei Möglichkeiten sind auch im Rahmen der Gemeinnützigkeit (= kein gewinnorientierter Betrieb)drin.
c) ein Darsteller lebt von solchen Auftritten, muß also seine laufenden Kranken-, Sozial- und was noch Versicherungen, seinen Unterhalt an 365 Tagen bezahlen. Das ist dann ein Schausteller, also ein Gewerbetreibender.
d) ein Hobbyistenklüngel versucht, durch Engagement auf MA Veranstaltungen ein möglichst hohes Taschengeld zu bekommen. Also Fantasiepreise, der Gegenwert ist nicht genau bestimmt, das Ganze sowieso hart an der Grenze zu illegalen, weil dem Finanzamt verschwiegenen Einkünften. Selbst wenn die Hobbyisten unter dem Strich draufzahlen! Keine Buchführung, kein Kostenabzug.
Für c) sind die anderen Varianten natürlich eine harte Konkurrenz, weswegen er unter dem Zwang, zu billig auftreten zu müssen, sich mehr in Richtung reißerisch/publikumswirksam, als in Richtung “A” bewegen MUSS.
d) ist für den Veranstalter schwieriger zu verwalten, weil er lauter unleserliche Quittungen verbuchen muss. Für Veranstalter aus dem öffentlichen Bereich ist es etwas leichter, weil zum einen keine Kräher einer anderen ein Auge aushackt, zum anderen die ßffentliche Hand ohne Mehrwertsteuer operiert, wie die Hobby-Anbieter auch.
ßbrig bleiben a) und b), bei beiden können die Gagenberechnungen transparent gemacht werden, Diskussionen über zuviel oder zuwenig sind eigentlich nur ein Zeichen für mangelnden buchhalterischen ßberblick. Sollte es in meinem Fall z.B. mal wahr werden, daß ich einen MA Zimmermann in Aktion darstelle, macht es einen Unterschied, ob ich mit dem Golf voll Werkzeug, oder zusätzlich mit dem LKW voll Bäume zum Bearbeiten anrücken muß. Entsprechend hoch muß dann bei kommerziellen VA die Vergütung ausfallen, bzw. bei ideellen / spaßeshalber Auftritten der Respekt des Veranstalters vor meiner Leistung, die ihm ja mehr oder weniger Orga-Arbeit abnimmt, geäußert werden. Aber auch hier kann ich ziemlich genau sagen, wieviel Geld ich gerade durch meine Kosten spende. Oder wieviel ich trotz Taschengeld draufzahle. Dem Fiskus kann ich das im Zweifel auch sagen.
Genug der Schlaumeierei, 1000 Euro für fünf Leute, die nicht nur vor ihren Zelten hocken, sondern Info- und Unterhaltungswert haben, ist in meinen Augen nicht viel. Aber sie sollten es vorrechnen können, für was sie das Geld verlangen.
Stefan

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Eintrag #7 vom 14. Feb. 2002 12:42 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Preisliste

Wir haben das so geregelt:
der Veranstalter bekommt zuerst eine Preisliste von uns, anhand welcher er sich aussuchen kann, was er von uns sehen will, bzw. was er sich leisten kann oder was zu seinem sonstigen Programm passt.
Das heißt, das Lager für ein WE kostet -80,- inkl. Erklärungen, Handwerk und etwas Geschichtsunterricht
pro Kampfvorführung und Mann -75,-
für Musik extra
für Feuershow extra, usw.
die Spesen für Anfahrt und Verpflegung werden getrennt besprochen und richten sich nach den Gegebenheiten (wir kochen gerne im Lager, allerdings haben wir auch nichts gegen Bons für kühle Getränke *g*)
Das Geld kommt zur Gänze dem Verein zugute.
Achja, wir sind im Idealfall acht Leute und es gibt Veranstaltungen für die wir absolut nichts bekommen, bzw. verlangen und dafür von Südösterreich bis z.B. in den Harz fahren, das sind immerhin knapp 1000km.
Letztes Jahr machten wir das Ganze übrigens für nichts oder Spritzuschuß und die erwähnten Getränkebons, da unsere Darstellung noch nicht dem, uns selbst auferlegten, Standard entsprachen.
Schöne Grüße, Klaus Ragen

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Eintrag #8 vom 14. Feb. 2002 12:55 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Just for Fun?

Hallo Thomas,
ich verstehe Dein Problem nicht ganz. Du hast eine Veranstaltung zu organisieren. Diese soll einen bestimmten Rahmen und Zweck erfüllen. Du hast also eine feste Vorstellung was Du haben willst, sicher auch Vergleiche bei anderen Veranstaltungen in ähnlicher Art gezogen. Dann holst Du Angebote verschiedener Anbieter ein.
Sicher hast Du auch eine Art “Ausschreibung” erstellt (aufgeführt was gefordert ist). Liegen die Angebote vor, kannst Du vergleichen. Viele Gruppen schicken ausführlich schriftliche Bewerbungen mit vielen Info´s. Nützlich wäre es Auftritte der Gruppen zu besuchen oder Referenzen zu überprüfen. (Viele Gruppen geben Vorauftritte in der Bewerbungen an, wie im Job auch, ist es sicher möglich Referenzen zu hinterfragen)
Wenn Du diese Bandbreite an Info´s hast, kann Du objektiv vergleichen.
Ich persönlich stimme Astrid voll zu - Qualität kostet - Was nicht heißen, daß ich diesem Lorbeerkanz mit meinem Projekt gerecht werden kann :-)).
Es ist etwas anderes für einen “Guten Zweck” aufzutreten. Weil ich das Museum besonders mag, oder Mitglied im Föderverein bin etc.
Zudem ist die Höhe einer eventuellen Aufwandsentschädigung worüber ich persönlich nicht rede. Mir klingt noch sehr deutlich der Satz eines älteren Hasen aus unseren Anfangszeit im Ohr: Scheiße, schon wieder so eine Rollenspielergruppe, die uns nur die Preise kaputtmachen will.
Dieses Gespräch hat zwar auf einem Liferollenspiel stattgefunden, mich aber sehr nachhaltig ans Denken gebracht.
Sylvia
Projekt Folgari

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Eintrag #9 vom 14. Feb. 2002 16:45 Uhr Andreas Schatten   Nachricht

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ßhm…wir gehören noch zu den sog. Idealisten.
2 Zelte, Bogenschußanlage, Pfeil u. Bogenausstellung, Waffenshow ohne Gage.
An einigen Wochenenden zwar die totale Maloche, aber Spass macht’s. Und so soll es bleiben!
Gruß Andi
www.h-b-g.de

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Eintrag #10 vom 14. Feb. 2002 17:40 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aha. Man lernt :)

Also, das ist so, ich Leite die Interesanten angebote lediglich weiter (natürlich auch die anderen)
Eher wundert es mich, da ich ja selbst auch einer Gruppe angehöre, das wir für 5 Leute nicht unbedingt 1000 Euro + Essen/Trinken + Anfahrt verlangen.
Spritkosten und essen ist ja i.O. aber was ist dann mit den 1000 Euro?
Klar, die kommen dem Verein zugute, Bisher hatten wir jedoch noch nicht eine solche Lage oder sind selbst einfach viel zu billig für unser Hobby.
Sicher ist der Aufwand ennorm, das kenne ich, und selbst bin ich nach so manchen Wochenende am ende (nicht vom Bier etc). Jedoch NUR für Geld? Klar sieht man es gerne, Jedoch kommen da auch sachen, wo nicht einmal Unterkünfte mit dabei sind, also irgendein Zelt. Das währe dann bei den 1000 Euro +, + etc auch noch zu stellen.
Also Gewandete, die 2-3 Shows am WE machen.
Aber es ist nicht nor sowas dabei. Sympatisches erreicht mich da viel aus dem PLZ 8….
Ist wahrscheinlich doch so, das bei 1000 Euro +, + wohl noch der PKW dabei ist :)
Da sollte ich mir mit meiner Gruppe wegen Gagen was einfallen lassen. 9 Zelte, 15 Leute ist demnach dann 3000 Euro

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Eintrag #11 vom 14. Feb. 2002 18:11 Uhr Detlef Fischbuch   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Was nichts kostet ist nichts wert!

Hallo zusammen,
es ist immer wieder das Gleiche. Viele kommerzielle Veranstalter wollen auf Kosten, der paar mittelalterlichen “Deppen” ne supper tolle Veranstaltung bieten, selber abkassieren und sich eins ins Fäustchen lachen. Auch wir haben das bereits erlebt. Wir hadern aber nicht damit.
Was nichts kostet ist nichts wert. Und wenn jemand unsere Gage nicht zahlen will, gibt es halt keinen Auftritt oder Lager ganz einfach. Punkt!! Anfrage, Angebot, Auftrag, fertig, wer handeln will soll´s wo anderns tun. Das funktioniert bei uns aber nur, da wir alle Einnahmen in unsere Gruppen- und Projektarbeiten stecken und keiner unserer Leute ein persönliches Interesse an einer Kommerzialisierung hat. Es ist immerhin noch ein Hobby und das soll es auch bleiben, daher gibt es auch keine Zuschüsse für persönliche Ausrüstung, wie Instrumente, Rüstung oder Gewandung. Das soll selbst erarbeitet sein, nur so erhält es seinen Wert. Auch wollen wir den “Profis” nicht die Tour vermasseln und als Billiganbieter mit Dumpingpreisen hausieren gehen und ihnen die Engagements wegschnappen.
Eine andere Geschichte sind, wie bereits erwähnt wurde, museale oder Lehrveranstaltungen und oder Veranstaltunge für einen guten Zweck, da kommt bei uns Nichtrittern doch ein Hauch von Ritterlichkeit und Demut durch, natürlich sind auch wir dann dabei und tun was wir können o h n e Gage.
Es grüßen
Die Dorrenberger
Ariweyet

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Eintrag #12 vom 14. Feb. 2002 19:41 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mitgerechnet?

@ Thomas: wenn du so mit den 1000 - rechnest, fällt das bei mir unter die Kategorie “Fantasiepreis”. Du kannst ja nicht deine Gage aus deinen Kosten begründen, und gleichzeitig alle Kosten, die dir einfallen, als extra dazunehmen. Wer so rechnet, muß dann schon berühmt sein. Der verkauft nämlich seinen werbewirksamen Namen (gab´s da nicht mal so einen Nikolai de Tr…?) für eine Summe, und will seine Unkosten darüberhinaus ersetzt bekommen.
Drum sage ich “transparente Abrechnung”. Für fünf Leute kommt bei drei Tagen inkl. An- u. Abfahrt, Unterkunft (wieso?) und Verpflegung, Verbrauchsstoffe wie Holzkohle für einen Schmied, Chemie für den Feuerspucker, meinetwegen auch Verschleiß am Schaukampfschild etc. schon was zusammen, das eine gewisse Gage als Gegenleistung rechtfertigt. Wenn du fünf Leute drei Tage nach gewerblichen Stundenlöhnen rechnen wolltest, wärst du lässig bei 3-4000 - plus eine (!) Fahrt und ßbernachtungspauschale. Das ist dann reelles gewinnorientiertes Wirtschaften nach deutschen Lohnkosten im stehenden Gewerbe. Soviel kriegen die Marktfahrer-Profis im Leben nicht. (Oder?)
Und daran gemessen, wenn die Leistung stimmt und der Veranstalter einen Umsatzkuchen von ein paar 50.000 - zu verteilen hat, kann bei begründeter Abrechnung eine Gage von 1000 - für einen ordentlichen Auftritt über drei Tage schon i.O. sein. Auch den Idealisten würde ich empfehlen, einfach mal ihre Kosten durchzurechnen. Dem einen macht das dann klar, daß er ein teures Hobby hat, nichts weiter. Den anderen hilft es vielleicht aus seinem Neid heraus, weil er denkt, diese Gierschlünde bringen nicht mehr als ich, aber kriegen sooo viel Geld, weil er dann merkt, daß er unbeschadet der Zeit eh nur Unkosten in Höhe von 5,80 hat.
Einfach, daß dieser emotionale Umgang mit dem lieben Geld ein Ende findet. Eine Landsknechttruppe, die für 400,– Mark am Tag Schwarzpulver in eine Kanone schüttet, hat einfach eine bessere Grundlage für Gagenforderungen, als ein Ritterpärchen, das gelangweilt vor einem PseudoRitterzelt hockt und das Braten eines Hühnchens über einem Gußeisengrill für ein bestaunenswertes Schauspiel hält. Habe beides schon als “nonprofessionals” gesehen, beide offiziell vom Veranstalter engagiert.
Weil ein Veranstalter ein gewinnorientiertes Gewerbe betreibt, ist er deswegen noch lange kein *#+!§$%!# oder was. Ihr verlangt doch auf der Arbeit auch schön euren Stundenlohn, um ihn nicht für die Firma, sondern privat wieder auszugeben. Und die Unwägbarkeiten macht kein Angestellter mit. Schönes Wetter = Umsatz 300.000 -. Drei Tage Schlechtwetter = Umsatz 25.000 -. Die Kosten bleiben, inklusive eurer Gagen gleich, sagen wir 80.000 -. Neid, weil er bei schönem Wetter ne halbe Million Mark verdient? Wo die Steuer ihm doch die Hälfte wieder abknöpft, damit wir alle schöne Autobahnen haben? Mitleid, weil er bei schlechtem Wetter ne kugelsichere Weste braucht, weil die Bank das Geld von seiner Lebensversicherung haben will?
Das waren jetzt natürlich alles Fantasiezahlen, aber so ähnlich läuft´s doch. Was ich meinte, ist,
rechnet aus, was ihr wert seid, bzw. was euch das aktive Dabeisein wert ist und verschwendet keine Energie an Bauernneid, weil ein anderer eine schönere Kuh im Stall stehen hat.
Es grüßt Stefan der Mittelalter-Fernsehprediger,
der gar nicht weiß, ob es jemand interessiert, daß er letzte Woche wohl die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. ;-)))
*ganzkleinlautdaraufhinweis:persönlichemeinungsonstnichts*
:-)
Stefan

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