Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Gebrauch der bourbonischen Lilie

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Eintrag #1 vom 04. Feb. 2005 21:54 Uhr Sandra Neuser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sandra Neuser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo ihrs,
ich hoffe das ist das richtige Forum O:-) Die bourbonische Lilie ist bis heute das Wappenzeichen von Frankreich. Aber darf es auch - stilisiert - auch einfach nur als Gewandzier für Adelige und reiche Bürger (Nicht-Franzosen) benutzt werden. Oder wo und wie darf es benutzt werden?
Viele liebe Grüsse, Sanni

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Eintrag #2 vom 07. Feb. 2005 20:56 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Also die Lilie findet man seit dem frühen 14.Jh auf den Münzen von Straßburg, also durch aus auf was, was jederman haben könnte.
Schmierfink

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Eintrag #3 vom 07. Feb. 2005 21:25 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
das Symbol der Lilie ist mit Sicherheit nicht den Bourbonen vorbehalten. Es taucht auch bei einigen deutschen, britischen und polnischen Adelshäusern schon im 14. Jhdt. auf.
Leider hab ich grade keinen Zugriff zu den Quellen, aber ich erinnere mich an ein Wappen aus Süddeutschland. Beid er Beschreibung stand dabei, daß das Wappenbild der Lilie angeblich aus den Kreuzzügen stammen soll…
Grüße in den wilden Süden
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 08. Feb. 2005 07:32 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Hallo Sanni,
die “bourbonische” Lilie findet sich im 13. Jh. bereits auf Messer- und Schwertscheiden sowie auf Gürteln als Punzierung, zu sehen in den Fundberichten aus Schleswig (Lederfunde: Riemen, Futterale, Taschen) und in “Knives and Scabbards”) Zum Raussuchen der ISBN-Nummern bin ich zu faul ;-)
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #5 vom 08. Feb. 2005 07:54 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Die Lilie erschien in stilisierter Form schon bei den Karolingern und als Symbol dann im 12. Jh. in Frankreich auf einem königlichen Siegel Ludwigs VII.
Grüße aus Mark
Joachim

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Eintrag #6 vom 08. Feb. 2005 09:18 Uhr Stella (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Stella eine Nachricht zu schreiben.

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Hadu ich greife Dir gerne unter die Arme. Das Wappen der Fugger aus Augsburg ist auch die Lilie, ohne nachzuschlagen, schätze ich aber eher auf das späte 15. Jahrhundert. Da wurde Jakob Fugger der Reiche geadelt. Tja, was tut man als Kaiser nicht alles wenn man bei einem Kaufmann Schulden hat.
Apropos, die Medici aus Florenz haben auch die Lilie im Wappen
blumige Grüße Rita

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Eintrag #7 vom 08. Feb. 2005 17:32 Uhr Maik Elliger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Maik Elliger eine Nachricht zu schreiben.

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hallo zusammen,
die lilie findet sich auch auf den wappen der grafen von schwarzburg- käfernburg ( kevernberc ).
vermutlich aber zur deko/ unterscheidungsmerkmal da es zwei regierende brüder gab mit dem selben goldenen löwen auf blauen grund.
zeitpunkt ( aus dem gedächtniss ) ca. 1190-1220
mfg
maik elliger
schwarzburg

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Eintrag #8 vom 08. Feb. 2005 19:10 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin.
Dass französische Königswappen ist ein mit goldenen Lilien bestreutes Wappenfeld.
Die Lilie selbst wird zwar allgemein mit den Bourbonen assoziiert, sie stellt aber im Grunde ein Wappenzeichen wie jedes andere dar, und steht weder generell für Frankreich noch für besondere Exklusivität.
Es gibt aus dem 16. jahrhundert einen Typ Harnisch, der als scharz- weißer Anzug bezeichnet wird. Allgemeines Merkmal war, daß die großen Flächen geschwärzt waren und vertiefte oder erhabene Streifen und Ornamente blank poliert. Wenn es sich nicht um reine Streifenverzierung handelte (deren Zeichnung die mit meist silbernen Kordeln oder Borten verzierten Nähe der “spanischen Mode” nachahmten), konnten diese Muster durchaus ornamental werden.
Neben diversen Fischblasenmustern (die, nebenbei, fast schon psychedelisch anmuten- in der Emdener Rüstkammer sind einige schöne Teile dieser Machart), zierten neben den Harnischen selbst viele der zugehörigen Sturmhauben und Morions…*Lilien*.
In der Vergangenheit wurden diese Stücke gerne immer mal wieder als französische Harnische angepriesen, wobei die Herstellungszentren im niederdeutschen und niederländischen Raum lagen.
Gruß
Ivo

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Eintrag #9 vom 08. Feb. 2005 19:21 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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… auch Fleur de Lis genannt.
In der Heraldik steht die Lilie als Attribut der Reinheit und wird gerne mit der Jungfrau Maria, der Gottesmutter, in Verbindung gebracht.
www.baronage.co.uk/bphtm-02/moa-15.html
de.wikipedia.org/wiki/Fleur-de-Lis
Die französischen Könige des Hochmittelalters, namentlich ab Ludwig VII. (1137 - 1180, de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_VII._(Frankreich)), erkoren sich den mit goldenen Lilien besäten blauen Schild als Wappen. Nach 1376 wurde das Motiv geändert und fortan wurden bis zur Revolution bzw. zum Ende der Restauration die drei goldenen Lilien auf blauem Grunde als königliches Wappen getragen.
Interessanterweise führt die Stadt Wiesbaden ein Wappen das genauso aussieht wie das der französischen Könige.
Die Lilie als Wappenbild ist, genau wie der Adler in Deutschland oder der Leopard in England, zwar in erster Linie ein köngliches Zeichen, kann aber in Variation auch von anderen getragen werden (verdinete Vasallen, bevorzugte Städte etc.) und beschränkt sich natürlich nicht ausschließlich auf Frankreich und muss auch nicht immer in Verbindung zum König stehen.
Udo

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