Eintrag #5 vom 10. Aug. 2006 13:22 Uhr
Peter Dietl
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Hallo,
auf einigen flämischen und besonders italienischen Bildern dieser Zeit sieht man neben reinen Geldwechslern auch Kaufleute, die mit Messingwaagen Münzen wiegen und offenbar vergleichen. (Besonders interessant ist ein Bild, daß auf dem Tisch ein Gabelförmiges Objekt zeigt, könnte eine Art Münzmaß gewesen sein.Falls jemand darüber etwas weiß, bitte melden.Ebenso, wo evtl. eine solche Münzwaage zu bekommen wäre, hatte mal einen link, aber der ist leider verschollen.)
Wenn man bedenkt, daß die großen Kaufmannsfamilien Zweigstellen in allen großen Handelsstädten unterhalten haben, muß ein funktionierender Geldtransfer und -wechsel unabhängig von örtlichen Geldwechslern vorhanden gewesen sein.
Außerdem gibt es mehrere Bücher (Titel kann ich später posten), in denen offenbar besonders italienische Kaufleute Umrechnungtabellen verzeichnet haben. (In Adam Rieses Rechenbuch übrigens ebenfalls ein nicht kleiner Teil, ist jedoch schon 16.Jhdt.)
Bankhäuser und grössere Gesellschaften haben zumindestens meines Wissen bereits Ende des 14.Jhdt. Wechsel und Geld(an)ßberweisungen über Landesgrenzen durchgeführt.
Ich denke, im Rahmen der Geschäfte kann auch ein “mittlerer” Kaufmann Geldwechselgeschäfte durchführen, kritisch wird es höchstens, wenn es als Hauptgeschäft betrieben werden sollte (Konkurenz zu Banken und Geldwechslern).
Peter Tollomei … Kaufmann aus Töplitz
