Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Geldwirtschaft der Ritterorden

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Eintrag #1 vom 04. Jun. 2002 13:47 Uhr Martin H   Nachricht

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Hallo, ich schon wieder…..
Da ich gerade am Geldzählen bin: Kann mir jemand genaueres über die Geldwirtschaft der Ritterorden sagen? Im Zuge der Internationalität der Orden wurde doch z.B. der Wechsel erfunden. Inwieweit waren noch andere “Sichteinlagen” wie z.B. Konten bzw. Depots bekannt und wie funktionierte das System?
Gibt es Bücher oder Internetpräsenzen zu diesem Thema? Vielen Dank und……..
Semper laetus sanusque! Wolf von Miroldes

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Eintrag #2 vom 04. Jun. 2002 19:41 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hi!
Es gibt keine Möglichkeit, hier dies alles Dir zu erklären. Da hilft nur lesen.
Ich gebe Dir da drei Büchertips:
Templer: “Die Armen Ritter Christi vom Tempel Salomonis zu Jerusalem”, V. Loos, ISBN 3-8280-0151-3
Johanniter: “Die Vasallen Christi”, Waldstein-Wartenberg, ISBN 3-205-05093-2
Deutscher Orden: “Domus Hospitalis Theutonicorum”, E. Maschke (sollte noch bestellbar sein)
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #3 vom 06. Jun. 2002 08:04 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht einige Punkte zu den Johannitern

Wirklich ein sehr spezielles Thema. Nur kurz dies über die Johanniter und ich dringe vorweg gesagt vermutlich nicht tief genug für Dich ein:
Die Templer gingen von der frühmittelalterlichen Naturalwirtschaft bald zur Geldwirtschaft über, wurden sozusagen die ersten Bänker Europas. Die Johanniter hingegen blieben länger bei der Naturalwirtschaft. Pächter und Unfreie lieferten also z.B. Lebensmittel oder Stoffe an sie ab. Das Ordensvermögen bestand vor allem aus dem riesigem Landbesitz. Erst allmählich bildete sich auch bei ihnen eine Finanzverwaltungsstruktur aus. Es gab (gibt) z.B. das Amt des Tresoriers, Schatzmeisters usw. Ein Großteil der Johanniter kam aus dem Kreis der Fernkaufleute, das Handeln, der Umgang mit Geld lag ihnen sozusagen im Blut. Der Orden beteiligte sich so auch an Handelsgeschäften, z.B. Import von Getreide ins Heilige Land. Der Transport mit ihren Schiffen spielte da auch eine große Rolle. Durch die Handelsgeschäfte wurde dann zunehmend der bargeldlose Zahlungsverkehr notwendig. In kleinerem (!) Umfang wie die Templer führten die Johanniter so auch Depotgeschäfte, Darlehensverträge und Geldüberweisungen durch.
Zu empfehlen das Kapitel “Die Wirtschaft” in dem von Christoph schon erwähnten Buch Die Vasallen Christi von Waldstein-Wartenberg. Oder auch: Die Ritterorden von H. Prutz; Weltbild-Verlag, Augsburg, 1998 (Reprint der Originalausgabe von 1908)
Wie gesagt, ein sehr spezielles Thema. Die Hilfe hier dürfte bescheiden ausfallen.
Gruß
Joachim

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Eintrag #4 vom 06. Jun. 2002 14:47 Uhr Martin H   Nachricht

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Das Thema ist sicherlich äußerst speziell, das kommt aber daher, daß ich mich schon im vornherein mit den allgemeinen und gängigen Dingen beschäftigt habe, so z.B. war mir der Tresorier als Amt bereits bekannt.
Die Buchtips helfen mir sehr weiter, ich habe mir die Werke auch bereits bestellt. Bin mal gespannt.
Den Hinweis auf die Naturalwirtschaft finde ich auch gut, werde mich dahingehend weiterbilden.
Ich danke Euch für Eure Bemühungen…..
Semper laetus sanusque! Wolf von Miroldes

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Eintrag #5 vom 07. Jun. 2002 09:24 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Noch ein paar Details zu den Johannis: Es gab unzählige Kommenden verteilt über Europa. Von dort erhielt die Ordenszentrale Waren geliefert, z.B. waren einige Regionen für gutes Tuch bekannt, also kam von dort Stoff. Später erfolgten Zahlungen an den Ordenssitz erfolgen. Aber besser: sollten erfolgen. Jede Menge Klagen über ausbleibende Zahlungen sind schriftlich fixiert worden und erhalten. Es war eigentlich genau geregelt, wie viel Prozent der Einnahmen der Kommenden an die Ordensregierung abzuführen waren.
In späteren Zeiten erhielten die Johanniter auch ein Gehalt. Vorher hatten sie stattdessen Kleidung usw erhalten.
Grüße
Joachim

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