Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Germanische Worte

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Eintrag #1 vom 06. Sep. 2000 18:04 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Hy alle zusammen. Bitte steinigt mich jetzt nicht und sagt ich wäre in der falschen Abteilung. Ich wollte mal nachfragen ob jemand von euch die germanischen Wörter für Mond und Sterne weiß? Mit allerbestem Dank
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #2 vom 07. Sep. 2000 23:03 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hi Peter, welches Germanisch? Da gabs diverse Stämme mit unterschiedlichen Sprachen… Na egal, ich habe nur was Langobardisches gefunden, ein Gebet offensichtlich. Da heißt Sonne “sunde”, Mond “mano” und Sterne “stearn”. Frag doch mal in einer Universität an, die Vor- und Frühgeschichte lehrt, vielleicht kann dir da jemand weiterhelfen.
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #3 vom 08. Sep. 2000 13:12 Uhr Blain Fries   Nachricht

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Erstmal Gruß an alle. Nicht ganz, Angharad. Vor- und Frühgeschichte befasst sich mit Archäologie. Darum schlage ich vor, eher in der Germanistik nachzufragen. Blain der Friese a.b.a. Fenris der Vor- und Frühgeschichtsstudent

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Eintrag #4 vom 08. Sep. 2000 16:43 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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He, besten Dank Angharad.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #5 vom 10. Sep. 2000 23:40 Uhr Iris Mondorf   Nachricht

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Hallo Peter (der Inseldäne, alt), ich habe es gerade nachgelesen und zwar im althochdeutschen Wörterbuch, welches die erste geschriebene Sprach darstellt. Dort heist die Sonne= sunna oder sunno; der Mond= mano; der Stern= stern. Ich hoffe das hilft Dir weiter. Alles was davor war, d.h. vor 800 n.Chr. sind wirklich verschiedene Germanische Dialekte. Leider nicht niedergeschrieben.
Fredegundis

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Eintrag #6 vom 11. Sep. 2000 19:00 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Super, meinen allerbesten Dank Fredegundis
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #7 vom 11. Sep. 2000 22:16 Uhr Mark Gutmann   Nachricht

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Hallo, eine interessante Frage. Du solltest dich auf jedem Fall bei einem germanistischen Institut (z.B. ältere Literaturwissenschaft oder historische Sprachwissenschaft) erkundigen. Oder aber im “Kluge” nachschlagen. Zu Mond: abgeleitet aus “Monat” (ahd manod, manoth); hatten ursprünglich die gleiche Bedeutung (Ein Monat/Mondzyklus), unterschiedliche Entwickllung erst durch Pluralbildung von “Monat” (Auslaut bleibt erhalten), im Singular fällt er weg Mon(d) Zu Sonne: mhd Sunne/a, wird auch mit Suffix “l” (z.B. sole, sol) gebildet. P.S. Wer kann mir etwas zu dem Wort “Streithammel” sagen? mfg MG
Magnus Bonus

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Eintrag #8 vom 13. Sep. 2000 17:45 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank Mark, eure Hilfe ist echt super!
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #9 vom 26. Sep. 2000 13:16 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Es ist m.E. nicht ganz richtig zu sagen, dass es vor 800 keine schriftlichen Zeugnisse germanischer Sprache gebe. Richtig ist hingegen, dass es eben keine gemeinsame germanische Sprache gab, sondern die uns erhaltenen Zeugnisse eben unterschiedliche Sprachen der einzelnen germanischen Stämme wiederspiegeln (lassen wir in diesem Zusammenhang mal die weitergehenderen Fragen beiseite, ob es überhaupt eine gemeinsame indogermanische Ursprache gegeben hat bzw. inwieweit sich aus sprachlicher Verwandtschaft auf eine gemeinsame Abstammungswurzel etc. schließen lässt). Wohl wichtigstes, umfangreichstes und best bezeugtes Denkmal der frühesten Zeit, da eine der gemanischen Sprache schriftlich fixiert wurde, ist die um 369 von dem arianischen Bischof Ulfilas (Wulfila) (ca. 311-383) begonnene ßbersetzung der Bibel ins Gotische, zu der er erst eine eigene Schrift erstellen musste, die das griechische Alphabet mit lateinischen Zeichen und Runen kombiniert. So entstehen die gotische Schriftsprache, das wichtigste gotische und eines der frühesten germanischen Sprachdenkmäler ünberhaupt, das uns - in großen Teilen des NT - vor allem im “Codex argenteus” erhalten ist, einem in Italien im 6. Jh. - wohl im Auftrag Theoderichs - gefertigten prachtvollen Pergamentcodex (heute in Uppsala). Als kleine Kostprobe hier der Beginn des Paternoster (in Widergabe ohne die an sich notwendigen diakritischen Zeichen): Atta unsa thu in himinam, weihnau namu theins …. Noch zur Etymologie von Sonne und Mond: gotisch = sunno ahd. = sunna (ebenso angelsächsisch) mhd. = sunne got. = mena ahd. = mano mhd. = mane Ansonsten sei auch von mir verwiesen auf den “Kluge”; da vielleicht nicht jedem so bekannt, gestatte ich mir die bibliographischen Angaben nachzureichen: Friedrich Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, zahlreiche Aufl., z.B. 8. Aufl., Straßburg 1915. Kluge geht allerdings noch von der - inzwischen eindeutig überholten! - Vorstellung einer urgermanischen Sprache aus. Friedrich
Beste Grüße Nikolaj (Argl. Rhisiart ap Maredudd)

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Eintrag #10 vom 26. Sep. 2000 17:28 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Nikolaj, meinen allerbesten Dank an dich. Ich werde die Info an meinen Freund weitergeben.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #11 vom 23. Mai. 2001 20:46 Uhr Marcus Jäschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marcus Jäschke eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, es wäre echt nett, wenn mir jemand mehr zum althochdeutsch bzw. den germanischen Sprachen sagen könnte…. Gibt es z.B. Wörterbücher im Netz? Oder hat jemand einen guten Literatur-Tip? Danke im voraus
Biotan

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Eintrag #12 vom 24. Mai. 2001 07:42 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marcus! Was dazu im Netz steht, keine Ahnung, aber im Bücherregal: Hans Eggers “Deutsche Sprachgeschichte,Bd.1” ISBN 3 499 555425 9 H.D.Schlosser “Althochdeutsche Literatur” ISBN 3 596 26889 8 die zwei geben schon mal einen schönen ßberblick. Wenn Du´s Dir mit dem ahd richtig einschenken willst, dann noch: R. Schützeichel “Althochdeutsches Wörterbuch” ISBN 3 484 10637 9 Braune/Eggers “Althochdeutsche Grammatik” ISBN 3 484 10231 4 wird aber sehr trocken. Was ich immer interessant finde, ist “Etymologisches Wörterbuch des Deutschen”,dtv,ISBN 3 423 32511 9 ein interessantes Kapitel findest Du auch im dtv Atlas “Namenskunde - Vor- u. Familiennamen im Deutschen Sprachgebiet” Dann gibt es noch im De Gruyter Verlag die Studienausgabe “Die Germanen” aus dem “Reallexikon der Germanischen Altertumskunde”, was einem den Stand der Forschung ein bißchen nahebringt. Was hast Du denn vor, willst Du Originaltexte lesen oder möchtest einer Persona stilvolle Sprache geben? Und was ist Deine Zeit, Biotan? Schick mir mal ne Mail!
Stefan

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