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Eintrag #1 vom 01. Jul. 2001 21:10 Uhr Rolf Möller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Möller eine Nachricht zu schreiben.

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Welche Gesellschaftsspiele wurden im Mittealter bis zum 15 Jahrhundert gespielt. (Brett, Karten und Würfelspiele). Hat jemand infomationen darüber und kann mir tips geben wo ich Spielbescheibungen bekommen kann.Welche Gesellschaftsschichten spielte was? Schick Eure Kunschafter los und veröffendlich es auf dieser Seite.Vielen dank für euere bemühungen.
Gruß Rolf von Brisiacum

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Eintrag #2 vom 01. Jul. 2001 22:05 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Ich kann dir nur mit zwei Threads weiterhelfen, die es hier in der Taverne schon gibt: 1244 Hnefertafel 1040 Kartenspiel Karnöffel Es werden aber bestimmt noch andere Spiele geben, wie z.B. Schach. Tschüs Aisling

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Eintrag #3 vom 02. Jul. 2001 22:18 Uhr Rolf Möller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Möller eine Nachricht zu schreiben.

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Habe eben im Karfunkelchat erfahren. Buch über Mittelaltergesellschaftspele. Spele und Unterhaltun im alten Europa, 1988, Verlag Dausien, Hanau ISBN 376817395 Vielen Dank anneke
Gruß Rolf von Brisiacum

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Eintrag #4 vom 02. Jul. 2001 22:18 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, zu den Brettspielen: Bekannt waren Tabula (heute als Trictrac, Backgammon bekannt). Vermutlich wurde es aus dem Orient angeregt, aus FMA-Zeiten fehlen die Zeugnisse, die sich erst seit dem 11. Jh mehren. Im Orient war ein ähnliches Spiel, persisch “Nard” bekannt. Seit Ende des 10. Jh verbreitete sich das Schachspiel, ebenfalls aus dem Orient, und erlangte rasch zunehmende Beliebtheit. Allerdings änderten sich die Bedeutung der Figuren und die Regeln im Laufe der Jahrhunderte bis heute etwas (der Wesir wurde zur Dame, der Doppelschritt des Bauern am Anfang wurde eingeführt usw). Ebenfalls wurde Mühle gespielt, in Burg “Schlössel” wurde ein in eine Fensterbank eingeritzter Mühlespielplan aus dem 11. Jh. gefunden. Brettspiele waren in salischer Zeit den archäologischen Funden nach wohl bei Adligen, Ministerialen und der aufsteigenden freien Bauernschaft beliebt, in wohlhabenden Haushalten also. Würfelspiele dürften in jeder Schicht gespielt worden sein. Die Produktion von Würfeln ist gegenüber Brettspielsteinen verhältnismäßig unaufwendig, Würfel wurden nachweislich in Serienfertigung zu tausenden hergestellt. Literatur: -“Das Reich der Salier 1024 - 1125”. Ausstellungskatalog 1992 -“Eine mittelalterliche Produktionsstätte für Knochenwürfel”, Barthel, Stecher, Timpel in “Alt-Thüringen Bd.16”, Jahresschrift des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens Grüße Martin

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Eintrag #5 vom 03. Jul. 2001 20:10 Uhr Peter Gustav Bartschat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Gustav Bartschat eine Nachricht zu schreiben.

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Noch´n Buch: Erwin Glonneggers Spiele-Buch erzählt die Entwicklung von verschiedenen Spiel-Prinzipien von der Antike bis zur Gegenwart. Besonders interessant sind die zahlreichen Farbfotos von alten Spielbrettern und - soweit bekannt - die Spielregeln dazu. Wer über das nötige handwerkliche Geschick verfügt, findet dort reichlich Vorlagen, um alte Spiele nachzubauen. (Erwin Glonegger: Das Spiele-Buch. Brett- und Legespiele aus aller Welt. Herkunft, Regeln und Geschichte. Drei-Magier-Verlag, Uehlfeld 1999, ISBN 3-9806792-0-9) In der Zeitschrift “spielbox” erschien 1997 ein 2-teiliger Bericht über das “Spielbuch Alfons des Weisen”, eine Handschrift, die 1283 in Sevilla hergestellt wurde. Wenn jemand Interesse hat und über ein Fax verfügt, möge er mir ein Mail schicken, ich faxe ihm den Artikel gern zu (leider bin ich derzeit Scanner-los). Es geht in dem Artikel zwar überwiegend um die Schach-Regeln im Mittelalter, aber auch ein paar Spiele werden beschrieben und abgebildet. Auf Xuntheit! Gustav der Bär

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Eintrag #6 vom 03. Jul. 2001 23:29 Uhr Rolf Möller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Möller eine Nachricht zu schreiben.

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Habe weiteren Buchvorschlag für Gesellschaftsspiele bekommen. Das Spiele-Buch /Erwin Glonnegger /Drei Magier Verlag. ISBN 3-9806792-09 . Brett-und Legespiele aus aller Welt Herkunft, Regeln und Geschichte.
Gruß Rolf von Brisiacum

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Eintrag #7 vom 24. Mrz. 2002 19:52 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...kein Buch, aber ein Spiel...

… ist meines Wissens nen Landsknechtspiel, ist aber sehr wahrscheinlich noch älter…
Gespielt wird mit 5 Würfeln. Man rollt die Würfel so oft man will (bis zu 5 mal). Pro Wurf muß mindestens ein Würfel rausgenommen werden. Gewinnen tut der mit der höchsten angesammelten Gesamtpunktzahl, man muß jedoch ein 3 und eine 4 haben, sonst zählt der Wurf nicht…
das beste Ergebnis wäre folglich: 3,4, (braucht man zum Werten) und 6,6,6, für die Punkte.
…äh das war jetzt verwirrend…oider?
Die Götter mit Euch! Hlorridi

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Eintrag #8 vom 10. Mrz. 2005 09:04 Uhr Claudia Ziegeler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia Ziegeler eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Rolf, ich betreue das Projekt “Spiel im MA ” auf Schloß Gottorf. Für meine Arbeit fand dich “Das Buch vom Spiel ” von Ruth Dirx sehr aufschlußreich. Aber auch “Spiele und Unterhaltung im alten Europa ” von Walter Endrei ist sehr zu empfehlen. Im letztgenannten Buch stehen sehr viele Anleitungen für diese Gesellschaftsspiele, aber auch z.B. Pfänder - und Rätzelspiele.
Liebe Grüße Claudia

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Eintrag #9 vom 20. Mai. 2005 18:45 Uhr Ulrich Reinhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Reinhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Zum Schach hätte ich eine Frage: und zwar wurde da doch auch um Einsatz an Geld gespielt ?
Wie wurde das genau gemacht, setzte da man einfach eine Summe auf den Sieg ? Und um was für Summen ging es hier, was war üblich und wer spielte Schach um Geld? War das auf Adlige beschränkt ?

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Eintrag #10 vom 31. Mai. 2005 12:00 Uhr Dirk Jerusalem  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dirk Jerusalem eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ulrich,
nichts für ungut, aber diese Fragen sind schlicht und einfach nicht beantwortbar. Sie wären es sogar nicht, wenn Du sie auf die heutige Situation beziehen würdest, nur wäre es da vielleicht einfacher an statistische Mittelwerte zu kommen. Allerdings sagen die nicht wirklich etwas aus.
Das einzige von dem man wohl ausgehen kann ist, dass das Schachspiel unter dem Adel weiter verbreitet war als innerhalb der niedrigeren Schichten.
Mal abgesehen davon halte ich persönlich das Schachspiel nicht für ein typisches Wetteinsatz-Spiel. Zumindest nicht in dem Sinne wie es wohl Würfelspiele und später auch Kartenspiele waren.
Terricus

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Eintrag #11 vom 01. Mai. 2008 18:32 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Zahlreiche Literaturhinweise zu Spielen von Kinder- und Erwachsenen, darunter auch das, was wir heute unter Gesellschaftsspielen verstehen, gibt es unter
www.tempus-vivit.de/taverne/thema/612

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Eintrag #12 vom 05. Mai. 2008 11:26 Uhr Torsten Kreutzfeldt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Kreutzfeldt eine Nachricht zu schreiben.

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Wer sich ein primäres Werk über die mittelalterliche Spielpraxis besorgen möchte, sollte sich das “Schachbuch” von Alfonso el Sabio, König von León-Kastillien 13. Jhd., organisieren, stand vor kurzem als engl. ßbersetzung noch im Netz. Steht sehr viel über Spielvariationen, hauptsächlich Schach, Spielpraxis etc. drin. Faßt den Erkenntnisstand seiner Zeit im Auftrag des Königs zusammen.

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Eintrag #13 vom 10. Dez. 2008 16:55 Uhr Ulrich Schädler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Schädler eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Schach wurde im Mittelalter viel um Geld gespielt. Es gibt umfangreiche Problemsammlungen, die unter dem Namen “Bonus Socius” und “Civis Bononiae” (13./14. Jh.) fingieren, in denen die Probleme als Wettaufgaben beschrieben werden. Jemand stellte also ein Problem auf und wer wollte, konnte wetten, ob er das “Matt in 5 Zügen” hinbekommt. Die Summen waren dabei ins Belieben der Beteiligten gestellt. Die grosse Zahl von immer noch existierenden Abschriften dieser
Manuskripte zeigt, wie verbreitet diese Wettaufgaben waren. Im Spielebuch Alfonsos X. (neue deutsche Ausgabe erscheint im Frühjahr 2009 im Lit-Verlag) wird in den Abbildungen gezeigt, was ausser Geld noch alles verwettet wurde (siehe die Bilder im Würfelspiel-Teil): Waffen, Pferde, Kleidung.
In Alfonsos Gesetz über die Spielhäuser (Ordenamiento de las tafurerias) ist aber davon die Rede, dass Ritter keine Waffen verwetten sollen, was aber in der Praxis durchaus vorkam.
Ulderico

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Eintrag #14 vom 10. Dez. 2008 18:28 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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games.rengeekcentral.com
Klick dich da mal durch…
Unter Ausrüstung → Bekleidung → Libro de los Juegos - Book of Games - Buch der Spiele
findest du einen Beitrag dazu von mir.

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Eintrag #15 vom 12. Dez. 2008 08:14 Uhr Torsten Kreutzfeldt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Kreutzfeldt eine Nachricht zu schreiben.

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“dass Ritter keine Waffen verwetten sollen”
Hast Du diesen Abschnitt auch in Urtext verfügbar, mich würde interessieren, wie der Ursprungsbegriff zu “Ritter” hier im Original lautet.
Danke schön, Isí

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Eintrag #16 vom 12. Dez. 2008 18:17 Uhr astrid hornig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um astrid hornig eine Nachricht zu schreiben.

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Im Alexanderroman (Mitte 14. Jahrhundert). sind eine Menge Personen beim Spielen abgebildet.
So z. B. auch bei “Mühle”, Schach und Würfeln.
Guck mal unter
image.ox.ac.uk/show?[…]

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Eintrag #17 vom 02. Feb. 2009 12:14 Uhr Ulrich Schädler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Schädler eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, hab deine Frage erst jetzt gesehen:
Also, im “Ordenamiento de las tafurerias” von Alfons X. (findet man unter diesem Titel leicht bei google books) werden diese Leute “cavalleros” und “escuderos” genannt, also Ritter und Schildknappen.

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Eintrag #18 vom 03. Okt. 2012 12:32 Uhr Rolf Möller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Möller eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen dank für die Hilfe nach mittelalterlichen Gesellschaftspielen.
Rolf von Brisiacum

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