In der aktuellen “Histoire et images médiévales” (6/2006) gibt es einen Artikel über Kinderkleidung, prinzipiell wurden die Säuglinge gewickelt, die Kinder, die noch nicht sauber waren, hatten lose Hemdkleider an, anschliessend entsprach die Kleidung der der Erwachsenen. Es wird auch von Mänteln für Kleinkinder gesprochen, ohne Präzisierung, welchen Typs. In einer früheren Ausgabe wurde der Schnitt eines roten Baumwollkleids eines rund 4-jährigen Mädchens publiziert.
civitas-medievalis.net ⇒ Theoretisches ⇒ Kindheit im Mittelalter (Unterteilung der Kindheit in verschiedene Abschnitte)
Vielen lieben Dank nochmal für die wirklich guten Tips. Hätte ich ja auch fast selbst drauf kommen müssen :-) Gugel ist natürlich eine super Idee. Werd mich mal wieder nach Schnittmustern umsehen u. mich an die Nähmaschine wagen.
Zwiebelschalen-Prinzip hat sich bei meinen Kindern auch prima bewährt, dazu im Zweifel eine (vorn vernähte) Rechteckmantel-Variante - da stört dann auch kein Zuhalten etc. Ferdich. Meist frieren die beiden deutlich weniger, als ich - liegt wohl daran, daß sie mehr in Bewegung sind.
Also, mein Sohn trägt eigentlich die gleiche Kleidung wie ein Erwachsener, nur eben kleiner. ;-)
Wenn es richtig kalt ist bekommt er halt statt der Lederschuhe seine Holzblotschen an, mit Schafswolle ausgefüttert (ist allerdings noch nie passiert, die trägt er nur wenn es matschig ist. Auch Lederschuhe kann man ja mit Wolle ausstopfen), seine Leinenhose und seine Wollhose drüber und dann eben mehrere Tuniken, angefangen mit der Leinentunika unten drunter. Er hat dann auch noch einen Rechteckmantel, den er bei Bedarf ja auch mit über den Kopf ziehen kann (Gugel ist noch nicht bei uns). Notfalls halt noch einen Schal zusätzlich um den Hals gewickelt.
ßber Kälte hat er sich eigentlich noch nie beklagt und sollte er mal, dann gehts eben ab an die Feuerstelle.
Prinzipiell denke ich, daß du mit der “wie die Erwachsenen” Methode gut auskommst.
Aber von Umhängen und ähnlichen Mänteln würde ich abraten.
Die Wärmeausbeute ist bei denen so oder so nicht so prall, und da vorne offen kann ich mir vorstellen, daß der Nutzen bei Kindern nicht so hoch ist, sie schaffen sich da wohl eher raus.
Ich würde schlicht Schichten empfehlen.
ßber die normale Cotte noch eine dicke Cotte/Surcot/Gardecorps je nach Zeit und Stand, Gugel für Schultern und Hals, Mütze.
Das schränkt nicht in der Beweglichkeit ein wie ein Mantel, daher dürfte die Akzeptanz bei den kurzen höher sein, bzw. sie müssen die Teile nicht selber zuhalten.
Ergänzend kann man immer noch eine Wolldecke als Rechtecksmantel drumwickeln.