Eintrag #2 vom 24. Dez. 2005 11:07 Uhr
Volker Bach
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nach oben / Zur Übersicht Gewandung Scotin um 500 n.Chr.
Um 500 ist ja gerade erst der Anfang der Einwanderung, da dürft die kulturelle Verbindung nach Irland noch sehr ausgeprägt gewesen sein. DAs sollte helfen, denn zum späteisenzeitlichen Irland gibt es mehr Publikationen, als zum späteisenzeitlichen Schottland.
Die Details hier möchte ich dann denen überlassen, die sich hier besser auskennen. Nach dem, was ich gefunden habe, scheint die übliche Kleidung einfache genähte (also nicht gefibelte) Tuniken zu sein, für Frauen länger als für Männer. Es gibt auch viele Darstellungen von Mänteln vom ‘cucullus’-Typ, mit Kapuze, aus Schottland, aber das mag eine Piktische Besonderheit gewesen sein wenn man sich den Fibelreichtum Irlands ansieht. Zur Verarbeitungsqualität empfiehlt sich ein Blick auf den sog. ‘Orkney Hood’, einen Textilfund aus Nordschottland, heute im Nationalmuseum in Edinburgh (google).
Ã"hnlich geschnittene Kapuzenmäntel (in diesem Fall länger, was sich aber auch auf - allerdings meist späteren - Steinritzungen aus Schottland nachweisen lässt) finden sich aus vergleichbaren Zeiträumen auch in Dänemark (von denen ich in diesem Fall auch Fotos anbieten könnte)
Was die Stoffe angeht gibt es genug Hinweise darauf, dass zu dieser Zeit farbige Muster noch immer hoch im Kurs standen. Aber auch da kann ich leider nicht mit spezifisch Scotischen Funden helfen.
Ianus
