einen netten link über farbe…. www.seilnacht.tuttlingen.com/lexicon/start.htm so, ich hoffe die adresse stimmt…ihr müsst ein wenig suchen, ist sehr umfangreich…von der herstellung bis zur chemischen zusammensetzung ist alles dabei:-)
Hallo Mirijam! Also da muß ich dir widersprechen! In meiner Gothik-Zeit hab ich genug tiefstschwarzen Samt und Seide gesehen. Also kanns weder schwer möglich sein oder unheimlich teuer. Gruß v. Arlen
Schwarz sieht man eher selten, weil es unglaublich teuer wahr. Bis heute ist es kaum möglich, z.B. Seide tatsächlich richtig schwarz zu kriegen. Also mit Naturfarben fast ein Ding der Unmöglichkeit… Und mit Färberwaid soll man angeblich sowohl blau als auch grün hinkriegen können, es kommt auf die entsprechende Behandlung der Farbe an. Genaueres hoffe ich bald rauszukriegen
Hi. Meine Erfahrungen mit Holunderbeeren sehen so aus, das es einen schönen violetten Farbton gibt. Ein paar Tage lang….! Verblasst recht schnell und wird dann Grau, erinnert aber noch ein wenig an Violett. Dazu muss ich aber sagen, das wir ungebeizt gefärbt haben. Wenn jemand aber eine Beize kennt, die eben jenen violetten Farbton nicht verändert sondern nur Fixiert, wäre ich interessiert… Gruß. Axel
Hallo Carsten, vor der Einführung des Indigo in Europa (besser gesagt Import ,denn wachsen kann er hier aufgrund des kälteren Klimas nicht) hatte man zum Färben von Blau den Färberwaid, der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammte. Gruss
Der am ehesten und leichtesten zu gewinnende Farbstoff blaurote Farbstoff war und ist Anthozian , zu finden in Gemüsen wie Rotkohl und Rote Beete. Blau war relativ schwer zu färben - bis zur Einführung von Indigo. Frage: Waren “BLaue” Stoffe nicht eher lila?
Hi allerseits, wie das mit dem “knall-lila” war, weiß ich nicht. Konnte man das im HMA überhaupt schon färben? Es taucht aber bei der Beschreibung von Adelskleidung in MA-Epik immer wieder die Farbe “brun” auf. Diese wird von Elke Brüggen als verschiedne Violett-Töne erklärt. Also, ich denke, “Waldbeertöne” gehen auf jeden Fall. Die würde ich auch nicht unbedingt als klerikal bezeichnen. Nun hatte die Kirche zwar im MA einen großen Einfluß auf die Gesellschaft, aber in wie weit bestimmte Farben nur für den Klerus festgelegt waren, bin ich mir nicht so sicher. Die Tracht des Klerus hat sich schließlich aus der Alltagskleidung des MA abgeleitet. Mönchskutten waren eben ursprünglich die einfachste Form der MA-Gewandung (in Schnitt, Stoff, und Farben). Weiß da jemand etwas genaueres? Es ist auf jeden Fall auffällig, dass man so gut wie nie schwarze Kleidung im Adel sieht. Für bauern allerdings war sie teilweise Vorschrift (sicher ist hier nicht das dunkle satte Schwarz gemeint, sondern eher ein schmutziges dunkles Graubraun). Viele Grüße Gabriele
Im Kirchlichen Sinne ist heute Lila die Farbe des Todes. Man denke an Karfreitag. Vielleicht ein Denkanstoß, ob es im Mittelalter nicht ähnlich war. Also, im Zweifelsfalle als Gewandfarbe eher ungeeignet. Ich lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren. Es grüßt Euch Gunther von Greifenstein (alias Volker Mordstein)
Ich hab lila (oder violett) immer als “igittiggit” gehört, weil es ganz allgemein eine klerikale Farbe gewesen sein soll… Ja, wie denn nun? Dürft ich nu lila oder dürft ich nu nicht (im 13.Jahrhundert)? Wenn ich dürfte, wär ich nämlich praktisch schon aufm Weg in den Keller, um meinen Lieblingsstoff rauszukramen… ;-))) Scorpia
Kardinalsfarbe ist nicht violett, sondern (purpur-)rot. Violett ist hingegen die (neuzeitliche) Bischofs- und Prälatenfarbe in der Römisch-Katholischen Kirche. Im MA war es allerdings noch weitgehend grün!
Mit besten Wünschen und Grüßen Nikolaj (Rhisiart ap Maredudd)
Würd mich auch mal interessieren …. einige haben mich ja aufm UT in meinem “Gewand” gesehen ;-) . Und Nein , ich bin kein lebendes Inventar (wie irgentwer meinte zu meinem Kardinals-lila-Kleid) .
Gott zu Gruße, Ihr Lieben! Eine Frage zum Thema Gewandfarben: war ein kräfig lila-violettes Gewand im 15. Jahrhundert für den Stand des Bürgertums in Norddeutschland “a” Ich hab schon unterschiedliche Meinungen gehört (von ´Natürlich, weil es eine Mischung aus rot und blau war´ bis ´niemals!´). Also auf, auf! Belehret mich!