Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Glaubhafte Darstellung eines niederen Adeligen?

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Eintrag #1 vom 28. Okt. 2002 20:50 Uhr Markus Büscherhoff   Nachricht

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Ich habe nur eine Frage, wie stellt man am besten einen niederen Adeligen um 1250 - 1300 Jhdt. dar? Was benötigt er an Kleidung? Wie ausgeprägt sind seine Sitten und sein benehmen? Usw.
Ich bin für jeden Tip dankbar.
Markus

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Eintrag #2 vom 28. Okt. 2002 22:02 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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muß die wirtschftl. Situation des Adligen feststehen. In welcher Gegend soll er wohnen? Mit was handelt er? Wieviel Land hat er? Wieviele Dörfer?
In kürze verfaßt
v. Arlen

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Eintrag #3 vom 28. Okt. 2002 22:23 Uhr Markus Büscherhoff   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kommt darauf an....

so genau weiß ich das auch noch nicht, denn es geht ja um eine glaubhafte Darstellung. Ich denke anzusiedeln eher im unteren Bereich der Reichtümer, also wenig Land, nur kleine Dörfer ländliche Umgebung, so wie es bei uns in Vechta halt war zu dieser Zeit. Handel wohl mit landwirtschaftlichen Produkten und Forstwirtschaft, also Getreide, Holz, Obst, Gemüse, Rinder, Schweine, Schafe
Markus

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Eintrag #4 vom 28. Okt. 2002 23:20 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Nochmal Definition...

…handelt es sich um einen:
a) Ritter (wenn ja, ist es ein Bezanthritter/Soldritter, ein Ministerialer oder haben er und seine Familie seit mehreren Generationen bereits ein Lehen?)
b) Baron/Freiherrn?
Was meint ihr denn mit dem “Handeln” Wieso ist der Mann jetzt Händler oder wie?
Klärt mich auf, bitte.
Gruß,
William de Mornay

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Eintrag #5 vom 29. Okt. 2002 07:53 Uhr Markus Büscherhoff   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Also da es ja nun die untere Schiene des Adelös sein soll, denke ...

..ich ein Ministraler ist da wohl angebracht. Das mit dem Handel habe ich allerdings auch noch nicht ganz verstanden.
Markus

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Eintrag #6 vom 29. Okt. 2002 10:43 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Gemeint

ist ja ein niederer, nicht gerade reicher Adliger der Stauferzeit.
Sagen wir nun, daß sein Gebiet hauptsächlich Holz liefern kann. Es ist schlecht möglich, daß er die Holzstämme an seinen Herrn abgibt, daher muß er Handel treiben, um seine Abgaben beim Herrn zu begleichen. Der Rest wäre dann sein Nettogewinn.
Je nach Region, sagen wir jetzt mal Ostpreußen, werfen Harz und Holz nur wenig Gewinn an, da billig zu haben. Demnach ist dieser Adlige also ärmer als der, dessen Hauphandelsgut Tuch ist.
Zu diesem Thema gibt es verschiedene literarische Ausführungen. Da mein Hauptgebiet DO ist, kann ich mich allerdings nur auf diesbezügliche Bücher berufen. Zum lesen von Büchern über Handel im Reich bin ich noch nicht gekommen.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #7 vom 29. Okt. 2002 11:37 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht @Christoph

…jetzt ganz verwirrt ich bin…
Bist Du sicher daß das Holz/der Wald in einem Lehen nicht das Eigentum des Oberherrn ist?
Meines Wissens nach ist das so. Der Klein-Vasall erhält doch sein Lehen um seinen Unterhalt und die Ausrüstung als Miles gewährleisten zu können.
D.h. er kann auf die Abgaben der ihm unterstehenden Bauern zurückgreifen, nicht aber auf die Ressourcen (z.B. eine Mine, Wald, Steinbruch etc.)
Oder bin ich da so falsch gewickelt?
Gruß,
William de Mornay

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Eintrag #8 vom 29. Okt. 2002 12:00 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Zu

Steinbruch/Mine kann ich nichts sagen.
Bei Wald: Ist die Lage der Agrarwirtschaft dieses Lehens so schlecht, daß die Bevölkerung damit nur die Abgaben an den Vasallen entrichten können, ist demnach keine Abgabe an den Herrn durch den Vasallen mehr möglich. Der Herr möchte aber was haben, und daher verleiht er dem Vasallen das Holzregal. Oder eben andere Regalien, je nach möglichkeit halt. (Haufenweise im Ordensland praktiziert worden)
Gruß
Freiherr v. Arlen

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Eintrag #9 vom 29. Okt. 2002 12:59 Uhr Roland Schulz   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Regalien

wieder was gelernt, okay!
Gruß,
William de Mornay

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Eintrag #10 vom 29. Okt. 2002 13:17 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Insbesondere

bei den Freiherren wirkt sich die Agrarökonomische Lages seines Gutes aus.
Denn dieser ist gänzlich auf die Erträge seines Gutes angewiesen. Bringt sein Gut nicht viel, ist er selber auch nicht gerade reich. Manchmal sogar ärmer als ein Freibauer. Das führt dann dazu, gerne noch als Vasall einem Herrn zu dienen. Oder der Herr verlieh den Freiherrntitel mit Rechts- und Abgabenregelung, sieht das es wirtschaftlich nicht hinhaut und schenkt dem armen Mann dann noch ein eigenes Gut. Und so kann der dann Titeln:
Freiherr v. Arlen und Herr zu Tarnow

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Eintrag #11 vom 29. Okt. 2002 14:03 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Gott zum Grusse !
Guck doch einfach mal in den Sachsenspiegel. Dort ist alles haarklein aufgeführt was jedem Heeresschild zustand oder abzugeben hatte. Insbesondre die Abgabenverordnung zu Steinbrüchen/Minen/Fischteichen etc.
Ulrich von Erckenrode

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Eintrag #12 vom 29. Okt. 2002 14:31 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Na gut!

jetzt habe ich was über die ßkonomie des MA gelernt und wer beantwortet jetzt die Eingangsfrage des Kollegen? Das würde mich nämlich auch interessieren!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #13 vom 29. Okt. 2002 14:46 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wir

sprechen immer noch über einen nicht gerade reich zu nennenden Adligen aus dem niederen Ständen während der Stauferzeit.
Wir stellen fest: Wenig Geld also wenig Prunk.
Er kann sich nur ein Festgewand leisten, aus gutem Stoff, aber ohne die üblichen reichen verziehungen.
Seine “Burg” wird einem kleinen Gehöft entsprechen; für diese Zeit natürlich aus Holz (wir gehen von einem wenig bemittelten aus! Desweiteren: wir haben genug Belege und Schriften über Holzburgen in dieser Zeit. Vasallenburgen aus Stein existieren meines Wissens nach nur noch zwei, und das im Grenzgebiet zu Litauen, was wohl schon alles sagt)
Seine Knappschaft hat er ja auch bei einem Adligen genossen, daher wird er sich in den ritterlichen Sitten auskennen. Also er wird Standesgemäß essen.
Zuhause fast schon bäuerliche Einrichtung. Wenn überhaupt dann ein Knappe. Aber auf jeden fall mind. zwei Pferde. Knechte/Mägde würde ich zuhause mal so auf 10/15 schätzen.
Mann, was für ein armes Schwein.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #14 vom 30. Okt. 2002 15:39 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eingrenzen, bitte... :-)

Ich verstehe nicht ganz, warum ein Ritter der Zeitgebung 1250-1300 unbedingt ein staufischer sein soll, aber was soll’s… ;-)))
Aber um auf Deine Fragen eingehen zu können, Markus, solltest Du uns villeicht doch noch etwas eingrenzen, was genau Dein derzeitiger Wissenstand ist bzw. was genau Dich interessiert.
Viele Antworten findest Du nämlich bereits in den Tiefen dieser Taverne versteckt, und ich, wie vielleicht auch einige andere, habe eigentlich keine Lust, alles zu wiederholen (nicht bös gemeint!).
Also: interessiert Dich Zivilkleidung, oder eher Rüstung- und Waffen-Ausrüstung? Und müssen wir in puncto Zivilkleidung bei ‘Null’ anfangen (dann würde ich Dich auf entsprechende andere Threads verweisen), oder zielt Deine Frage eher auf Reichhaltigkeit der verwendeten Stoffe, Schnitte, Kleidungssaccessoires etc.?
Ruth

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Eintrag #15 vom 30. Okt. 2002 16:58 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Staufer und so ...

Da die letzten Staufer (Manfred 1266, Konrad IV. 1254 und Konradin 1268 gestorben) in Deutschland kaum Einfluß gehabt haben , ist die Chance recht klein, daß der besagte Kleinadelige ein “Staufer” im engeren Sinne ist. Nur um mal wieder keine falschen Schlüsse aufzubringen …
Thorsten

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Eintrag #16 vom 30. Okt. 2002 17:42 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ;-)

… genau das wollte ich mit meiner Eingangsbemerkung andeuten, Thorsten… ;-)
Ruth

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Eintrag #17 vom 30. Okt. 2002 18:42 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Tips und Anregungen geben, darum gehts glaub ich hierbei, nicht um die Sterbedaten der letzten Staufer.
Irgendwo hat er glaub ich was von Staufer geschrieben. Hätte er bei dem Datum 1250 besser Spätstaufische Zeit geschrieben? Wollen wir uns jetzt darüber unterhalten???
Das letzte Datum eines Staufers ist außerdem Beatrix +1288. Deren Urgroßvater war nämlich Rotbart.
Und jetzt bitte bei seiner Darstellung mithelfen, ja?
Gruß
v. Arlen

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