Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Goldschmied im Mittelalter

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Eintrag #1 vom 24. Jul. 2004 14:36 Uhr Volker Nebe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Nebe eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wie sahen die eigentlich aus, die Goldschmiede?

Hallo,
es wird viel über Schmuck aus dem Mittelalter diskutiert. Was mir fehlt ist was über den Stand und damit verbunden die Gewandung des Goldschmieds im Mittelalter, insbesonders im friesischen Raum
Kann mir da jemand helfen …
Danke
Volker aus Bremen

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Eintrag #2 vom 24. Jul. 2004 18:57 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Wie auch bei anderen Berufen bereits erwähnt, ist berufsbezogene Kleidung im Mittelalter meines Erachtens nach kaum nachweissbar, mit Ausnahme von Dingen wie Schmiedeschürze etwa, umso wichtiger wäre jedoch die Zeit…
Gruss, Esca

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Eintrag #3 vom 25. Jul. 2004 11:43 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Wie Jens schon erwähnte,
spezielle “Goldschmiede Kleidung” gab es nicht. Das ist eher abhängig von der jeweiligen Zeit die man darstellt wie die Klamotten aussahen.
Ansonsten die Werkzeuge haben sich seit der Antike so gut wie nicht sich verändert,
nur heut-zu-tage sind die leider oft verchromt oder mit modernen Zahlen versehen, aber die generelle Form ist gleich geblieben.
Schau einfach an wie sah die Kleidung aus in der Zeit die du darstellen möchtest, als regionaller Unterschied kann man eher Nord- oder Süddeutsch einteilen, nicht jedes Nest hat seine spezifische eigene Kleidung.
Man muß es sich nicht schwerer machen als es ist, den eine Zeitgenösische Darstellung eines Goldschmieds aus deiner Reigion mit allen Details sichtbar, ist so selten wie ein “Sechser” im Lotto.
Schmierfink

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Eintrag #4 vom 27. Jul. 2004 23:30 Uhr Volker Nebe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Nebe eine Nachricht zu schreiben.

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Also was ich meinte war die Zeit des Hochmittelalters, also so um 12Jh-13Jh.
Mir ist bekannt, dass die Goldschmiede oft im gehobenen Dienst standen (Stadträte (Leipzig und Braunschweig)).
Kennt jemand das Buch von Erhard Brepohl: Theophilus Presbyter und das mittelalterliche Kunsthandwerk?
Darin ist das mittelalterliche Goldschmiedehandwerk detailiert beschrieben.
Jedoch fehlt das Aussehen der Menschen, die dieses Handwerk ausübten.
Was ist also anzunehmen wie solche Handwerker aussahen??
Danke Volker aus Bremen
Volker aus Bremen

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Eintrag #5 vom 27. Jul. 2004 23:40 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Volker,
Also um sich ein Bild zu machen, müsste man schon etwas genauer herangehen, ich persönlich empfehle da Jahreszahl +- Zeitspanne, je nach Jahrhundert, in diesem Falle vlt. 15.
Ansonsten dürftest Du mit Angaben diesbezüglich in Taverne und Linksammlung fündig werden, bei 13tem etwa die der AG HMA unter www.hochmittelalter.net , was die grundsätzliche Kleidung _Mitte_ des 13ten angeht.
Gruss, Esca

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Eintrag #6 vom 28. Jul. 2004 07:24 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Volker,
ich kenne das Werk gut, da die Werke des Brepohl auch heut-zu-tage sehr beliebt sind bei den Goldschmieden. Aus dem Grund sind sie auch rar, weil sie auch aus DDR-Zeiten stammen, in meiner Ausgabe steht ja noch drin “VEB Fachbuchverlag Leipzig” und weil diese Werke bei guten Goldschmiedemeistern immer noch das standard Lehrbuch dienen für die Lehrlingsausbildung. Da sollte man auch fit sein, den ansonsten kann es zu peinlichen Fragen kommen bei Veranstaltungen! :-) Hat schon einen Grund wieso man das 3 1/2 Jahre lehrnt um ein Basiswissen in den Grundtechniken zu haben! Ansonsten wie bei den Werkzeugen haben sich die meisten Techniken so gut wie nicht verändert, eines der wenigen die mir so einfallen ist das Vergolden natürlich, Feuervergolden ist so gut wie
verschwunden, da sehr giftig.
Ansonsten bei den Klamotten gute Mittelklasse mässige Ausrüstung ist nicht verkehrt. Nur passende Abbildungen für Zeiten vor dem 14.Jhd. von Bürgern sind dünn gesäht, und vieles ist sehr stilisiert, da das realistische Malen erst im 15. Jh. auf kommt.
Schmierfink

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Eintrag #7 vom 28. Jul. 2004 10:34 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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…bis auf eine kleine Passage: das “realistische” Malen so denn bezeichnet, ist aber der Mitte des 14ten zusehends in Italien und Südtirol, bzw. bei italienischen Malern bzw. solchen italienischer Schule zu beobachten. :)
Gruss, Esca

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Eintrag #8 vom 28. Jul. 2004 10:58 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jens,
ich bezog mich auf nördlich der Alpen,
und da fängt es an mit Melchior Broederlam 1381-1410 tätig davor ist doch noch sehr stylisiert, wenn man nicht gerade nach Italien schaut.
Schmierfink

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Eintrag #9 vom 21. Mai. 2007 15:17 Uhr Dirk Hülsemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dirk Hülsemann eine Nachricht zu schreiben.

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hallo,
vielleicht interressiert sich der ein oder andere noch für dies thema. schaut mal hier: www.rijksmuseum.nl/.../00066778?lang=nl
wenn ihr im google ELIGIUS eingebt und Bilder suchen werdet ihr einige solcher bilder aus dem 15. jhd. finden, vielleicht hilft es ja. eligius ist der schutzpatron wird oft als bischof dargestellt aber drum herrum sind weitere goldschmiede.
das einzige was den goldschmied im mittelalter von den andern handwerkern unterschied ist das er berechtigt war ein schwert trage zu dürfen, schön zu sehen bei dem berner bild von 1515 im dortigen kunstmuseum oder eben auch im google

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