Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Grenadiere im 30 Jährignen Krieg

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Eintrag #5 vom 15. Aug. 2008 06:15 Uhr Albero von der Weide  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Albero von der Weide eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Seitenwaffen

Zum einen: Ich habe bisher keine früheren Belege für Grenadiere vor 1667 gefunden.
Zum anderen: Neben einer Muskete noch eine Stangenwaffen zu führen ist praktisch unmöglich, um nicht zu sagen unsinnig. Ein Säbel, wie er auf einschlägigen Bildern zu sehen ist, ist auch gegen Stangenwaffen hinreichend effektiv, da der Grenadier im Nahkampf nicht mehr gegen Pikeniere in geschlossener Formation vorgehen musste. Und nur da haben Piken einen entscheidenden Vorteil gegenüber Säbel.

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Eintrag #4 vom 14. Aug. 2008 19:01 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nahkampf

Hallo,
ich habe keine Kenntnisse über die Grenadiere und den 30jährigen Krieg.
Mir scheint aber, als würdest Du einem grundsätzlichen Missverständnis aufsitzen: “Nahkampf” bezeichnet eigentlich immer den tatsächlichen unmittelbaren Nahkampf in naher Distanz. Hinsichtlich eines - mittelalterlichen - Halmbardiers/Pikenträger etc. wäre das also statt Stangenwaffe die Beiwehr (langes Messer, Schwert, Dolch); Ich bezweifle, dass die mit einer Schusswaffe wie Muskete/Arkebuse ausgestatteten Kämpfer eine zusätzliche Stangenwaffe trugen. Mir scheint hier viel eher die dann zeitgemäße Beiwehr gemeint zu sein, also so etwas wie Säbel etc.
Mindestens im 16 Jhdt. und meiner Erinnerung nach auch im frühen 17. ist es noch üblich, um die Schützen dann Pikeniere zu gruppieren, um diese während des Ladevorganges schützen zu können. So ist mir jedenfalls die Aufstellung von zeitgenössichen Bildern erinnerlich.
Grüße
Wolfgang

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Eintrag #3 vom 14. Aug. 2008 14:57 Uhr Florian Hutter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Muskete, Pike, Arkebuse, Rapir, Partisane?

Das die Sekundärwaffe ab Mitte des 17. Jhd. die Muskete bzw. Büchse war hab ich zu Hauf gefunden. Bzw. dass die Grenadierregimenter mit diesen ausgestattet wurden. Jedoch für die erste Hälfte des 17. Jhd. fehlen mir einfach die Quellen, um was es sich handelt.
Die Einführung der Grenadiermütze, da großkrempiger Hut und Helm zu umstädlich beim Werfen waren, läßt auch keine Waffe ausschließen.
Zu dem ist immer die Rede von, dass Grenadiere in der Anfangszeit eine Spezialausbildung hatten, jedoch im normalen Truppenverband sich bewegten.
Was gegen Muskete und Arkebuse spricht, ist die Tatsache des anschließenden Nahkampfes. Die Länge der Pike und auch die Tatsache dass Pike als Verteidigung der Musketiere eingesetzt wurden läßt diese fast auch ausschließen.
Im Prinzip bleiben nur Blank- und Stangenwaffen wie die Partisane, Gleve oder das Rapir übrig.

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Eintrag #2 vom 14. Aug. 2008 08:58 Uhr Albero von der Weide  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Albero von der Weide eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Grenadiere mit Piken???

Hmmm… ich habe jetzt keine konkreten Quellen zur Hand. Müsste ich für in den Keller gehen, um nachzuschauen, ob ich da was finde.
Aber Grenadiere sind mir nur als mit Musketen und, du sagtest es schon, mit Granaten bewaffnet bekannt. Dass Grenadiere jemals Blank- oder gar Stangenwaffen neben den Handgranaten als Hauptwaffen benutzt hätten, wäre mir neu. Auf einschlägigen Bildern habe ich neben den Musketen aber auch einen Säbel als Seitenwaffe gesehen.
Wahrscheinlich ist dies die Waffe, von der du meintest, dass sie im Nahkampf eingesetzt wurde?
www.napoleon-online.de/[…]/frankreich_unbekannt179[…]
Auf der Seite weiter unten sind ein paar Zeichnungen von Grenadieren, vermutlich aus dem besagten Buch. Vielleicht mag es Dir auch gleichzeitig als Buchtipp genügen?

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Eintrag #1 vom 14. Aug. 2008 08:27 Uhr Florian Hutter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Grenadiere im 30 Jährignen Krieg

Hallo ich such Informationen ob Grenadiere bereits im 30 Jährigen Krieg zum Einsatz kamen.
So viel ich weiß wurden die ersten “reine” Grenadierregimenter bereits 1624 aufgestellt. Ob diese aber auch im 30JK zum Einsatz kamen hab ich leider nicht herausgefunden.
Ebenfalls würde mich interessieren, wenn diese zum Einsatz kamen, ob sie als Soldaten mit Spezialausbildung in den Pikenier, Musketier und Arkebusierregimenter integiert wurden oder als eigenständiges Regiment tätig waren.
Neben der Primärwaffe der Granate wird immer von “nachfolgendem Nahkampf” gesprochen. Jedoch nicht darauf verwiesen ob dies mit Stangen- oder Blankwaffen geschiet. Bzw. später ab ca. 1650 mit Muskete oder Büchse aber davor?
Vielen Dank für Eure Hilfe

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