Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Griffe aus Holz?

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Eintrag #1 vom 12. Mai. 2000 15:38 Uhr Christian Rothe   Nachricht

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Hi Leuts, ich weiss nicht, ob das schonmal in einer Diskussion auftauchte, so tief bin ich in die Taverne noch nicht eingetaucht, aber neulich hat jemand versucht mir zu erzählen, dass es Klingenwaffen mit Holzgriff gab. Leider kann ich mir das nur schwer vorstellen und nun stellt sich mir die Frage, wie´s denn nun wirklich war. Woraus waren Waffengriffe und wie stark wurden die einzelnen Typen eingesetzt? Wo waren diese Typen verbreitet? Und hiervon nehme ich mal alle ßxte und Stangenwaffen aus. TIA Chris

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Eintrag #2 vom 12. Mai. 2000 16:10 Uhr Beitrag anonymisiert

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gute Frage ich möchte dabei noch eine Frage anfügen. wie poliert man Holz? gruß
Thorgrimm Firesbrunst (freier Wikinger)

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Eintrag #3 vom 12. Mai. 2000 18:03 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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An Frank. Nimm Schleifpapier bis zu 1200 Körnung oder feine Stahlwolle (eignet sich gut bei Griffen die plastisch sind, Fingerrillen etc.), bei der Stahlwolle mußt du nur die Wollspähne wegmachen. Dann entweder Bohnerwachs oder Leinöl, ganz nach Geschmack. Wenn du eine Polier-Schwabbelscheibe (eiches Leinen) und Polierwachs nimmst geht es noch besser. Viel Spaß beim polieren.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #4 vom 12. Mai. 2000 18:03 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry, es sollte “weiches Leinen” heißen.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #5 vom 12. Mai. 2000 18:11 Uhr Patrick Schubert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Schubert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo! Ich vermute mal derjenige, der dir das erzählt, hat meinte nur die Ummantelung des Griffes. Also das was bei den meisten Tschechenklingen etc. einfach Lederbänder sind die um das Ende des Schwertes zwischen Knauf und Parierstange gewickelt sind. Diese Ummantelung bestand in der tat oft aus Holz. Darunter ging die Klinge natuerlich ungeschliffen weiter bis in den Knauf. Grüße
Cathal o´ Bran - Milites Crucis - www.milites-crucis.de

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Eintrag #6 vom 12. Mai. 2000 18:34 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Christian, wie Patrick vermute ich, daß Du jetzt die Griffschalen meinst, die afaik fst ausschließlich aus Holz sind. Es gibt zwar´n paar Prunkschwerter mit Elfenbeingriff und ein paar wenige mit Horngriff, doch haben die meisten Funde, die ich kenne einen Holzgriff. Der ist auf verschiedenste Arten auf, bzw. um die Angel befestigt (Nieten, Wickelungen etc.). Um das Holz war dann das üblichen Leder befestigt. Bei diesen Konstruktionen ging das Holz meist nur bis zur Parierstange. Griffkonstruktionen mehr oder weniger voll aus Holz findest Du dann eher bei den messerähnlichen Waffen (z.B. Saxe, Bauernwehren) und ich erinnere mich an Abbildungen von Faussards (schwere Hackklingen). Interessant ist in diesem Zusammenahng ein Fund eines Langsaxes Ende 8. Jhdt. (soweit ich mcih erinnern kann mit 75 cm Klingenlänge), der einen Holzgriff von min. 30 cm Länge gehabt hat. Aus dem SMA gibt es auch noch die Basilarddolche, aus denen sich auch die Schweizerdolche entweickelt haben, deren Holz bis über die Pariersange ging (ich habe selbst so einen). Vielleicht kannst Du etwas genauer spezifizieren, an was Du jetzt gedacht hast - vielleicht auch in welchem Zusammenhang - dann können wir Dir noch genauer helfen. Bis denne Thorsten

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Eintrag #7 vom 12. Mai. 2000 18:34 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hi!, Schwerter und sowas sind nicht so meine Spezialität, aber wenn ich mich recht entsinne, haben einige Schwerter Holz als Unterlage für teilweise sehr kunstvolle Drahtumwicklingen des Griffes. Meist liegt der Draht aber direkt auf dem Metall des Griffes auf. Wie das bei weniger noblen Griffen aus gesehen hat, weiß ich nicht. Als Schleifmittel wurde nach Auskunft der Leute in Haithabu im FMA der getrocknete Stengel des Sumpfschachtelhalms verwendet. Da ist eine dünne Schicht sehr feiner Silikatkristalle drauf. Damit bekommt man eine Oberfläche genauso glatt wie mit Schleifpapier, erfordert aber ein bischen ßbung und mehr Zeit. Zum Polieren würde ich dann auch einen Lappen nehmen, je nach Oberfläche noch zusätzlich Wachs oder ßle. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #8 vom 12. Mai. 2000 21:53 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hi zusammen! Matthias: Schachtelhalme als Schleif-bzw. Poliermittel werden wohl schon seit der Steinzeit bekannt gewesen sein, denn im “primitiven” Bogenbau werden die Dinger tatsächlich heute noch verwendet. Etwas ßbung, etwas mehr Zeit, gleiches Resultat. Was Schwertgriffe angeht, hat Thorsten recht, in der Tat wurden im MA die allerwenigsten Griffhülsen NICHT aus Holz gefertigt, die Umwicklung der Griffhülse mit Metalldraht ist eigentlich eine typische Renaissance-Geschichte. Ganz wichtiges Detail, das bei den meisten Repliken oder Schaukampf-Flacheisen übersehen wird: Vor dem Beledern wurde die Griffhülse was immer stramm mit einem feinen Leinenfaden umwickelt und dies kräftig unter Leim gesetzt. Dies sorgt für mehr Stabilität der Griffhülse.
Jörg

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Eintrag #9 vom 12. Mai. 2000 22:54 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, zum polieren dient auch gut Pferdehaar, sprich das vom Schweif. Klappt gut! Frohes Basteln!
Euer Haduwolff

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Eintrag #10 vom 13. Mai. 2000 00:18 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Tach Zusammen ! Eine wirklich schön glatte Oberfläche erzielt man auch, in dem man Leinöl und einen glatten (!!!) Kieselstein zum polieren nimmt. Vorsicht ! Nix für Grobmotoriker !!! :-) Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #11 vom 13. Mai. 2000 16:30 Uhr Christian Rothe   Nachricht

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Hi Leuts, so nicht noch jemanden was wesentliches einfällt, oder gar wer der Meinung ist, dass da was falsch ist, möchte ich mich herzlichst für die Antworten bedanken. Auf die Frage, wofür ich das brauche bzw. was genau ich wissen will, hier nur folgende Antwort (ohje… jetzt kommt´s outing ;o)): Beim Rollenspiel beschäftigt man sich eben auch mal mit der Frage, wie irgendwelche Fantasywaffen hergestellt werden und da wollen wir (www.chrestonim.de) uns auch ein wenig an der irdischen Geschichte orientieren. Haben sich ja alle was dabei gedacht, bei dem was sie gemacht haben :o) Gruss chris

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Eintrag #12 vom 13. Mai. 2000 23:52 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Erst einmal kommt´s natürlich auf die Epoche und damit auf die Grundkonstruktion des Griffes an… Es gibt Griffplattenschwerter, Griffzungenschwerter, Griffangelschwerter, Vollgriffschwerter, und zwischenformen… Bei Schalengriffen dürfte Holz, gerade bei unteren “Dienstgraden” schon aus Kostengründen durchaus häufig gewesen sein, ist auch am einfachsten zu bearbeiten. Bei Griffangeln kann ich zumindest noch für die Spätantike versichern, daß Knochen am gebrächlichsten war, Während sich bei den früh- und Mittelbronzezeitlichen Griffplattenschwertern wegen fehlender Funde nur sagen läßt, daß es wohl irgendein organisches Material war… Nochmal zu den Griffangeln…Holz ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil es relativ weich ist und bei den mechanischen Kräften, die bei langen Klingen wirken der Griff wohl schon bald nicht mehr fest gesessen hätte… bis dann
der Barde vom Glan

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Eintrag #13 vom 15. Mai. 2000 16:16 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Hoi Zammen, Chris: Ich bevorzuge Horn als Griffschale. Horn ist sehr viel härter als Holz und schaut (nach meinem Geschmack) auch besser aus, als Leder- oder Metallumwickeltes Holz. Grade diese Umwicklungen können sich doch auch mal lösen, sollte zwar ned vorkommen, passiert aber doch recht häufig. Der Nachteil von Horn: Es ist sehr! pflegeintensiv und sollte nach Möglichkeit nicht länger naß sein, da es sonst quillt und ausfasert. Auch muß es vorm Einsetzen gut getrocknet sein und: solche Griffschalen aus Horn sind nicht billig! Allerdings macht das Aussehen der Horngriffschalen die Nachteile massig wett.
IN diesem Sinne, Yaro

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Eintrag #14 vom 30. Jun. 2001 10:23 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Leder is aber wesentlich griffiger. Bei (unumwickeltem) Horn ist die Gefahr des Abrutschens größer.
Fritz

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Eintrag #15 vom 02. Jan. 2005 00:16 Uhr Peter Graumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Graumann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Der größte Teil der Dolchgriffe bestand aus Holz. Bei Dolchen mit einer Angel war der Griff aus einem Stück, bei einem breiten Heft wurden Griffplatten aufgenietet. ßber dem Holzgriff war oft noch eine dünne Lederumwicklung. Der Holzblock wurde meist durch Metallteile (Knaufplatten) fixiert.
gruß

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Eintrag #16 vom 02. Jan. 2005 12:29 Uhr Peter Graumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Graumann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Ich würde gerne einen Dolchgriff schnitzen, habe aber leider noch nie geschnitzt und bin mir recht unschlüssig, wie ich anfangen soll. Es geht mir nicht darum, wie mittelalterliche Dolchgriffe aussehen oder welche Holzart am authentischsten ist, sondern ausschließlich um den handwerklichen Aspekt.
Woher bekomme ich einen geeigneten Holzblock (in den Wald gehen und suchen?), wie groß muss dieser sein, welche Werkzeuge brauche ich zum schnitzen? Gibt es spezielle Techniken?
Wie gesagt, ich habe noch nie geschnitzt und bin daher völlig ahnungslos. :)
Danke im Voraus und gruß
Peter

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