ganau das Foto meine ich (habe ich gerade wiederentdeckt). Schwert mit blauen Bändern und zünftig den Schild auf dem Rücken.
Ich meine, Du hattest einen Link dazu mal in einem anderen Forum eingestellt. Beim Stichwort “Wikinger” stösst man ja zwangsläufig über kurz oder lang auf Dich…
Bevor ich dem Bären weiter Honig um den Bart schmiere - hast Du die Adresse der Website von Russel Thomas? Mein googeln war bisher erfolglos.
gab es nicht auch mal so ein schönes Foto von Dir mit Brillenhelm unter-m Arm? Da wollte ich schon immer mal fragen, wer den gemacht hat (sah eher nach Unikat aus).
Danke für den Hinweis zu MI! Den Helm von Trad-Ev hatte ich auch schon gefunden. Bei dem MI-Modell ist zu ähnlichem Preis (Trotz Import aus Australien) noch der Nackenschutz dabei. Das hatte wahrscheinlich unterschwellig bei mir den kleinen Unterschied gemacht. Das Original hat ja auch noch einige Kettenringe dran.
Die Ansicht, dass der Gjermundbu-Helm sowohl ein reines Dekorationsstück als auch Modellmässig kein typischer Kampfhelm war, klingt sehr plausibel. (Soweit man das bei den wenigen Originalen sagen kann).
Das mit der “billigen” Qualität des Realstücks war mir neu. Danke für die Info! (Oder sollte das allbekannte Foto des restaurierten Fundes vielleicht den Zustand nach dem 150cm-Falltest zeigen? Oder gar ein Hinweis darauf sein, dass schon damals die billige Fernost-Ware bei Vi-bay unter den Hammer kam?)
Aber wieder im Ernst - als ich letztens ein Reenactor-Foto mit einer guten Replik des Helms sah, musste ich an eine Rabenkopf-Maske denken. Könnte beim Design nicht nur die Anlehnung an die Vendel-Helme, sondern (mandelförmige Augen, die der Brille “Schnabelform” geben) auch Odins Raben oder das Vogelkopfmotiv von einigen Thorshämmern oder dem “Hiddensee-Schmuck” darin aufgegriffen sein? Als Identifikation des Trägers mit seinem Gott? Gibt es dazu wissenschaftliche ßberlegungen?
Einen richtig guten - und bezahlbaren - Nasalhelm suche ich übrigens auch noch. Für-s erste habe ich einen “St. Wenceslas” (Hersteller Wikingerschmiede/Ritterschmiede) halbwegs günstig auf dem Rückkehr-der-Wikinger- Markt in Haithabu geschossen. An dem reizte mich das Kreuzigungs-Motiv auf dem Nasal. Einmal, weil ich selbst dem Nazarener anhänge. Und andererseits, weil Haithabu nicht weit von mir ist - ein interessanter Brennpunkt der Kulturen in der damaligen Umbruchszeit.
Noch eine letzte Frage: MI bietet den Helm auch mit radialen Linien auf der Brille. Gibt es irgendwo besonders gute Fotos/Zeichnungen vom Originalfund, an denen man entsprechendes erkennen kann?
Witzigerweise gibt es aber bei traditionelle-events.de einen ebenfalls passablen Gjermundbuhelm.
Aber:
Ich war bis vor kurzen auch ein Brillenfan, im gespräch mit einem Sachverständigen kam aber heraus, dass mittlerweile der Gjermundbuhelm in den Bereich der Deko-Grabbeigabe eingeordnet wird.
Als Gründe hierfür wurden aufgeführt:
- Enorm schlechte Verarbeitung des Originalhelmes, “ZITAT: Der Helm hätte neu nichtmal einen Sturz aus 150cm Höhe überlebt /ZITAT”
- Keinerlei Zeitgleiche Funde, Abbildungen oder Erwähnungen
- Optische ßhnlichkeit mit den Vendelhelmen, aber Ausführung an sich grundverschieden.
Man kann davon ausgehen, dass der Helm wohl eine Art “Hommage” an die Fürsten der Vendelkultur waren…
Für die Darstellung dürfte in Nasalhelm mit oder ohne Spangen, je nach Zeit die sicherere Lösung sein…