Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Gute ßbersetzugen -Anderssprachige Literatur

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Eintrag #1 vom 14. Nov. 2001 13:06 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
im Umfeld einiger Threads ist es mir aufgefallen, daß es eine überwältigende Menge von Literatur übers MA gibt, die zumeist in Englisch erschienen ist, und die immer wieder als Quellenangabe erscheinen.
Das ist ein weitverbreitetes Problem, zumal Englisch und Französisch die Amtssprachen der Eu sind (ohne Rücksicht darauf zunehmen, daß der grösste zusammenhängende Bevölkerungsanteil der EU deutschsprachig ist).
Gibt es dazu entsprechende deutschsprachige Ausgaben und wo sind sie zu erhalten?
Sicherlich gehört heutzutage Englisch zu den Grundbildungsinhalten und kann vorausgesetzt werden, aber wer kanns schon so gut, um Fachliteratur freudig lesen zu können…?
Euer Haduwolff

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Eintrag #2 vom 14. Nov. 2001 13:41 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadduwolff,
leider kommt man an fremdsprachiger Literatur kaum vorbei. Mein Englisch ist recht dürftig, besonders problematisch sind die Fachbegriffe. Deutsche ßbersetzungen erscheinen, wenn überhaupt, erst wenn die neuen Erkenntnisse schon nicht mehr so brandheiss sind.
Wie wäre es mit der Einrichtung einer Vokabelliste in der Bibliothek? Das würde wahrscheinlich schon helfen.
Sylvia
Projekt Folgari

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Eintrag #3 vom 14. Nov. 2001 15:51 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Englisch ist nun mal die etablierte Fachsprache für wissenschaftliche Veröffentlichungen verschiedenster Fachrichtungen, über das Für und Wider dieser Entwicklung zu diskutieren bringt meiner Meinung nach nichts.
In unserem Wissensbereich mit einigermaßen eingegrenzter potentieller Leserschaft liegt das sicherlich, wie schon an anderer Stelle bemerkt wurde, auch daran, daß sich ein englischsprachiges Buch eben viel leichter (und häufiger) verkaufen läßt, als ein entsprechendes deutschsprachiges.
Zum Problem des Verstehens englischsprachiger Fachliteratur: das bringt für unsere Themengebiete auch manch Positives, denn schließlich finden sich in der heutigen englischen Sprache so viele lateinischen Lehnworte, daß man als humanistisch einigermaßen Vorgebildeter ganz gut damit zurechtkommen kann. Und: in den für uns relevanten Veröffentlichungen sind die benutzten termini technici (Fachbegriffe) doch meistens lateinisch, aus dem lateinischen in die jeweilige Sprache angepaßt, oder basieren auf romanischen Wortstämmen. Und je tiefer man in ein Recherchegebiet eindringt (auch auf deutsch), um so wahrscheinlicher ist es, daß man schon einmal mit den lateinischen termini dafür konfrontiert wurde… und wer gar mit Primärquellen arbeiten will, kommt an der mittelalterlichen lingua franca doch wohl auch nicht vorbei *gr* das Lesen von englischsprachiger Literatur dazu ist dann gar nicht mehr sooo schwer. So ist z. B. eine “Motte” im englischen, französischen (und deutschen) Sprachgebrauch eine entsprechende hochmittelalterliche Befestigung. Und auch in deutschen Publikationen spricht man (wie in englischen oder französichen) von “barbette” und “fillet” (Kinn- und Stirnstreifen des Gebendes) etc. Will sagen: viele Fachbegriffe werden in allen drei Sprachen benutzt (und in guten Publikationen egal welcher Sprache auch abgeleitet und erklärt), so daß man sich mit ein bißchen guten Willen doch ganz gut zurecht finden kann.
Die Einrichtung einer entsprechenden Vokabelliste auf T-V wäre sicher hilfreich, doch vermute ich mal, daß sie - wie so viele gute Ansätze hier - mangels Input im Sande verlaufen wird…. ;-)
Ruth
P.S. Und außerdem fällt mir dabei der Spruch ein: Der Sinn einer /guten/ Publikation erschließt sich dem Leser auch, wenn er ein-zwei Begriffe darin nicht kennt. Der interessante Umkehrschluß: Wenn der Sinn sich nicht erschließt, kann es folgerichtig auch keine ….. :-)

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Eintrag #5 vom 14. Nov. 2001 23:50 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin!
Statistisch gesehen beherbergt das Ausland viel mehr Ausländer als Deutsche. Zudem Sprechen die meisten Ausländer ausländisch und sind des Deutschen nicht mächtig. Uns jedoch, wenn wir unser Land verlassen, titulieren sie als Ausländer!
Letztlich ist jeder fast Mensch in den meisten Ländern ein Ausländer…
Auch wenn (nach meinung meines Lateinlehrers) Shakespeare die einzige Entschuldigung für die englische Sprache ist, Englisch als Standart für wissenschaftliche Publikationen ist besser als garkein Standart. Und wenns irgendwo mit den Begriffen oder sonst irgendwas klemmt- es gibt dieses wunderbare Medium, genannt www. (World-Wide-Waiting.)in dem man sich austauschen kann. Ich sehe keinen vernünftigen Grund, warum das hier bei sprachlichen Problemen nicht gehen soll, während es bei historischen Fragen klappt.
Das TV zeigt ja auch: zu liturgischen Fragen/Latein fanden sich kompetente Antworten, ebenso wie zu etymologischen Fragen. Es sei nur auf den “Redewendungen und ihre Herkunft” Thread (ausm Gedächtnis zitiert) hingewiesen. Sowas soll mit Englisch net gehen? Wenns um Geschichtliches geht wird doch im TV auch Eigeninitiative erwartet, oder? :-) (nicht das ich jetzt dem Hadduwolf die Initiative absprechen möchte…)
Ich denke doch, die meisten Leute im TV sind bereit bei solchen Schwierigkeiten zu helfen, stellt die Frage einfach ins Web. Vielleicht ergibt sich ja dann genug Stoff für ein online Wörterbuch.
fresh at work- frisch ans werk:-)
Gruss, Uli das Rudel e.V.

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Eintrag #6 vom 14. Nov. 2001 23:51 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Letzlich ist jeder Mensch in den meisten Ländern ein Ausländer.
So sollte das heissen!
Gruss, Uli das Rudel e.V.

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Eintrag #7 vom 15. Nov. 2001 09:16 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nix sprecke deen Sprakken?

Morsche (hessischer Fachbegriff für “Einen wünderschönen guten Morgen wünsche ich, ich hoffe Sie hatten eine angenehme und erholsame Nachtruhe.”)!
Ich muss Ruth völlig Recht geben.
Und letztlich sollten wir froh sein, dass der Kram in einer vergleichsweise einfachen und gebräuchlichen Sprache verfasst sind. Schon wenn die Publikationen in französisch abgefasst sind verlassen uns viele Leser, geschweige denn bei Latein, Russisch (Kyrillisch) oder Chinesisch ;-)=.
Gutes Rezept um ganz schnell das Schulenglisch wiederzubeleben und zu verbessern: Nachrichten und Filme auf Englisch schauen, ein oder zwei Romane in Englisch lesen und dann an ein einfacheres Fachbuch. Ratzfatz seid Ihr Nativ Speaker ;-)= Und wem das nicht reicht, der muß halt in den sauren Apfel beissen und einen VHS-Kurs machen.
IMHO ist das nicht Beherrschen der englischen Sprache keine Ausrede (zumindest nicht für Leute unter 50).
Guter Online ßbersetzer: Http://www.leo.de
Tschö (hessischer Ausdruck für: “Auf Wiedersehen und einen schönen Tag noch.”)
Mit besten Grüßen, HvE (Thoms)

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Eintrag #8 vom 15. Nov. 2001 11:27 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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www.leo.ORG
Mit besten Grüßen, HvE (Thoms)

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Eintrag #9 vom 15. Nov. 2001 12:37 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
..ja, ich weiss, daß Englisch ein MUSS für jeden historisch Interessierten ist, und abgesehen davon kann ich ganz gut Englisch und andere Sprachen.
Es ging mir um diejenigen unter uns, dies halt nicht können. Wer nicht lernen WILL, hat verspielt. Die Realitäten des 21. Jahrhunderts leugnen bringt uns nicht weiter.
Aber, es gibt Leute, dies halt nicht können, und daher…
Euer Haduwolff

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Eintrag #10 vom 16. Nov. 2001 07:32 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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52%, Hadu, 52% in Deutschland können nicht. Gerade heute morgen auf Deutschlandfunk gehört. Eigentlich müßte ich mich auch dazu zu zählen, denn in der Schule habe ich es GEHASST, noch schlimmer waren all die Jahre französisch. Aber wie HvE schon schrieb, man muß sich einfach ransetzen. Vielleicht mal mit einem Roman beginnen, den man schon auf Deutsch gelesen hatte.
Fakt ist aber, man kann heulen und mit den Zähnen klappern, davon werden die engl. Bücher auch nicht deutsch, sprich: Grundsatzdiskussionen bringen nichts, den die Fakten sind geschaffen.
Als Trostpflaster hat sich ja das metrische System durchgesetzt und warum wir noch immer Zollstock sagen, was ja auch keiner so recht.
Grüße
Joachim

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Eintrag #11 vom 28. Feb. 2003 15:32 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Jede Sprache beinhaltet Nuancen, die sich in einer anderen nur schlecht wiedergeben lassen, da es die entsprechenden Wörter nicht gibt (bezeichnendes Beispiel: Eskimos haben 34 Wörter für Schnee).
Nächste Schwierigkeit ist, das Gelesene unmissverständlich weiterzugeben. Heisst, bestimmte Satzanteile versteht man ganz genau, einige Wörter sind schwierig und bei einigen Anteilen kann man sich nur vage den Sinn erschliessen, und diese Wichtung weiterzugeben, ist schwer. Es gibt eine Reihe Autoren, die damit jedoch scheinbar wesentlich weniger Bauchschmerzen haben, denn einige ßbersetzungen von Quellen, die ich kenne, sind schlichtweg falsch, was oft genug der Primärquelle zur Last gelegt wird.
Nicole (kein Inuit, grosses Latinum (ewig her), Französisch und Englisch)

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Eintrag #12 vom 27. Jan. 2006 10:44 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Die Geschichte der Schweizergarde - auf lateinisch
Nachricht vom 26.01.2006
Antiquissimus qui in mundo exstat exercitus, Pontificia nempe Cohors Helvetica in Urbe, anno ineunte MMVI diem celebrabit, quo quingentos annos ante condita est… Mit diesen Worten wirbt nova & vetera, ein Verlag für katholische Theologie und Literatur in Bonn, für seine jüngste Neuerscheinung: Zum 500jährigen Jubiläum der Päpstlichen Schweizergarde hat der Verlag ein kleines Heftchen zur Geschichte dieser ältesten militärischen Einheit der Welt vorgelegt - in lateinischer Sprache. Der Text stammt von dem Vatikan-Experten Ulrich Nersinger, Gero P. Weishaupt hat ihn ins Lateinische übertragen. Diese Anregung zu dieser Veröffentlichung erhielten die Verleger durch eine Ansprache Papst Benedikts XVI., die dieser unlängst beim Empfang der Teilnehmer eines Lateinwettbewerbs gehalten hatte. Er sagte damals - natürlich auf Lateinisch: “Ich möchte euch ermuntern und anspornen, dass Ihr unsere lateinische Literatur, sei sie nun antik oder modern, weltlich oder geistlich, nicht nur mit dem Eifer bewahrt, sondern sie auch mit neuen Ideen lehrt und sie vornehmlich den jungen Menschen nahe bringt.”
Die kleine Broschüre über die Geschichte der Schweizergarde, die aus dieser Anregung entstanden ist, umfasst 24 Textseiten und ist komplett in Latein verfasst.
Ulrich Nersinger/Gero P. Weißhaupt, Pontificia Cohors Helvetica (1506-2006), nova & vetera, Bonn 2005, 5,- -.
ISBN 3-936741-50-6
Quelle: Uwe A. Oster
weitere Informationen im Internet:
www.novaetvetera.de
Mit freundl. Gruß Nikolaj

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Eintrag #13 vom 28. Jan. 2006 14:02 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Der Browser firefox kann mit entsprechendem Plugin sogar direkt mit dict.leo.org übersetzen helfen.
Johannes - www.hildensia.de

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