Also zu frühen 16ten kann ich leider wenig beitragen, und in Unkenntnis der Vorlage bzw. der gewünschten Haken auch wenig zur Bezugsquelle ;) Vlt. sollte dein Freund sich mal selber hier registrieren.
Einfache Haken und Ösen aus Buntmetall und Eisen, wie ich sie aus Funden der zw. H. 15tes kenne, kann man an sich selber biegen, bekommt man aber auch bei Christian (www.cp-schuhe.de)
also sie sollen für einen Wams des frühen 16. Jahrhunderts sein(oder wie man das zu dieser Zeit auch nannte)…es ist für die Darstellung eines Freundes, deswegen kann ich auch nicht all zu viel darüber sagen…
Ich habe nichts über Knöpfe geschrieben. Lediglich Vorsicht bei der Quelllage angeraten, und auf die Befundlage verwiesen. Eine generelle Aussage über die Verwendung von Haken und Ösen kann und will ich nicht machen.
nun bin ich wirklich etwas verwirrt, vieleicht habe ich da etwas verwechselt, aber mir war so, als ob Knöpfe und Haken/Ösen gleichberechtigt ab Anfang 15. Jhdt. zu verwenden sind (zugegeben, bei Kleidern habe ich Haken noch nicht bemerkt…). Zumindest bei flämischen Malereien ab 1420 sind mir Schecken aufgefallen, die nur einen “Strich” auf der Frontseite haben…ab wann sind Deiner Meinung nach Haken und ßsen zu verwenden?
So wie ich Deine Post interpretiere, würdest Du Knöpfe (Stoff oder Zinn?) verwenden, oder?
Also zunächst einmal muss man bezüglich Haken und Ösen nicht spekulieren- es gibt Befunde davon, und zwar reichlich. Sowohl die protzige Variante (Pritzwalker Schatzfund z.B.), als auch kleine (Streufunde aus Deutschland, Frankreich, Italien, Dänemark usw., in Karlsruhe liegen z.B. welche).
Aus Erfahrung mit Rekos der Teile (die nun wirklich piepeinfach und klein sind) kann ich sagen, dass man sie a.) nicht abwechselnd setzen muss und sie b.) nicht gross sein müssen.
Wie jetzt Sarah auf die abwechselnde Setzweise kommt, weiss ich nicht.
Darüber hinaus würde ich mich fragen, welche Belege es für gehakte Schecken um 1400 gibt, sowie Kleider um 1380.
naja, allein die geringe Anzahl (alle 5 bis 10 cm laut Thursfield…?) und die damit ungleichmäßigere Verteilung der Zugkräfte lassen mich eher auf etwas grössere Teile schließen…außerdem erscheint es mir nicht sinnvoll, etwas künstlich klein zu machen, selbst die materialmäßig eingesparten Kosten gingen durch die wesentlich teurere Herstellung sehr dünnen Drahtes (und um solchen handelt es sich ja bei den heutigen Drahtösen/haken)wieder verlustig, vernähen ist ebenfalls aufwändiger und evtl. sogar weniger haltbar…von der Umständlichkeit, kleine Haken in noch kleinere Ösen einzufädeln kaum zu reden…es sind nur Vermutungen, aber da man keine Abbildung aufmachen kann…was spricht für die kleinen Haken und Ösen von heute?
Ich weiß, Hörensagen ist kein Beleg, aber ich habe kürzlich von einem ~1380 Darsteller die selbe Technik für Haken und Ösen genannt bekommen.
Dies nur am Rande, da es dich nicht wirklich weiter bringt, was ich eigentlich wissen wollte ist, wie du darauf kommst, daß die Ösen größer sein müßten als heutige?
Technisch sind zu der Zeit doch auch sehr kleine Ösen möglich, und einen Sinn sehe ich in größeren auch nicht, mehrere kleine sind weitaus praktischer als wenige große.
Oder gibt es Hinweise für deine Vermutung, die ich nicht kenne?
Da das hier offenbar auch eingeschlafen ist: ich möchte für die Frontseite meiner böhmischen Schecke (um 1400) Haken und Ösen verwenden. Nun schreibt Thursfield, daß diese abwechselnd im Abstand von 5 bis 10 cm angenäht werden sollen, dh. eimal rechts die Öse, einmal links usw., zumindest interpretiere ich das so. Ist das so haltbar, und ebenfalls wichtig, es handelt sich hierbei doch sicher um wesentlich grössere Haken und Ösen, als man sie heute noch in Kurzwarengeschäften bekommt, oder?
Wer kann mir weiterhelfen. Ich bin mir sicher, dass ich in Dänemark einen Fund eines Kleides gesehen habe, dass mit Haken und Ösen verschlossen wurde. Allerdings weiß ich nicht mehr genau, wie dieses Kleid aussah. Wer mir sagen kann, wo ich eine Abbildung finde, würde mir einen großen Gefallen tun.