Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Handwerk als Beruf?

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Eintrag #1 vom 22. Jun. 2001 14:17 Uhr Julia Prygunkov   Nachricht

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Leider habe ich es noch nicht geschafft, alle threads durchzulesen,hoffentlich wiederhole ich nichts. Mich würde aber speziell die Frage interessieren, ob man ein Handwerk nicht nur als Hobby auf Märkten ausüben sondern auch als ernsthaften Beruf betreiben, sprich:davon leben kann. Da ich nächstes Jahr endlich fertig werde mit der Schule, muss ich mich entscheiden, was zu tun ist, und da mich Handwerk und Geschichte am meisten begeistern, wäre ich sehr dankbar für alle guten Ratschläge! Besonders wenn´s um Lederarbeiten geht, also Schuhe, Taschen, Gugeln, Rüstungen u.ä.! Gibt es z.B. Ausbildungs-, Praktikumsstellen? Wo könnte ich nachfragen? Gibt es überhaupt was Hilfreiches zu dem Thema in Raum Wiesbaden/Mainz? Was könnte ich eventuell studieren? Vielen Dank an alle, die antworten, es ist mir sehr wichtig.
Julia

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Eintrag #2 vom 22. Jun. 2001 15:20 Uhr Friedhelm Zurawski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Friedhelm Zurawski eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Julia, wenn Du Dich für einen historischen Handwerkberuf interessierst dann nimm doch mal Kontakt mit der Handwerkskammer Wiesbaden bzw Mainz auf. Es gibt meines Wissens viele alte Berufe die unter Nachwuchssorgen leiden, Beispiele wären hier Sattler,Schmiede und Kürschner um nur einige zu nennen. Aber es erfordert wohl ziemlich viel Mut einen solchen Beruf zu ergreifen, denk ich. MfG Friedhelm
Der MA-Sani

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Eintrag #3 vom 22. Jun. 2001 23:55 Uhr Marcus Berns  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marcus Berns eine Nachricht zu schreiben.

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Viele, handwerklich gefrtigte Dinge werden heute aus Indien, Pakistan und Osteuropa importiert. Kaum noch jemand kann und will sich deutsche Handwerksware leisten. Wenn Du nun auf der Mittelalterschiene Taschen und Gegeln machst, was machst Du in 10 Jahren, wenn niemand mehr sowas will oder Leder (wie nun bei BSE) infolge irgendeiner Viehseuche knapp wird? zukunftssicher schätze ich den Beruf nicht ein, ebensowenig wie Kürschner. denk vielleicht über eine Berufsausbildung und dann ein Jahr Praktikum in Deinen 2Traumberufen" nach. Dich grüßt, Marcus
You Have The Right To Keep And Arm Bears

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Eintrag #4 vom 23. Jun. 2001 14:03 Uhr Julia Prygunkov   Nachricht

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Warum so pessimistisch? Ich möchte nicht der sicheren Rente wegen meinen Beruf wählen, oder wie siehst du das, Marcus? Welche Berufe haben denn schon Zukunft? Bankkauffrau? Oder sollen besser alle in die Biotechnologie? Man muss sich ja nicht auf absolut originalgetreue Nachbildungen beschränken, und je mehr Variationen es gibt, desto besser wird doch der “Trend zur Individualisierung” bedient - wenn schon Prognosen! Vielleicht werden Leute den genormten Massendreck irgendwann satt haben, vielleicht wird ihnen irgendwann wichtig sein, wo die Dinge, die sie tragen, essen, benutzen, herkommen. Und irgendwer muss diesen kleinen Prozentsatz doch unterstützen, man darf doch nicht immer nur nach dem finanziellen Gewinn gehen! Mir ist klar, dass man in dem Beruf nicht gerade reich werden kann, aber es muss doch Menschen geben, die damit über die Runden kommen! Und ich möchte wissen, wie sie das schaffen! Wo fängt man da an? Jedenfalls danke Friedhelm für den Tip mit der Handwerkskammer, ich werd auch mal im Theater bei der Kostümwerkstatt anfragen, die können alles.. Bitte mehr praktische Ratschläge!! Abbringen lass ich mich davon eh nicht!
Julia

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Eintrag #5 vom 23. Jun. 2001 14:18 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Julia, der Plan ein Handwerk zu lernen ist auf jeden Fall gut. Ich habe nach der Schule Glaser gelehrt. Nach einigen Jahren Praxis und einer kaufmännischen Zusatzausbildung arbeite ich als tech. Kalkulatorin im Flachglasgroßhandel. Man auch in den künstlerischen oder Retorationsbereich gehen. Hier sind die Voraussetzungen dann allerdings viel Erfahrung, die nötige Begabung und sehr viel Glück. Gelegenheit in dem Bereich sichere Exsistenz und sichere Rente zu gehen hat man so alle Mal, wenn der Beruf nicht zu exotisch ist. Am besten ist es nach einer Pratikumsmöglichkeit zu suchen und den Beruf genau anzusehen. Ich wünsche Dir viel Glück! Und (ich darf das als “Altgeselle” sagen) Lehrjahre sind keine Herrenjahre - Aber da muß man dann leider durch…. Sylvia

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Eintrag #6 vom 24. Jun. 2001 20:02 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Julia zwar wäre Schmied ein etwas ungwöhnlicher Beruf für Frauen, aber wer läßt sich davon schon abschrecken; denn als Schmied bekommst du den Dreh zwischen Hobby und Berufsleben hin; im Rahmen der Freizeitgestaltung gibt es viele Reitvereine, Hufschmiede sind derzeit ernsthaft Mangelware (frag mal beim Arbeitsamt) und auf Märkten sind Schmiede auch immer gerne gesehen. Gleiches gilt für die Schreinerei, hier kannst du künstlerisch tätig werden, und sollte dir das irgendwann nicht mehr reichen, in die fabrikmäßige Produktion gehen… und so gibt es noch etliches. An Deiner Stelle würde ich überlegen worauf du Lust hast und nebenbei solltest du überlegen, das MA - Darstellung ein tolles Hobby ist, aber der Reiz auch im Ausbruch aus dem Alltag liegt und du dich mit einem Schritt Hauptamtlich in die Szene zu gehen um eben diesen “Ausbruch” bringst…
viele Grüße Stefan Brügge, Wulf von Lohenhausen

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Eintrag #7 vom 24. Jun. 2001 23:17 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Julia, es ist bestimmt kein Fehler, ein Handwerk zu lernen. Es kommt halt immer darauf an, was man draus macht. Ein Nachteil auf dem Arbeitsmarkt ist eine abgeschlossene Berufsausbildung auf keinen Fall. Allerdings ist meiner Meinung (und Erfahrung) nach kein Handwerk heutzutage noch richtig “urtümlich”. Es geht überall mit moderner Technik und rationalisierten (entfremdeten?) Arbeitsschritten zu. Also keiner der Handwerksberufe, die ich gestreift habe, ist “living history”. (Steinmetz, Holzfäller, Zimmerer, Handweber, Schreiner, habe in jedem dieser Berufe meinen Unterhalt verdient, aber nur den Zimmerer gelernt.)Zum Schmied habe ich mal eine Lehrstelle gesucht, aber bei 15 Metallbaubetrieben hätte ich Schweißen, Flexen und Schneidbrennen gelernt, das, was ich Schmied nenne, nur bei einem Betrieb, der einen sehr guten Ruf hat und für Ausbildungsplätze damals eine Warteliste von 4 Jahren. Die in Deinem ersten Posting genannten Tätigkeiten mit Leder werden heute in mehreren Berufsbildern ausgeübt, Du kannst also nicht im Handwerk einfach Lederverarbeitung erlernen, sondern entweder Sattler (Reitsport) oder Sattler (Polsterer) oder Täschner oder Schuster oder Schneider. Aber gleichwie, wirst du nach einer Lehre einen souveräneren und fundierteren Umgang mit dem Werkstoff Leder haben als ein reiner Autodidakt.(Nur als Beispiel) Die freie Ausübung des erlernten Berufs ist allerdings durch die Meisterpflicht erschwert. Aber da ist z.B. die Theaterkostümschneiderei ein möglicher Ausweg, außerdem sind die kreativen Künste frei, und der Verkauf von Produkten ausschließlich auf “gewidmeten Märkten”, wozu die Mittelaltermärkte wohl gehören sollten. Aber selbstverständlich kann man ein Handwerk nicht nur als Hobby ausüben, sondern davon leben. Wenn Du Talent und den Willen dazu hast, hat Handwerk immer noch goldenen Boden, und genauso erfordert es Mut, nach der Schule noch eine fast zehnjährige akademische Ausbildung anzuschließen, also mit hoher Wahrscheinlichkeit mit knapp 30 immer noch keinen “ordentlichen” Beruf auszuüben. Also nur zu, die zwei oder drei Jahre Lehre schaden bestimmt nicht, auch wenn sie Dich nicht zum historischen Handwerk zurückführen werden. Was sich meiner Ansicht nach lohnt, ist allerdings, sich die in Frage kommenden Betriebe vorher anzuschauen, z.B. in einem Praktikum, und lieber ein halbes Jahr auf der Suche bleiben als gleich mit dem falschen anzufangen. Wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück,
Stefan

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Eintrag #8 vom 24. Jun. 2001 23:31 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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10 Jahre Studium ergo 20 Semester *kratz am Kopf* solche Leute gelten dann wirlich als “Lebende Geschichten”, aber welcher Studiengang das sein soll ist mir schleierhaft, wir in der Medizin brauchen schon lange, aber auch bei uns ist nach 14 Semstern schluß; Natürlich ist heute kein Ausbildungsberuf “living historie”, wie auch da ist ja ein kleiner Unterschied zwischen früher und heute, und das Hobby besteht ja gerade daraus per Quellestudium früheres zum Leben zu erwecken (halt living Historie) aber ein modernes Hanwerk, welches es früher, natürlich in anderer Form, schon gab, bietet halt eine sehr gute Grundlage. Nachtrag zu unten: Als studium wäre z.B. Mediävistik in Verbindung mit Germanistik (Mittel- und Althochdeutsch) und Informationswissenschaften (um mal irgendwie Geld zu verdienen) eine interessante Kombi.
viele Grüße Stefan Brügge, Wulf von Lohenhausen

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Eintrag #9 vom 24. Jun. 2001 23:44 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Stefan, ich geb´s ja zu, die 20 Semester sind eine “leichte” ßbertreibung. Ein guter Freund von mir studiert allerdings seit 1993 Psychologie und ist noch nicht fertig, aber auch nicht der allerlangsamste unter seinen Kommilitonen. Aber Psycho ist auch off-topic. Wollte nur den erforderlichen “Mut” kontrastieren. ;-)
Stefan

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Eintrag #10 vom 25. Jun. 2001 00:59 Uhr Julia Prygunkov   Nachricht

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Hey, danke für die viele Anteilnahme! Und studieren, das überleg ich mir noch, schließlich kann ich auch alleine lesen, oder wenn´s denn sein muss, als Gasthörer in die Vorlesung. Gehe morgen jedenfalls zur Handwerkskammer, wegen informationes zum Thema Meisterpflicht(???)usw… Stefan, was bist du denn letztendlich “geworden” ? Und arbeitest du jetzt in Richtung MA? Was für Probleme können denn noch auftauchen, angenommen man kann schon was und will jetzt sein eigenes Geschäft aufbauen? Tut mir leid, die Frage ist schon sehr allgemein gefasst, aber hier besser dumm fragen als gar nicht, ich bitte um Nachsicht!!
Grüße, Julia

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Eintrag #11 vom 25. Jun. 2001 09:05 Uhr Barbara Siebold   Nachricht

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Hallo Julia, erstmal viel Erfolg in der Suche nach einer Lehrstelle. Bei mir in der Gegend gibt es eine Sattlerei, die sowohl Sattel (wie der Name schon sagt) als auch Scheiden für Mittelalterwaffen macht. Sowie auch noch einiges mehr. Denke das ist nicht der einzigste der sich so mit dem Mittelalter beschäftig. Versuchs doch mal bei so jemanden. Gruß Babsi P.S. ich habe auch 2 Berufe gelernt bevor ich jetzt angefangen habe zu studieren.

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Eintrag #12 vom 26. Jun. 2001 11:29 Uhr K. Wielpuetz   Nachricht

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Kennt jemand einen Schmied im Kreis Koeln/Gummersbach/Bergisches Land/Bonn/Siegburg etc. der noch das alte Handwerk lehrt ?
Gruss Kinawi

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Eintrag #13 vom 29. Jun. 2001 09:23 Uhr   Nachricht

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Hallo erstmal, ich weiß ja nicht ob Sie´s schon wußten, aber… …in Deutschland darf man ohne Meisterbrief komerziell nicht einmal Tapetten von den Wänden kratzen oder gar einen Hammer in die Hand nehmen. Darum, wenn man sich selbständig machen will zunächstmal dringend über Nischen in den verschiedenen Zweigen informieren. Beispiel: Schmied geht nicht, Metalldesign ist okay. Das beste Buch zu diesem Thema: Michael Wörle, Selbständig ohne Meisterbrief, Econ & List Verlag 1993, ISBN 3-612-21302-4, 16.90DM Auf keinen Fall würde ich die Handwerkskammern als erste Anlaufstelle empfehlen. Die Informationen sind, nach meinen Erfahrungen, je nach Tageslaune des Sachbearbeiters mal richtiger mal nicht.
Tschüß Olaf

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Eintrag #14 vom 30. Jun. 2001 09:27 Uhr Kai Hobein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hobein eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo an alle, da ich selber versucht habe, mich durch Handwerksrecht und deutsche Bürokratie zu wühlen, um das Schmiede-Handwerk von der Pike auf zu lernen, kann ich da nur abraten. Ich habe über 3 Jahre versucht, bundesweit eine echte Lehrstelle zu bekommen, war nichts zu machen! Entweder man landet in einer Schlosserei und darf den lieben langen Tag Treppengeländer aus Fertigteilen verschweißen, oder der gute Schmied bildet nicht mehr aus! Ich habe mir meine Kenntnisse im Selbstversuch und beim Abgucken und Mitmachen bei den alten Schmieden aus der Umgebung beigebracht! Das war zwar extrem nervig, aber nach ca 5 Jahren habe ich auch sehr viel gelernt und da für mich der offizielle Weg über Lehrling,Geselle und Meister aus zeitlichen Gründen eh nicht in Frage kam, bin ich jetzt mehr als zufrieden. Das größte Problem beim Schmieden ist übrigens die liebe Nachbarschaft, die alten Werkzeuge zu bekommen und das ganze dann auch noch vom Schornsteinfeger genehmigt zu bekommen! Aber auf keinen Fall die Handwerkskammern anhauen, die schützen nur ihre tollen Schlossereien und ich mußte mir anhören, daß es A-keine Ausbildungsstelle gibt, ich aber B- den nicht vorhandenen Schmieden ohne Meisterbrief Konkurenz machen würde und dann mit extremen Geldstrafen zu rechnen hätte! Deshalb arbeite ich momentan offiziell im Bereich der Metall-Gestaltung und Reperatur! Kai

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Eintrag #15 vom 30. Jun. 2001 20:56 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Julia, hab´ selbst mal 6 Wochen Praktikum bei´nem Hufschmied absolviert, war zwar extrem spassig und lehrreich, aber auf Dauer ist der Beruf als Frau echt ein bisschen haarig und nicht empfehlenswert, auch wenn (gute) Hufschmiede Mangelware sind. Gruss Nicole
Nicole

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Eintrag #16 vom 01. Jul. 2001 20:02 Uhr Jörg Ruiz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Ruiz eine Nachricht zu schreiben.

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hallo stefan deuble ich bin zur zeit in der ausbildung zum sattler u. feintäschner. ich wollte dir nur sagen das der polsterer nichts mehr mit dem sattler zu tun hat. er gehört jetzt zu den raumausstattern. das berufsbild des sattlers enthält folgende berufe: reitsport,auto,geschier,boots,planen,spoetgeräte u. täschner. mfg jr

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Eintrag #17 vom 06. Jul. 2001 19:51 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Jörg, man lernt eben nie aus ! ;-) Danke,
Stefan

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Eintrag #18 vom 15. Jul. 2001 13:50 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Als Ergänzung zu Olaf und Kai: Was Olaf sagt, galt immer für gechützte Ausbildungsberufe im Handwerksbereich, aber es gibt natürlich auch freie Berufe. Da Du zB als Schmied fast nur individuelle Einzelstücke fertigen würdest, könntest Du dich einfach als “Designer” bezeichnen. Der darf natürlich seine Entwürfe auch selbst ausführen…in jedem Material… Außerdem wurde die Meisterpflicht meines Wissens vor ein paar Jahren aufgehoben, auch Gesellenstatus reicht jetzt für selbständige Arbeit. Nur zum Ausbilden muß man noch den Meister haben. Für Julia wäre es wirklich am besten, in einem Lederverabeitenden Betrieb zu lernen und zunächst in der Freizeit und am WE sich privat mit den älteren Methoden zu beschäftigen und Stücke für die eigene Ausrüstung und die von Freunden zu machen, sobald sie etwas kann. Aufträge kommen dann nach und nach und wenn die Lehre fertig ist, kann sie allmählich ans Selbständigmachen denken. Auf Märkten liefe das alles eh mehr unter “Vorführung” und der Verkauf der Erzeugnisse aus der Vorführung wäre einigermaßen frei. Spätestens mit dem Gesellenbrief sollte ein regulärer Stand kein Problem mehr sein. mfg
der Barde vom Glan

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Eintrag #19 vom 15. Jul. 2001 13:54 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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PS: auf meinem Gewerbeschein steht zum Bsp.: “Design / Herstellung und Vertrieb kunsthandwerklicher Erzeugnisse” Kunsthandwerk hat nämlich formal nichts mit dem “normalen” Handwerk zu tun (ich nenne es auch “industrialisiertes Handwerk”) z.Zt. mache ich ja nur Silberschmuck, ohne Silberschmied zu sein, aber hätte ich irgendwelche Fähigkeiten mit Glas, könnte ich auch da fast alles machen…oder in Eisen…oderoderoder…
der Barde vom Glan

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Eintrag #20 vom 15. Jul. 2001 19:16 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Jens, es wär ja schön, aber der Meisterzwang besteht immer noch. Vor ein paar Jahren wurde nur von einer Untersuchungskommission der Bundesregierung die Meisterpflicht als eine der schwerwiegendsten Wirtschaftsbremsen beurteilt und nach Abwägung der Vor- und Nachteile die Abschaffung derselben empfohlen.War aber nix. Die Interessen der Etablierten sind eben wichtiger als z.B. die Schaffung von Arbeitsplätzen …. Link zum Thema “Meisterpflicht”: www.buhev.de Aber Nischen wie “Kunst”, “Reisegewerbe”, “Marktfreiheit” sind ja für´s Neumittelalter gut geeignet. So do what you can!
Stefan

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Eintrag #21 vom 15. Jul. 2001 19:36 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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ok, dann hab´ ich das damals nicht lang genug mitverfolgt…war für mich eben zu der Zeit nicht von Belang… Aber wie Du schon sagst, es gibt für uns ja genug definitonsnischen :-) mfg
der Barde vom Glan

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Eintrag #22 vom 16. Jul. 2001 07:46 Uhr   Nachricht

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Hallo Jens, das Problem an der Meisterlobby ist auch, daß sie das Recht permanent ändern. So wurde unserem Handwerkszweig vor zwei Jahren der komplette Siebdrucksektor aberkannt, auch mit Werbetechnikermeister, was zur folge hatte, daß sich die Computergestützten Druckverfahren in rasendem Tempo ausbreiteten. Das hat hier in unserer Gegend etliche Arbeitsplätze gekostet. Auch die Anbieter von Computersystemen können seit einiger Zeit nicht mehr sicher sein. Die Elektroinnung hat bemerkt, daß diese Leute ja vom Computer zur Steckdose gewerblich Kabel ziehn und das ohne Meister. Ich kenne mindestens eine Firma im Rhein-Mainraum die genau deswegen dichtgemacht wurde. Eine andere mir bekannte war genau wie Du als Kunsthandwerk eingetragen, leider konnten ihr Reperaturaufträge nachgewiesen werden, ade Firma ade Arbeitsplätze. Ich will hier niemanden entmutigen, ich würde mich auch jederzeit nochmal selbstständig machen, ich sage nur, man muß höllisch aufpassen und einen langen Atem haben.
Tschüß Olaf

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Eintrag #23 vom 16. Jul. 2001 16:03 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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tja, als Künstler sollte man sich ja auch nicht an den Werken anderer vergreifen…höchstens als privaten Freundschaftsdienst, ohne Betahlung… mfg
der Barde vom Glan

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Eintrag #24 vom 17. Jul. 2001 07:42 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Na ja, muß ja nicht immer der Meister Titel sein: Mir hat vor Jahren jemand mal folgendes angeboten, der sich selbständig machen wollte: Ich hätte praktisch keinen Handschlag machen müssen und hätte jeden Monat etwas kassiert, dafür, daß der Bursche seine Fa. mit meinem Dipl.-Ing. laufen läßt. Da mir das ganze aber alles anderes als seriös oder legal vorkam, ließ ich die Finger davon. Im Baugewerbe scheint das aber durchaus üblich zu sein. Na, ja, von solchen krummen Dingen mal abgesehen, kann man in Richtung Selbständigkeit mit so einem Dipl.-Ing. Zeugnis schon viel anfangen, aber hat ja leider auch nicht jeder. Joachim

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Eintrag #25 vom 17. Jul. 2001 15:27 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, das ist durchaus legal… Man darf sich auch ohne Meistertitel selbständig machen, solange es in der Firma einen Meister gibt. Dann muß man eben einen einstellen…wieviel der dann arbeitet und was er bezahlt bekommt, steht ja wieder auf einem anderen Blatt…aber angesichts der Tarifverträge (und der entsprechenden Löhne) würde ich jemand, der nur den Titel hergeben soll, eher als Minderheitsteilhaber eintragen…da kommt man billiger weg… mfg
der Barde vom Glan

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Eintrag #26 vom 18. Jul. 2001 07:53 Uhr Kai Hobein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hobein eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo nochmal an Alle! Ist Euch eigendlich auch aufgefallen, das in Deutschland die Berufe immer mehr eingegrenzt und durch Unmengen anderer Berufszweige ergänzt werden? Mich nervt das wirklich, denn vormals weitreichende Berufsbilder werden gnadenlos gekappt und wer gerne etwas universelles lernen will ist sauber anges…n! Naja, ein Grund, warum ich meinen Lehrberuf als Biolaborant an den Nagel gehängt habe! Die dürfen heute nämlich auch nur noch die Hilfsarbeiten verrichten! Mir hat das den letzten Kick gegeben, mein Hobby zum Beruf zu machen! Ist zwar viel mehr Arbeit aber da muß ich mich wenigstens nicht dauernd bei Anderen rechtfertigen! Kai
S-H, Kai Hobein

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Eintrag #27 vom 22. Jan. 2002 19:55 Uhr Joachim Deckart   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Selbstständig ohne Meisterbrief

Ich wolt nur noch kurz was zum Thema sagen man kann sich unter gewissen Voraussetzungen auch ohne Meisterbrief selbststandig machen. Neues EU-Recht, kann man ausnahme Genehmigung Bekommen. Aber die Meisterprüfung ist nichts von dem man sich abschrecken lassen sollte inzischen gibt es relativ gut Fördermaßnahmen für Meisterschüler. (man kann überleben :) )
Und noch ein Beruf den es Früher gab und den Es Heute genauso noch immer gibt und immer geben wird
Steinmetz
auch für Märkte interesant und auch nicht ganz so Kraft aufwendig wie Schmied es gibt zum glück heutzutage Hubmaschinen
Von einem Geschrieben der Selbst den Titel Meister führen darf
Joachim

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Eintrag #28 vom 22. Jan. 2002 23:00 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kein Problem auch ohne Meisterbrief

Tach Zusammen,
Wenn sich der Tischler beispielsweise “Holzdesigner” nennt geht das auch ohne Meisterbrief.
Ein “Zauberwort” in allen Lebenslagen ist aber auch bei der Gewerbeanmeldung der Satz :
“Herstellung von mitelalterlichem Brauchgut”
Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #29 vom 24. Mrz. 2002 18:16 Uhr Hans   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Meisterzwang

Selbständigkeit im Handwerk ist auch ohne Meisterbrief möglich. Nur kann keiner sagen welche einzelnen Tätigkeiten erlaubt sind und welche nicht. Selbst die Wirtschaftsministerien können oder wollen da keine Auskunft geeben.
Infos zu dem Thema findet man auch unter www.buhev.de

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Eintrag #31 vom 07. Mai. 2002 08:32 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bericht im Heute Journal

Vor etwa 4 Wochen war darüber ein interessanter Bericht im Heute Journal zu sehen. Es wird regelrecht Jagd auf Betriebe gemacht, die keinen notwendigen (?) Meister beschäftigen. Mit diesen Regeln, die teilweise noch aus dem MA stammen, werden sogar viele kleine gut funktionierende Betriebe zerstört, jedenfalls kein guter Weg, Arbeitslosezahlen zu reduzieren. Ein Firmeninhaber führte vor laufender Kamera vor, daß er für die lächerliche Montage eines elektrischen Garagenöffners gleich 2 Meisterbriefe brauchen würde. Jedenfalls wird bei Nichtbeachtung mit fetten Geldstrafen rumgeworfen. Es macht ja Sinn, daß gewisse Tätigkeiten nicht ohne die entsprechende Ausbildung ausgeübt werden dürfen. Aber langjährige Erfahrung zählt ja schließlich auch etwas, man sollte da schon von Fall zu Fall unterscheiden - und ein Meisterbrief kostet Geld und Zeit. Deutschland…
Grüße
Joachim

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Eintrag #32 vom 08. Mai. 2002 21:06 Uhr Roman Luplow  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Luplow eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Handwerk hat goldenen Boden

Tja, so sagt man soll es sein, wenn man den ganzen Topf Arbeit ausgelöffelt hat ;-)
Aber Spass beiseite, echtes, gelebtes Handwerk ist auf jeden Fall ein guter Weg um sich als Mensch zu entwickeln. Und gutes Handwerk wird auch heute noch in Deutschland bezahlt!
Ich selbst habe sowohl die Erfahrung eines Studiums und die Arbeitsathmosphäre eines Ingenieurberufes als auch die Freiheit und Selbstständigkeit eines Handwerkes.
Man kann auch in handwerklichen Berufen arbeiten, wenn man nicht ausgebildeter Facharbeiter/Geselle oder Meister ist. Wichtig ist nur, daß man sich als Freischaffender, Künstler oder anderweitig Gewerbetreibender anmeldet und nicht im Bauhauptgewerbe oder einem anerkannten Handwerksberuf arbeitet. Davon gibt es mittlerweilen nicht mehr viele, das meiste ist schon als Gewerbe eingestuft.
Such Dir doch mal eine Lücke, in die Du über einen sogenannten ehrlichen Beruf kommst. denkbar sind z.B. Zahntechniker (geht in fast alle Richtungen weiter) oder Goldschmied.
Berufsbilder wie Papiermacher (Handwerk) oder Buchdrucker kann man schon gar nicht mehr einfach so erlernen, da es sie offiziell zwar noch gibt, aber sie keiner mehr ausbildet.
Deswegen sind die IHK und Handwerkskammern gerade bei exotischen Berufen nicht soo streng und lassen schon mal eine ähnliche Ausbildung als Qualifikation gelten.
Mit Gunst von wegen’s Handwerk
Roman Luplow
PS: Die passende Beratung wirst Du bei den HWK kaum bekommen, die kennen meist noch nicht mal den Inhalt ihrer eigenen Handwerksrollen (Bsp. Rostock ;-)

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Eintrag #33 vom 09. Mai. 2002 11:08 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Das Handwerk hat einen doppelten Boden

Moin!
Fürwahr, der Meisterzwang für einige Berufe ist wahrlich überholt, das hat inzwischen sogar unsere allseits geschätzte Regierung erkannt, da durch den Meisterzwang etliche Firmen wie auch Einzelpersonen stark in die Bredouille geraten. Bedauerlicherweise gibt es mit der Handwerkskammer eine sehr starke Lobby, die bisher alle Versuche einer Modernisierung erfolgreich abgewehrt hat. Wer mal mit als Betroffener mit der Handwerkskammer zu tun hatte greift sich nur an den Kopf ob Bürokratie und Unfähigkeit, jedenfalls ging mir das in meiner Lehrzeit so. Auch meine beiden Ausbilder hatten nix als Spott ob der Unsinnigkeit dieses Konstrukts übrig.
Es gibt allerdings einige Wege den Meisterzwang zu umgehen und sich auf die künstlerische Schiene zu berufen. So darf ich mich trotz meines Gesellenbriefes nicht Fotograf nennen und ein normales Geschäft eröffnen (Filme verkaufen, Portraits und Paßbilder machen) da diese Sparte von der Handwerkskammer protegiert wird. Zutritt nur mit Meisterbrief (Braucht in diesem Fall kein Mensch).
Lösung des Problems für mich: Ich arbeite als freiberuflicher Fotodesigner und hab bisher keine Probleme mit der Handwerkskammer, außerdem mach ich keine Paßbilder. ßhnliche Möglichkeitensoll es auch in anderen Handwerkssparten geben, da nennt sich dann der nicht meisterliche Schreiner Holzdesigner.
Wenn ihr mal das hohe Haus des Sankt Bürokratius kennenlernen wollt- auf zur Handwerkskammer.
gruß, uli

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Eintrag #35 vom 14. Sep. 2004 15:20 Uhr Sabrina Habeck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabrina Habeck eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hilfe!!! Wie selbstständig machen als Hufschmied?

Erstmal Hallo, ich habe eine dringende Frage und hodffe mir kann jemand weiterhelfen. Und zwar kenne ich einen polnischen Hufschmied und der möchte sich in Deutschland selbstständig machen. Geht das so einfach? Was benötigt man alles dafür?
Danke im Voraus
Engelchen

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Eintrag #36 vom 09. Jul. 2006 21:03 Uhr Roman Luplow  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Luplow eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hufschmied...

Hi,

also die Gesetzeslage ist beim Handwerk fast noch grauer als im Handel ;-) Wenn sich Dein Freund hier als Hufschmied ansiedeln will, so wird das kaum klappen, will er aber als solcher hier arbeiten, dann kann er nach dem Entsendegesetz (immerhin ist er ja schon EU-Bürger...) seine Tätigkeit hierher verlagern. Wenn er nach wie vor den Hauptteil seiner Lebenszeit in Polen verbringt (was kaum jemand nachprüfen kann und wird), kann er durchaus eine Tätigkeit als fahrender Hufschmied aufnehmen. Steuern zahlt er nach wie vor in Polen, und Rechnungen stellt er auch von da aus. Das ist aber inzwischen kein wirkliches Problem mehr, wie unschwer die ganzen, hier arbeitenden Massen von polnischen und anderweitigen EU-Handwerkern beweisen. Den Firmensitz selbst hierher zu verlegen, daß macht in diesem Fall wenig Sinn und exrem viel Aufwand.

MfG
Roman Luplow
Papyrerei Dishley

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