Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Hat jemand Informationen bzg. ßberschwemmungen im 13.Jh

Einträge 1 bis 4 (von insgesamt 4 Einträgen)
Eintrag #1 vom 21. Aug. 2002 14:41 Uhr Michael Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schröder eine Nachricht zu schreiben.

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Tja, wie wurde es eigentlich im Mittelalter gehandhabt, war nur regionale Hilfe gefragt oder gibt es Nach- oder Hinweise über überregionale Hilfe von Lehnsherrn in solchen Fällen (aktuell z.B. Thread Nr.1723/1734 in der heutigen Zeit).
Wie haben Mittelalterleute darauf reagiert?
Der von Veen auf dem Berge

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Eintrag #2 vom 21. Aug. 2002 15:21 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hatte neulich von grossen Ueberschwemmungen in Mitteleuropa Mitte des 14. Jh. gehoert (1342?).
Weiss da jemand mehr darueber?
Dann gab es ja an der Nordsee noch "de grote mandranck", auch Mitte des 14. Jh (Anfang der 50er Jahre, soweit ich weiss). In Schleswig im Museum gab’s einen halben Raum darueber, habe mir leider nicht viel gemerkt, da mich das zu dem Zeitpunkt nur am Rande interessierte. Hat jemand mehr Infos und ggf Buchtips?
Gruss, Claudia

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Eintrag #3 vom 21. Aug. 2002 20:15 Uhr Larissa Fröhlich   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Flut, Deichbau usw.

Ich habe mich mal nach Literatur umgesehen. dabei muss man allerdings festhalten, dass es im Mittelalter wohl eher zu ßberschwemmungen in Küstengebieten als an Flüssen kam (Stichwörter: Auen, fehlende Geschwindigkeit der Flüsse, frei ßberflutungsgebiete bzw. keine Häuser in potentiellen ßberflutungsgebieten, viel dünnere Besiedlung, usw.).
Dennoch hier eine Liste mit Literatur zu Deichbau und ßberflutungen, aber wie gesagt bezieht sich das eher auf die Küstengebiete.
A.E. Hofmeister, Besiedlung und Verf. der Stader Elbmarschen im MA, I: Die Stader Elbmarschen vor der Kolonisation des 12. Jh., 1979
W. Haarnagel, Die Besiedlung in nord-westdt. Küstengebiet in ihrer Abhängigkeit von Meeresspiegelschwankungen und Sturmfluten (Transgressies en occupatiegeschiedenis in de kustgebieden van Nederland en België, hg. A. Verhulst-M.K.E. Gottschalk, 1980), 209-228
J. M. van Winter, Die Entstehung der Landgemeinde in der Holländisch-Utrechtschen Tiefebene (VuF 7, 1964), 439-445
F. Petri, Zum Problem der herrschaftl. und genossenschaftl. Züge in der ma. Marschensiedlung an der fläm. und ndl. Nordseeküste (Hist. Forsch. für W. Schlesinger, 1974), 226-241
J. Gierke, Die Gesch. des dt. Deichrechts, 2 Tle, 1901
J. Mangels, Die Verfassung der Marschen am linken Ufer der Elbe im MA. Eine vergleichende Unters. ihrer Entstehung und Entwicklung, 1957
L. Deike, Die Entstehung der Grundherrschaft in den Hollerkolonien an der Niederweser, 1959
H. Stoob, Landesausbau und Gemeindebildung an der Nordseeküste im MA (VuF 7, 1964), 305-422
H. Aubin, The Lands East of the Elbe and German Colonisation Eastwards (The Cambridge Economic Hist. of Europe I, 1966), 449-486
H. Homeier, Der Gestaltwandel der ostfries. Küste im Laufe der Jahrhunderte. Ein Jt. ostfries. Deichgesch. (Ostfriesland im Schutze des Deiches, hg. J. Ohling, II, 1969), 3-75
D. Fliedner, Die Kulturlandschaft der Hamme-Wümme-Niederung. Gestalt und Entwicklung des Siedlungsraumes nördl. von Bremen, 1970
R.E. Siebert, Entwicklung des Deichwesens vom MA bis zur Gegenwart (Ostfriesland im Schutze des Deiches, hg. J. Ohling, II, 1969), 79-388.
Archäolog. und naturwiss. Unters. an ländl. und frühstädt. Siedlungen im dt. Küstengebiet vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 11. Jh. n. Chr., I: G. Kossack, K.-E. Behre, P. Schmid, Ländl. Siedlungen; II: H. Jankuhn, K. Schietzel, H. Reichstein, Handelsplätze des frühen und hohen MA (Acta humaniora, 1984)
Grüße, Larissa

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Eintrag #4 vom 18. Sep. 2002 07:30 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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ßber ßberschwemmungen speziell habe ich leider nichts. Aber was die Hilfe der Obrigkeit betrifft, ist doch in den alten Quellen immer wieder zu lesen, daß Stadt X für soundsoviel Jahre die und die Vergünstigung bekommt, da dieses und jenes Unglück über die Stadt kam (wobei es sich meist um Feuerschäden handelt). Oft liest es sich auch so, als sei der jeweilige Herrscher persönlich angereist und hätte sich mit eigenen Augen ein Bild von dem Elend der Betroffenen gemacht und darauf geholfen. Wobei diese Hilfe halt meist Vergünstigungen waren und keine Spenden usw. Fürs erste müßten sich die Bürger also selber helfen. Interessant wäre es zu wissen, ob man sich verschuldete oder generell schon vorher Rücklagen für solche Fälle angehäuft hatte, die dann verteilt wurden. Zumindest innerhalb der Zünfte könnte ich mir das gut vorstellen.
In einem Fall fand ich in den Gründungsschriften einer märkischen Stadt schon im Voraus genau fixiert, welche Vergünstigungen die Stadt vom Herrscher zu erhalten habe, wenn eine Brandkatastrophe über sie hereinbricht. Die waren ja nicht dumm damals…
Gruß
Joachim

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