geht eigentlich schon wieder zu weit vom Originalthema weg..trotzdem noch kurz:
Für möglichst viel Bainit wäre das natürlich ideal, da bei Williams aber meistens noch nHaufen Restaustenit zu sehen ist, kommt wohl auch ein mildes Abschrecken ohne Haltedauer in Betracht. Bei deutschen Stücken stolpert man öfter über martensitische Strukturen.
Italienische und deutsche Plattner haben im Allgemeinen unterschiedliche Härteverfahren angewandt- prima nachzulesen in Alan Williams´s “The Knight and the blast furnace”. Die Italiener haben gerne weniger schroff abgekühlt, was sich in auftetenden Zwischenstufengefügen bemerkbar macht. Könnte z.B. in ßl gewesen sein, vielleicht aber auch im Lehmmäntelchen.
gehört habe ich sowohl von Verzinnung als auch von Bleioxidfarbe (Bleimenning), allerdings nur in minimalen Resten, die grossen Flächen sind wohl weggegammelt oder im Historismus gründlich gereinigt worden. :-[
Falls die Helme nach italienischer Art gehärtet wurden und dafür ßl benutzt wurde, waren sie nach diesem Prozess auf jeden Fall schwarzgebrannt, was auch einen prima Korrosionsschutz ergibt.
Nun kommt schon, hat den keiner einen echten Helm mal in der Hand gehabt und innen reingeschaut.
Ich denke, zumindest die Archäologen oder Museumsmitarbeiter unter Euch werden mir doch meine Frage beantworten können. Literatur hab ich bislang beim besten Willen nicht darüber gefunden, Außenfarbe ja, aber innen, Fehlanzeige. Und das tschechische Innengrau, Marke Militärgrundierung kanns ja wohl wirklich nicht sein. Ich kann ja nicht immer mir geschlossenenm Helm rumlaufen.
Ein Nachtrag:mir geht es mit der evtl. Innenfarbe um ein praktisches Problem.
Bei meiner Hundsgugel rostet das Visier im Bereich der Schnauze innen durch die kondensierte Atemluft. Nun, bei einem Topfhelm mit Schmirgel drüber, aber da es eine deutsche Hundsgugel ist, sieht man beim Aufklappen halt das rostige Elend (so schlimm auch noch nicht, aber…).
Nun zur Frage, kann ich das Visier innen mit Kaseinfarbe dunkel anmalen oder sollte ich es polieren (Reflexe?). Mit Balistol habe ich es schon eingerieben, um den Rost zu stoppen, nur dann wirds bei geschlossenen Visüür sooo stüückig…lall…
Hilfe braucht ein Spämi, der vor der Alternative steht, entweder zum Balistoljunkie zu werden oder irgenwann mal eine offene Hundsgugel zu haben.
ich hätte da eine Frage zu einer evtl. Innenfarbe bei einer Hundsgugel (Coburgtyp) um 1400. Spätere Helme wurden ja außen gebläut bzw. geschwärzt, aber wie siehts innen aus, beispielsweise wegen Rost oder Reflektionen ? Gibts da Belege, immer wenn ich im Museum die Vitrine öffnen will, um einen Helm innen anzusehen, hindern mich so freundliche Menschen in Uniform…und in der Literatur habe ich bislang auch nichts gefunden.
bin neu im Forum und hätte mal eine Frage wegen der Helmform des frühen 15.Jh.
Kann mir jemand sagen, ob in dieser Zeit (Hussitenkriege etc.) noch die Hundsgugel Verwendung fand oder was stattdessen getragen wurde. Habe gerade gelesen, dass der Schaller erst ab ca. 1460 bekannt ist. Was war dann vorher?
Und wie sah der restliche Harnisch um 1420 aus? War das immer noch die Form, wie sie von der berühmten Hundsgugel-Rüstung auf der Churburg bekannt ist, oder handelte es sich da schon um eine Vollrüstung (nur ohne Schaller)?
Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir da etwas drüber sagen könntet. Vielen Dank schon einmal im Voraus…