Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Herstellung eines Schwertes

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Eintrag #1 vom 05. Jun. 2009 23:13 Uhr Marius Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marius Müller eine Nachricht zu schreiben.

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Guten Tag,
Ich verfasse gerade meinen ersten Beitrag auf dieser Seite, aber ich verfolge seit längerer Zeit die Recherchen einiger Mitglieder.
Ich habe seit längerm die Idee mir ein Schwert zu bauen. Hört sich komisch an, weil ein Schwert sollte man schmieden bzw. ist es ein aufwändiger Prozess um eine gewisse Qualität zu erreichen.
Gründe warum ich dies tun möchte:
1. es soll kein Schaukampfschwert werden.
2. ES SOLL WIRKLICH KEIN SCHAUKMAKPFSCHWERT WERDEN
3. Qualität von Dekoschwerten ist meines erachtens sehr schlecht. (Zu hart, schlechte Verarbeitung)
4. Durch einen flexiblen Stahl kann das Schwert wieder ausgerichtet werden(behelfsmäßig) und es könnte theoretisch möglich sein auf einen Baum einhacken (zwar nicht mein Interesse, aber viel leicht möchte dieses Schwert jemand nachbauen)
5. Individuelle Gestalltung, man müsste sich genauer über Geometrie informieren über die zu herstellenden Waffen.
Gründe warum man so etwas eigentlich nicht tun sollte:
1. Extremer Arbeitsaufwand(Siehe Bauanleitung)
2. Evtl. Kostenaufwand (Material)
3. keinen optimalen Arbeitsplatz
Die Idee kam mir als ich die Seite des Messerforums durchlaß:
www.messerwerfen.de/wurfmesser_bauanleitung.html
Die Schwertschneide sollte man so herstellen können wie die Anleitung fürs Wurfmesser, nur das der Roling eine andere Geometrie hat. Hohlkehle könnte man mit viel Mühe durch schleifen mit einer Rundfeile/Schleifpapier erreichen.
Bei Parierstange und Griff bzw Knauf habe ich schon einige beiträge gesehn die sich mit dem Thema beschäftigen.
Ich habe bis jetzt ein solches Wurfmesser hergestellt und dies war nicht zu aufwändig und auch nicht so schwirig. Man müsste nur einen steileren Schneidwinkel durch feilen erreichen.
Mein Problem ist die Geometrie für einen Versuch.
Der Versuch soll noch nicht orginalgetreu sein, also von der Größe abhängig.
Welche Materialdicke würde sich anbieten???
Mein Gedanke lag bei 5-6 mm.
Die Breite der Schneide 50mm???
Und die länge??
Und welcher Stahl?? Federstahl??
DIESER BETRAG SOLL ALS ANREGUNG DIENEN, ICH HABE MIR MEINE GEDANKEN GEMACHT, ABER VLLT HABT IHR NOCH VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE ODER GRÜNDE, WARUM DER VERSCHLAG NICHT FUNKTIONIEREN KANN.
Vielen Dank

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Eintrag #2 vom 05. Jun. 2009 23:36 Uhr Marius Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marius Müller eine Nachricht zu schreiben.

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Hab vergessen anzugeben, das ich ein schwert herstellen möchte, das von der Form und Geometrie dem eines Schwertes ähnelt aus der zeit um 1200.
Wenn mir dazu jemand informationen geben kann, evtl eine Nachmessen könnte, wäre das für mich optimal

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Eintrag #3 vom 06. Jun. 2009 10:38 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Marius es tut mir leid aber ich verstehe den Kern deiner Frage nicht ?
Was genau möchtest Du denn wissen ?

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Eintrag #4 vom 06. Jun. 2009 10:54 Uhr Andreas Pilz   Nachricht

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Auf diese Art und Weise ein Schwert herzustellen ist leider gar nicht mal so unüblich. Auf den Märkten tummeln sich so einige Händler, die so hergestellte Schwerter verkaufen. Wobei die sich die dann noch darin unterscheiden können, ob die einzelnen Arbeitsschritte von Hand oder maschinell (mittels Fräsen, Stanzen usw.) durchgeführt wurden.
Meine Ehrliche Meinung: Es lohnt sich nicht, da in der Regel in der Optik meistens nur irgendein Flachstahlprügel rauskommt (ok, ist bei manchen Schmieden jetzt auch nicht so anders). Es gibt ein paar Schmiede, die Schwertschmiedekurse anbieten.Da kommt zwar auch nichts Schaukampffähiges bei rum, aber nach meinem Geschmäckle haben solche Eigenleistungen eine andere Wertigkeit und würden von mir vorgezogen werden.

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Eintrag #5 vom 06. Jun. 2009 10:58 Uhr Marius Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marius Müller eine Nachricht zu schreiben.

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Ich möchte wissen, ob das überhaupt auf diese Weise machbar ist, und die Maße damit man die Geometrie festlegen könnte, also Schwertlänge, Schwertbreite, Stärke des Rolings, Parierstange, länge breite stärke, und die länge des griffs, und aus welchem Material, Edelstahl, Federstahl, andere Stähle??? Wie könnte man den Stahl altern?? Oder würde die Oberfläche einer Klinge um 1200 ähneln??
Wenn ihr angaben zur Geometrie macht, bitte schreibt auch dazu um welche Jahre oder Zeitabschnitt es sich handelt.
lg
Ps. Entschuldigt bitte die Tippfehler, aber ich bin es gewohnt ein Edittool zu haben und dieses scheint nur ein paar minuten zur Verfügung zu stehn.

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Eintrag #6 vom 06. Jun. 2009 11:39 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Es gibt auch sehr gute Schwerter die nicht geschmiedet sondern gefräßt bzw. geschliffen werden. Ich zweifle ob das bei modernen Stählen wirklich ein Nachteil ist. Mit der nötigen Sorgfalt kann so mit Sicherheit eine brauchbare Schwertreplik hergestellt werden. Der Aufwand dafür scheint mir aber enorm hoch, vor allem verglichen mit einem Wurfmesser, das ja an sich nur auf dem Blech ausgesägt werden muss. Die Klinge muss ja über die gesamte Länge auf den richtigen Querschnitt samt Kehlung gebracht werden und dann mit Parierstange und Knauf versehen werden. Ohne die passenden Maschinen dürfte das sehr schwer werden.
Die Maße sind dagegen recht einfach zu bekommen, entweder man mißt ein Original aus oder schaut in die Fachliteratur. Im Katalogteil von “Europäische Hieb- und Stichwaffen” von Heinrich Müller sind z.B. Maße aufgeführt.
Was den Stahl angeht so müssen da kundigere antworten. Edelstahl würde ich allerdings ausschließen.

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Eintrag #7 vom 07. Jun. 2009 12:00 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Marius,
ja, man kann ein Schwert durch schleifen herstellen. Wie Andrej schon andeutete, muss das bei den heutigen Stahlqualitäten kein Nachteil gegenüber dem Schmieden (und auch dann anschließendem Schleifen)sein. Ist aber halt genauso wenig historisch korrekt, wie die Klinge komplett per CNC auszufräsen.
Wenn du das gute Stück später in irgendeiner Weise nutzen willst, solltest du auf einen niedrig niedrig legierten Stahl, am besten einen reinen Kohlenstoffstahl zurückgreifen (höher legierte Stähle mit modernen Anteilen wie Chrom, Molybdän o.ä. unterscheiden sich optisch von reinen Kohlenstoffstählen, allerdings sei an dieser Stelle gesagt, dass sich auch moderne C-Stähle von historisch korrekten Raffinierstählen schon optisch unterscheiden).
Ich würde dir hierfür einen CK75 empfehlen, vermutlich tut es aber auch schon ein C60 oder gar C45.
Die Bearbeitung kannst du mit einem simplen Winkelschleifer bewerkstelligen und zwar mit Trenn- Schrupp- und Fächerschleifscheiben. Setzt allerdings auch schon etwas Geschick voraus. Noch besser wäre ein stationärer Bandschleifer mit verschiednen Körnungen.
Nur mit Feile und Schleifpapier wirds vermutlich etwas langwieriger.
Den Feinschliff wirst du aber schon von Hand mit Schleifpapier machen müssen.
Würdest du das Schwert historisch korrekt machen, müsstest du es nach dem Grob- und Feinschmieden sowie dem Schlichten auf Wassersteinen schleifen. Evtl. könnte man es auch mit Ziehklingen ebnen und insbesondere die Kehle ausarbeiten. Nach dem Härten käme der Feinschliff mit entsprechenden Schleifpulvern.
Das für dich Schwierigste wird das Härten werden. Vereinfacht: normalisieren, dann auf kirschrot warm machen und in Öl abschrecken, dann auf c. 240°C anlassen. Wenn dir das alles nix sagt, gib es in eine Härterei. Arno von der Traumschmiede härtet z.B. auch im Auftrag.
Nach dem Härten kommt nun für dich der Endschliff mit Schleifpapier, d.h. Zunder entfernen und die gewünschte Oberflächengüte herstellen. Willst du polieren, solltest du bis Korn 1000 schleifen, dann mit Schwabbelscheiben polieren. Nach dem Härten kein maschineller Trockenschliff mehr, sonst versaust du dir evtl. die Härtung.
Bezüglich der Maße solltest du schlicht und einfach die Originalmaße nehmen, die musst du dir aber schon selbst raussuchen.
Gruß,
Timm

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Eintrag #8 vom 07. Jun. 2009 16:03 Uhr Marius Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marius Müller eine Nachricht zu schreiben.

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also ich bin Schüler eines Technischen Gymnasiums, daher kenne ich den Härteprozess im groben, aber mein Gedanke war, das man das schwert nicht härten müsste, da es ja nicht als Schaukampfschwert verwendet wird.Es sollte rein zur optik verwendet werden und ich glaube das ungehärtete Schwerter dennoch meinetwegen gegen Holz etwas ausrichten kann. Außerdem denke ich mir wenn mal was passiert mit der Klinge könnte ich sie auch wieder ausrichten in nem großen Schraubstock mit Schutzplatten aus Alu oder Holz.
wegem dem schleifen, da war meine Idee das ganze Schwert mit der Feile und danach mit nem Bandschleifer zu bearbeiten, aber ich hab nen alten Schleifstein gefunden und der könnte evtl. das optische Ergebnis bringen.
Es wurde JA schon der Katalog der Europäischen Stich und Hiebwaffen angesprochen, ich habe es bei amazon gesucht, aber nicht gefunden, und ich bin mir auch nicht sicher ob es sich rentiert wegen 5 Maße ein ganzes Buch zu kaufen.
Vllt hat ja jemand dieses Buch und könnte mir da noch weiter helfen?
Und sollte man das Schwert härten oder würde es auch so gehen???
Danke übrigens für alle Antworten.

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Eintrag #9 vom 07. Jun. 2009 16:45 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Marius,
ich versteh nicht so recht was du eigentlich wissen möchtest…
Ja, natürlich musst du ein geschubbtes Schwert nicht härten. Gibt kein Gesetz, dass dich dazu zwingt. Allerdings wirds dann auch einfach Baustahl tun. Ich für meinen Teil kann es wenig nachvollziehen, viel Zeit und Energie in etwas zu stecken, was keine Funktion ausser einer zierenden erfüllt.
…du kannst auch ein Schwert aus Holz schnitzen, fein schleifen und entsprechend bemalen. Glaub mir, dass kann täuschend echt aussehen…
Du solltest dich entscheiden, was du eigentlich willst. Bei einem reinen Dekoschwert ist das Material völlig egal, hauptsache die Oberfläche stimmt.
Du schreibst aber mehrfach etwas davon, dass du “etwas gegen Holz ausrichten” willst. Wozu?
Was ich dir raten möchte ist: Lass die Finger von einem Schwert, wenn du einfach nur mal so damit rumfuchteln willst und von der Materie keine Ahnung hast. Ein unsachgemäß gemachtes Hiebgerät kann dir um die Ohren fliegen und dir und anderen ziemlich weh tun, egal ob gehärtet oder nicht.
Zum Thema Optik: Was du schreibst, klingt ein wenig danach, also ob du eine “Rustikaloberfläche” anstrebst. Das wiederspricht nach meinem Kenntnisstand den mittelaterlichen Gepflogenheiten. Grobe Oberfläche = viel Angriffsfläche für Rost.
Gruß,
Timm

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