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Eintrag #1 vom 14. Jul. 2005 11:16 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…verstarb in der Stadt Mantes Philipp II, König von Frankreich. Bekannt geworden als Gegenspiler Richard I, genannt Löwenherz.
Weiteres unter:
de.wikipedia.org/wiki/Philipp_II._(Frankreich)

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Eintrag #2 vom 15. Jul. 2005 08:06 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…906 Jahren wurde Jerusalem von den christlichen Heeren des I. Kreuzzuges erobert.
(…) Am 13. Januar 1099 brach das restliche Kreuzfahrerheer, das schätzungsweise noch 14.000 kampffähige Männer umfasste, darunter rund 1500 Ritter, in Richtung Jerusalem auf. Auf dem Weg brachten die Kreuzritter mehrere Hafenstädte unter ihre Kontrolle, bis sie ins Landesinnere zogen. Anfang Juni 1099 erreichten sie Jerusalem, das sich seit 1098 unter der Herrschaft der ägyptischen Fatimiden befand. Das Kreuzfahrerheer wurde mit unerwarteten Schwierigkeiten konfrontiert. Nahrungs- und vor allem Wassermangel, die große Hitze und auftretende Seuchen demoralisierten die Angreifer. Hinzu kamen ständige Angriffe der Verteidiger, die obendrein sämtliche Christen aus Jerusalem vertrieben, die nun mit den Belagerern in der lebensfeindlichen Landschaft vor den Mauern der Stadt ausharren mussten. Die Verteidiger hatten alle Brunnen vor der Stadt zuschütten lassen. Aus einer entfernten Quelle herangeschafftes Wasser wies eine schlechte Qualität auf. Viele Kreuzfahrer erlagen den Strapazen oder verließen das Lager, um auf eigene Faust in die Heimat zurückzukehren (siehe Belagerung Jerusalems (1099)).
Die Stadtmauern konnten ohne Belagerungsmaschine nicht überwunden werden, so dass ein Angriff zunächst sinnlos erschien. Dennoch entschieden sich die Anführer des Kreuzfahrerheers, die Stadt bereits am 13. Juni 1099 anzugreifen. Angeblich soll ihnen ein Eremit einen Tag zuvor auf dem ßlberg eine Vision offenbart haben, die ihnen Gottes Hilfe für den Sieg am nächsten Tag versprach. Der Angriff ohne Hilfsmittel scheiterte trotz unermüdlichen Anrennens und der vorübergehenden Eroberung der nördlichen Befestigungsanlagen.
Der Versuch, am 17. Juni 1099 Baumaterial für Belagerungsmaschinen über den Hafen von Jaffa heranzuführen, missglückte, als die ägyptische Flotte die erst teilweise entladenen Schiffe der Kreuzfahrer zerstörte und den Weg über das Meer blockierte. Einige Tage später war die Suche nach Holz durch einen Zufallsfund im entfernten Samaria jedoch von Erfolg gekrönt und das Kreuzfahrerheer begann mit dem Bau von Belagerungstürmen, Rammen und Katapulten.
Mit Hilfe dieser Belagerungsmaschinen nahmen die Kreuzfahrer die Stadt nach einem fünfwöchigen, verlustreichen Kampf am 15. Juli 1099 ein. Christliche und moslemische Chronisten berichten, dass die Kreuzfahrer nach der Erstürmung der Stadt ein grausames Gemetzel unter dem jüdischen und moslemischen Teil der Bevölkerung anrichteten. Gottfried von Bouillon ließ sich zum “Beschützer des Heiligen Grabes” ernennen und wurde Regent des Königreichs Jerusalem. Unter seiner Führung wurde ein Fatimiden-Heer in der Schlacht von Askalon geschlagen, wodurch der erste Kreuzzug endgültig abgeschlossen wurde. Nachdem Gottfried bereits im Jahre 1100 verstarb, nahm sein Bruder Balduin von Boulogne den Titel des Königs von Jerusalem an und überließ die Grafschaft Edessa seinem Vetter Balduin von Bourcq. Raimund von Toulouse errichtete im Jahre 1109 an der syrischen Küste die Grafschaft Tripolis, den vierten Kreuzfahrerstaat.

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Eintrag #3 vom 14. Okt. 2005 15:38 Uhr Gawan Dringenberg  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gawan Dringenberg eine Nachricht zu schreiben.

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939 Jahren schlug Herzog Wilhelm von der Normandie den Grafen von Wessex und König von England, Harold I in der berühmten Schlacht von Senlac bei Hastings!
Robert Comte d’Eu, HQ FFC

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Eintrag #4 vom 22. Nov. 2005 11:41 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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785 Jahren
wird Friedrich II. in Rom von Papst Honorius III. zum Kaiser gekrönt.
Udo

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Eintrag #5 vom 05. Dez. 2005 17:06 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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..214 Jahren stirbt mein Lieblingskomponist “Wolfgang Amedeus Mozart” kurz nach der Vollendung der Zauberflöte.
Gruß Ronnie
m i m | InteressenGemeinschaft Mensch im Mittelalter e.V. - Der Mensch - Das Leben - Die Geschichte

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Eintrag #6 vom 13. Dez. 2005 13:55 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…755 Jahren
stirbt der Kaiser des Heiligen römischen Reiches und deutscher König Friedrich II. auf Castel Fiorentino bei Lucera.
Udo

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Eintrag #7 vom 19. Dez. 2005 11:55 Uhr Elisabeth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Elisabeth eine Nachricht zu schreiben.

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…59 Jahren begann der Vietnamkrieg. (komme morgen nicht ins Netz ;) )
www.kalernderblatt.de
Viele Grüße, Elisabeth

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Eintrag #8 vom 13. Jan. 2006 18:05 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…878 Jahren wird auf dem Konzil von Troyes die Unabhängigkeit des Templerordens anerkannt.
Udo

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Eintrag #9 vom 30. Mrz. 2006 09:04 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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… 724 Jahren:
1282
Am zweiten Osterfeiertag bricht in Palermo ein Aufstand aus, der allen Franzosen auf Sizilien das Leben kostet.
Dieser Tag geht als die “Sizilianische Vesper” in die geschichte ein.
Konradin und das Geschlecht der Staufer sind gerächt!
Udo

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Eintrag #10 vom 30. Mrz. 2006 13:17 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen!
Jepp Udo..dafür mach ich ne Kerze an! Nieder mit dem Welschenpack und dem Papst!!!
Rache für Konradin!!!
Es lebe das hochedle Geschlecht der Hohenstaufen!
Da greift man als alter Mann nochmal gerne zum Schwert….harrharr…fiesgrins…
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #11 vom 22. Mai. 2006 14:26 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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830 Jahren gab es ein Attentat auf Saladin.
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #12 vom 22. Jun. 2006 09:49 Uhr Tomasz (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tomasz eine Nachricht zu schreiben.

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530 Jahren bekam Karl von Burgund bei einem Schweizausflug einen kleinen Dämpfer: de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Murten
Bye,

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Eintrag #14 vom 05. Dez. 2006 10:23 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…249 Jahren
1757
Die preußische Armee unter Führung König Friedrich II. schlägt bei dem schlesischen Ort Leuthen ein zahlenmäßig überlegenes Heer aus ßsterreichern, Bayern, Württembergern und eines kleinen sächsischen Kontingentes unter dem Befehl des Prinzen Karl von Lothringen.
Auf der Seite www.preussenweb.de steht hierzu:
“Nachdem die schlesische Armee unter Bevern bei Breslau geschlagen und nach der Kapitulation von Breslau zerstreut wurde, konnte Friedrich auf seinem Weg von Leipzig nach Schlesien im Lager von Parchnitz am 2. Dezember noch 16.000 Mann an sich ziehen und damit die geringen Kräfte seiner Armee auf 35.000 Mann erhöhen. Friedrich mußte seinen ursprünglichen Feldzugsplan zwar aufgeben, er meinte aber, daß er die ßsterreicher aus Schlesien herausdrängen müsse, da er selber in Schlesien Winterquartiere nehmen wollte.
Die Vereinigung mit dem König hob um so nachhaltiger ihre Zuversicht, als viele Fahnenflüchtige wie Schlacke abgefallen waren und der feste Bestand an Landeskindern zusammen mit der Roßbacher Kampfelite eine zuverlässige Angriffstruppe ergaben. Zum erheblichen Nachteil für die bevorstehende Operation fiel jedoch der Verlust der Festung Breslau ins Gewicht, die nach verlorener Schlacht schnell kapituliert hatte. Vorläufig war allerdings ein großer Vorteil weit wichtiger: Erst nach tagelanger Untätigkeit und verspätet eingetroffener Weisung aus dem Wiener Kabinett hatte der österreichische Kriegsrat am 2. Dezember den Vormarsch nach Liegnitz beschlossen. Unter Außerachtlassung jeglicher Vorsichtsmaßregeln ließ er ihn langsam beginnen, als ob man mit keinem kriegsgewaltigen Gegner mehr zu rechnen brauchte, dessen Zahl der eigenen Macht kaum bis zur Hälfte heranreichte. Der österreichische Kriegsrat beschloß auf die Kunde vom Eintreffen Friedrichs in Schlesien hin, dem wahrscheinlichen Angriff der Preußen in einer gut gewählten Stellung jenseits der Lohe zu begegnen. Die österreichische Armee entfaltete sich zwischen Nippern und Sagschütz. Um so ungestörter konnte der König so weit vorrücken, bis beide Armeen auf freiem Feld westlich der verlassenen Lohe-Stellung bei Leuthen zusammentrafen. Vollkommen überrascht stand Prinz Karl von Lothringen seinem gefährlichsten Widersacher gegenüber, der ihn schon viermal besiegt hatte, und ihm blieb nichts anderes übrig, als die Schlacht passiv anzunehmen, um sie verteidigungsweise zu führen.
Am Abend vor der Schlacht hielt Friedrich seine berühmt gewordene Ansprache an seine Heerführer, in der er sich wieder einmal als Roulettespieler entpuppte, rot oder schwarz, siegen oder untergehen.
Das Gelände war dem Angreifer von den Friedensmanövern her wohlbekannt, so daß sich zeitraubende und auffällige Erkundung erübrigte. Am frühen Vormittag des 5. Dezember begann die preußische Armee nach siegreichem Vorhutgefecht vor dem rechten Flügel der österreichischen Schlachtaufstellung, die sich 65.000 Mann stark reichlich acht Kilometer lang ausdehnte, aufzumarschieren. Dem Plan des Königs zufolge führte sie dieses Manöver aber nur halbwegs aus, um den Feind zu täuschen und ihn zum verfrühten Einsatz seiner Reserven an der scheinbar bedrohten Stelle zu verleiten.
Sobald er das Gewünschte tat, bogen die Kolonnenspitzen gegen 10.30 Uhr wieder rechts ab. Die ganze Armee zog in südlicher Richtung weiter und verschwand hinter jener flachen Hügelkette, die den ßsterreichern nur drei Kilometer entfernt gegenüber lag. Eine entschlossene Heeresführung hätte jetzt die günstige Gelegenheit ergriffen, über sie hinweg dem halsbrecherischen Flankenmarsch in die Seite zu fahren wie Friedrich bei Roßbach. Statt dessen kam man auf dem Feldherrnhügel zu einer ganz anderen Lagebeurteilung: Im Hinblick auf die fortgeschrittene Tageszeit wurde ein ernsthafter Angriff der »Potsdamer Wachtparade«, wie die ßsterreiche die zusammengeschmolzene Armee der Preußen neckisch nannten, nicht mehr erwartet, der nach Lage der Dinge nur durch noch weite ßberflügelung rechts erfolgen konnte. Trotz warnender Einwände wollte Prinz Karl den Fridericus gleichsam unverrichteter Sache ruhig wieder abziehen lassen, womit er den Manöverzweck seiner eigenen Vormarschoperation als erreicht ansah. Während sich seine Armee nicht vom Fleck rührte, brachte aber die preußische das Kunststück fertig, nach abgebrochenem »Deploiement« im Weitermarschieren die Gefechtsformation zu verändern. In der Reihenfolge rechter Flügel - Kavallerie zuerst, gefolgt von der Infanterie – dann der linke umgekehrt, stellte sie die endgültige Schlachtordnung her. Unglaubhaft schnell standen alle Bataillone, Regimenter und Batterien um 13.00 Uhr in der Sturmausgangsposition schon halb in der Flanke des Feindes. Hier hatte der König den Schwerpunkt gewählt, wo er sich nach taktischer Lage, Waffenwirkung und Stoßkraft am wirksamsten zur Geltung bringen ließ. Die österreichische Schlachtlinie war starr nach Westen ausgerichtet, an den Flügeln stand die Kavallerie, im Zentrum die Infanterie. Die Stoßrichtung des Angreifers verlief von Südwest nach Nordost, so daß die Abwehrwaffen entlang der überbreiten Front vorerst gar nicht zur Aktion kommen konnten. Die mit erdrückender ßbermacht an entscheidender Stelle aufmarschierte Armee gliederte sich gemäß »ordre oblique«.
Der rechte Infanterieflügel hatte den Hauptangriff auszuführen, eingeleitet von einer »Attaque« aus drei Bataillonen vor dem ersten Treffen. Die Staffelung der Bataillone nach links rückwärts verhinderte den Frontalkampf, so lange die Umfassung andauerte; das Schrägziehen »en echelons« sicherte ihr Gelingen. Starke Kavalleriekräfte standen beiderseits zur Deckung angriffsbereit, links versteckt hinter einem Hügel, auch hinter der Infanterie als drittes Treffen in Reserve.
Ein Teil der Artillerie fand überhöhte Stellung zu effektivster Unterstützung. Der große Erfolg des Flankenstoßes bestand darin, daß der gesamte linke Flügel der österreichischen Armee unter nur geringem eigenen Verlust total zertrümmert werden konnte. Dabei hatten konzentrisches Artilleriefeuer den Angriff wesentlich erleichtert und die Kavallerie des Generals v. Zieten den ersten Teilsieg vollendet.
Jetzt trat die Schlacht in ihre kritische Phase, da sich ihre Mechanik zwangsläufig zum Frontalkampf änderte, nachdem Prinz Karl den voll intakten Hauptteil seiner Armee um den Drehpunkt Leuthen herumgeschwenkt hatte. Die Erstürmung des Dorfes gegen zähen Widerstand erforderte hohe Opfer und darüber hinaus schritt der Angriff nicht weiter fort. Die dünne preußische Infanterielinie - auch das zweite Treffen war nun in sie mit eingerückt – stand in einem konstanten Feuergefecht. Ihre rechte Flanke sicherte Zietens Kavallerie, doch die linke lag scheinbar ungeschützt feindlichem Zugriff offen. Dagegen richtete sich bei schon einsetzender Tagesdämmerung die entscheidungsuchende Attacke der noch voll intakten österreichischen Reitermasse. Auf diesen Moment hatte aber der Führer des linken preußischen Kavallerieflügels, General v. Driesen, schon gewartet. Mit seinen Kürassieren, Dragonern und Husaren brach er aus seiner Lauerstellung hervor und fiel dem Gegner in den Rücken. Unter Mitwirkung der Reserve, die der Infanterie gefolgt war, wurde Prinz Karls Kavallerie ins eigene Fußvolk hineingetrieben, wodurch die ganze Schlachtfront ins Wanken geriet. Driesens Gegenschlag riß auch die preußischen Bataillone wieder vorwärts, die mit dem Bajonett nachsetzten. Wenn die geschlagene Armee nicht noch höhere Verluste auf dem Schlachtfeld erlitt - 3.000 Tote, 6.000 Verwundete und über 12.000 Gefangene gegenüber 1.175 toten und 5.200 verwundeten Preußen – so verdankte sie ihre Rettung allein der schützenden Nacht.
Der denkbar größte Waffenerfolg am Ende eines epochewidrig ereignisreichen Kriegsjahres mit vier Schlachten in sieben Monaten (!) demonstriert beispielhaft im Zusammenhang mit der Gesamtoperation von Roßbach bis Leuthen, was überlegene Führungskunst in ihrer elementaren Gültigkeit bedeutet. Friedrich der Große hatte seine unterlegene Macht durch Gewinnung von Raum- und Zeitfaktoren, die der Gegner in gleichem Maße verlor, an der entscheidenden Stelle zu vielfacher Wirkung gebracht.
Wie zu allen Zeiten, waren dazu sorgfältiges Berechnen von Risiko und Erfolgsaussicht, perfekte ßberraschung und das entsprechend verwendungsfähige Kampfinstrument erforderlich. Andererseits zeigt das Beispiel Leuthen die Grenzen der zeittypischen Lineartaktik und der durch sie bedingten Manöverstrategie deutlich auf. Der Idealfall des voll geglückten Flankenstoßes mittels schiefer Schlachtordnung ist nur dieses eine Mal unter günstigsten Umständen eingetreten. Der Schlachterfolg wurde zwar durch operative Verfolgung so weit wie möglich ausgenützt, doch begann sie erst am übernächsten Tag; nicht eher bis die erschöpften Truppen wieder lineartaktisch geordnet in gefechtsbereiter Formation standen. Am nachteiligsten wirkte sich jetzt der Verlust Breslaus auf den Abschluß des Feldzuges aus; denn der König mußte vorrangig den strategischen Schlüsselpunkt Schlesiens einschließen und zurückerobern (21. Dezember). Zum gleichzeitigen Nachdruck fehlte es dem nur rund 10.000 Mann starken Verfolgungs-Detachement an der nötigen Kampfkraft. Immerhin gelangten etwa 23 000 ßsterreicher hinter Landeshut über die schützenden Sudeten, womit die Kader zu neuer Heeresbildung erhalten geblieben waren. Die Verluste beider Seiten waren schwer. 3.000 Tote, 6.000 bis 7.000 Verwundete und über 12.000 Gefangene verlor die österreichische Armee. Daneben büßte sie 131 Kanonen, 9 Standarten und 46 Fahnen ein. Die preußischen Gesamtverluste betrugen fast 6.400 Mann.”
Buchtipp hierzu: “Leuthen, 5. Dezember 1757 - Ein Wintertag in Schlesien”, Walther Rohdich, Dörfler Verlag, ISBN 3-89555-099-X.

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Eintrag #15 vom 11. Dez. 2006 17:19 Uhr Johann Anton Mattes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johann Anton Mattes eine Nachricht zu schreiben.

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…531 jahren wurde Pabst Leo X geboren.
Mfg: Johann

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Eintrag #16 vom 28. Jan. 2007 10:56 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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1193 Jahren, am 28. Januar 814 starb Karl der Große. Einhart gibt den Zeitpunkt das Todes zwischen 8 und 9 Uhr Morgens an. Der Kaiser Starb laut den Quellen an einem Fieber, das er 7 Tage zuvfor bekommen hatte. Laut Einhart wurde Karl 72 Jahre alt.
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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