Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Hexenverfolgung

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Eintrag #1 vom 27. Feb. 2002 19:51 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Neue Thesen zur Begründung der Hexenverfolgung

Haben wir schon ein einschlägiges Thema?
Dann bitte ich um Entschuldigung, dass ich es nicht gefunden habe.
Ansonsten hier eine neue Nachricht. Ich bin zwar mit den dort angeführten Thesen nicht ganz einverstanden bzw. halte die Sicht für etwas sehr verkürzt, aber Informationswert hat die Meldung sicher, deshalb sei sie hier angeführt:
“Hexen wurden verfolgt, um die Existenz Gottes zu beweisen
Vom ausgehenden Mittelalter bis in die frühe Neuzeit wurden immer wieder Frauen als Hexen oder Männer als Hexer verbrannt. Dabei trug nicht nur das gemeine Volk zu Hexenglauben und Hexenverfolgung bei. Auch hochgelehrte Theologen waren sich nicht zu schade, in ihren Werken die reale Existenz von Hexen und Dämonen nachzuweisen zu versuchen. In seinem soeben erschienen Buch zeigt Walter Stephens von der Johns Hopkins University auf, dass die Theologen einen ganz besonderen Grund dafür hatten, Hexen als real anzusehen und sie zu verfolgen: Real existierende Hexen dienten als Gottesbeweis in einer Welt voller ßbel.
”Ohne Hexen hätten spätmittelalterliche Theologen der Frage gegenüber gestanden, warum Böses geschieht“, erklärt Stephens. ”In ihrer vorwissenschaftlichen, bibelbasierten Weltsicht gab es zur Erklärung des ßbels mit Hexen und Dämonen nur eine Alternative: Man müsste annehmen, dass Gott nicht mächtig genug sei, um das ßbel in der Welt abzuschaffen oder dass er es nicht genügend versucht habe. Diese Denk-Alternative musste natürlich unterdrückt werden, und das Resultat ist die Rechtfertigung ihrer Hexenverfolgungen. Im Grunde ist es ziemlich freudianisch: Die Gedanken, die man sich weigert zu denken, agiert man in einer gewalttätigen, ganz unlogischen Weise aus.“
Nicht nur ein dem ßbel ohnmächtig gegenüber stehender Gott durfte nicht gedacht werden. Viel schlimmer wäre es gewesen, die Existenz Gottes wegen des ßbels in der Welt ganz in Frage zu stellen. ”Die Theologen wollten an die Realität der geistigen Welt glauben“, sagt Stephens. ”Unstimmigkeiten zwischen Christen beunruhigten sie aber auch, und so begannen sie unabsichtlich zwei und zwei zusammen zu zählen. Sabotage von Leuten, die in körperlicher Verbindung zu Dämonen standen, war eine gute Erklärung für das ßbel in der Welt und eine gute Möglichkeit, dogmatische Zweifel zu überwinden. Die Leute, die diese Traktate schrieben, waren sich nicht bewusst, dass sie die Verleumdung nutzten, um eine wissenschaftliche Hypothese zu beweisen.“
Dass durch die psychische Verfassung von Glaubenszweiflern solche Hirngespinste wie Hexen, Teufel und Dämonen aufgebaut werden können, kann Stephens auch mit Beispielen aus der Gegenwart belegen: ”Heutzutage ist die Furcht vor Hexen am stärksten verbreitet unter Christen, die ihren Glauben in die buchstäbliche Wahrheit der Bibel und an Satan schützen müssen."
Doris Marszk
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #2 vom 27. Feb. 2002 22:10 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Geldgier

Lieber Nikolaij,
sicherlich ist Dir bewußt, daß viele Urteile gegen sogenannte “Ketzer” oder “Hexen” aus reiner Geldgier der Kirche gründeten. Das führte oft zur völligen Ausrottung ganzer Familien (damit kein Erbe mehr da war)
Desweiteren kann ich diese “Theorien” dieses, anscheinend Nordamerikanischer Nationalität angehörigen Autor nicht viel abgewinnen. Der “Hexenhammer” sagt eigendlich mehr darüber aus.
Auch ist die Verfolgung der Katharer/Albigenser durchaus nicht mit der Begründung des Beweises Gottes zu sehen, sondern einfach damit, daß diese Gruppen eine Gefahr für die “Einzig Wahre kath. Kirche” darstellten.
Und schließlich noch: Ist es ein Beweis Gottes, ein Schwein auf Grund von Zeugenaussagen eines Hasen und eines Hahns auf den Scheiterhaufen zu bringen?
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #4 vom 30. Apr. 2002 15:37 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Hexen allgemein

Hallo zusammen!
Zum Thema Hexen/Hexenverfolgung hab ich mal ein wenig zusammengetragen.
Im Volksaberglauben stehen die Hexen mit dem Teufel im Bunde und fügen Menschen und Tieren schaden zu. Gewöhnlich hält man sie für hässliche, alte Weiber, aber auch als Hexenmeister. Man nahm an, das die Kräfte der H. am stärksten in der Walpurgisnacht, Osternacht, Johannisnacht, in den Zwölften und am Georgs-bzw. Andreastag sein. Die hexen sollten alljährlich auf dem Blocksberge ihre Hexensabbatte mit den Höllenwesen feiern und dort entweder auf einem Besen oder Ziegenbock reitend erscheinen. Der Glaube an Hexen hatte im MA einen riesigen Umfang angenommen, daraus entwickelte sich dann später die sog. Hexenverfolgung. Die päpstl. Inquisitoren Heinrich Institoris und Jakob Sprenger errichteten in ihrer Schrift “MALEUS MALEFICARUM” dem hexenhammer 1489 ein ganzes Lehrgebäude des Hexenwahns und der Hexenbekämpfung. Unter dem Einfluss des Hexenhammers setzte eine Hochflut von hexenprozessen ein. neben den oft durch Folter erzwungenen Geständnissen diente als ßberführungsmittel auch die Hexenprobe (~Gottesurteil). Die verurteilte H. wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Erst gegen Ende des 18. Jhdt. ließen die Hexenprozesse allmählich nach. So viel von meiner Stelle
Grüße
Falka

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Eintrag #5 vom 30. Apr. 2002 17:02 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Zu speziell der Psychologischen Verfassung und den Hintergründen der Hexenverfolgungen oder des Hexenwahns empfehle ich Aldous Huxleys “Die Teufel von Loudon” bzw. “The Devils of Loudon” (gab es mal bei Piper als Taschenbuch).
Der Autor ist ein dezidierter Kenner der Hexenprozesse (und hat nicht nur “Brave New World” und “Lord of the Flies” geschrieben ;-) und rekonstruiert in diesem Roman aufgrund erhaltener Dokumente den Prozeß gegen einen jesuitischen Geistlichen Anfang des 17. Jhdts. Meiner Meinung nach eine der packendsten psychologischen Studien zu diesem Thema ohne spätfeministische oder verallgemeinernde Tendenzen, die ja leider ziemlich verbreitet sind.
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #6 vom 30. Apr. 2002 17:04 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Öh

Kleiner Fehler: “Lord of the Flies” is von Golding ;-)

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Eintrag #7 vom 30. Apr. 2002 17:47 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stagnation

ist etwas, dass es im MA nicht gegeben hat. Um 900 wurde im 2. Episcopalen Konzil der Glaube an Hexerei und Hexen unter Strafe gestellt. Wenn ich mich nicht völlig irre, wurden von Karl dem Grossen zwei “überraschende” Urteile gefällt. Diejenigen, die jemand anders der Hexerei bezichtigten, wurden unter Androhung des Todes auf dem Scheiterhaufen wegen Heresie dazu verpflichtet, von ihren Beschuldigungen abzulassen. Heresie für den Zweifel an der Allmacht Gottes und seine Herrschaft auch über den Teufel (und aufgrund der Tatsache, dass Leute, die auf dem Besen reiten in der Bibel nicht erwßhnt sind). Die richtige Hexenverfolgung begann erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, gängige Theorien sind, dass Schuldige für die Missernten gesucht wurden, genau wie für die Pest (deshalb setzte zu dem Zeitpunkt auch die Judenverfolgung “Brunnenvergifter” ein, während sie in der vorhergehenden Welle unter dem Vorwand “Gottesmörder” verfolgt worden waren, by the way).Glaube an Hexen, Hexenverfolgung liefen paralell zu einem gesellschaftlichen Wandel: Zunehmende Macht der Kirche, Zunahme der Macht der Städte, auch in einer ßnderung der Kriegsführung und nicht zuletzt in einer Dämonisierung der Frauen durch die Kirche, spielt sich u.a. auch in den Hebammenordnungen wieder (und einigem mehr, nicht zuletzt im ßbergang vom Herrensitz zum Damensitz beim Reiten).
Im 13. Jhdt hatten die Hebammen durchaus das Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, die Nottaufen durchzuführen, während sie im weiteren Verlauf der Geschichte mehr und mehr in die Rolle einer Denunziantin gedrängt wurden. Ohne der Komplexität der Thematik auch nur ansatzweise gerecht werden zu können oder zu wollen.
Nic

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Eintrag #8 vom 01. Mai. 2002 00:59 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Geht nicht so ganz....

Hallo Nicole!
Bei Deinen Ausführungen ist ein kleiner Fehler:
Die Bezeichnung “Hexe” tauchte erst im 14./15. Jhd. auf. Daher kann um 900 noch gar nicht die Rede von “Hexen” sein.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #9 vom 01. Mai. 2002 12:44 Uhr Peter Gustav Bartschat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Gustav Bartschat eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eine Frage der ßbersetzung?

Wir können wohl davon ausgehen, dass der Text, auf den Nicole sich bezieht, im Original Lateinisch war. Jetzt wäre es interessant zu wissen, welcher Begriff dort benutzt wird, um “Hexerei” oder “Hexen” zu bezeichnen.
Da Sprache einem steten Wandel unterworfen ist, ist es ja durchaus denkbar, dass ein Autor des 9. Jahrhunderts diesen Begriff anders übersetzt hätte als ein Autor des 14. Jahrhunderts - das aber trotzdem beide das selbe Phänomen gemeint haben können.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Eintrag #10 vom 02. Mai. 2002 09:21 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Definitionen

Andere der zahlreichen Synonyme sind strega, wicca (, saga) und hagazussa. Den Beschuldigten wurde u.a. vorgeworfen, auf einem Besen durch die Luft zu reiten, daher spielt der Name vielleicht eher eine ungeordnete Rolle.
Nic

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Eintrag #11 vom 02. Mai. 2002 13:16 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Christoph, bestätigt Dein Einwurf den Sachverhalt: Wenn’s den Begriff der Hexe erst im 14./15. Jhdt gibt, kann’s auch erst dann Hexenverfolgung gegeben haben….
Nic

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Eintrag #12 vom 02. Mai. 2002 20:19 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Quasi

hat Innozenz III. die erste, von der Kirche geleitete, Hexenverfolgung angeleiert. Die lebte aber nicht lange, da sein Inquisitor von ergrimmten Adeligen erschlagen wurde.
Erst 30 Jahre später unter einem anderen Papst gings dann richtig los.
Die Bezeichnung Hexe gabs da aber immer noch nicht. Dafür aber genug Möglichkeiten, Kranken, körperlich Behinderten, Kräuterfrauen und anderen Leuten was anzuhängen mit der Begründung, mit Satanas im Bunde zu sein. Für diese Anklage benötigt man das Wort “Hexe” nicht.
Was ebenfalls gegen Deine Behauptung spricht, daß es schon im 9. Jhd. “Hexenverfolgungen” gegeben hat, wiederspricht sich in dem verhalten der damals noch nicht sehr starken kath. Kirche gegenüber den heidn. Priesterinnen in Bayern:
Dort wurde, wenn sie denn erwischt wurden, nur das Heiligtum zerstört und die Priesterin vertrieben. Und dies war während der Regierungszeit Karl d. Kahlen.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #13 vom 02. Mai. 2002 21:37 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht äh, ´tschuldigung

Hallo Christoph !
Ich glaube, Du hast Dich grade entwas vergaloppiert. Grade das 9.Jh. gehört zu den stärksten und stabilsten, das die römische Kirche aufzuzeigen hatte. Die Gnostiker waren überwunden (4.Jh.), die Arianer vernichtet (Anfang 6.Jh.), der Hauptkonkurent im Osten hatte grade die Auseinandersetzung mit den Bilderstürmer hinter sich (spätes 8.Jh.,frühes 9.Jh.) und sich von diesen noch deutlich nicht erholt und das europäische Christentum war durch die neuerliche Missionsbewegung der iro-schottischen Reformmönche (Bonifazius, Pirminius, Odilia u.a.) nicht nur gefestigt sondern hatte alle noch lebenden heidnischen Religionsreste beseitigt (1.Hälfte 8.Jh.).
Da alle germanischen Stämme zwischen dem 3.-frühen 6.Jh. zum Christentum übergetretten waren und die Bajuvaren nunmal ein germanisches Mischvolk mit einer gehörigen Portion Awarischem Bevölkerungsanteil waren ist mir die heidnische Religonskonstante bis ins 9.Jh. nicht ersichtlich. Ausserdem war bei heutigem Wissenstand, das Priesteramt bei den meisten Germanen und auch bei den Awaren einem männlichen “Auguren” vorbehalten, wie kommst Du also auf Priesterinnen ?
Tschüß Olaf

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Eintrag #14 vom 03. Mai. 2002 08:31 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wart mal eine Sekunde Christoph,

wir reden hier anscheinend gekonnt aneinander vorbei. Ich habe nicht behauptet, dass es im 9. Jahrhundert Hexenverfolgung gab (unwichtig: der Vorwurf war der der Heresie, ist aber egal, denn): Ursprünglich wurden die verurteilt, die jemand der Besenreiterei bezichtigten
Später die, die angeblich auf dem Besen sassen.
Ist das so verständlicher?
Nic

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Eintrag #15 vom 03. Mai. 2002 10:01 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Striga

Moin!
“Striga:
Antike römische Bezeichnung für einen weiblichen, vogelgestaltigen Dämon, der kleine Kinder raubte und ihnen das Blut aussaugt. Oft sind es hexenartige alte Weiber, die sich nachts in eine Striga verwandeln. Der Name hängt mit dem lateinischen Wort Strix zusammen.
Strix:
(lat.: Eule) Von diesem Namen wurde, vermutlich wegen des kreischenden Geschreis der Nachtvögel, die Bezeichnung für Striga abgeleitet.”
Quelle:
Norbert Bormann, Lexikon der Monster, Geister und Dämonen, ISBN 3-89602-233-4, Lexikon Verlag Berlin
gruß, uli

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Eintrag #16 vom 03. Mai. 2002 10:37 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich hab da ein Problem

Uli, denn ich versteh nicht, was Dein Beitrag sagen soll. Hagazussa heisst auch nicht Hexe, sondern Zaunreiterin, (also nicht nur Besen, sondern auch Zäune, man nimmt halt, was man kriegen kann.) ist aber zugleich Ausdruck für das Wandern zwischen zwei Welten.
Nic

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Eintrag #17 vom 03. Mai. 2002 13:40 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Quelle wohl mangelhaft

Hi Olaf!
Dann wird wohl daran meine falsche Aussage liegen.
Bleibe aber weiterhin dabei, daß es bis zum Ende der Staufer keine durchgezogene Hexenverfolgung gab.
(Natüüüüüürlich! Jaa, es gab kurz davor auch schon ein bissi. Jaaa, Friedrich II. hat auch a bissl Verfolgung gemacht usw.usw…Nicht wieder Haarspaltereien treiben!)
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #18 vom 04. Mai. 2002 13:33 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Moin!

Aaaalsooo,
zu einem Thema oder Wort eine Definition zu liefern hat den Sinn, den Sachverhalt zu klären und Begriffe zu definieren. Also, wenn der Begriff Striga von den Römern kommt, deren Hexenglauben belegbar ist, lassen sich vielleicht einige abergläubische Auswüchse des Mittelalters darauf zurückführen. Wie zum Beispiel der Glaube an die Eule als Unheilsbringer und Hexenvogel, der sich bis in die heutigen Tage hält.
gruß, uli

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Eintrag #19 vom 04. Mai. 2002 20:59 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Bezeichnungen

Hagazussa - Tunrite (Zaunreiterin, striga/ strega, hägedise/ hegedise, hägse. hegsa. hegse. Hexe
Der Begriff Hagazussa (Haag: der Zaun/ die Grenze) bezeichnet nicht den tatsächlichen Vorgang des “auf etwas reitens” sondern versinnbildlicht das “auf der Grenze” zwischen diesseitiger und “übersinnlicher” Wahrnehmung.
Das haben aber andere viel besser beschrieben als ich es könnte und ich empfehle hier beispielweise
HEXENWELTEN, Magie und Imagination. Hg. Richard von Dülmen. Fischer Taschenbuchverlag
ROBERT RANKE - GRAVES: “Die Weiße Göttin. Sprache des Mythos”. RORORO - Taschenbuch
Theorien zur Hexenverfolgung liefern
u.a.
GUNNAR HEINSOHN, OTTO STEIGER: “Die Vernichtung der Weisen Frauen”. Heyne - Taschenbuch.
HANS - JßRGEN WOLF: “Hexenwahn. Hexen in Geschichte und Gegenwart”. Pawlak Verlagsgesellschaft.
“DIE HEXEN DER NEUZEIT. STUDIEN ZUR SOZIALGESCHICHTE EINES KULTURELLEN DEUTUNGSMUSTERS”. Hg. Claudia Honegger. Edition Suhrkamp.
W.G. SOLDAN; H. HEPPE: “Geschichte der Hexenprozesse.” Magnus Verlag.
Thesen zu Inhalten des “Hexenwesens”:
Sergius Holowien: “Die Weisen Frauen und ihr Heilwissen”, Goldmann - Verlag.
Die Hexenverfolgungen haben für mich den Anstoß zum Einstieg in die Beschäftigung mit dem Mittelalter gegeben. Ich verfüge über eine Vielzahl an Literatur zu dem Thema. Bei Einzelfragen durch E-Mail bin ich gerne bereit, zu sehen, was ich tun kann. Ansonsten gebe ich - bei Anfragen per E-Mail, gerne weitere Literaturhinweise.
Gruß von Carsten

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Eintrag #20 vom 04. Mai. 2002 21:04 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht "Laßt die armen Frauen in Ruhe!"

Zu der Diskussion weiter unten:
Der, im Umgang mit seinen Gegnern, als nicht sonderlich zimperlich bekannte Papst Gregor VII., ließ im 12. Jahrhundert, in einem Schreiben an oberitalienische Gemeinden, nach einer Beschwerde über strigen (stregas, hexen, weise frauen) mitteilen, man möge doch bitte “die armen Frauen in Frieden lassen!”.
Gruß von Carsten

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Eintrag #21 vom 07. Mai. 2002 09:55 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tatsächliche Zahlen...

Grüß Euch,
nun wieder mal fällt eine der Bastionen des Geschichts-Aberglaubens:
Die sog. Hexenverfolgung als grosses Symbol der Frauenbewegung -der Beweis des historisch bestätigten Dauermartyriums der armen, unterdrückten Frau war keine allein weibliche Veranstaltung.
Eine neue Ausstellung in Berlin ist überraschend:
“Hexenwahn” im deutschen historischen Museum in Berlin bis 6. August.
Auch das Bild der gammeligen Alten ist durch…es ging nicht um die kräuterkundigen Frauen, sondern platt um den Sex und den Schadenszauber.
Dem Wahnsinn des SMA/Renaissance-Aberglaubens fielen ca. 60.000 Menschen in Deutschland zum Opfer, davon waren allerdings mehr als ein Viertel Männer!
Auch die Kirche kommt besser weg, als es der bisherige gern verbreitete Glaube an die Kirche als Täter kolportierte.
Nach dem Beginn ds 16. Jhdt. wurde die Hexenverfolgung vor allem von Behörden und selbsternannten Hexenrichtern mit wirtschaftlichem Hintergrund durchgezogen.
ßbrigens, Christopf, Friedrich der Zweite liess keine Hexen verfolgen, es ging um die Ketzerei, die ja auch das staatliche Gefüge bedrohte…
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #22 vom 07. Mai. 2002 13:34 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Déjà vu

Ad 7 et 11) Wo steht in diesem Thread geschrieben:“daß es schon im 9. Jhd. ”Hexenverfolgungen“ gegeben hat” ?
“Bleibe aber weiterhin dabei, daß es bis zum Ende der Staufer keine durchgezogene Hexenverfolgung gab.”
Wer hat das Gegenteil behauptet ? Es ist vorerst die Rede von Heresie und nicht-systematischer Verfolgung als Ausnahmeerscheinung.

Ad 18) Der Begriff Hexe lässt sich laut Lexikon auf den Begriff der Hagazussa zurückführen.

“ Hagazussa - Tunrite Zaunreiterin, striga/ strega, hägedise/ hegedise, hägse.hegsa. hegse. Hexe ”
Ad 20) “ Die sog. Hexenverfolgung als grosses Symbol der Frauenbewegung -der Beweis des historisch bestätigten Dauermartyriums der armen, unterdrückten Frau war keine allein weibliche Veranstaltung. ”
Die Aussage ist durchaus pauschal und polemisch. Ja, es gibt einen Teil Frauenbewegung, der sich die von Dir angesprochene Argumentation auf die Fahnen geschrieben hat. Wenn man sich mehr mit diesem Kapitel der Geschichte beschäftigt, kommt man relativ schnell dahinter, dass nicht nur Frauen betroffen waren. Vernachlässigt werden sollte nicht, dass erheblich viele Kinder hingerichtet wurden, nämlich die, die von der ganzen Hektik und Aufruhr, die sie umgaben, anfingen durchzuticken und dank ihres Vorstellungsvermögens in Unwissenheit der Tragweite des Geschehens gerne erzählten, dass sie Mama und Papa begleitet haben, als die in den Wald flogen (natürlich, wer ist nicht gerne mit Mama und Papa unterwegs).
Auch die Hexenverfolgung hat ihre Geschichte und die ßbergriffe und Gruppierungen der Betroffenen weitete sich immer mehr aus. Möglich und begünstigt wurde sie allerdings erst durch eine Zunahme der Macht bestimmter Orden, der Kirche insgesamt und einer daraus resultierenden Dämonisierung der Frauen im Verlauf des Mittelalters, was natürlich immer ein Deckmantel für die Interessen einzelner in Schlüsselpositionen zum Machterhalt und der Aufbesserung des Einkommens ist.
Wenn jemand sehr hübsch ist, kann das nur an Hexerei liegen, und ob man nun eine Hexe vergewaltigt oder nicht, macht keinen Unterschied, im Gegenteil. Hat auch Frauen gegeben, denen Buhlerei mit dem Teufel unterstellt wurde, weil sie in der Zwangshaft schwanger wurden, erstaunlich, gell, dass der Teufel in die Gefängnisse kommt, ohne das jemand das merkt, kann man mal sehen, wie teuflisch der Kerl ist.
Daher :
“Eine neue Ausstellung in Berlin ist überraschend”
Nein, das ist sie nicht wirklich.
Gruss
Nic

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Eintrag #23 vom 07. Mai. 2002 14:13 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wortwahl

Beim Durchlesen dieses Threads befällt mich - wie schon öfter zu anderen Gelegenheiten in dieser Taverne - ein leichter Schauder ob der gewählten laxen und polemischen Formulierungen….. ich würde mir wünschen, daß vor dem Posten mehr über Formulierung und Wirkung der gewählten Worte nachgedacht würde!
Und danke, Nic, für Deine besonnenen Worte!
Ruth

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Eintrag #24 vom 07. Mai. 2002 19:48 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Eintrag No. 6

Hallo Nicole!
Auf diesen von Dir selbst geschriebenen Eintrag möchte ich Dich hinweisen. Dort erwähnst Du das Jahr 900. Schon vergessen?
Hadu:
Deshalb habe ich auch nicht “Hexen-Verfolgung”, sondern nur “Verfolgungen” geschrieben.
Desweiteren war zur Zeit der Staufer die Ketzer- bzw. Häretikerverfolgung “in”, denn Hexen gabs da noch nicht.
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #25 vom 07. Mai. 2002 21:39 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ???

Grüß Euch,
…vergesst es einfach, ich glaube, daß ich mit Sarkasmus und so nicht ankomme. Ignorierts.
Ich bleib beim HMA und kümmer mich nicht um die Perversionen der folgenden Jahrhunderte. (ups…schon wieder…) Sorry jedenfalls!
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #26 vom 08. Mai. 2002 09:16 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ....

Christoph) “Um 900 wurde im 2. Episcopalen Konzil DER GLAUBE AN (DIE EXISTENZ VON) HEXEREI UND HEXEN unter Strafe gestellt.”
Ist der O-Ton meiner Aussage, zum besseren Verständnis ergänzt um die drei Worte in den Klammern.
Wie schafft man es, zu erwähnen, dass es im Jahr 900 etwas NICHT gab, dass es später gab, ohne das Jahr 900 zu erwähnen?
Ranes) Für mich war nicht klar, dass Dein Beitrag ironisch gemeint war. Wenn man das weiss, ist das natürlich etwas anderes. Manchmal haben Männer und Frauen einen andern Sprachgebrauch und anderen Humor. Mein Herzallerliebster ging irgendwann dazu über, mich vorzuwarnen, wenn er vorhatte, ironisch zu werden, weil’s sonst schon mal leichte Missverständnisse zur Folge hatte. Er kann allerdings in den seltensten Fällen über meine Witze lachen…
Il faut faire avec
Nic

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Eintrag #27 vom 08. Mai. 2002 13:28 Uhr Christoph Specht   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Hilfreich?

Hallo,
einen (m. E. etwas polemisierenden, aber dennoch sehr informativen) Assay über die sog. “Hexenverfolgung” hat Dr. Dietmar Nix geschrieben: www.zpr.uni-koeln.de/~nix/hexen/d-defin.htm
Gruß, Christoph

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Eintrag #28 vom 08. Mai. 2002 19:22 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Moin!

Da auch schon aus der Antike Hexenglaube und teils auch Verfolgungen gab und im HMA selbiger Glaube unter STrafe gestellt war, darf ich dann annehmen, das es Hexenglauben und -verfolgungen wohl gab, die jedoch von der Obrigkeit unter Strafe standen?
gruß, uli

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Eintrag #29 vom 10. Mai. 2002 11:46 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Und sie drehte sich um und

weinte bitterlich.
Das habe ich hier mal irgendwann so ähnlich gelesen und nun darf ich’s endlich zitieren.
Uli, lies Dir bitte noch einmal den Eintrag 6 durch.
Von 900 bis 1400 fand eine gesellschaftliche Entwicklung statt, die die Hexenverfolgung erst ermöglichte. Die gab’s ergo erst sehr spät, wohl zu spät für die meisten, die Mittelalter darstellen.
Niemand kann jemand anders daran hindern, etwas falsch zu verstehen, ob das aber im Sinne der Diskussion und eine hypothetischen “allgemeinen Interesses” ist, sei mal dahingestellt.
Nic

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Eintrag #30 vom 10. Mai. 2002 12:28 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht 'tschuldige, Uli

meine Reaktion war nicht angemessen.
“Da auch schon aus der Antike Hexenglaube und teils auch Verfolgungen gab”
Ja. Aber nicht unter dem Begriff Hexe, aufgrund des Polytheismus der Antike unter ganz anderen Voraussetzungen und mit einer anderen Akezeptanz.Eine Priesterin des Orakels von Delphi hätte 1450 wohl sehr schlechte ßberlebenschancen gehabt, es ist nicht vergleichbar.
“und im HMA selbiger Glaube unter Strafe gestellt war, darf ich dann annehmen, das es Hexenglauben und -verfolgungen wohl gab, die jedoch von der Obrigkeit unter Strafe standen?”
Jein. Meinst Du nicht, dass es ein prima Vorwand war, im Einzelfall in entlegerenen Orten mal schnell kurzen Prozess zu machen, ohne vor der Dorfgemeinschaft als Mörder dazustehen ? Was für 900 galt, muss nun nicht zwangsläufig für 1200 gelten, gibt ja auch noch den alternativen Begriff des Ketzers.(Nein, es gibt keine Zauberer, naja, vielleicht doch die Katharer ein bisschen. Kann ja nicht mit rechten Dingen zugehen. Na, und die Templer mit ihrem Gral, wer weiss. Aber Ketzer dürfen wir doch verbrennen, oder?)
Nichts für ungut.
Nic

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Eintrag #31 vom 13. Mai. 2002 22:17 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Nic

Hi, Nic! Ich bewundere Dein Wissen um das Hexenthema!
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Gruß von Carsten

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Eintrag #32 vom 21. Mai. 2002 10:24 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Damals” wird das Thema ausgiebig behandelt.
Hilmar

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